Frage von Maily110, 109

Ton beim Pferd?

Hallo ihr lieben,
Ich weiß im Internet findet man 100te Threads zu diesem Thema aber ich brauche nochmal ein paar Meinungen..:) Ich habe ein Pfeed gekauft vor ein Paar Monaten vom Händler. Er ist 4 Jahre jung eine Aku wurde gemacht und außer ein paar kleine ratscher die er hatte war er laut Aku und dem TA klinisch gesund.. Naja meine Freundin ist dann aufgefallen das er ein Geräusch beim galoppieren hat mir persönlich überhaupt nicht aufgefallen.. Es wurde ne Endoskopie von meinen TA gemacht dabei ist rauskommen das er ne Infektion hat die von selbst ausheilt und das linke Stimmband ist gelähmt also ein Pfeiffer... Habe darauf hin ein Belastungstest machen lassen es war alles top war unter 10 min wieder auf einer ganz normalen Atmung hat kaum geschwitzt und ist dabei untrainiert. Nun zur meine Frage soll ich ihn operieren lassen? Mein TA rät davon ab da das Risiko irgendwelche Lungen Infektionen zu hoch ist und er ja nicht eingeschränkt ist bzw wirkt. Das Geräusch verschwindet komischer weise nach ner Zeit und er ist auch immer Lauf freudig galoppiert auf der Weide auf und ab... Was würdet ihr Tun? Er soll mal ein Springpferdchen werden aber ohne irgendwelche Turnier Ambitionen. Für Tipps oder Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.. Lg und danke schonmal im Vorraus

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 49

Natürlich nicht operieren! Erstens, weil eine Op bei einem Pferd immer ein hohes Risiko ist und der empfindliche Magen-Darm-Trakt unter Umständen nach der Narkose nicht mehr in Gang kommen kann und zweitens weil der Nutzen ja noch nicht mal sicher ist. 

Ich habe das Gefühl, es geht bei Dir in erster Linie darum, dass Du den Mangel, den Ton beheben lassen willst, weil Du ihn als Makel empfindest. Denn dass das Pferd keine Einschränkungen hat, hat Dir der TA ja schon gesagt. Doch das ist das Lebens-Risiko des Pferdes wohl nicht wert. Wenn es Lebens-notwendig wäre, dann müsstest Du das Risiko und die hohen Kosten eingehen, aber so, wie die Dinge liegen, ist es das ja nicht. Deswegen verstehe ich auch nicht, warum Du darüber ernsthaft nachzudenken scheinst. Vor allem, weil auch der TA davon abrät.

Geh mal auf ein Reitturnier und mach die Ohren auf. Du wirst staunen, wie viele Pferde im Sport den einen oder anderen Ton haben. Meine alte Stute hat auch eine Stimmbandanomalie und je nach Wetterlage weiß man immer genau, wo ich gerade galoppiere. In jungen Jahren war sie bis M unterwegs und hat auch heute noch keine Probleme oder Benachteiligungen - außer dass man sie hört. 

Geh mal in einen bei menschlichen Läufern beliebten Wald und mach die Ohren auf. Auch da gibt es genügend, die "mit Ton" durch die Gegend rennen. Der eine schnauft, der andere hechelt und das ist bei Pferden ähnlich. Natürlich gibt es Kehlkopfpfeifer, die beeinträchtigt sind, doch laut der gemachten Tests gehört Dein Pferd nicht dazu. Sei froh und nimm den minimalen Ton einfach hin. Und hab vor allem wieder Freude an Deinem Pferd.

Kommentar von Maily110 ,

Hallo, danke erstmal für deine Antwort. Es geht mir nicht um den Ton den er hat da ich es selbe überhaupt nicht wahrnehme! Ich hab einfach nur Angst das  er keine Luft bekommt bzw nicht genügend. Dann hab ich noch eine Frage da du ja auch eine Stute hattest wie Schauts aus mit ausbinden  ? Schadet es ihm wenn ich ihn ausbinde ?

Kommentar von Sallyvita ,

Theoretisch könnte man die Stute ausbinden, aber wird sie nicht, weil es nicht nötig ist, da sie sich sehr schön arbeiten lässt und gut an die Hand herantritt - sogar wenn sie von dem kleinen Mädchen geritten wird, die sie mitreitet.

