Frage von 4xmom, 129

Tochter will nicht zurück?

Meine Tochter wollt, als sie 14 wurde, zu ihrem Vater nach Österreich ziehen. Ich war dagegen, das ganze ging vor Gericht . Obwohl alles dagegen sprach wurde ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht mit der Begründung zugesprochen, dass "das Kind es so will". Nach 1,5 Jahren ist meine Tochter nun zum ersten mal zu Besuch über die Feiertage. Ihr Vater wohnt in der Zeit bei Bekannten. Und meine Tochter will nicht mehr zurück. Auch nicht kurzfristig, bis man sich einigen kann, oder ein neues Urteil da ist. Nein, sie weigert sich, nach ihrem Besuch wieder zu gehen. Meine Tochter durfte heute bei ihrer Freundin übernachten. Und ich habe heut mit meinem Ex ausgemacht, dass wir uns morgen abend in Ruhe zusammensetzen, reden und versuchen eine Lösung zu finden, die für unser Kind die beste ist. Nachdem er dem Gespräch zugestimmt hat, hat er sich ins Auto gesetzt und ist direkt zur Freundin meiner Tochter gefahren, um unsere Tochter umgehend zurück nach Österreich zu bringen. Meine Tochter hat mit mir telefoniert, war vollkommen aufgelöst, wusste nicht, was sie tun sollte und hat sich im Zimmer ihrer Freundin versteckt. Ich hab's dann geschafft, sie hinter dem Rücken meines Ex-Mannes in mein Auto zu setzen. Da ihm so der Zugriff auf sie genommen war, hat er sich darauf eingelassen, sie, wie abgemacht, Montag morgen abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Ich bin zwischenzeitlich mit meiner Tochter bei meinem Lebensgefährten. Es war ihr Wunsch, weil sie sich bei ihm sicher und beschützt fühlt. Sie war übrigens vollkommen aufgelöst, konnte nicht aufhören zu weinen, hat gezittert und sich fast übergeben. Erst als wir bei meinem Lebensgefährten im Haus waren, hat sie sich beruhigt, Ich weiss, dass die Rechtslage so aussieht, dass sie erst mal wieder nach Österreich muss. Ich kann einen Antrag auf Erteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes stellen, dem aller Wahrscheinlichkeit auch stattgegeben wird. Es sei denn, ich könnte mich mit meinem Ex anders einigen. Aber das hat er sofort ausgeschlossen. Sie bleibe bei ihm und basta. Ich weiss aber auch, dass meine Tochter eher davonlaufen würde, als nochmal mit ihm mit zu gehen. Ich bezweifle, dass er ihr je etwas getan hat. Zumindest körperlich. Was die psyche angeht, hat er die Fähigkeit, Menschen zu manipulieren so mit ihnen zu spielen, dass sich keiner traut, etwas gegen ihn zu sagen. Für eine 15-Jährige, die sowieso ein Seelchen ist, nicht unbedingt förderlich. Was kann ich tun, damit meinte Tochter hier bleiben kann? Kann er sie tatsächlich gegen ihren Willen mitnehmen, ohne Rücksicht auf ihre Psyche? Schnelle Hilfe wäre gut. Danke schonmal

Antwort
von BellaBoo, 71

Sofort morgen zum jugendamt und zum Familiengericht und einen Eilantrag auf Erteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechts stellen und bis zur Erteilung eine Aussetzung seines Rechts beantragen. Die Tochter mitnehmen zum Amt, sie soll gleich aussagen. Und deinem Ex jetzt das erst mal nicht sagen sondern das morgen durch das Jugendamt machen lassen.

Kommentar von 4xmom ,

Wiss nicht mal, ob das geht. Ihr Wohnsitz ist ja Österreich. Und mein Ex meinte, ich müsse erst mal dort beim Jugendamt vorstellig werden und auch dort bei Gericht den Antrag stellen. 

Ich könnte mir aber vorstellen, dass das hier evtl. anders gelagert ist.

Dass man eine Aussetzung des Rechts beantragen kann, wusste ich nicht. Danke

Kommentar von BellaBoo ,

Die müssen euch auf jeden Fall helfen und über das Amtshilfeverfahren sollte das auch mit Österreich machbar sein...sie hat ja nun mal wohl auch nicht die österreichische Staatsbürgerschaft. Wenn sie die deutsche hat sind auch die Ämter hier in einem gewissen Maß zuständig.

Kommentar von 4xmom ,

Keiner der Beteiligten hat die österreichische Staatsbürgerschaft. Er ist damals von Berufswegen hin gezogen und arbeitet sei Jahren dort schwarz (deshalb auch nie einen Cent unterhalt, weil nie offiziell was verdient).

Ich red morgen nochmal mit meiner Tochter und, wenn irgend möglich, auch nochmal mit meinem Ex. 

Und dann mal sehen, wie es weitergeht..

Antwort
von blumenkanne, 26

die rechtslage sieht folgendermaßen aus: er ruft die polizei und lässt das kind rausholen. du bekommst eine anzeige wegen kindesentzug und wirst wohl in naher zukunft das kind nicht mehr zu sehen bekommen. dein antrag auf erteilung des abr wird jetzt und in naher zukunft eh nicht verhandelt. momentan lebt das kind in österreich, dort geht es zur schule, dort ist es gemeldet und der vater hat alle karten in der hand gegen dich.

also händige ihm das kind aus, rede deiner tochter vernunft in den kopf und versprich das du ihren wunsch auf dem vernünftigen weg und erwachsen lösen wirst. was du da getan hast war kindergarten und völlig falsch.

