Frage von alinaschweden, 56

Tode von geliebten Menschen nicht verkraften (Familie,Freunde)?

Hallo! Ich weiß echt nicht mehr weiter.. Vor gut einem Jahr ist mein bester Freund mit 20 Jahren leider sehr sehr plötzlich und auf tragische Weise verstorben.. Ich, damals 18, könnte das überhaupt nicht richtig verarbeiten. War zwar auf Trauerfeier+ auch der Beerdigung, doch das war eher wie im Film. Es ist so unecht für mich, manchmal denke ich immer noch, er ruft gleich an, steht vor meiner Tür.. Ihr müsst wissen, wir hatten es nicht immer leicht, aber wir waren uns wirklich sehr sehr nahe und sein Tod hat mich unglaublich aus der Bahn geworfen :( und jetzt ist nun leider meine Oma diesen Monat gestorben, was aufgrund des Alters aber vorhersehbar gewesen ist :( doch so hart das klingt: das mit meiner Oma belastet mich eher weniger, weil ich es halt so sehe, dass sie ein langes, schönes erfülltes Leben gehabt hat und alles erreichen konnte..

Was aber noch komischer ist: als mein Freund verstarb, hatte ich immer das Gefühl, er wäre da (es war nicht unangenehm, aber auch nicht schön- teils unheimlich) ich hatte nach der Schule aber so einen Zusammenbruch, dass ich STUNDENLANG geheult hab und da hab ich ihm in Gedanken mitgeteilt, er möge doch bitte loslassen, ich würde schon folgen.. Seitdem hab ich das nicht mehr gehabt und bei meiner Oma hatte ich es gar nicht, nicht mal als ich an Ihrem Totenbett stand und ihren reglosen, leblosen Körper sah :/ weiß einer, was ich machen kann? Ich besuche sein Grab so oft ich kann, ich denke viel an ihn, ich sende auch manchmal "Gebete" zu ihm oder schreibe Briefe an ihn, welche ich verbrenne oder in den Himmel steigen lassen, doch in manchen Momenten überkommt mich die Trauer so unglaublich :( Wäre dankbar für jeden Rat!

Antwort
von pingu72, 38

So ein Verlust ist immer hart und es dauert lange es zu verarbeiten. Jeder trauert anders und so wie du es machst (Briefe schreiben etc) finde ich sehr gut, das hat mir auch immer geholfen. Wenn die Trauer dich überkommt lass es bitte raus, nichts ist schlimmer als Gefühle und Tränen zu unterdrücken. Aber dann solltest du versuchen an positive/lustige Dinge zu denken. Bestimmt hattet ihr genug Erlebnisse an die du gerne zurück denkst. Das baut dich in dem Moment wieder auf. 

Sei froh und stolz dass du so einen tollen Freund hattest, und sei dankbar für eure gemeinsame Zeit. Er wird immer in deinem Herzen bei dir sein. Hoffentlich geht es dir ansonsten gut und du wirst wirklich glücklich, denn genau dass würde er sich für dich wünschen!

Kommentar von alinaschweden ,

Ich danke Dir! Ich lasse die Tränen jedes mal raus, unterdrücken kann ich das ohnehin nicht. Früher musste ich bei jeder Erinnerung heulen, aber mittlerweile ist es so, dass ich quasi ein lachendes und ein weinendes Auge habe, in Gedanken an ihn. Wir hatten sehr viele schöne Momente und wollten noch viel zusammen machen - was ich nun alleine in Attribut an ihn tun werde! Das bin ich ihm schuldig und das tue ich auch sehr gerne. Und ja, die Briefe helfen sehr gut, fühl mich damit ein Stückchen mit ihm verbunden. Habe mir auch zwei kleine tattoos (an nicht direkt sichtbaren stellen) für ihn stechen lassen, und nach dem ersten habe ich tatsächlich von ihm geträumt, dass es ihm gefallen hat :) 

Kommentar von pingu72 ,

Dass du nicht mehr bei jeder Erinnerung weinst ist ein gutes Zeichen, du bist auf dem richtigen Weg! Aber bitte vergiss dass du ihm was "schuldig" wärst, denn das stimmt nicht. Natürlich kannst du tun was du willst! Aber wenn du die Dinge die ihr geplant hattet "ihm zuliebe" tust könntest du dir damit keinen Gefallen tun. Du würdest dabei nur an ihn denken, ihn vermissen, dich fragen was er gesagt oder getan hätte usw. Das kann sehr schmerzhaft sein, und ich bin mir sicher dass er das nicht wollen würde....

