Frage von Marya, 680

Tochter (7) will sich nichts sagen lassen und holt sich lieber "Hilfe"/Mitleid von außen - was tun?

Hallo, es geht um meine 7 jährige Tochter. Sie will meine Rolle übernehmen bzw. die von allen, wenn ich ihren älteren Bruder auffordere, etwas zu tun macht sie es stattdessen.

Wenn ich ihr allerdings sage dass ihr Verhalten in speziellen Situationen nicht okay ist oder sie bestrafe (zBHausarrest bis zum Abend) kann sie total austicken. Sie fühlte sich letztens ungerecht behandelt und hat vor dem offenen Fenster laut angefangen zu weinen damit das auch alle Nachbarn hören und gelaufen kämen um sie zu bemitleiden weil sie ja so böse Eltern hat. Ihr glaubt es nicht, es gibt wirklich Menschen, die das machen. Daraufhin hab ich sie ruhig und nett aufgefordert, in ihr Zimmer zu gehen bis sie sich beruhigt hat, bzw. hab sie dann hingebracht nachdem das ewig gedauert hat. Daraufhin hat sie mindestens eine halbe Stunde wie am Spieß um Hilfe geschrien, ich würde sie einsperren usw. Sie hat auch nochmal den Kopf aus der Zimmertür gestreckt damit sie besser gehört wird und ich hab ihr dann (nachdem ich von ihr angefahren wurde wie unfair ich sei, dass ich sie verarscht hätte etc., hab ich alles auf Video) nochmal ganz ruhig erklärt was Sache sei. Ich würde sie nicht einsperren, sie soll bitte nur in ihrem Zimmer bleiben bis sie sich beruhigt hätte. Die Tür sei ansonsten jederzeit offen.

So geht das öfter, jedes Mal wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt bekommt sie einen Schreikrampf. Eine von den Nachbarinnen hat schon gemeint ich soll aufpassen wie ich sie behandle (egal wenn sie respektlos vor mir sei), sonst würde sie wohl mal das Amt rufen. Das weiß meine Tochter, und ich rede mit ihr öfter darüber, es kommt mir aber vor dass sie das absichtlich macht.

Ich unternehme viel mit meinen 2, spiele mit ihnen, gehe raus, und schaue natürlich dass ich meine Liebe und Zuneigung gleichmäßig verteile und dass die Strafen so gerecht wie möglich ausfallen. Das sagen auch die meisten Leute in meinem Umfeld.

Meine Frage ist jetzt - wie soll ich auf so ein Verhalten angemessen reagieren? Ich hätte sie am liebsten auf die Strasse gesetzt letztens. Obwohl ich ihr nichts getan hab schreit sie laut um Hilfe. Natürlich hab ich nichts Derartiges unternommen. Bloß seitdem kann ich sie nicht mehr liebevoll behandeln. Ich bin zugegebenermassen ziemlich kühl zu ihr, auch wenn ich sie ansonsten ganz normal behandle. Es dauert immer mehrere Tage bis sie den Zusammenhang versteht. Dann ist sie für eine kurze Zeit reumütig. Ansonsten spielt sich auf als wäre sie die Mutter und antwortet sehr oft wenn jemand mich was fragt. Sie akzeptiert nur widerwillig wenn ich ihr was sage. Bloß als Hilfe darf ich ihr dienen, ihre Wäsche waschen, Essen machen. Angeblich hat sie mich ja soooo lieb, sagt sie zumindest allen. Aber verhalten tut sie sich ganz anders, oft richtig überheblich und ablehnend ohne ersichtlichen Grund. Das sagen wir ihr auch regelmäßig. Ich denke sie sagt einfach nur was alle hören wollen.

Wie kann ich mich jetzt angemessen ihr gegenüber verhalten?

Antwort
von TrudiMeier, 187

Deine Tochter ist ganz schön raffiniert. :-) (Woher hat sie das bloß?)

Mein Neffe hat derartige Zicken auch gemacht, als er klein war. Meine Schwägerin war es irgendwann leid und hat ihm kurzerhand das Telefon in die Hand gedrückt - er möge doch bitte selbst die Polizei rufen, wenn er doch so mißhandelt wird. Dazu muss er aber bedenken, dass die gleich mit dem Jugendamt auflaufen werden und somit die Gefahr besteht, dass sie ihn gleich aus dieser schrecklichen Familie nehmen und bei einer Pflegefamilie unterbringen werden. Sprachs und hat ihn mit dem Telefon stehen lassen. Natürlich hat er nicht die Polizei gerufen und die Mitleidsnummer "ich armes mißhandeltes Kind" legte sich dann auch ziemlich schnell. Was glaubst du, wie deine Tochter auf so eine Aktion reagieren würde?

Ich will so eine Aktion nicht gerade empfehlen, denn jedes Kind reagiert anders. Aber deine Tochter weiß ganz genau, was sie tut......

Kommentar von Goodnight ,

Danke, so sehe ich das auch!

Antwort
von howelljenkins, 253

ich habe jetzt ausser der hauptfrage hier auch noch deinen kommentare bei den antworten gelesen, die ja noch weitere details enthalten.

ich habe in verschiedenen zusammenhaengen, u. a. auch bei klinikaufenthalten viel kontakt mit leuten gehabt, auch kindern (bzw. jugendlichen), die ein aehnliches verhalten zeigen wie deine kinder.

es ist wahrscheinlich, dass deine beziehung zum leiblichen vater ausschlaggebend fuer die jetzige situation war. das moechte ich hier aber ohne vorwurf verstanden sehen.

ich bin normaler weise der letzte, der zu einem "geh zum psychologen" raet, aber in eurem fall waere das moeglicher weise wirklich sinnvoll und zwar nicht nur fuer die 7jaehrige, sondern auch fuer ihren bruder und fuer dich.

eine familientherapie (ob dein mann dazu kommen sollte oder nicht, dazu wuerde ich mich noch beraten lassen), koennte bei euch tatsaechlich ein bisschen klarere verhaeltnisse schaffen. allein eine familienaufstellung (wo jeder seine "gefuehlte" position mit hilfe von platzhaltern beschreibt) wuerde vermutlich einiges verdeutlichen, was derzeit noch nicht ganz klar ist.

lass dir nicht einreden, dass es deine schuld ist. es hat sicher mit dir zu tun und mit der beziehung zum vater, aber von schuld zu reden ist hier unangebracht, zumal du ja versuchst, etwas zu aendern.

Antwort
von Prommor1996, 19

Hey,

zuerst gebe ich ehrlich zu : eine 100% richtige oder tolle Antwort werde ich dir nicht geben können.

Aber :

Deine Tochter ist ein Problemfall (entschuldigung, für Mütter klingt vielesimmer sehr hart. Aber sie ist nicht meine Tochter und ich sage was ich denke) Das Verhalten ruht eventuell auch daher dass Sie sich vielleicht gegenüber ihrem Bruder weniger geliebt fühlt?! (Hatte ich auch mit meiner Schwester durchlebt...)

Außerdem braucht sie anscheinend extrem viel Aufmerksamkeit und ist sehr wild. Lässt sich auf ADHS zurückführen.

Was Du dir vor allem nicht antun solltest . Auf deine bescheuerten Nachbarn zu hören. Sie wissen weder wie es bei dir Zuhause ist, noch wie Du deine Tochter behandelst und was für ein Biest sie ist (ich habe dich gewarnt... Nicht böse sein). Du solltest Dich erst einmal um dich und deine Tochter kümmern.

Eventuell eine gemeinsame Therapie organisieren. Wenn das so weiter geht kann das Böse enden. Kleine Kinder sind Dumm! (Sie sind es einfach. Sie denken sie wissen alles, aber sie haben doch so gut wie nichts von der Welt gesehen) Dafür gibt es ja die Eltern mit ihrer Erziehung! 

