Frage von LuMiRu, 113

Tollwut durch Feldermaus?

Ich wollte Fleisch auftauen und habe es über Nacht draußen aufgehangen. Extra hoch, damit keine Tiere ankommen. Heute morgen habe ich dann festgestellt, dass eine Tüte ein Miniloch hat. Von dort ist auch Fleischsaft ausgetreten. Am Daumen habe ich eine zwei Tage alte Schnittwunde, wo sicherlich auch der Saft drüber lief. Kann es sein, dass eine Fledermaus nachts in die Lammkeule gebissen hat? Wenn diese mit Tollwut infiziert wäre, würde sie ja mit ihrem Speichel das Fleisch benetzen. Zwar nur durch das Loch aber... Könnte das Fleisch infiziert sein bzw. der Saft? Und reicht der Speichel ansonsten aus, um sich mit Tollwut anzustecken? Danke

Antwort
von Schwoaze, 50

Da gibt es tatsächlich Fledermäuse, die nachts Wild - oder Herdentiere anzapfen und sich an deren Blut laben. --- in Südamerika. Dass es bei uns so blutrünstige Fledermäuse gibt, wäre mir neu.

Antwort
von Pangaea, 76

Du brauchst dir aus zwei Gründen keine Sorgen zu machen:

Die Fledermäuse, die in Deutschland leben, sind Insektenfresser. Die fallen keine eingepackten Lammkeulen an.

Und außerdem halten Fledermäuse Winterruhe, die fliegen im Moment nicht draußen rum. Warum sollten sie auch, sind ja sowieso fast keine Insekten unterwegs.

Kommentar von Papabaer29 ,

Und soweit ich weiß ist die Tollwut in Deutschland weitgehend ausgerottet.

Kommentar von Luftkutscher ,

Nicht ganz richtig. Die Wildtollwut ist vollständig getilgt, so dass schon seit fast 10 Jahren kein Fall mehr bei uns festgestellt wurde, aber die Fledermaustollwut ist bei uns immer noch verbreitet. 

Kommentar von PicaPica ,

Was die Wildtollwut betrifft, ein Lob der Jägerschaft, die hier wirklich gute Arbeit geleistet hat.

Kommentar von Luftkutscher ,

Da hat die PR-Abteilung der Jagdverbände sehr gute Arbeit geleistet, wenn Laien der Meinung sind, die Tilgung der Tollwut wäre das Verdienst der Jägerschaft. Tatsächlich haben Jäger nur einen sehr kleinen Teil dazu beigetragen, indem sie erlegte Füchse für das Screening abgeliefert haben. Der Hauptanteil ist das Verdienst der Amtsveterinäre, Wildbiologen und der Luftfahrtunternehmen, die die Köder zur oralen Immunisierung der Füchse ausgelegt haben. 

Antwort
von LuMiRu, 42

Bei den milden Temperaturen hatte ich die winterruhe gar nicht auf dem Schirm. Danke! 

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