Antwort
von Eiterkruste, 29

Das ist das typische "An die Vergangenheit klammern", von dem man öfters hört. Darauf folgt in Filmen und Serien meistens auch das "du musst lernen, loszulassen". Das mag jetzt erstmal kitschig klingen, aber du musst es so sehen, du erinnerst dich jedes mal auf's neue an das Gefühl, wie es nach dem Vorfall war und dadurch kannst du auch nie damit abschließen. Du brauchst auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du aufhörst ihn so oft an seinem Grab zu besuchen oder ihm Briefe zu schreiben, am Anfang mag das vielleicht nicht so klappen, aber nach der Zeit lernst du, dass es für deine Schuldgefühle keinen Grund gibt, du besuchst ihn natürlich noch an seinem Grab, aber das auch ungefähr so oft wie bei deiner Oma machen. Er war ein Teil deines Lebens und du schließt ja auch nicht mit ihm ab, sondern nur mit dem tragischen Ereignis. Depressive Menschen denken auch, dass diese Gefühle nie wieder weggehen, aber nur weil sie in diesem Gedankenkreislauf gefangen sind (was bei dir das Briefeschreiben ist), sie brechen diesen nur, wenn sie mit den Ereignissen abschließen und den Rest erledigt die Zeit. Bis sie wieder richtige Lebensfreude empfinden, dauert es danach ca. ein halbes Jahr, ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Und wenn das dir nicht weiter hilft, kannst du ja professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Hoffe, ich konnte dir helfen.

Kommentar von alinaschweden ,

Ich danke Dir!

Professionelle Hilfe habe/hatte ich in Form von antidepressivum - das war's und das habe ich selbst abgesetzt (in Absprache mit meinen opi, der ist Facharzt für Psychiatrie), da es nichts brachte, bzw ich Angst hatt, abhängig zu werden. 

Ein kleiner "halt" in meinem Leben ist zum Glück auch noch mein Freund, der sich nicht in meine Lage versetzen kann, aber dennoch für mich da ist! :)

Ich werde mir deinen Rat zu Herzen nehmen, das Grab suche ich ohnehin nur alle viertel Jahr auf, weil es leider relativ weit weg liegt :( 

Kommentar von Eiterkruste ,

Pillen würde ich sowieso nur in Extremst-Situationen "empfehlen", wenn man mal einen Tag wirklich extrem zerstört ist und dein Freund kann dir zumindest einen abgesicherten psychischen Standard bieten. Das Problem ist einfach die Denkweise, welche du momentan besitzt, diese musst du wieder aus deinem Kopf schlagen. Und glaub mir, es wird nach nach einer ganzen Weile funktionieren! 

Wenn ich dir noch einen Tipp geben darf, fange etwas an, was du als kleines Kind total cool fandest. Etwas, was sehr lange dauert bis man es erlernt und was die wenigsten können. Du wirst merken, dass sich in deinem Kopf etwas umkrempelt, nicht nur wegen der Ablenkung, sondern es baut sich ein ganz neues Bewusstsein auf. Dagegen hat kein Antidepressiva eine Chance! Denn du baust dich neu auf und entdeckst an dir komplett neue Seiten an dir.

Antwort
von Sisalka, 26

Dass du trauerst ist ganz normal. Da gibt es auch keine 'richtige' oder falsche Art. Jeder Mensch trauert anders. Schließlich fehlt dir was und das geht auch nicht mal eben weg.

Aber vielleicht hilft ja dieser Gedanke, dein Freund wäre sicher nicht glücklich, dass es dir schlecht geht. Vielleicht kannst du dich mit dem Gedanken vertraut machen, dass er vermutlich schrecklich gerne all die schönen Dinge erlebt hätte, die du noch vor dir hast. Und er würde sich daran freuen, wenn du lachst, wenn es dir gut geht.

Vielleicht kannst du sein Leben in Ehren halten, indem du ein glückliches und ausgefülltes Leben lebst. Das würde ihn sicher froh machen, wenn er noch hier wäre. Oder meinst du nicht, dass er dich anfeuern würde, das Beste aus deinem Leben zu machen und es zu genießen? Wäre doch schade, wenn das nachhaltigste an seinem Leben nicht sein Leben wäre, sondern nur dieser eine letzte Moment?

Kommentar von alinaschweden ,

Das stimmt, Trauer ist gewissermaßen normal. Es gibt Tage, an denen kann ich über ihn reden und bin voller Leidenschaft, aber dann Tage wie diese, wo ich an ihn denke und gleich mit den Tränen Kämpfe..

