Frage von hourriyah29, 62

Tochter mit 5 gerade in einer totalen Aufräum-Verweigerungsphase?

Hallo liebe Erziehungseyperten,

mit meiner Tochter hatte ich bis vor ca. einem halben Jahr keine Schwierigkeiten beim Aufräumen. Ich kenne mich gut aus mit Kindern und Erziehung. Habe von Anfang an auf kindgerechte Einrichtung und gemeinsames Aufräumen mit Freude geachtet und meine Tochter hat auch in der Regel gut mitgemacht.

Irgendwann wurde sie immer widerwilliger und seit einigen Monaten verweigert sie das Aufräumen mit allen Mitteln. Aufräumen mit Spass, mit Musik, mit Belohnung, vor dem Essen oder einem Ausflug klappt alles nicht mehr. Wenn ich unaufgeräumte Spielsachen weckpacke ist ihr das völlig egal. Am liebsten spielt sie sowieso mit Sofakissen, meinen Fittnessutenslien, meinem Nähkasten, Bändern, Tüchern, Küchensachen, Mal- und Bastelsachen etc. die großzügig im Wohnzimmer verteilt werden.

Bringe ich sie mit viel Mühe und Druck zum Aufräumen, dann hat sie beim spätestens dritten Teil das sie in der Hand hat wieder vergessen, dass sie eigentlich aufräumt und fängt wieder an zu spielen.

Während ich die eine Ecke aufräume wird die andere Ecke verwüstet.

Sie hat nur ein kleines eigenes Zimmer zum Schlafen und eine große Ecke des Wohnzimmers mit Spieletisch, Kinderstühlen und einem großen Regal mit Spielzeug, bleibt aber nicht in dieser Ecke sodern nutzt am liebsten den Wohnzimmertisch und das Sofa. Ich habe sie eigentlich gerne im Wohnzimmer, da ich die wenige Zeit die wir gemeinsam haben sie auch in meiner Nähe haben möchte.

Ich überlege jetzt entweder das Wohnzimmer nicht mehr als Spielzimmer zur Verfügung zu stellen. Dann müsste man bezüglich eigenem Zimmer eine neue Lösung finden. Das hätte den Nachteil, dass wir nicht mehr so viel zusammen wären.

Oder diie Spielzeugmenge drastisch zu reduzieren. Alles wird weggeräumt bis auf die 5 Lieblingsteile. Aber ich finde es eigentlich gut für ihre Entwicklung und Phantasie, dass sie auswählen kann.

Oder mal für einige Wochen den Druck rauszunehmen, mehr Unordnung zu lassen, das nötigste selbt machen und sie mal eine Weile in Ruhe lassen.

Oder ganz klar stellen, dass eine Wohnzimmerecke Spieleecke ist und überhaupt kein Spielzeug mehr im anderen Teil zu dulden.

Was denkt Ihr?

Vielen Dank für hilfreiche Antworten im Voraus! Hourriyah

Antwort
von beangato, 13

Übersieh einfach die Unordnung in der Spielecke.

Alles, was außerhalb davon rumliegt, wird vor ihr nach Benutzung gleich weggeräumt. Also immer nur mit einer Sache spielen lassen.

Ich hatte jahrelang (als ich noch kein Kinderzimmer für meine Kinder hatte) ein Fach in der Anbauwand nur für die Spielsachen meiner Kinder. Da durften sie immer ran. Und wenn es da drin mal liederlich war - Türen zu.

Als meine Kinder größer waren, habe ich ganz einfach die Kinderzimmertür zugemacht. Hab mir dadurch viel Streß erspart.

Antwort
von Rosalielife, 3

Es hat sich hochgeschaukelt und es geht schon lange nicht nur mehr um  den Vorgang des Aufräumens. Deine Tochter sucht die Reibung und den Konflikt, sie sucht auch nach Aufmerksamkeit und zuwendung und wie sollte sie dir besser bekommen, als wenn sie ignoriert, was du gerade willst?