Kommentar von Maily110 ,

Ich reite meinen noch nicht es geht mir auch eher um das longieren, ich hab ihn ja noch nicht so lange und ich möchte das wir erst ne sehr gute Bindung aufbauen bevor ich reite..

Kommentar von Sallyvita ,

Ohne Dir groß reinreden zu wollen, aber ich würde bei einem 4-jährigen Pferd schon in Maßen anfangen es zu reiten. Denn wenn du mit der ganzen Longiererei zu viel Kondition aufbaust, kann das anreiten mitunter recht "lustig" werden, wenn die Kooperationsbereitschaft nicht ganz so groß ist.

Antwort
von Saskia191, 24

Hallo Maily110,

jetzt, aktuell würde ich das Pferd an deiner Stelle nicht operieren lassen. Denn momentan scheint er ja nicht dadurch eingeschrenkt zu sein. Er hat den Belastungstest gut hinter sich gebracht, du beschreibst ihn als lauffreudig und sehr aktiv, auch auf der Weide. So lange das so ist- alles lassen wie es ist.

Es gibt Pferde die können ihr ganzes Leben so gut mit Ton verbringen.

Meinen musste ich operieren lassen Denn er hat tatsächlich bei Belastung kaum noch Luft bekommen. Galoppieren -weder unterm Reiter, noch auf der Weide- war nicht mehr möglich. Er hat es kaum geschafft etwas länger zu traben. Also ab in die Klinik und OP.

Ich kann dir also aus eigener Erfahrung sagen, dass das kein kleiner Eingriff ist. Und ich kann dir auch sagen, dass es meinem damaligen Pfer dnach der Op absolut hundeelend ging. ich hatte ein verdammt schlechtes Gewissen, wenn ich ihn so gesehen habe, obwohl ich wusste, dass die OP sein musste.

Bitte nicht falsch verstehen, die OP war genau das Richtige und er konnte nach ein paar Monaten nach der der OP auch wieder galoppieren und toben und spielen. Er hatte wieder eine sehr gut Lebensqualität. Deshalb würde ich in gleicher Situation auch jederzeit wieder diese Op machen lassen.

Aber solange ein Pferd mit Ton noch die volle Lebensqualität hat und in seinem Bewegungsdrang nicht eingeschränkt ist, würde ich ihm diesen Eingriff nicht zumuten.

Ich kann dir versichern, dass du es merken wirst, sollte er doch mal irgendwann dadurch Schwierigkeiten beim Atmen haben. Keine Sorge, das merkst du. das muss aber nei der Fall sein.

Also lass ihn jetzt so, wie er ist.

Viele Grüße

Saskia

Kommentar von Maily110 ,

Ich hoffe sehr das ich es merke wie gesagt mich stört der Ton überhaupt nicht da ich es nicht wahrnehme selbst wenn ich mich konzentriere atmet er für mich ganz normal es geht mir nur darum das ich Angst habe das er keine Luft bekommt und ich mir einfach nochmal mehrere Meinungen dazu anhören wollte ob es so richtig ist :) ich danke aber sehr für die Antwort

Kommentar von Saskia191 ,

Keine Sorge, du wirst es auf jeden Fall merken, sollte er tatsächlich irgendwann einmmal Probleme bekommen. Ich habe es ja selbst erlebt, man kann es gar nicht nicht merken.

Gerne.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 10

Ich würde den Rat des Tierarzt befolgen. Und wenn der mir das nicht einleuchtend erklären kann, einen weiteren befragen. Auch wegen dem Ausbinden. Wobei Du dich hören müßtest, ob das Pferd ausgebunden pfeift.

Im Zweifelsfall longier doch am Kappzaum. Eine mentale Bindung zum Pferd bekommst du doch nicht mittels Ausbindern - die Auswahl deines Equipments hat doch   mit deiner Beziehung zum Pferd nichts zu tun.

Antwort
von fightclub217, 35

Lass es lieber. Der Körper schafft das schon! Das wird wieder. Die Erkrankung, die sich das Pferd bei der Operation zuziehen kann, wird der Körper vielleicht nicht packen. So kleine Infekte schafft Das Immunsystem von ganz alleine! :)

Gruß und gute Besserung für das Pferd! :)

Antwort
von Nikita1839, 25

Wenn es nicht nötig ist, lasse es lieber. Am Ende kann es dem Pferd mehr schaden als es hilft.

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