Frage von Bugafisch, 78

Todesangst vor Spritze (Hyperventilieren ohnmacht ect.!?

Wenn ich nur schon spritzen sehe, sei es in filmen oder Fernseheb wird mir schweine übel, schwindelig und mein puls steigt.
Ich bin 15 männlich und habe vor nichts so viel angst wie vor spritzen.ich hatte schon mit 9 solche angst vor blutabnahne, impfen oder sonstigen nadeln beim arzt, das ich damals aus der arztpraxis rausgerannt bin und mich 4 stunden in einem kaufhaus versteckt habe. Später hatte ich immer mehr angst und jetzt kann ich mit sicherheit sagen das es an todesangst gleicht( hyperventilieren, wenn ich eine spritze sehe verringert sich mein sichtfeld sofort und ich sehe "wie durch einen tunnel" ich fange an zu zittern und ich habe das gefühl ich würde gleich erbrechen (was ich meistens auch musste) Es ist VOLLIG durch! Glaubt mir mein vater ist psychologe und hat keine chance mich irgendwie zu beruigen, ich habe wirklich das gefühl ich würde gleich sterben!!!!! Und eigentlich binn ich eher der draufgänger.bald ist es wieder so weit und ich muss blut nehmen, da ich einmal so eine magensache hatte. Ich kann das nicht!!!!!!kennt das jemand?

Ps: es endete immer in dem der termien abgesagt wurde da ich etwa 3mal in ohnmacht viel oder die ärzte kamen du viert, hielten mich fest und drückten mir lachgas auf gesicht! Ich schäme mich so!!!

Trozdem vielen dank für eure antworten

Antwort
von Negreira, 33

Ich verstehe Dich gut! Ich nin zwar wesentlich älter als Du, aber schon als Kind hatte ich Angst vor Spritzen. Ich kannte unseren Hausarzt gut, der war total fürsorglich, aber wann immer er mit einr Nadel kam, war es aus. Intramuskuläre Spritzen sind gar nicht schlimm, aber Blutabnahme oder alles was intravenös oder in den Rückenmarkskanal gehen muß, geht gar nicht.

Ich habe auch wie Du schon Termine und Untersuchungen abgesagt, mich wieder aus dem Krankenhaus entlassen und bin jedesmal froh, wenn ich liege, weil ich auch schon umgefallen bin.

Leider bin ich sehr krank und habe seit 10 Jahren mindestens 700/800 mal dieses Theater über mich ergehen lassen müssen. In einem Krankenhaus hat man Ärzte von Zuhause geholt, in einer Reha-Klinik wurde der Kinderwagen-Notarzt gerufen, weil meine Venen neben allem anderen noch eine Katastrophe, schwer zu finden und auch noch nicht durchgängig sind. Wird ein Zugang gelegt, ist der nach ein paar Stunden zu. Allein das Wort Krankenhaus (da habe ich 2013/2014 mindestens 20 mal gelegen) läßt meinen Puls rasen.

Dabei habe ich vor nichts und niemandem Angst, ich gehe alles an, und wenn es noch so schwierig ist. Auch OP-Ängste kann ich nicht nachvollziehen, wenn da nicht diese Narkose-Injektionen intravenös wären. Und von diesen Leuten, so wie wir sind, gibt es ziemlich viele, wir sind also nicht allein da.

Man kann es auch nicht rational erklären, gut zureden hilft da nichts, da muß man einfach durch, so schlimm sich das auch anhört. Ich habe schon mit allem Möglichen versucht, mich abzulenken. Wenn ich da gerade lese, daß es demnächst irgendwelche Pflaster geben soll, wäre das auch für mich eine große Beruhigung. Und wenn der Spiegel einen Artikel bringt, siehst Du ja, daß auch andere Menschen mit dem Problem zu kämpfen haben.

Sag jedem Arzt, jedem, der Dir Blut abnehmen will, daß Du Angst hast. Die Leute können zwar drüber lächeln, aber sie werden Rücksicht darauf nehmen müssen. Vielleicht solltest Du auch mal mit einem Kollegen Deines Vaters reden, Psychologen-Väter sind da sicher nicht die richtigen Ansprechpartner.Ansprechpartner. Hast Du schon mal versucht, einen Freund oder eine Freundin mitzunehmen und Dich von denen ablenken zu lassen? Wenn man sich auf eine Sache zu sehr konzentriert und an nichts anderes mehr denken kann, ist die Panik schon vorprogrammiert. Du mußt wirklich versuchen, diese Angst in den Griff zu bekommen, denn im Laufe Deines Lebens wirst Du sicher noch mit mehr zu tun bekommen, als diesen lächerlichen Spritzen.

Ich hoffe, daß Du irgendwann DAS Ablenkungsmanöver schlechthin findest. In einer Zahnarztpraxis habe ich mal Kopfhörer aufbekommen und durch eine Brille einen Film gesehen, da war alles gar nicht mehr so schlimm. So etwas sollte es überall geben. LG.

Antwort
von Schwoaze, 33

Interessant! Weißt Du, wenn man selber das Problem nicht hat, kann man sich das gar nicht so recht vorstellen!

Injektionen sind etwas, was man immer wieder mal über sich ergehen lassen muss. Muss halt sein, ich mag sie ja auch nicht besonders. Ich schau einfach weg. Zuschauen will ich auf keinen Fall. Sozusagen, Augen zu und durch!

Ich hoffe, Du bekommst die Sache irgendwann in den Griff. Alles Gute.

Antwort
von SiViHa72, 28

Guck bitte mal auf Spiegel Online, da ist gerade ein Artikel zu Phobien, insbesondere Spritzen-Phobien!

Hypno-Therapie kann sehr hilfreich sein, das steht auch in ein paar Kommentaren.

Ich versuch mal, den Link zu pošten

Antwort
von Peppi26, 35

Versuch es mal mit Augen verbinden? Dann siehst du nix! Du darfst nicht aufgeben!

Antwort
von FLAUSCHl, 32

Bald soll es schmerzfreie Pflaster geben, die diesen Tumult ohne Nadel vollbringen :)

Antwort
von Nummer1212, 36

Jeder Mensch hat Ängste aber denke daran dass z.B. eine Impfung deinem Körper hilft.

Schaue in die andere Richtung und konzentriere dich auf etwas anderes. Verabrede ein Ziel mit deinen Eltern z.B. dass ihr Eis essen geht WENN du die Impfung / Blutabnahme hinter dir hast

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