Wenn es so weiter geht kann es nämlich gut möglich sein dass Du irgendwann so geschafft bist dass Du sie entweder "links liegen lässt" was für die weitere Entwicklung grauenvoll ist, oder Du sogar aggressiv wirst, sie in solchen Situationen schüttelst oder sogar schlägst! Und so etwas darf natürlich nicht passieren.

Strafen wie Hausarrest etc. sind angebracht. Dass sie genau diese dazu nutzt, noch mehr Terror zu machen ist sehr...ungünstig.

Eine Therapie zusammen wo eine Aussenstehende Spezialisten sich die Situation anschaut klingt für mich recht sinnvoll.

Welche Rolle Spielt der Vater hier? Was bekommt er mit und was unternimmt er?

Was das Verhalten deiner Tochter mit dem bestimmen etc angeht...das kann ich nicht beurteilen. Psychisch muss irgendetwas vorliegen wo wir ihr nicht ins Hirn schauen können.

Und die Nachbarn sollen sich gefälligst für ihren Mist interessieren...

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Anhaltspunkt geben.

Viel Erfolg und viele Grüße.

Antwort
von Sonja66, 184

Hallo Marya!

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter: eine wirklich aparte, schlaue Person!

Natürlich ist sie dir / euch ne saftige Herausforderung, aber deine Erzählungen bringen mich schon auch sehr zum Schmunzeln, denn deine Tochter ist schon eine wiefe Maus.  ;-)

Tja, oftmals trauen wir unseren Kindern solch Motivationen gar nicht zu, und doch gibt es sie.  ;-)
Kinder sind mutige und ausgebuffte Menschen, die eben dafür kämpfen, was sie wollen. Mit ihren noch sehr feinen Antennen spüre sie instinktiv all unsere (Eltern) Unsicherheiten mutig auf, die sie dann selbst auch verunsichern. Kinder aber wollen Sicherheit!
Allerdings sind ihnen die üblen Auswirkungen von ihrem Wollen-haben nicht bewusst. Das aber wissen wir Eltern sehr genau! Deshalb steuern wir dagegen.
Wer wird wohl die stärker Willenskraft besitzen?
Wer wird von seiner Ansicht stärker überzeugt sein?
Hoffentlich die Eltern, wenn sie richtig damit liegen und bedacht vorgehen!  ;-))
Denn Kinder können dies noch nicht leisten (Weitblick) und brauchen unsere Hilfe bzw. unsere Grenzen dazu!

Ich denke, dass deine Erklärungsversuche bei ihr nicht fruchten können, weil ihr dazu einfach der Horizont fehlt, was natürlich in ihrem Alter völlig normal ist. Man würde meiner Ansicht nach Kinder damit eher überfordern. Man sollte wohl eher nicht annehmen, bei ihnen mit Vernunft landen zu können, den diese haben sie ja glücklicherweise noch nicht von uns Erwachsenen angenommen.  ;-)))
Das unter anderem macht Kinder zu herzlichen Wesen....  ;-)))
Weiter bleibt dabei ja die nagende Unsicherheit der Kinder darüber, ob ihnen ihre Eltern nun durch Grenzen Sicherheit geben können oder nicht.

Ich sehe alles eher als ermutigende Aufforderung für dich, auch alles etwas lockerer und leichter zu sehen und zu nehmen.
Lass dich doch von ihr mal dazu anstecken, auch ausgebuffter zu sein!!!
Das wäre dir womöglich eine angenehme Erleichterung und ich gehe stark davon aus, dass du damit gute Erfolge erzielen könntest.
Sei also gerne wief(er) und kreativ(er)!!!

Weiter gehe ich davon aus, dass dich Schuldgefühle plagen, wenn du deinen Kindern grenzen setzt.
Vielleicht denkst du dabei, dass du sie zu sehr in ihrer Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit einschränken könntest, ihnen seelischen Schmerz zufügen könntest, sie irgendwie damit verletzen könntest.
Nimm dir doch mal Zeit und Ruhe dafür, das zu prüfen.

Kinder aber suchen ihre Grenzen, einfach, weil sie sie brauchen, um sich sicher und geborgen zu fühlen.

Kinder wollen starke Eltern, die wissen was zu tun ist und aufgrunddessen Grenzen selbstsicher setzen.
Gibt es dabei Schwächen, so sorgen Kinder selbst dafür, ihre Eltern darauf aufmerksam zu machen.

Die Lösung läge also darin, dass du hinsichtlich dem Grenzen-setzen eine andere Einstellung bekommst, hochwertiger darüber denken könntest, sie selbstsicherer ziehen könntest.
Dazu solltest du anders als bisher darüber denken.

Meine Frage ist jetzt - wie soll ich auf so ein Verhalten angemessen reagieren? 

Selbstsicherer, wiefer, ausgebuffter, versöhnlich, verständnisvoll, liebevoll und doch bestimmt.
Grenzen setzen ist Liebe von Eltern!

Ehrlich gesagt glaube ich, dass es keinen Sinn macht, seine Kinder erziehen zu wollen, weil sie einem doch alles nachmachen.  ;-))))

Damit will ich sagen, dass dir deine Tochter ihre Unsicherheit zeigt: Sie ist sich gar nicht sicher darüber, ob das wirklich alles gut ist, was in ihrer Familie so abläuft und entschieden wird.
Und mal Hand auf's Herz! Geht es dir nicht auch ein wenig so?
Ist es nicht auch so, dass auch du dir unsicher darüber bist, was du so entscheidest und machst, und womöglich etwas zu viel Wert darauf legen könntest, was wohl andere dazu sagen würden?
Sag du auch einfach nicht mehr all das, was andere hören wollen! Sei mutig wie deine Tochter!

Aber nur ihr kennt alle genau Hintergründe eures Lebens und deshalb auch könnt nur ihr die richtigen Entscheidungen treffen und angemessen handeln!

Nur ihr zwei Eltern seid die einzig Richtigen für eure Kinder!!!!

Kommentar von Nashota ,

Ehrlich gesagt glaube ich, dass es keinen Sinn macht, seine Kinder erziehen zu wollen, weil sie einem doch alles nachmachen.  ;-))))

Wäre das per se der Fall, frage ich mich, warum es dann so viele Dinge gibt, die Eltern nicht tun und Kinder tun sie doch.

Das gute Vorbild ist nie eine Garantie, dass Kinder es als solches auch ansehen und deshalb nachahmen.

In dem Fall: Wenn Eltern den Kindern ordentlich begegnen, was hindert Kinder dann daran, sich daran zu orientieren und es den Eltern gleichzutun?

Dieses Mädchen fällt ja auch in der Schule auf. Was dann ganz einfach bedeutet, dass hier ein Kind die ganze Aufmerksamkeit möchte und nicht einsieht, dass andere auch mal dran sind.

Je eher man Kindern begreiflich macht, und das auch mal auf die sehr deutliche Art, dass sie nicht der Nabel der Welt sind, desto besser.

Geschieht das nicht, wird Eltern nämlich später der nächste Vorwurf gemacht, warum sie es zugelassen haben, dass sich ihre Kinder so egozentrisch entwickelt haben.

Kommentar von Sonja66 ,

Wäre das per se der Fall, frage ich mich, warum es dann so viele Dinge gibt, die Eltern nicht tun und Kinder tun sie doch.

Dies ist nur oberflächlich gesehen der Fall.
Ich merke, dass du meine Worte nicht wirklich verstanden hast, obwohl ich im Anschluss daran eine Erklärung dafür gegeben habe:

Damit will ich sagen, dass dir deine Tochter ihre Unsicherheit zeigt:
Sie ist sich gar nicht sicher darüber, ob das wirklich alles gut ist,
was in ihrer Familie so abläuft und entschieden wird.
Und mal Hand auf's Herz! Geht es dir nicht auch ein wenig so?
Ist es nicht auch so, dass auch du dir unsicher darüber bist, was du so entscheidest und machst

Tochter wie Mutter sind sich unsicher. Tochter zeigt es mit ihrem Verhalten der Mutter. Als erstes jedoch war die Mutter unsicher beim Grenzen setzen. Lies doch erneut bitte, ich schrieb doch alles!

