Todesfall der Mutter. Betrieb streicht Sonderurlaub?

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8 Antworten

Darf der Betrieb einfach den Sonderurlaub streichen, und daraus zwei Freistellungen machen, ohne Bezahlung?

Der Betrieb hat den Sonderurlaub ja nicht gestrichen, sondern einfach nur nicht genehmigt. Peter muss sich natürlich nicht auf die unbezahlte Freistellung verweisen lassen. Aber da er sowieso nicht arbeitsfähig war, hat sich das ja erledigt.

Wenn Peter krank ist, ist Peter krank!

Er hat zwar Anrecht auf zwei Tage Sonderurlaub, wenn ein Arzt ihm allerdings "krank schreibt", hat sich das doch ohnehin erledigt.

Kommentar von Nightlover70
06.06.2016, 19:42

Wieso sollte er Anspruch auf Sonderurlaub haben?

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Kommentar von PenduraZ
06.06.2016, 19:51

Am Todestag gab es einen Krankenschein. Bei der Beerdigung gab es keinen Krankenschein. 

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Sofern es einen Tarifvertrag gibt, müsste darin was entsprechenden stehen.

Sofern es keine tarifvertragliche Regelung gibt, wäre eine betriebliche Regelung denkbar. Dies scheint im vorliegenden Fall nicht zuzutreffen.

Letztendlich gibt es dann keine gesetzliche Regelung. Somit ist das so rechtens was das Unternehmen gemacht hat.

Kommentar von john4711
06.06.2016, 20:06

Letztendlich gibt es dann keine gesetzliche Regelung. Somit ist das so rechtens was das Unternehmen gemacht hat.

Natürlich gibt es eine gesetzliche Regelung. (vgl. § 616 S. 1 BGB)

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Kommentar von Nightlover70
06.06.2016, 20:41

Im 616 BGB ist keineswegs die Gewährung von Sonderurlaub geregelt. Auch wenn dies immer wieder gerne von AN-Vertretern angeführt wird. Es geht um eine Verhinderung dessen Grund durch die eigene Person begründet ist.
Das ist nicht der Fall wenn ein Angehöriger verstirb. Die überwiegende Rechtsprechung sieht dies als nicht gegeben.

Ich persönlich Frage mich bei diesem Thema immer, ob denn die nahen Angehörigen in solchen Momenten keine anderen Sorgen haben als einen oder zwei Urlaubstage einzubüßen 😳

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Wenn er arbeitsunfähig war, dann hat er keinen Anspruch auf Freistellung oder Sonderurlaub, da er keine Arbeitsleistung zu erbringen hatte.

Wer krank geschrieben ist, braucht keinen Urlaub. Beim Tod eines Elternteils ist eine Erkrankung in der Gesamtschau nicht in Frage zu stellen. Die Teilnahem an der Beerdigung sollte vom Arbeitgeber auch trotz Krankschreibung anerkannt werden - sollte das nicht der Fall sein, sollte man sich fragen, ob man den richtigen Arbeitgeber hat.

Er war ja am Tag der Beerdigung krankgeschrieben. Dann braucht er keinen Sonderurlaub. Und falls du wissen willst ob er die wann anders nehmen kann: Neinn das geht nicht.

Kommentar von PenduraZ
06.06.2016, 19:52

Am Todestag gab es einen Krankenschein. Bei der Beerdigung gab es keinen Krankenschein. 

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Nach dem Gesetz stehem ihm 2 Tage Sonderurlaub zu.

Kommentar von Nightlover70
06.06.2016, 19:35

In welchem Gesetz soll das stehen ??

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