Todesfall: offenes Kundenkonto (80 €) Online Shop?

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9 Antworten

Nun habe ich einen Online Shop geschrieben und diese über den Todesfall unterrichtet.

Das ist doch nur notwendig, wenn es noch laufende Vorgänge gibt. Was ziemlich konform geht mit

"Bitte veranlassen Sie den Ausgleich des Kundenkonto in Höhe von € 76,95
wir haben selbstverständlich die angefallenen Mahngebühren entlastet.
Nach Zahlungseingang werden wir uns dann um alles Weitere kümmern
."

Das kann ja nur bedeuten, dass es zu einem Rechnungskauf noch des Ausgleichs mangelt. Bei einem Vorkassekauf ließe sich der Vorgang ja schlicht stornieren, und da gibt es auch keine Mahnkosten.

Natürlich ist das nicht für mich in Ordnung.

Warum nicht? Gekauft ist gekauft. Und Widerruf dürfte hier nicht mehr möglich sein.

Wie soll ich darauf reagieren?

Na wie wohl? Wenn du Erbe bist, mit Bezahlen, wenn nicht, mit der Weitergabe der Rechnung an den zahlpflichtigen Erben.

Werden solche Kleinbeträge normalerweise fallen gelassen?

Wie kommt man denn auf so eine Idee? Und mit rd. € 80.-- ist das auch ganz sicher kein "Kleinbetrag". Reagiert ihr nicht, kommt halt erst ein Inkasso, und später ein MB. Das einzige Resultat der Verweigerungshaltung wäre eine Kostentreiberei ohne Sinn und Verstand.

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Ich weiß, dass auch Schulden vererbt werden.

Ich würde nur gerne den genauen rechtlichen Aspekt wissen. Da ich nun auch so höflich von dem Online-Shop gefragt wurde, ob das für mich in Ordnung ist.

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Kommentar von FordPrefect
20.07.2016, 12:05

Ich würde nur gerne den genauen rechtlichen Aspekt wissen.

Gekauft ist gekauft. Oder anders ausgedrückt: pacta sunt servanda. Die höfliche Frage dient eher dem Schließen des Kundenkontos, nicht dem Rechnungsausgleich. Immer vorausgesetzt natürlich, die Rechnung ist per se korrekt und zur Zahlung fällig.

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ob solche Summen fallen gelassen werden oder nicht kann ich nicht beantworten.

Aber eines weiß ich ganz genau: so lange sie nicht Erbe sind müssen sie rein gar nichts zahlen.

Und wenn soundso nur Schulden zu erwarten sind, dann sollten sie auf jeden Fall das Erbe aus schlagen.

Und den Erben der es nicht aus geschlagen hat, bzw. in der Erbfolge an erster Stelle steht, den sollten sie auf jeden Fall darüber informieren.

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Die Rechnung wird aus der Erbmasse beglichen - egal, wer Erbe ist. Wenn du nicht der Erbe bist, teil dem Online-Shop Name und Adresse des Erben mit. Der erledigt das dann.

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Werden solche Kleinbeträge normalerweise fallen gelassen?

Forderungen gegen den Erblasser werden mit den Erbfall Forderungen gegen den Erben. Eine Bagatellgrenze gibt es da nicht.

Wie soll ich darauf reagieren?

Hier wäre zunächstmal zu prüfen, ob die Forderung als solche berechtigt ist.

Dazu wäre die Gegenseite aufzufordern, die Forderung zu begründen. Allein die Aussage negativer Salo reicht natürlich nicht, da dies eine reine Behauptung ist, das eine Forderung besteht. Vielmehr wäre z.B. auf die Lieferung einer Bestellung etc zu verweisen.

Sie müssen anhand der Angaben dann prüfen, ob das stimmt und ob die Forderung beglichen werden soll, oder ob der Forderung widersprochen wird.

Grundsätzlich ist der der eine Forderung erhebt ist das Darlegungs und Beweislast. 

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Der Erbe erbt nicht nur Guthaben sondern auch Schulden. Du solltest also schauen, dass du nichts erbst. Dann kann dir nichts passieren.

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Warum sollten Schulden des Erblassers fallen gelassen werden?

Wer erbt, bekommt nicht nur das Guthaben, sondern auch die Schulden ..

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Also ich würde es nicht fallen lassen... wenn es ein großer Onlineshop ist, dann kann es sein, dass sie Kullanz zeigen... aber wenn ich z.B. ein kleinerer bis mittlerer Privatmann bin, wozu sollte ich dann darauf verzichten?

Wenn es einmalig knapp 80 € wären, würde ich sie einfach selbst zahlen.

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Naja wenn du die Erbschaft animmst erbst du auch alle Schulden.

Verpflichtet sind die natürlich nicht. Aber hat er denn die Ware bereits bekommen oder war das vorauskasse?

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