Von daher hat es keinen Sinn, seine Kinder erziehen zu wollen bzw. an ihnen herumziehen zu wollen, weil sie einem eben am Ende doch allen nur nachmachen / nachahmen.
Aber das machen sie keinesfalls aus Böswilligkeit!

Sie sind ein Spiegel unserer selbst und fordern uns zu mehr Eigenverantwortlichkeit auf.
Ihre Tochter wehrt sich auch zu recht dagegen, völlig allein die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, weil es ja auch ein Hilfeschrei doch bitte für mehr Sicherheit und Geborgenheit zu sorgen, ist
Es ist eine Möglichkeit sich selbst zu erkennen und gegebenenfalls sich selbst zu ändern, wenn man gerne etwas ändern möchte.
Dann beruhigt sich auch schon alles.

Eigentlich wissen viele, dass es meist erfolglos verläuft, will man andere ändern.
Oftmals bleiben Nörgeleien und Vorwürfe an andere fruchtlos und bringen nicht den gewünschten Erfolg, die gewünschte Änderung, sondern vielmehr Streit, miese Stimmung, Verletzungen.....

Logische Folgerung daraus: sich selbst sehen und sich selbst ändern. Dann klappts auch wieder mit der Harmonie ....

Außer man setzt natürlich gewaltige Mittel ein. Bei allem ist es aber gar nicht zwingend nötig mit übermäßiger Härte vorzugehen.
Einerseits kann man Verständnis für alles aufbringen und die Zusammenhänge erkennen, auch sich selbst, und andererseits kann man innerlich gefestigt und selbstsicher Grenzen setzen.
Quasi zweigleisig fahren, weil es auf einem eher ungünstig ist.  ;-)

Vielleicht ja konnte ich dir meine Sicht der Dinge, die wohl aus einem ganz anderen Blickwinkel heraus kommen, als es deine tun, näher bringen.
Vielleicht aber auch nicht.
Sei es, wie es will.
So ist es wohl, dass wir alle aus anderen Blickwinkeln die Sache, das Thema betrachten und alle Meinungen insgesamt ein wahrer Schatz für die Fragestellerin sind, weil sich vielleicht in jeder Antwort etwas Wahres für sie verbirgt, natürlich nur, weil sie unterschiedlich sind, sich nicht mit deinen Ansichten gleichen, sich überhaupt nicht gleichen.

Du zeigst hier großen Einsatz, wahrscheinlich, weil dir das Thema sehr am Herzen liegt bzw. dich sehr bewegt.
Vielleicht willst du im Forum noch eine Diskussionsrunde dazu eröffnen oder selbst Fragen dazu stellen.  ;-)

Kommentar von Nashota ,

Ich hab deine Erklärung schon gelesen. Nur steht sie für mich in keinem Zusammenhang.

Dieses Mädel schreit bei jeder Entscheidung herum. Von daher will es doch offensichtlich gar nicht überlegen, was die Gründe der Mutter sind. Sie provoziert auch Reaktionen, obwohl sie es leichter haben könnte.

Sollen Eltern wirklich immer erst ihre Kinder fragen, ob ihnen gewisse Dinge genehm sind? Schlafenszeit heißt Schlafenszeit. Kleine Dinge im Haushalt erledigen heißt "Pack mit an, damit bist du nicht überfordert". Ein Verbot ist ein Verbot.

Führst du immer erst mal eine Grundsatzdebatte?

Die Mutter setzt(e) Grenzen. Wenn einem dann aber das Kind ständig durch unwilligen Schreialarm die Nachbarn auf den Hals hetzt, wird man auch mal vorsichtiger.

Dass das Kind damit seine Mutter manipuliert, ist klar. Deshalb sollte die Mutter auch wieder den Sitz im Sattel festigen und ihrer Tochter zeigen, wo der Hase langläuft.

Für was schreit das Mädel denn herum? Es bekam doch klare Ansagen! Wenn du meinst, dass Kinder nicht von sich aus kleine Terrorzwerge sind, bist du im Irrtum!

Sie wurde von ihrem Vater auf den Thron gesetzt und davon muss sie definitiv heruntergeholt werden! Je eher, desto besser.

Ich hatte und habe kein Verständnis für Wischiwaschi-Erziehung. Klare Ansagen, dann kennt jeder seine Aufgaben. Und Eltern sind die Erwachsenen, nicht die Kinder. Auch wenn Eltern Fehler machen, haben sich Kinder einzuordnen.

Komischerweise wissen sie ja auch immer, wie sie sich zu benehmen haben, wenn sie was wollen. Wer was will, hat aber auch was zu tun.

Und Eltern tun gut daran, darüber nicht zu diskutieren!

Kommentar von Sonja66 ,

Ich hab deine Erklärung schon gelesen. Nur steht sie für mich in keinem Zusammenhang. 

Das ist aus deinen Antworten sehr deutlich zu erkennen.
Und ich weiß echt nicht, was du eigentlich von mir willst.
Wie gesagt, du musst mich keinesfalls zwingend verstehen oder umstimmen wollen. Das ist eigentlich gar nicht nötig.
Jeder darf hier so seine Meinung und Erfahrung schildern.....
Das muss dich nicht zwingend so aus der Fassung bringen.

Sollen Eltern wirklich immer erst ihre Kinder fragen, ob ihnen gewisse Dinge genehm sind? 

Weiter weiß ich nicht, warum du mir so etwas schreibst? Wie kommst du denn darauf, dass ich dieser Annahme sei? Wie kommst du zu dieser Unterstellung? Das ist mir unverständlich, weil ich doch völlig anderes darüber geschrieben habe:

Ich denke, dass deine Erklärungsversuche bei ihr nicht fruchten können, weil ihr dazu einfach der Horizont fehlt, was natürlich in ihrem Alter völlig normal ist. Man würde meiner Ansicht nach Kinder damit eher überfordern. Man sollte wohl eher nicht annehmen, bei ihnen mit Vernunft landen zu können, den diese haben sie ja glücklicherweise noch nicht von uns Erwachsenen angenommen.  ;-)))
Das unter anderem macht Kinder zu herzlichen Wesen....  ;-)))

Dass du Kinder als Terrorzwerge siehst, erklärt natürlich Einiges und sagt etwas über dein Unverständnis für Kinder aus.
Verständnis aber für Probleme ist grundlegend für deren Lösungen.

Für mich sind Kinder sehr herzliche und interessante Wesen, richtig gute Menschen, die einen sicherlich herausfordern, aber das macht mir gar nichts, weil ich viel dabei lerne und stets gute verträgliche Lösungen für alles finden kann.

Lass es doch jetzt bitte dabei sein und gut.

Oder bist du noch scharf darauf hier weiter zu schreiben?

Also ich erkenne für mich keinen Sinn darin.

Weiter dürfte das für keinen mehr hilfreich sein, wohl eher verwirrend.

Weiter verweise ich auf meine zwei letzten Absätze meines vorigen Kommentars.
Kommentar von Nashota ,

Ich kann auch nichts dafür, wenn dir der Ausdruck "Terrorzwerg" nicht geläufig ist. Vielleicht kennst du auch nur reine Engelkinder. Meine Erfahrungen aus Kindergarten und Schule sehen nun mal anders aus. Und wenn Erzieher und Lehrer nur noch mit Radikalmethoden durchgreifen können, liegt schon viel im Argen.

Und nein, die Elternhäuser waren nicht ignorant und ähnliches.

Wo Ansagen gemacht werden, egal wo, sollten Kinder im Alter der Fragestellerin in der Lage sein, diese Ansagen im Kopf zu verstehen und umzusetzen. Wer da ständig erst mit diskutieren anfängt, hat verloren.