Antwort
von DelilahGirl, 56

Du solltest MIT deiner Tochter dich ans Jugendamt oder so wenden, wenn sie partout nicht will sollte man das tun was ihr am besten tut. Aber ich habe da so bedenken bei ihr klingt nach heute hü morgen hott.

Erst will sie nach Österreich dann zurück....sie schon wieder aus der bekannten Umgebung holen....Ihr solltet genau mit Jugendamt und Psychologen erforschen was sie wirklich will und braucht....

Kommentar von 4xmom ,

Ja, könnte man denken. Sie hatte damals die üblichen Probleme einer Pubertierenden 14-Jährigen. Mama will ja immer nur. Hausaufgaben machen, lernen, Zimmer aufräumen, ihre Arbeiten im Haushalt erledigen und und und.

Da war Papa ja der coole. Er ist Tontechniker und sie darf mit ihm auf alle Veranstaltungen. Ob das Hansi Hinterseer, Klassische Konzerte oder gar Rockertreffen sind - sie darf mit. 

Sie ist nicht wirklich ihrem Alter gemäß reif gewesen, hat sich blenden lassen, einlullen lassen.

Kurz bevor er sie damals abgholt hat, sagte sie zu meiner Ältesten, erwachsenen Tochter, dass sie gar nicht mehr hin will, dass Papa sie aber voll unter Druck setzt,

Auch jetzt hatte sie Angst, ihm zu sagen, dass sie hierbleiben will. Weil sie wusste, in dem Moment wo sie es sagt, holt er sie sofort zu sich.

Sie hat hier immer noch ihre Freunde und vor allen dingen, bis auf ihren Vater, die ganze Familie. Oma, Tanten, Onkel, Geschwister und und und. Sie käme wieder auf ihre alte Schule, in ihre alte klasse und zu Lehrern, die sie schon seit der fünften Klasse kennt.

In Österreich ist sie einmal umgezugen, hat einmal die Schule gewechselt und einmal die Klasse wiederholt. und das seit September 2014.

Grosse Chancen, sich da einzufinden, hatte sie nicht.

Antwort
von hiokja, 48

Oh Gott das hört sich total schrecklich an. Ich wünschte, ich könnte irgendwie helfen, aber dennoch wirklich alles Glück der Welt!

Antwort
von JeffTheeKiller, 53

Vielleicht konnten sie das Thema mit der Manipulation vorsichtig, vor dem Gespräch mit ihrem Ex, mit ihrer Tochter in einem Gespräch unter 4 Augen besprechen.

Kommentar von 4xmom ,

Eher nicht. Leider. Er ist Autist, hat Asperger. Und er versteht absolut nicht, was in ihr vorgeht.

Kommentar von JeffTheeKiller ,

mhh.. verstehe, das verkompliziert die Situation natürlich

Antwort
von 4xmom, 34

Noch ein kleiner Nachtrag:

Im Sommer 2013 war sie bei ihm zu besuch. Das Foto zeigt, wie sie danach ausgesehen hat. Nein, es sind keine Windpocken, es sind Flohbisse.

Das Gericht meinte damals nur, dass es ja sein könne, dass nun keine Flöhe mehr da wären. Sind sie aber immer noch.

Kommentar von blumenkanne ,

dir wurde damals das abr entzogen. du nanntest keine gründe die dagegen sprechen. er hat das abr immer noch. du nennst immer noch keine gründe die gegen den aufenthalt beim vater sprechen.

Kommentar von 4xmom ,

Originalton der Richterin damals : " Da das Kind zu seinem Vater möchte, geht das alleinigeAufenthaltsbestimmungsrecht an den Vater."

Der wille des kindes war damals der einzige Grund.

Ich möchte hier auch nicht gross über meinen Ex-Mann schimpfen. Er ist genausowenig perfekt, wie ich. Er hat mal gesagt, dass er ein Kind haben wollte, damit er was hat, was ihm gehört. 

Durch seinen Autismus gestaltet es sich schwer für meine Tochter, eine entsprechende Beziehung zu ihm zu halten.

Am wichtigsten von allem finde ich diese Aussage von ihr:

"Egal wieviel Freunde ich in Österreich habe, sie können alle nicht meine Familie ersetzen. Und die lebt nun mal hier. In Deutschland."

Sie weigert sich immer noch vehement, mit ihrem Vater zu reden, oder gar wieder zu ihm zu gehen. Er derweil bedrängt meine 83-jährige Mutter, taucht in der Firma von Bekannten auf und wird dort agressiv, weil die der Meinung sind,  dass er mehr an such, als an sein Kind denkt.

Und ich und meine Tochter? Wir sitzen hier fest, weil der Anwalt, der meinen ex schon länger kennt als ich, dazu geraten hat. Ich müsse jederzeit damit rechnen, dass der Kindsvater sie einfach auf der Strasse abgreift.

Der Anwalt tut jetzt alles was geht, der zuständige Sachbearbeiter beim Jugendamt ist Montag wieder da. Ich habe seiner Vertretung die ganze situation geschildert. Und auch gesagt, dass sie Montag abgeholt werden soll, sie jedoch bereit ist alles zu tun, um nicht zu gehen. Ich soll nun den Kollegen Montag anrufen und einen Termin für nächste Woche machen, zu dem ich meine Tochter mitbringen soll.

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