gri1su am 15.07.2007 um 8:50 Uhr
Die Frage nach dem Stiertreiben in Pamplona hat mich darauf gebracht.
Einmal im Jahr findet in Italien eine richtige Tomatenschlacht statt, da werden tonnenweise die Tomaten als Wurfgeschosse benutzt, um sich gegenseitig damit zu bewerfen. Was haltet Ihr davon?

Auch wenn ich nun gleich wieder von bestimmten Leuten als "Miesepetra" eingestuft werde, die zum Lachen in den Keller geht - ich finde weder Tortenschlachten noch Tomatenweitwurf lustig und habe in Notzeiten gelernt: "Mit Essen spielt man nicht!"

Ich schließe mich Detlefs Meinung an. Es geht um Aggressionsabbau und Spaß. Es gibt vielen anderen Spaß, der wesentlich teurer ist.
Andere Sportarten verbrauchen / kosten Unmengen an Geld, das auch besser für Bedürftige verwendet werden könnte. Fußball steht da ganz vorn, und auch Formel 1, aber auf den will ja auch keiner verzichten (ich schon, aber meine Stimme allein nützt nix).
Es werden tausende von Tonnen Obst und Getreide ins Meer gekippt, die im Überfluß hergestellt werden, anstatt das arme Menschen das bekommen. Das ist eine wirtschaftliche Sache: der Transport kostet und wird nicht bezahlt, und die Preise würden nach unten gedrückt. Keiner in der Wirtschaft ist interessiert daran, der 3. Welt etwas zu schenken.
Das kannste mal anprangern. Aber ich finde es lächerlich, immer mit dem Finger auf die kleineren "Sünder" zu zeigen und damit darüber zu lamentieren, ach wie schlecht die Welt doch ist. Ist sie teilweise, aber nicht, weil eine Stadt oder ein Land einmal im Jahr mit Tomaten wirft.
Im Übrigen könnten wir Deutschen uns, was den Humor betrifft, von den Italienern eine Scheibe abschneiden. Sie sind wirklich ärmer als wir, aber sie gönnen sich was.
gri1su am 15. Juli 2007 10:07 Wie bist Du denn drauf?
Wo habe ich hier den Finger erhoben, wo lamentiert? Ich habe lediglich eine Frage gestellt und um Meinungen gebeten. Unterstell mir bitte nichts (und lege mir keine Worte in den Mund), was und die ich nie gesagt habe.
Im Übrigen, zu Deinen Äußerungen im Absatz zur vernichtung der Nahrungsmittel gebe ich Dir vollkommen Recht.
WildeFee am 15. Juli 2007 12:07 Gri1su, ein bisschen weiß ich schon, wo der Hase läuft, Du bist hier kein unbeschriebenes Blatt.
Du hast die Frage als Folge der Stierlauf-Frage gestellt, den Du eindeutig verurteilt hast und auch Tradition oder Mentalität nicht gelten ließt. Das ist ok. Teilweise sehe ich das auch so.
Gerade deshalb kann ich im Zusammenhang davon ausgehen, dass Du das Tomatenwerfen ebenfalls verurteilst.
Aber ich lasse mich eines Besseren belehren, wenn ich mich in diesem Punkt geirrt habe.

Der viele Ketchup oder die schöne Soße die da verloren geht ;-)
Es gibt genug Menschen auf dieser Welt, die hungern müssen. Da finde ich es nicht lustig, wenn andere mit Lebensmittel so verschwenderisch und achtlos umgehen.
Wenn kein Mensch mehr hungern muß, dann sollen meintwegen die Italiener diese Spielchen machen, aber erst dann.

Man kann nicht immer nur vernünftig sein. Aus der Tradition heraus werden Agressionen abgebaut und alle haben einmal ihren Spass. Da kannst auch gleich Fußball und andere Mannschaftssportarten verbieten. LG Detlef
critter am 15. Juli 2007 09:28 Muss man den Vergleich mit Sportlern verstehen? Tomaten werden eigentlich als Nahrungsmittel gezüchtet - Menschen ja wohl eher weniger.
Delot am 15. Juli 2007 16:30 Fußballer bekommen Millionen, was meinst du wieviel Menschen man damit versorgen könnte....LG Detlef

Dieser Unsinn sollte verboten werden und:


Muss denn alles verboten werden?
Ich bekomme persönlich bei solchen Aktionen einen ganz ganz dicken Hals. Es gibt so viele Bedürftige, die sich sicherlich darüber freuen würden. Und außerdem könnte immer noch beispielsweise Ketchup oder Tomatensauce in weniger guter Qualität hergestellt werden, die dann zu geringeren Preisen vermarktet werden können. Und ganz grundsätzlich gilt für mich, dass man mit Lebensmitteln nicht spielt!

Brot und Spiele! Nach diesem Prinzip funktioniert auch heute noch vieles. So etwas lenkt von wirklichen Sorgen ab, Menschen können sich abreagieren, das ganze in vielen Variationen, dort sind es die Tomaten, bei uns der Karneval etc.
Zum einen ist es Tradition, zum anderen: So geschmacklos wie Tomaten in den letzten Jahren schmecken ist es vielleicht die einzig sinnvolle Verwertung ;-)))

wo bitte lebt ihr denn??? meint denn auch nur einer von euch das die tomaten nach afrika oder asien geschickt werden könnten? wer soll das bezahlen?? diese menge der dort geworfenen tomaten ist der überschuß, den die agrargenossenschaft noch nicht mal mehr aufkauft. was bitte sollen die bauern denn damit machen?? um geld zu verdienen bauen sie tomaten an. leider kann ihnen aber keiner die menge genau sagen (oder war das im sozialsmus) die benötigt wird. also bitte auf dem boden bleiben! und bevor ihr mich steinigt noch etwas für genau solche antworter wie euch!!! kartoffeln (sind auch haltbarer;-) ) werden von der eu nach euren wünschen nach afrika verschickt. dort kosten so nur 30 cent das kilo (man will sie ja auch verkaufen!) die einheimischen bauern können sie aber nur für 50 cent anbieten. NUN SIND SIE ARBEITSLOS also werft soviel tomaten wie ihr nur könnt.
Delot am 15. Juli 2007 16:34 Recht hast du! LG Detlef

Das ist immer noch besser, als wenn der 'Überschuss' gleich vernichtet wird. da hat man doch mit den Tomaten, die sonst weggeworfen werden noch ein wenig Spass.
Denn den Bedürftigen werden übriggebliebene Waren höchst selten zukommen - DAS kostet zuviel, leider....

Allerdings werden hierzulande zu Silvester ja auch Böller geworfen und Geld verschleudert, das Bedürftigen gespendet werden könnte...