Der Horizont ist schon vorhanden, so blöd sind Kinder definitiv nicht. Sie reizen aber gern Situationen aus. Keiner hat was gegen "mal ausreizen". Am laufenden Meter dagegen provoziert es dann auch mal eine direktere Reaktion.

Die einzig gute, verträgliche Lösung liegt im Begreifen, dass Eltern oder weiterführend Erzieher und Lehrer keine Schallplatte mit Sprung sind. Wer eine Aktion tätigt, erfährt eine Reaktion. So einfach ist das.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Treffsicher ins Schwarze

Antwort
von Goodnight, 176

Die Nachbarn ignorieren, deiner Tochter eine Ansage machen und konsequent handeln.

Nicht reden, handeln!

Mach mal etwas was deine Tochter nicht erwartet. Gib ihr die Nummer vom Jugendamt. Kannst ihr dazu gleich auch erklären, dass Kinder die es nicht gut haben zu Hause in Pflegefamilien oder Kinderheime gehen.

Mach dir klar, dass du die Erwachsene bist und über die Erziehung und die Konsequenzen bestimmst.

Was denken denn die Nachbarn, ist so ziemlich der schlechteste Erziehungsstil. 

Hör auf lieb und nett zu sein, wenn die Situation strenge  und klare Ansagen erfordert.

Geh mit dem Vater zusammen zu Erziehungskursen, es hilft zu sehen, dass auch andere Eltern ähnliche Baustelen haben.

Antwort
von teafferman, 86

Altklug ist mir gleich mal eingefallen, als ich Deine Beschreibung las. Und Deine Kommentare lassen auch darauf schließen. 

Nachbarn, die altkluges Verhalten nicht von einem Hilferuf eines Kindes unterscheiden können, sind zu bedauern, denn sie haben keine Ahnung. 

Wenn ich heute in den Spiegel schaue, dann sehe ich so ein altkluges Kind mit weißen Haaren. Altersbedingt. 

Meine älteren Geschwister wurden darin bestärkt sich zu verbieten, dass ich ihnen ihre Aufgaben abnahm - Du bist doch viel größer, da ist es eher beschämend, wenn Du Dich von so einem vorlauten Dötz vorführen lässt. Denn Du kannst Das bestimmt besser. Stimmte zwar nicht immer, aber sie haben dran geglaubt. 

Eine dumme Nachbarin hatten wir auch. Auf deren unfertigen Schleim bin ich nicht lange herein gefallen. - Altklug eben. 

Deine Tochter wird Dir also noch lange dankbar sein, bist Du jetzt konsequent und zeigst ihr deutlich ihre Grenzen. Ohne Laberrhabarber. 

Antwort
von kugel, 138

Wow! Die Kleine spielt mit Deinem schlechten Gewissen!

Und sie hat damit wohl Erfolg.

Konsequenz und Strenge HAT was mit Liebe zu tun. Nämlich, dass man seinem Kind Grenzen aufzeigt.

Wenn sie das nächste Mal brüllt und schreit, lass sie einfach. Lass sie sehen mit dem Kommentar: "Wenn Du fertig bist, dann kannst wieder kommen". Und das mußt Du natürlich auch durchziehen - egal wie hart das ist (ja und das ist hart!). Mach am besten auch noch das Fester sperangel weit auf, dass die Nachbarn auch ja mitbekommen, wie sich die holde Maid aufführt - sag ihr das auch. Und auch, dass es für sie - die Tochter - peinlich ist und nicht für Dich. Weil die Nachbarn ohnehin schon wissen, dass sie derartige Ausraster hat.

Bleib gleichgültig bei solchen Ausbrüchen. Die muss merken, dass sie damit nichts erreicht. Wenn sie danach angekrochen kommt, sag ihr, dass Du dieses Verhalten einfach nicht duldest. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Ich würde ihr auch nicht ständig eintrichtern, dass Du sie liebst - das weiß sie ohnehin :-)

Reite nicht ständig darauf rum, was sie verkehrt macht, sondern lob sie übern Schellkönig, wenn sie etwas gut macht. Zeig ihr Deine Liebe, indem Du sie lobst. Egal ob sie den Tisch abräumt, Dir mal beim Einkauf hilft oder keine Ahnung was. Auch wenn es für Dich Selbstverständlichkeiten sind. Lob sie - egal wie oft. Sag einfach Dankeschön und dass Du dich freust, dass sie Dir hilft.

Damit stellst Du das positive in den Vordergrund und sie hat das Gefühl, dass Du stolz auf sie bist. Du kannst und darfst natürlich auch - wenn es besser wird - in ihrem Beisein anderen erzählen, dass die Dir hilft und wie schön Du das findest! Sie soll und muss merken, dass Du sie schätzt, wenn sie sich manierlich aufführt.

Dass es besser wird, funktioniert natürlich nicht von heut auf morgen. Aber so wird es besser (weiß ich aus leidiger Erfahrung).

Bei allem Lob darfst Du natürlich die Grenzen nicht vergessen. Wenn sie tobt, einfach sachlich bleiben (sie geht ohnehin auf die emotionale Schiene). Nein heißt nein. Und wenn sie dir um die Ohren haut, dass Du sie wegen diesem "Nein" nicht "liebst", dann sag: "Du weißt, dass das nicht stimmt. Aber wenn Du es so siehst, dann bitte."

Belohne sie, wenn sie etwas gut macht und zeig ihr die kalte Schulter, wenn sie ihre Aussetzer hat.

Kommentar von Goodnight ,

Da gehe ich mit dir sehr einig, bis auf das Loben. Für Selbstverständlichkeiten loben bewirkt genau das Gegenteil von gutem Benehmen und hinterlässt Unsicherheiten die Provokation geradezu anheizen.

Kommentar von Marya ,

In Großen und Ganzen mache ich das auch ...

Mittlerweile wissen GsD wirklich die meisten Nachbarn Bescheid. Geht ja nicht dass wir an den A*** der Welt ziehen müssen nur weil Madame meint sich so aufführen zu müssen. *seufz*

Ich sag ihr trotzdem immer dass ich sie lieb habe. Wenn ihr Vater sie so vergöttert (hat) und ich sie normal behandle muss ihr das doch schon fast wie Liebesentzug vorkommen ... aber das mit dem "Du weißt dass das nicht stimmt, aber wenn du das so siehst ..." kommt mir auch manchmal über die Lippen wenn es wirklich eine unsinnige Reaktion ist ...

Und natürlich bedanke ich mich für jede Art von Hilfe - so wie ich es auch bei jemand anderem tun würde, ich bin generell ein sehr höflicher Mensch, der nicht alles als selbstverständlich ansieht. Manchmal schicke ich sie beim Einkaufen los um "mir zu helfen" und irgendwas zu holen was ich noch brauche. Ich weiß dass Kinder gerne helfen und das ihren Selbstwert steigert, sie freut sich auch immer außerordentlich (außer manchmal bei Hausarbeit wenn sie helfen muss :P).

Natürlich erzähle ich immer mal gerne wenn jemand fleißig war und/oder erfolgreich in der Schule oder sich wenigstens Mühe gibt.

Antwort
von KittyCat2909, 73

Versteh mich nicht falsch- aber mir kommt das Gefühl, dass deine Tochter
mit ihren Aktionen - zb wenn sie die Aufgaben ihres Bruders macht, auch
ihre Quängeleien nur versucht egal auf welche Weise deine
Aufmerksamkeit und Liebe zu bekommen.


Bitte lies dir folgenden Text einmal als  'Aussenstehende' durch- ohne als deiner eigenen Position- bitte ja?


Ich lasse absichtlich Abstand, in der Hoffung, dass du wirklich versucht bist, es als möglichst objektiver Leser sehen wirst und nicht jetzt als die Fragestellerin.


Bloß seitdem kann ich sie nicht mehr liebevoll behandeln.

Ich bin zugegebenermassen ziemlich kühl zu ihr, auch wenn ich sie ansonsten ganz normal behandle.

