Frage von Kathrinchen188, 43

tochter 8 aus früherer Beziehung u . gemeinsamer sohn 2 1/2 jahre. trotzdem vollen unterhalt für tochter zahlen bei 1500 verdienst?

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 23

Wenn für die Tochter aus der früheren Beziehung ein "Unterhaltstitel" existiert, so ist der darin festgehaltene Betrag so lange zu zahlen, bist dieser Titel ggf. "abgeändert" wurde. 

  • (Ob der Unterhaltspflichtige überhaupt noch zur vollen Zahlung fähig ist, spielt dabei keine Rolle...)

Eine solche "Abänderung" (Unterhalts- Neuberechnung) könnte er beantragen, wenn er z.B. für ein weiteres Kind unterhaltspflichtig wird, und sein Einkommen nicht mehr ausreicht, um dem ersten Kind den bisherigen Unterhalt zu zahlen.

  • Dann würde der zur Verfügung stehende Betrag oberhalb seines "Selbstbehaltes" (derzeit 1080 Euro) auf beide Kinder aufgeteilt werden müssen - nicht hälftig, sondern anteilig je nach Alter der Kinder...
  • Diese "Abänderung" würde dann ab dem Tag gelten, an dem sie beantragt wurde (also nicht erst ab dem Tag, an dem der Titel tatsächlich umgeschrieben wäre...)
Antwort
von ichweisnix, 16

Zunächstmal ist zu beachten, ob es einen Unterhalttitel gibt. Falls ja, muß dieser angepasst werden, d.h. die Anpassung verlangt werden und falls dies nicht freiwillig geschieht gerichtlich druchgesetz werden. Ansonsten gilt ein bestehender Titel automatisch weiter.

Materiellrechtlich ist zu beachten, das beide Kinder bis auf die Altersstufe gleich sind. D.h. das im Mangelfall der Unterhalt pro Rata auf beide Kinder zu verteilen ist.

Die Verteilmasse ergibt sich als Differenze zwischen bereinigten Netto ( Werbungskosten sind abzuziehen) und den Selbstbehalt. Da gegenüber minderjährigen Kindern eine gesteigerte Erwerbsobligenheit besteht, ist die Notwendigkeit der Werbungskosten darzulegen. Ebenso ist darzulegen, warum das Einkommen nicht gesteigert werden kann um zumindest den Mindestunterhalt zu leisten.

Antwort
von Ranzino, 32

Das geht nach Tabelle und wenn Selbstbehalt überschritten wird, muss halt gezahlt werden. Wenns nicht für beide Kinder reicht, dann halt anteilig. 

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