Frage von Kameltisch, 23

Tod vom Vater, bekomme ich für eine eigene Wohnung Zuschüsse?

Hallo, Mein vater ist am 2.10 verstorben ich habe mit ihm in einem Haushalt gewohnt. Ich mache zur zeit ein berufsvorbereitendenildungsmaßnahme (bvb) und bekomme 214€ + Fahrtkosten.

Jetzt ist es so, dass ich eine eigene Wohnung benötige und gute Chancen bei einer wohnung hätte. 495 warm würde dort zusammen mit meinem freund einziehen. Er ist noch in der Ausbildung.

Wie würde das mit dem Geld bei mir sein bekomme ich Zuschüsse oder sonstiges für die Wohnung? Mfg

Antwort
von isomatte, 23

Mein Beileid !

Was ist mit der jetzigen Wohnung,wie groß,wie teuer und wer wohnt da sonst noch ?

Dir steht erst mal dein Kindergeld von 188 € zu und dazu musst du bei der Krankenkasse deines Vaters Waisenrente beantragen,die steht dir in der Ausbildung bis max.zum 27 Lebensjahr zu.

Wenn du alleine mit ihm da gewohnt hast und die Wohnung jetzt zu groß und zu teuer für dich ist,dann kannst du nur beim Jobcenter versuchen das du da die Kosten für angemessenen Wohnraum übernommen bekommst bzw.das was dir dann bis zu deinem Unterhaltsanspruch noch fehlen würde.

Es wird dann dein anrechenbares Einkommen vom Unterhaltsanspruch abgezogen und ggf.noch ein Zuschuss gezahlt.

Du würdest aber sicher nur für dich eine angemessene Wohnung bzw.die Kostenübernahme für diese genehmigt bekommen,denn dein Freund in der Ausbildung hat in der Regel nach § 7 Abs. 5 SGB - ll keinen Leistungsanspruch mehr,wenn nicht eine Ausnahme des § 7 Abs. 6 SGB - ll zutreffen würden.

Würde er dann angenommen bei dir mit einziehen,dann müsste er zumindest 50 % der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete) tragen.

Kommentar von Kameltisch ,

vielen Dank, aber mir wurde erzählt das sein Gehalt mit angerechnet wird ? 😯

Kommentar von isomatte ,

Wenn ihr unverheiratet seid,keine eigenen leiblichen Kinder habt oder ein Kind des Partners mit betreut,verpflegt und erzieht und euch nicht freiwillig wirtschaftlich wie finanziell nach dem Zusammenzug unterstützen wollt,dann darf sein Einkommen nicht auf deinen Bedarf angerechnet werden und das dann zunächst für min.1 Jahr nicht !

Sollte dennoch eine Unterhaltsvermutung unterstellt werden,dann kann man dieser fristgerecht schriftlich Widersprechen,es reicht hier völlig aus,wenn man dem Jobcenter dann in einem kurzen formlosen Schreiben mitteilt,dass er dir mit seinem Einkommen keinen Unterhalt leistet.

Er muss dann nur 50 % ( sein Kopfanteil der KDU - Warmmiete ) direkt an dich zahlen,weil du dann vom Jobcenter nur 50 % der KDU - als Bedarf anerkannt bekommen würdest.

Außerdem kommt hier noch dazu das dein Freund in der Ausbildung ist.

Denn in der Ausbildung / Studium hat man in der Regel nach § 7 Abs. 5 SGB - ll keinen Leistungsanspruch,wenn nicht eine Ausnahme aus § 7 Abs. 6 SGB - ll zutreffen würde.

Das bedeutet,selbst wenn ihr euch freiwillig von Anfang an unterstützen wollen würdet,müsste das anrechenbare Einkommen deines Freundes erst mal auf seinen Bedarf angerechnet werden,also dieser müsste erst einmal abgedeckt sein,bevor dann etwas auf deinen Bedarf angerechnet werden dürfte.

Er hätte dann also derzeit einen Bedarf von min. 360 € Regelsatz + dann die halbe Warmmiete der neuen Wohnung.

Von seinem Bruttoeinkommen würden dann theoretisch Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll ermittelt,dann theoretisch vom Netto abgezogen,dass ergibt dann sein anrechenbares Netto und dazu kämen dann noch Kindergeld / Unterhalt usw.

Davon würde dann sein Bedarf abgezogen und nur wenn dann noch ein Überschuss vorhanden sein würde,könnte dieser auf deinen Bedarf angerechnet werden,wenn ihr eine BG - bilden würdet,was ihr aber wie gesagt im ersten Jahr des Zusammenzuges nicht bilden müsst,wenn ihr euch nicht freiwillig unterstützen wollt.

Antwort
von Rockuser, 14

Mein Beileid. Du bekommst Waisenrente und kannst Wohngeld beantragen. Frag beim Sozial und Jugendamt nach, was sonst noch Möglich ist. Viel Glück.

Antwort
von MajorZeeZ, 22

Ich glaube nicht das Bafög dafür zählt. Du kannst aber auch mal mit deinem Betrieb reden. Vielleicht machen die da was

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