Es dauert immer mehrere Tage bis sie den Zusammenhang versteht.

Umarmen..Zwarnoch immer nicht so herzlich wie sonst aber trotzdem ehrlich und aus Überzeugung weil sie mich lieb gefragt hat und ich gefühlt hab dass ihr was dran liegt.

wenn sie ein Ekelpaket ist muss sie damit leben dass ich ein paar Tage kühl zu ihr bin.


Liest sich das für dich, wie von einer liebenden Mutter?

Für mich ehrlich gesagt nicht.

Im Gegenteil mir kommen Emotionen des Mitgefühls dem Kind gegenbüber.

Es liest sich nach beabsichtigtem Liebesentzug. Findest du das nicht auch, wenn du sowas liest?

Dir ist es sehr wahrscheinlich nicht bewusst- ich denke nicht, dass du eine 'böse' Mutter sein willst und ich kann verstehen, dass du in manchem überfordert bist, aber es geht doch um Dein Kind?- kein Erwachsener, oder Partner, dem man den S3x aus Unlust verweigert.


Angeblich hat sie mich ja soooo lieb, sagt sie zumindest allen. Aber
verhalten tut sie sich ganz anders, oft richtig überheblich und
ablehnend ohne ersichtlichen Grund. Das sagen wir ihr auch regelmäßig.


Was würdest du an Stelle deiner Tochter tun? Für mich klingt eigentlich alles nach einem Schrei nach deiner Liebe und aufgrund deines kalten ungeliebten Verhaltens ihr gegebnüber in grosse Zweifel deiner Tochter.

Vielleicht würde einiges besser werden, wenn du wieder lernst, dein Kind in deinem  Herzen und Verstand zu lieben und nicht weiter abzulehnen, zu strafen oder als Erwachsenen zu betrachten.

Wie wäre es mit einem 'Neuanfang'?

Viellleicht solltest du mal dein Mädchen in den Arm nehmen, über Sowas mit deiner Tochter reden und sie fragen, ob sie dir verzeiht und ihr wirklich zeigst wie sehr du sie liebst?

Ich glaube fast, dass sie es nämlich nicht weiss.

Kommentar von Nashota ,

Mütter dürfen auch ihre Gefühle zeigen. Das beinhaltet auch mal Rückzug, damit Kinder lernen, dass es Grenzen gibt. Und die gibt es.

Kinder können auch mal für sich allein über ihr Auftreten und Verhalten nachdenken, ohne dass Mütter ständig mit einem schlechten Gewissen herumlaufen müssen. Und das Wort "Entschuldigung" ist auch für Kinder ein Wort, was sie mal benutzen können.

Dieser "Schrei nach Liebe" ist hier unnötig, denn das Kind wird weder drangsaliert, noch sonstwie missachtet. Ihr wird lediglich gezeigt, dass sie nicht die Tonangebende ist.

Kommentar von KittyCat2909 ,

Hier geht es nicht um 'mal' Gefühle nicht zeigen.

Es wird regelmässig und für längere Zeit gemacht. Sowas nennt man Liebesentzug und hat auch nichts mit Ton angebend zu tun.

Übrigens deine Meinung hast du nun überall geschrieben und jeder Leser dürfte sie kennen.

Nichtsdestotrotz gehe ich in diesem Fall nicht mit ihr konform.

Du brauchst dich also nicht ständig zu wiederholen. :)

Kommentar von Nashota ,

Ja, richtig, genauso oft, wie der kleine Drachen Feuer spuckt. Das ist kein Liebesentzug, sondern einfaches Spiegeln eines Verhaltens.

Warum soll man sagen, man hat jemanden lieb, wenn dieser Jemand immer wieder so tut, als ob er am Marterpfahl steht und damit seine Liebe sehr fragwürdig erscheinen lässt?

Schon mal gesehen, was Eltern machen, deren Kind sich im Supermarkt auf den Boden schmeißt? Sie gehen weiter. Das Kind kann sich alleine blamieren. Und nur so kann man Trotzköpfen begegnen. Die einen begreifen es früher, die anderen später.

Und wer hier meint, man müsse dem Mädel ständig den Arsch hinterhertragen, dem sage ich gern auch zum 10. Mal, dass das nicht nötig und noch weniger zielführend ist.

Kommentar von KittyCat2909 ,

@Natosha


Noch einmal: du hast deine Meinung dazu mehrfach geschrieben und brauchst dich nicht zu wiederholen. :)

wer hier meint, man müsse dem Mädel ständig den Arsch hinterhertragen

Ich könnte mich nicht erinnern geschrieben zu haben- oder woanders hier gelesen zu haben, dass man dem Kind 'ständig seinen Arsch hinterher tragen' soll- das sind alleine Deine Worte!

Ich bleibe trotz deiner Worte bei dem was ich geschrieben habe, dass ich das als Liebesentzug sehe.


dem sage ich gern auch zum 10. Mal, dass das nicht nötig und noch weniger zielführend ist

Und Du brauchst hier niemandem 100 mal ein und dasselbe sagen- wir haben dich längst in deiner Sichtweise verstanden- deswegen müssen das andere aber nicht teilen. :)

Kommentar von Marya ,

Wenn ich jetzt sage dass ich nur kühl zu ihr bin wenn sie mich behandelt als würde ich sie misshandeln nur weil sie sich im Vergleich zu ihrem Bruder ungerecht behandelt fühlt wirst du das vermutlich als dummes Gerede abtun.

Und ich zeige *beiden* regelmässig dass ich sie *wirklich* lieb habe. Da du nicht dabei bist kannst du leicht das Gegenteil behaupten. :)

Antwort
von Nashota, 196

Hast du das schon mal mit dem Kinderarzt besprochen?

Zeigt sie dieses Verhalten schon länger oder erst seit kurzem?

Den Nachbarn würde ich eine freundliche, aber klare Ansage machen: Sie mögen sich raushalten und nicht urteilen, wenn sie die Zusammenhänge nicht kennen.

Bist du alleinerziehend?

Kommentar von Marya ,

Grob gesagt ist sie so seit sie in die Schule geht. Die Nachbarn wissen mittlerweile fast alle Bescheid, aber so wie sie letztens um Hilfe gebrüllt hat hätte selbst ich mir meinen Teil gedacht. Oo

Nein, ich bin verheiratet.

Kommentar von Nashota ,

Und dein Mann bekommt das Verhalten nicht mit? Wenn doch, wie reagiert er darauf?

Wenn sie seit Schulanfang so drauf ist, kann da durchaus ein Zusammenhang bestehen. Was sagen die Lehrer, wie ist ihr Verhalten da? Wie ist die Klassenstruktur? Geht sie gerne in die Schule? Wie sind ihre Leistungen?

Was das Rumgebrülle angeht, darf ich dir mal sagen, dass ich auch schon in einigen Situationen war, wo ich dachte, "wenn es jetzt klingelt, würde ich mich nicht wundern."

Meine Nachbarn kennen mich aber gut genug, dass sie wissen, dass bei mir keiner am Marterpfahl steht, wenn es mal lauter wurde.

Vielleicht suchst du auch deinerseits mal das Gespräch mit den Nachbarn, von denen doch sicher die meisten auch Eltern sind. Frage sie mal direkt, ob sie dir wirklich zutrauen, dass du deine Tochter insbesondere schlecht behandelst.

Schildere Situationen und dann bitte sie doch mal um ihre Meinung, was sie in dem Fall täten.

Fakt ist, dass man als Mutter nicht 24 Stunden 365 Tage im Jahr die Dauer- Verständnisvolle und alles Tolerierende sein muss. Man hat auch Gefühle und auch nur Nerven. Und wenn Kinder meinen, sie müssen es mit Grenzen austesten übertreiben, um ihren Willen zu bekommen, muss ihnen auch mal ein glasklarer Riegel vorgeschoben werden.