Hast du weniger Zeit für sie? Du klingst gehetzt. Du willst, du kannst nicht, welche Ansprüche stellst du an dich und an deine Ordnung, an dein Kind, an dein Leben, dein Umfeld? Wie soll es aussehen in deinem Wohnzimmer, damit du dich gut fühlst, damit du eine gute Mutter sein kannst, wer schaut dahin außer dir und wer entscheidet noch mit, was aufgeräumt ist oder nicht?

Ein Kind hantiert, baut sich seine Welt auf und vergisst schnell, was es tun soll, es verliert sich im Flow, und das ist eine wunderbare Fähigkeit, die wir Erwachsenen oft verloren haben. Eine Anweisung überhört es und du steigerst dich...es eskaliert, Mutter und Kind sind unglücklich.

Mach dir klar, was Ordnung für dich heißt. Stelle genug Kisten bereit, in die ungeordnet alles geworfen wird, wenn es abends ist. sortieren kann Spaß bringen an einem verregneten Tag. Beschrifte Kisten und klebe Bilder auf. Womit spielt deine Tochter gerade am liebsten? Das lasse stehen, die anderen ungeliebten Spielsachen verschwinden ohne Kommentar.

Belasse die Situation, die du eigentlich magst, dein Kind ist um dich, und du kannst mit ihm umgehen, Spaß haben ,gemeinsame knappe Zeit auskosten, so wie sie jetzt ist.

nimm den Druck raus, reagiere nicht sauer, bleib ruhig. Halte deine Anweisungen kurz und deutlich und mache selber mit, betrachtet zusammen, wie es aussieht, wenn es aufgeräumt ist.

sieht das schön aus? Oder künstlich? Beziehe dein Kind ein und übertrage nicht eins zu eins deine Maximen auf sie. Je mehr sie mitbestimmen darf, desto eher gelingt das Miteinander wieder und du musst nicht diese räumliche Trennung vorantreiben, die du gar nicht willst.

Antwort
von Wakeup67, 22

Ich kenne das, meine sind jetzt fast erwachsen 😱😳. Irgendwann machst du einfach die Türe zu. Wenn der erste Freund heim kommt, räumen sie von selbst auf😂😂😂

Antwort
von Goodnight, 7

Grosse Projekte durften bei uns im Wohnzimmer stehen bleiben( Eisenbahn etc.).

Am Abend mussten alle anderen Spielsachen ins Zimmer geräumt werden.

Unsere Sachen waren nur zum Spielen erlaubt wenn man fragt und sie auch ordentlich wieder zurück räumt.

Unordnung nicht zu gross werden lassen. Sachen weg räumen lassen bevor etwas Neues hervorgeholt werden darf.

Antwort
von DUHMHAITTUHTWEE, 31

Ich war als Kind auch so & es ist nie weggegangen, jetzt räumt die Putzfrau mein Zimmer immer auf.

Kommentar von giz123 ,

Hahahahahahah

Antwort
von mariannelund, 1

die kinder sind heutzutage von dem vielen Spielzeugen überfordert, es gibt zuviel Dinge in jedem Haushalt und das erzeugt Streß

außerdem können Kinder sich nur kurz konzentrieren das ist auch normal also eine Stunde lang aufräumen das wird es nicht geben können.

vieleicht hilft es anstatt aufzuräumen öfter mal rauszugehen, an die frische Luft, Spazieren, Spielplatz, Wald und Wiesen, das entschleunigt Kinder und Eltern , tut gut und zuhause bleibt es ordentlich

Antwort
von Serienheld79, 28

Ich würde einfach mal detailliertere Aufforderungen starten

Also nicht: Wohnzimmer aufräumen sondern Leg bitte die Kissen auf das Sofa.

Stell bitte deine Schuhe in den Schuhschrank.

Max. 2 Aufforderungen hintereinander. Die Konzentration reicht eben nicht so lange.

Dann kannst du noch eine Regel aufstellen, wie viele Spielsachen rumliegen dürfen. Z.b. immer nur 3 Dinge. Beim vierten muss ein anderes weggeräumt werden. oder ähnliches

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