Frage von tachyonbaby, 58

Tochter im Ausland in Übersee und muß trotzdem KK in der BRD freiwillig zahlen?

Folgender Fall: Meine Tochter arbeitet durchgehend 4 bis 6 Monate an Bord der AIDA (über Italien krankenversichert) und lebt dann in den Monaten, bis die nächste Tour an Bord beginnt ohne Dauervisum in Guatemala. Die TK besteht darauf, daß sie in dieser Zeit eine freiwillige Versicherung abschließen muß, obwohl sie diese weder braucht noch nutzt. Gibt es eine Möglichkeit die Krankenkassenpflicht zu umgehen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Barmenia, Business Partner, 25

Hallo tachyonbaby,

arbeiten wo andere Leute Urlaub machen ;-)

Ich kann dir deine Frage leider auch nicht mit völliger Sicherheit beantworten, jedoch weiß ich, dass man bei den Gesetzlichen Krankenkassen häufig eine sogenannte Anwartschaft vereinbaren kann, wenn man einen anderweitigen Versicherungsschutz im Ausland nachweisen kann.

Anwartschaft bedeutet im Grunde nur die Krankenversicherung "auf Eis" zu legen.

Da du schreibst, dass deine Tochter in Italien versichert ist, ist diese Voraussetzung ja erfüllt.

Gegebenenfalls gibt es aber noch weitere Voraussetzungen, wie z. B. eine Mindestaufenthaltsdauer oder Ähnliches.

Deshalb sprich deine Gesetzliche Krankenkasse vielleicht einfach mal auf die Möglichkeit der Anwartschaft an und lass dich beraten.

Liebe Grüße

Saskia vom Barmenia-Team

Kommentar von tachyonbaby ,

Das war nicht die Frage. Das Problem ist nicht die Zeit, in der sie über Italien krankenversichert ist, sondern die Zeit, in der sie sich in Übersee aufhält.

Die TK verlangt eine freiwillige Versicherung, obwohl ihr diese nichts, aber auch gar nichts nützt, denn die tritt nicht ein, wenn sie in Guatemala ist, sondern nur, wenn Tochter noch mal zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung über die TK abschließt. Das kommt letztlich so teuer, daß ein großer Teil des erarbeiteten und angesparten Geldes wieder futsch ist, mit dem sie etliche ärztliche oder zahnärztliche Behandlung locker privat zahlen könnte.

Im Prinzip ist sie bei mir ja auch nur gemeldet, weil sie eine deutsche Postadresse braucht. Sollte etwas Wichtiges ankommen, dann kann ich meine Tochter darüber via E-Mail/Skype informieren. (Post nach Guatemala ist wochenlang unterwegs!) Sie wohnt ja noch nicht einmal bei mir, sondern hält sich höchstens über das Jahr verteilt 2 bis 3 Wochen zu Besuch bei mir auf, ansonsten ist das Mädel in der Weltgeschichte unterwegs.

Wirklich sinnvoller und wesentlich preiswerter wäre eine private Auslandskrankenversicherung z.B. über den ADAC. Aber die kann das Mädel sich nicht zusätzlich leisten, weil die TK jeden Monat für absolut nichts 170 € abzockt.

Kommentar von Barmenia ,

Hallo nochmal,

genau für den Fall, den du gerade beschreibst, ist die Anwartschaft gedacht.

Frag mal bei deiner GKV nach, ob eine Anwartschaft möglich ist, wenn deine Tochter für die Zeit, die sie in Guatemala lebt, eine Auslandsreiseversicherung nachweisen kann. Eine solche kannst du grundsätzlich bei jedem Unternehmen abschließen und bist dabei nicht an die GKV gebunden.

Dass man sowohl den Beitrag für die freiwillige Mitgliedschaft plus den Beitrag für eine Auslandsreisekrankenversicherung zahlt, wäre in der Tat sehr teuer und im außereuropäischen Ausland schlicht und einfach überflüssig, wie du ja selbst sagst.

Wie schon gesagt, kenne ich die Voraussetzungen für die Anwartschaft nicht im Detail. Ich wollte dir lediglich einen Tipp geben, wie du nochmal auf deine GKV zugehen kannst.

Viele Grüße :-)

Kommentar von tachyonbaby ,

Herzlichen Dank!

Dann werde ich mal mit der TK telefonieren, anstatt das Tochter zu überlassen. Vielleicht findet sich ja ein Weg...

Antwort
von Kunterbunt23, 35

Sie unterliegt solange der KV-Pflicht in D, solange ihr Hauptwohnsitz in D ist. Wenn sie sich beim Einwohnermeldeamt mit Verzug ins Ausland abmeldet und von dieser Meldebescheinigung eine Kopie an die KK sendet, unterliegt sie nicht mehr der KV-Pflicht in D.

Aber Vorsicht bei Rückkehr! Kann sie nicht nachweisen, dass sie im Ausland gesetzlich versichert war bis zum Tag der Rückkehr nach D kann sie sich nicht freiwillig in der GKV versichern. 

Kommentar von tachyonbaby ,

Herzlichen Dank für die Antwort.

Was für ein Sklaven-System!!!

In Guatemala gibt es keine gesetzliche Krankenversicherung.

Gesetz den Fall, das Mädel würde sich tatsächlich abmelden... Wenn Tochter zurückkommt, in D wieder Wohnsitz nimmt ohne einen ausländischen GKV-Nachweis und wieder einen Job annimmt, müßte sie doch wieder in die GKV ohne Nachforderungen eingegliedert werden - oder?

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Wenn sie sofort bri Rückkehr nach D versicherungspflichtig beschäftigt ist kommt sie natürlich ohne Probleme wieder zur GKV. Schwierig wird es nur, wenn sie sich freiwillig in der GKV versichern wollte. 

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