Kommentar von Marya ,

Er redet ruhig und verständnisvoll auf sie ein und erklärt ihr dass sie zB. auch nicht weniger Spielsachen hat als andere Kinder und wenn irgendwas ist dass sie mit uns reden und nicht herumbrüllen soll. Aber er kann auch klare Grenzen setzen wenn sie übertreibt.

Er sagt ihr auch dass er in seiner Kindheit auch im Haushalt helfen musste etc. Und dass er bei Dummheiten auch bestraft wurde und zwar viel strenger als sie ...

Wie gesagt, das versteht sie für kurze Zeit (kriegt ganz große Augen und ist erstaunt, egal wie oft man es schon erzählt hat) und dann ist wieder alles beim Alten.

In der Schule ist sie sehr gut (wenn sie arbeiten will, oft klinkt sie sich auch aus) aber die Lehrerin hat mittlerweile auch durchschaut dass sie immer bestimmen will und dass sie kein einfaches Persönchen ist. Sie geht sehr gern in die Schule und hat sehr viele Talente und bekommt diesbezüglich auch viel Lob und Anerkennung (nicht nur von mir).

Mit den Nachbarn weiss ich nicht ob ich wegen der Schreierei reden soll, ich will nicht noch Öl ins Feuer giessen. Da mach ich lieber Beweis-Videos. >.<

Ich fürchte wir müssen da einfach konsequent weitermachen wo wir bis jetzt sind ... und hoffen dass es irgendwann fruchtet ...

Kommentar von Nashota ,

Wenn Kinder grundlos so austicken, kann auch was Organisches sein.

Keiner will es gerne hören, aber die Krankheit AD(H)S halte ich hier für durchaus mal abklärungswürdig. Es ist bekannt, dass da gewisse Hirnstrukturen nicht so funktionieren, wie sie sollten.

Und auch Asperger ist bekannt für solche Verhaltensauffälligkeiten.

Ich würde schon mal mit dem Kinderarzt darüber sprechen. Denn der frühkindlichen Trotzphase sollten 7jährige entwachsen sein.

Kommentar von Steffile ,

Ich fürchte wir müssen da einfach konsequent weitermachen wo wir bis jetzt sind ... und hoffen dass es irgendwann fruchtet ...

Tut es doch schon, Und wie.

Kommentar von Marya ,

Ja danke. Von den meisten höre ich in der Tat dass es besser wird (bis auf diese "kleinen" Zwischenfälle).

Antwort
von Hexe121967, 191

wenn mein kind für mich antworten würde, würde ich sagen "du hast still zu sein wenn erwachsene sich unterhalten". wenn sie sich einmischt während du mit dem bruder irgendwas macht heisst es "das hat hier nichts mit dir zu tun, halt dich da raus".

dieses schreien und toben wird einfach ignoriert. eine 7jährige hat am fenster nichts zu suchen. fenster und türen zu und kind ignorieren bis es sich wieder vernünftig benimmt. dann kann man auch über eine strafe für solch ein verhalten mit dem kind reden.

ansonsten könnte mal ein besuch beim psychologen ganz hilfreich sein.

Kommentar von Menuett ,

So geht man nicht mit seinen Kindern um.

Das ist einfach asozial.

Kommentar von nettermensch ,

was ist da asozial.

Kommentar von Hexe121967 ,

wenn ich mir von einer 7jährigen nicht auf der nase rumtrampeln lasse ist das assozial?  kein wunder das immer mehr kleine tyrannen rumlaufen. 

erziehung ist manchmal ein hartes stück arbeit und mamas und papas müssen auch mal unbeliebte entscheidungen treffen womit die lieben kleinen im moment nicht einverstanden sind.

Kommentar von Dog79 ,

Ja genau, und nur weil man so nicht mit Kindern umgeht meinen sie sie haben absolute Narrenfreiheit. Klare Grenzen zeigen und diese durchsetzen darf man ja nichmal mehr als Eltern.

Kommentar von Menuett ,

Selbstverständlich kann, darf und soll man klare Grenzen setzen.

Das geht völlig gewaltfrei.

Kommentar von Hexe121967 ,

@ Menuett - wo bitte habe ich gewalt angewendet?

Kommentar von Dog79 ,

Na das mit dem gewaltfrei scheint ja bei dem kleinen Satansbraten nicht zu fruchten......

Kommentar von Steffile ,

Lies mal zwischen den Zeilen, so gewaltfrei ist es da nicht.

Kommentar von Hexe121967 ,

@Steffile - leg bitte nichts in meinen post was dort nicht steht. mir hier gewalt zu unterstellen ist eine frechheit!!

nebenbei: ich hatte solche probleme weder mit meinem sohn noch mit meinen neffen (alle schon erwachsen) nur unser nesthäkchen (auch 7) versucht das im moment auch und das aus dem grund weil meine schwägerin sich bisher nicht wirklich mit ihr auseinander gesetzt hat sondern aus gemütlichkeit immer den weg des geringsten wiederstand gegangen ist.

Kommentar von Steffile ,

Gewalt ist nicht nur Schlaege. 

Und was hat deine Schwaegerin mit deiner 7 jaehrigen zu tun?!

Kommentar von Steffile ,

Ach so und rede nicht ueber dich, und die anderen auch nicht.

Antwort
von Fairy21, 107

Du sagst selbst, dass du kühl zu ihr bist ,auch wenn sie sich normal benimmt. ◇

Vielleicht spürt sie das einfach und kommt damit nicht zur Recht, es ist ein Schrei nach Aufmerksamkeit/ein Hilfeschrei. 

◇Das geht, meist, nicht spurlos an einem Kind vorüber.

Geh mal mit ihr zu einem Psychologen/Kinderpsychologen.

Es kann auch ADHS sein. 

Kommentar von Marya ,

Nein ich behandle sie immer als eigenständige Persönlichkeit aber so liebe- und respektvoll wie ich auch möchte dass sie mit mir umgeht. Ich frage ob sie meine Hilfe braucht, wie es in der Schule war, versuche, gemeinsam mit ihr Lösungen zu finden wenn sie Probleme hat usw.

Ich bin selbstverständlich nur dann kühl zu ihr wenn sie das gleiche zu mir ist und ihr Verhalten trotz verständnisvollem Hinterfragen nicht ändert. Man könnte sagen ich halte ihr einen Spiegel vor.

Und ich erkläre ihr dann auch warum ich so bin. Ich finde dieses Verhalten menschlich, so geht man im Normalfall mit seinen Mitmenschen um. Aber ich lasse mich gerne korrigieren. Deshalb bin ich ja hier. ;)

Kommentar von kiniro ,

Ach nee... es ist also respektvoll ein Kind in sein Zimmer zu schicken, wenn es sich nicht lieb benimmt *örx*

Kommentar von Marya ,

Es gibt Regeln, an die sich *alle* in der Familie zu halten haben und wenn sich jemand daran nicht hält gibt es Konsequenzen. Und wenn jemand meint er muss deshalb schreiend in der Wohnung herumlaufen wird er darauf verwiesen dass er gerne in seinem Zimmer herumschreien kann weil andere Menschen in der Familie zB. Hausaufgaben machen möchten.

Ich dachte du stehst so auf Rücksicht? Müssen alle anderen Rücksicht nehmen nur sie nicht?

Wie gesagt, die Regeln gelten für *alle*.

Kommentar von Nashota ,

Es gibt wohl auch ein paar Eltern, die selbst verschmierte Scheizze an der Tapete für toll ausgelebte Kunst des Kindes halten, weil es der Meinung war, das Braun harmoniert ganz gut mit dem Muster der Tapete....... ;-)) 

Kommentar von kiniro ,

Was du beschreibst, ist laissez faire - was ich nicht betreibe.

Es gibt übrigens Menschen, deren braunes Gedankengut zur Tapete passt.
Ich meine damit nur Personen, die sich angesprochen fühlen.