Ich danke dir, @sisalka, für deine lieben Worte! Ich wollte in meinem Leben sowieso alles "abarbeiten", was wir uns zu Lebzeiten vorgenommen haben und hoffe, dass er dort oben auf einer Wolke sitzt und stolz auf mich ist, mich unterstützt. 

Antwort
von astridSalzmann, 11

Hallo liebe alinaschweden,ich weiß, wie es Dir geht.

Am 1.10.2010 erhielt ich den Anruf vom Handy der einzigen besten Freundin meines Lebens, die eigentlich mit ihrem Mann in Italien sein sollt und urlauben.

Da sie aus Kostengründen noch nie aus dem Ausland angerufen hatte, fragte ich verwundert nach, ob das Wetter dort so schlecht gewesen sei, daß sie schon wieder zurück wären.

Die Antwort: "Hier ist nicht Doris. Doris ist tot." Dann haben ihr Mann und ich bestimmt zehn Minuten lang miteinander telefoniert.

Später bin ich in ihren 200km entfernten Heimatort zur Bestattung gefahren.

 Kurz danach begannen schwerste Depressionen, die ohne Psychopharmaka erst einmal gar nicht zu behandeln gewesen wären.

Das kann natürlich nicht die einzige Hilfe sein/bleiben. Ich bin monatelang krank geschrieben gewesen. Nach ca. 8 Wochen habe ich die Antidepressiva allein schrittweise wieder abgesetzt - sie hatten aber auch geholfen.

Durch eine ambulante Psychotherapie, bei der es natürlich um mein ganzes Leben gegangen ist, bin ich wieder gesünder geworden.

Sehr hilfreich können auch Trauergesprächsgruppen sein - dort lernt man u.a., daß man nicht allein ist mit Verlusterfahrungen und wie andere diese bewältigen, kann sich einfach mal alles von der Seele reden, ähnlich Betroffene sind die Zuhörer, man "belästigt" also niemanden damit (was ja sonst oft befürchtet wird).

Für ganz wichtig halte ich aber auch die Frage was man denn eigentlich betrauert - wirklich den anderen Menschen und sein Schicksal - oder doch vielleicht eher den EIGENEN Verlust, den einem der plötzliche Tod des anderen beschert hat, das, was man selbst für sich noch erhofft hat vom/mit dem andern etc.?!

Warum besuchst Du sein Grab, so oft Du kannst, obwohl es weit weg ist? Was bewirkt das bei Dir, was verändert es an der Situation? Was erhoffst Du Dir davon? Ist er Dir nicht genauso nahe, wenn Du an gemeinsam erlebte Orte gehst, an Gespräche, Lachen, Unternehmungen denkst?

Warum ist Dein Freund nur "ein kleiner Halt" in Deinem Leben? Er lebt doch und ist an Deiner Seite.

Das klingt jetzt für Dich nicht so ermutigend, aber auch ich habe noch heute Situationen, bei denen ich einfach nur heule, wenn ich an Doris denke - aber sie sind weniger geworden.

Und ich bemühe mich, mich möglichst an vieles, was wir in unseren anderthalb Jahren Freundschaft erlebt haben, kleine Begebenheiten, zwei gemeinsame Kurztrips, ihr Meinungen und Haltungen zu den verschiedensten Themen, ihre Art, ihr Aussehen (ich habe nicht einmal ein Bild).... zu erinnern. Das hilft, sie nicht zu vergessen und damit helfe ich mir selbst.

Ich hoffe für Dich, daß es Dir bald gelingen möge IHN loszulassen, damit Du nicht unter dem ganzen warum, hätte, wäre, könnte Deine heute noch vorhandenen Erinnerungen begräbst.

Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft und alles Gute.

Antwort
von Philipp59, 12

Hallo alinaschweden,

da ich selbst vor wenigen Jahren sowohl meine beiden Elternteile als auch meine Schwester durch den Tod verloren habe, kann ich Deine Empfindungen einigermaßen nachvollziehen. Der Tod erscheint einem oft unfassbar und unwirklich.

Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können. Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über seine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Da es allerdings manchmal sehr schwerfallen kann, über seine Gefühle zu sprechen, fand ich den Tipp sehr hilfreich, einmal all das aufzuschreiben, was einen bewegt und es dann später wieder zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt. (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4) Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Mir hilft auch ungemein die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen."

Diese Hoffnung lässt mich immer wieder aufleben, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

Vielleicht könnte Dir ebenso wie mir die Hoffnung der Auferstehung helfen, mit der Trauer besser umgehen zu können. Ich sehe mit großer Erwartung der Zeit entgegen, in der niemand mehr den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen ertragen muss und sich das erfüllt haben wird, was mit sehr ergreifenden Worten im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird, wo es heißt:

"Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3,4). Dieser Text aus der Bibel gefällt mir besonders gut und ich denke oft über die Zeit nach, in der Gott dieses Versprechen wahr macht.

Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, dass ich in meiner Antwort mehrmals die Bibel zitiert habe, da ich ja nicht weiß, wie Du dazu stehst. Ich habe jedoch festgestellt, dass sie eine unvergleichliche Quelle des Trostes und der Ermunterung ist.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, mit Deinem Schmerz zu leben und ihn nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

Antwort
von Cocokiki3, 22

du glaubst gar nicht wie mich dein text berührt hat.

ich würde dir am liebsten das allheilrezept ausstellen aber ich kenne die antwort selber nicht. was aber auf jeden fall sicher ist: die zeit wird den schmerz lindern und das geschieht ganz von allein.

du hast deinen freund gebeten loszulassen, du läßt aber selber nicht los. es hört sich bestimmt hart an aber es bringt dich vielleicht weiter: das leben ist für die lebenden, du mußt loslassen. dein freund ist jetzt weg und wer weiß, vielleicht gibt es ja noch was nach dem tod aber das sollte dir jetzt erst mal alles egal sein. am wichtigsten bist du jetzt also bringe am besten die trauer so schnell du kannst hinter dich und fang dein neues, frohes leben an. du hast keine andere wahl als alles einzuleiten damit du genau dieses leben bekommst, denn das kannst nur du lenken. hör auf in der vergangenheit zu kreisen und entscheide dich zu kämpfen. wenn du den moment erwischt in dem du das geschehene kurzzeitig annehmen kannst, dann nimm diesen  moment bewußt auf, das wird dir helfen die ganze situation anzunehmen wie sie nunmal leider ist und die akzeptanz wird wachsen und irgendwann bist du wieder in der normalität angelangt und kannst mit einem lächeln zurückdenken.

wünsche euch alles gute.

Kommentar von alinaschweden ,

Ich danke Dir von Herzen für deine lieben aufbauenden Worte, wirklich! Es ist nur noch sehr oft sehr surreal. Es kam über Nacht, am nächsten sah ich auf meinem Handy bloß die Nachricht - habs nicht geglaubt. Bis Trauerfeier und Beerdigung an mir vorbeizischten und ich auch schon 2x beim Grab war. Mittlerweile "weiss" ich, dass er tot ist, aber ich mag es nicht wahrhaben. Ich liege oft in meinem Bett, denke an ihn und muss sofort weinen :( er war so ein guter Mensch.. Ich hoffe nur, dass er dort oben seinen Spaß hat und dass er auf uns Freunde aufpasst, irgendwann sind wir alle wieder vereint und bis dahin ist er unser Schutzengel, das sage ich immer zu mir selbst, um es mir einfacher zu machen :/ 

Aber du hast recht: das Leben gehört uns lebenden, und man sollte nichts an einem toten "festmachen", auch wenn das Leben ohne ihn natürlich Veränderungen mit sich bringt :)

Antwort
von Virginia47, 7

Hallo alinaschweden,

also Antidepressiva helfen da überhaupt nicht. Eher eine Therapie.

Als meine Tochter damals genauso plötzlich gestorben war, habe ich mich an einen Psychologen gewandt. Und das hat mir geholfen. Andere Bekannte haben sehr gute Erfahrungen mit Trauergruppen gemacht. Das könnte ich dir also auch noch empfehlen.

Es ist tragisch, wenn man einen jungen Menschen verliert. Bei älteren rechnet man fast täglich damit. Aber bei einem jungen Menschen, der noch sein ganzes Leben vor sich hatte?

Ich finde es gut, dass du immer noch an deinen Freund denkst. Und ihn an deinem Leben teilhaben lässt. Aber dennoch solltest du langsam lernen, damit zu leben, dass er nicht mehr wieder kommt.

Und eins hat mein Psyvhologe zu mir gesagt, was mir zu denken gab: Was wäre, wenn es umgedreht wäre? Wenn Sie gestorben wären. Würden sie wollen, dass Ihre Tochter ewig um Sie trauert? Nein, das hätte ich nicht gewollt. Und so habe ich lernen müssen, mit diesem Verlust zu leben.

Du wirst sicher noch weiter Trauer empfinden. Aber sie wird anders. Du wirst dankbar sein für die Zeit, die du mit ihm verleben durftest.

Alles Gute

Virginia

Antwort
von comhb3mpqy, 18

Hallo,

mein Beileid. Du kannst mit einem Menschen darüber reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ.
Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich fragen.

Alles Gute

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