Kommentar von Nashota ,

es ist also respektvoll ein Kind in sein Zimmer zu schicken, wenn es sich nicht lieb benimmt

Wenn es sinnfrei austickt, hat es seinen Nicht.-Respekt auch bewiesen und damit darum gebeten, "sich zurückziehen zu dürfen".

Antwort
von Suboptimierer, 195

Irgendwie hat deine Tochter das Gefühl, dass es ihr woanders besser gehen würde. Du kannst ihr ja mal in ruhiger Minute erklären, was es für sie bedeuten würde, wenn sie euch weggenommen werden würde, weil ihr für unfähig gehalten werden würdet, sie zu erziehen. Mal so das Heimleben grob umreißen.

Dann ist das natürlich aus ihrer Sicht ein Versuch, Druck auszuüben.
"Wenn ihr nicht nach meiner Pfeife tanzt, sorge ich euch, dass ihr euch vor unseren Nachbarn schämt."
Einfach mal schreien und toben lassen, sodass sie sieht, dass kein Nachbar ihr zur Hilfe eilt. Stell das Kind am besten mitten in den Garten. ^^ Zugleich demonstrierst du damit, dass es dich einen feuchten Kehricht interessiert, was die Nachbarn denken. Danach erst Trost und Strafe.

Bin aber kein Pädagoge. Die könnten das bestimmt noch geschickter lösen.

Kommentar von Dog79 ,

Das blöde is das es 100 Pro keine 2 Minuten dauert bis einer der Nachbarn angerannt kommt um das arme gemarterte Kind vor den bestialischen Eltern zu retten.....

Kommentar von Suboptimierer ,

Irgendwann wird auch denen das zu langweilig.
Und wenn das Jugendamt kommen sollte, sehen sie ja, dass der Verdacht unbegründet ist.

Kommentar von Dog79 ,

Meinste?

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich weiß nicht, ob es gut ist, dem Kind zu zeigen, wie sehr du es liebst. Das macht dich nur noch angreifbarer und erpressbarer. Erfülle deine Aufgaben als Mutter achte darüber hinaus darauf, dass die Liebe gegenseitig ist. Zeig dem Kind, dass du gerne ein liebes Kind hättest. Belohne es für Dinge, die es gut macht.

Kommentar von Steffile ,

Ich weiß nicht, ob es gut ist, dem Kind zu zeigen, wie sehr du es liebst. 

Doch, ich glaube daran fehlt es, trotz der Beteuerungen der Fragestellerin.

Kommentar von Marya ,

Wie gesagt, ich gebe mein Bestes. Und das ohne Voraussetzungen. Ich weiss dass sie meine Kleine ist und was sie braucht. Sie kriegt immer Umarmungen, Küsse. Ich sage ihr oft, dass ich stolz auf sie bin wenn sie Kleinigkeiten gut macht.

Aber wenn sie ein Ekelpaket ist muss sie damit leben dass ich ein paar Tage kühl zu ihr bin.

Kommentar von Goodnight ,

Grosser Irrtum, Liebesbezeugungen in dem Ausmass sind genau der Grund für solche Ausbrüche. Mit dem Kind wird viel zu viel geredet. Die Mutter stellt sich unter das Kind. Damit ist aber jedes Kind überfordert. 

Liebe zeigt das sicher nicht, wohl aber absolute Hilflosigkeit der Erzieher.

Kommentar von Menuett ,

Liebe zum Kind sollte immer bedingungslos sein. Kinder brauchen Liebe immer dann am meisten, wenn sie sie am wenigsten verdient haben...

Mit Liebesentzug darf man ein Kind nie bestrafen. Das geht immer schlimm aus.

Kommentar von Marya ,

Das ist mir klar, aber man darf(muss!) authentisch sein. Wenn sie mich verletzt hat erkläre ich ihr was innerlich mit mir los ist. Und warum ich mich nicht so verhalte wie sonst. Damit muss sie eine kurze Zeit leben. Das ist in meinen Augen kein Liebesentzug.

Kommentar von Menuett ,

Das ist aber nicht in Ordnung, wenn Du auf Kinderaktionen so reagierst.

Da steht man einfach drüber.

Und wenn Du das nicht schaffst, dann ist was mit Dir nicht in Ordnung und nicht mit dem Kind.

Kommentar von Nashota ,

Es gibt immer noch keine bedingungslose Liebe!

Eine Familie ist ein Haufen von Leuten, die irgendwo alle was voneinander wollen. Was schlicht und ergreifend bedeutet, dass auch Kinder etwas zu geben haben, wenn sie im Gegenzug etwas wollen. Und mit einem kompatiblen Verhalten und Auftreten sind auch Kinder nicht überfordert!

Wo Kinder zu weit gegangen sind, dürfen auch Eltern sagen und zeigen, dass sie traurig und verletzt sind!

Kommentar von Goodnight ,

@Menuett

Bedingungslose Liebe gibt es nicht, du bist nicht der Liebe Gott. Das ist einer der schlimmsten Erziehungsirrtümer.

Kein Mensch liebt einen anderen der einem ständig gegen das Schienbein tritt.

Kinder müssen wissen, dass sie von den Eltern geliebt werden, sie müssen aber auch wissen was die Eltern und das Umfeld nicht dulden.

Anerzogener Realitätsverlust ist ganz ganz übel. 

Kommentar von Menuett ,

@ Nashota und Goodnight.

Doch, es gibt bedingungslose Liebe.

Ihr habt sie ganz offensichtlich noch nie erlebt und empfindet sie als Schwäche.

Das kann man behandeln lassen.

Kommentar von Suboptimierer ,

Doch, es gibt bedingungslose Liebe.

Ihr habt sie ganz offensichtlich noch nie erlebt und empfindet sie als Schwäche.

Das kann man behandeln lassen.

Das ist Quatsch, provokant und trotzig.

Mangelnde Liebe kann man nicht behandeln lassen.

Bedingungslos jemanden zu lieben und jemanden mit seiner Liebe zu erdrücken, das zu trennen, das kann man lernen.

Kommentar von Suboptimierer ,

PS: Dass das arrogant wirkt, habe ich noch vergessen, zu erwähnen.

Kommentar von Marya ,

Egal was los ist (und ich meine wirklich egal), ich sage ihr IMMER, dass ich sie lieb habe wenn ich merke sie hat Zweifel. Auch wenn sie was anstellt. Oder eklig ist. Wenn sie meint ich würde ihren Bruder bevorzugen, stelle ich das immer klar, dass ich beide gleich liebe. Auch wenn es 100 Mal hintereinander ist.

Sollte mich das erpressbar machen ist es so. Aber das sind die natürlichen Gefühle einer Mutter und das ist eins der wenigen Sachen deren sich ein Kind immer sicher sein MUSS.

Gerade weil ich so denke/mache (und andere das auch wahrnehmen) verstehe ich ihr Verhalten nicht ...

Kommentar von Nashota ,

Meint sie, sie muss so wie ihr Bruder sein? Wieviel älter ist er?

Kommentar von Marya ,

Nein denkt sie nicht, aber sie fühlt sich halt manchmal ungerecht behandelt. Und ja, sie macht ihn (2 Jahre älter) manchmal nach, aber ohne äußeren Anstoss.

Aber er fühlt sich auch manchmal ungerecht behandelt wenn sie brav war und deshalb gelobt oder belohnt wird und er nicht - und er schreit trotzdem nicht die ganze Nachbarschaft zusammen.

Kommentar von Nashota ,

Wie ist denn das Geschwisterverhältnis untereinander? Man möchte ja meinen, dass 2 Jahre Unterschied kein Katze-Hund-Verhältnis bedeuten.

Kommentar von Marya ,

Doch im Prinzip könnte man Hass-Liebe dazu sagen - sie sind zuhause unzertrennlich und können die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Wenn Freunde dabei sind ist der andere natürlich abgeschrieben und tabu. ;)

Aber natürlich bei dem geringen Altersunterschied sind sie sich gegenseitig alles neidig, Essen, Freunde, Lob, Elternliebe, einfach alles. :P Deshalb passe ich ja so gut auf dass ich alles gerecht verteile - sofern das überhaupt möglich ist.

Und sie kommen ständig an Der hat das gemacht, ja aber die hat angefangen und umgekehrt. :P

Kommentar von Nashota ,

Hm, das ist dann weniger prickelnd. Meine Kinder sind 11 Jahre auseinander, da bin ich das "Einzelkind-Gebuhle" gewöhnt. Insgesamt habe ich aber ausgeglichen für beide Töchter erzogen. Das ist in meinen Augen aber auch normal, auch wenn einige Zeit dazwischen liegt.

Bei Kindergartenstreitereien würde ich dann sagen, sie mögen das unter sich ausmachen.

Kommentar von Goodnight ,

@Marya  Genau das ist aber der Fehler. Kinder erkennen durch das ständige Reden und Erklären gar nicht was du willst. Kinder reagieren auf Mimik, Stimme und Handeln.

Du kannst nicht zuckersüss erklären was dich ärgert, das setzt falsche Signale.

Gerade in der Neuausgabe von der Zeitschrift Eltern gibt es einen guten Artikel dazu.

Kommentar von Marya ,

Zuckersüß erkläre ich auch nicht, was mich ärgert, sondern mit dem der Situation angepassten Ernst. Kann mich nicht erinnern, wo ich sowas gesagt hätte. Ich versuche, wie gesagt, immer möglichst authentisch zu sein.

Kommentar von Marya ,

Ja sie beschwert sich zum Beispiel darüber dass sie nicht genug Spielsachen hat/bekommt. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen dass ihr Zimmer voll von Sachen ist.

Oder dass sie manchmal im Haushalt mithelfen muss (Geschirr verräumen zB.) Obwohl sie weiß dass das andere Kinder auch machen.

Das ist das einzige was sie als Argument vorzubringen hat. Und dass es den Leuten früher und auch heute noch wo anders furchtbar schlecht ging/geht wird zur Kenntnis genommen, interessiert aber nicht.

Den Kindern heutzutage muss es soooooo schlecht gehen ...

Das mit dem Heim haben wir schon mehrmals besprochen, natürlich kindgerecht. Das Schlimme ist, dass sie es WEISS. Sie kennt eine unserer Nachbarinnen, die Pflegemutter ist, und weiß, dass es da anders zugeht als bei uns, da gibts GAR kein Fernsehen, viel mehr Hausarbeit etc. Und wir kennen jemanden, der im Heim aufgewachsen ist und da einiges darüber erzählen kann.

Ist ihr alles egal. Hauptsache sie kriegt ihre Portion Mitleid von außen. Weg will sie ja gar nicht, obwohl eigentlich ja doch weil wir ja so unfair sind.

In den Garten stellen ist wirklich keine gute Idee. Vor allem könnte man mir dann vorwerfen ich würde mich nicht für sie interessieren was ja wirklich nicht der Fall ist. Ich hätte nur einfach manchmal gerne Zeugen dass ich ihr nix getan habe.

Kommentar von Suboptimierer ,

Schauen wir mal, was die anderen sagen. Einfach finde ich dein Problem jedenfalls nicht.

Kommentar von Menuett ,

Ich krich hier Schaum von den Mund.

Geh zu einer Beziehungsberatung, geh zum Jugendamt bitte um einen Familienhelfer.

Mit dem Unfug, den Du da dem Kind erzählst, kommst Du nicht weiter, du machst es nur schlimmer.

Ein 7 Jahre altes Kind kann doch mit solchen Erzählungen doch überhaupt nichts anfangen.

Du mußt eine BEZIEHUNG zum Kind haben, dann klappt das auch mit der Erziehung.

Übrigens - ich kenne da eine ganze Menge Heime (die es so im Übrigen gar nicht mehr gibt). Da wird sehr wohl Ferngesehen und so viele Hausarbeiten gibt es auch nicht für die Kinder.

@Nashota

Never ever ist hier eine Erziehungsberatung involviert.

Die Dame ist völlig merkbefreit.

Kommentar von Marya ,

Doch und die Stelle und das Jugendamt wissen voneinander.

Aber scheint so als müsstest du es besser wissen. :)

PS: Das mit dem Fernsehen bezog sich auf kein Heim. Bitte aufmerksam lesen.

Kommentar von Nashota ,

@ Menuett

Und du kannst hier wieder als Einzige die wirklichen Umstände beurteilen? Du bist doch gar nicht dabei.

Was genau die Ursache oder Begründung für gewisse Verhaltensauffälligkeiten ist, können Eltern nur mithilfe von Kinderärzten, Lehrern und weiterführend anderen Hilfen versuchen, herauszufinden.

Eltern müssen sich aber nichts vorwerfen lassen, wofür sie nichts können. Auch wenn es hart für dich klingen mag, aber manche Kinder haben von sich aus ein Rad ab.

Kommentar von Suboptimierer ,

Auch wenn es hart für dich klingen mag, aber manche Kinder haben von sich aus ein Rad ab.

Ich kenne viel häufiger den Fall, dass sich das Verhalten von Kindern durch ihre Lebensumstände erklären lässt. 

Von sich aus? Auf was soll denn ein Kind von sich aus kommen? Ein Kind wird in eine Umgebung geboren, in die es sich integriert.

Kommentar von Nashota ,

Nee, nee, nee...........man möge damit aufhören zu denken, dass Kinder nicht auch schon genau wissen, was sie tun.

Es gibt genug Eltern, die sich für ihre Kinder den Arsch aufreißen und es ist trotzdem nie genug. Solange Eltern alles tun, sind sie gern gesehen. Sobald sie aber auch mal was sagen, sind die Eltern gleich böse und gönnen ihren Kindern nichts.

Ich habe meine Erfahrungen als Mutter gemacht und mache sie noch. Und ich habe schon lange damit aufgehört, mich als reine "mach mal-Mutter" zu fühlen oder behandeln zu lassen. Wer was will, hat auch was zu tun.

Bei mir hat es im Gegenverkehr zu laufen.

Kommentar von Suboptimierer ,

Kinder probieren gerne viel aus. Sie sind neugierig und müssen die Welt kennen lernen. Das haben alle gemeinsam.

Jetzt stell dir eine große Styroporwand vor. Das Kind probiert am linken Ende, durch zu kommen, am rechten, in der Mitte und je nach Typ der Eltern kommt es irgendwo durch. Manchmal ist es festes Styropor, sodass es den Kindern schwer fällt. Manchmal kommen sie leicht durch. Manchmal kommen sie nur an einer Stelle durch, manchmal fast überall.

Liegt es jetzt an der Wand oder am Kind, wenn das Kind die Wege nutzt, die es gefunden hat?

Wenn ein Kind auf sich bei den Nachbarn aufmarksam macht, dann ist es entweder ein erstes Abklopfen der Wand an dieser Stelle oder dort ist bereits ein Loch, durch das es versucht, (wie gewohnt) zu schlüpfen.

Kommentar von Nashota ,

Die Welt entdecken hat nichts damit zu tun, sich wie die Axt im Walde aufzuführen, wenn etwas nicht in den Kram passt.

Und sinnfreies Rumgeschreie ist nur völlig gaga.

Antwort
von Steffile, 123

Ihr fuehrt gerade einen Machtkampf, und wie ich kleine Maedchen so kenne (habe auch eine Tochter, LOL), wirst du nicht als Gewinner daraus hervorgehen. Der Trick ist, Machtkaempfe gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Du erwartest Respekt, aber gibst du ihn auch? Sein Kind waehrend eines Streits zu filmen und es in sein Zimmer "bringen" finde ich ehrlich gesagt recht respektlos.

Schau mal, kann es sein, dass deine Tochter genau das gleiche ueber dich denkt wie du ueber sie?: 

"Angeblich hat sie mich ja soooo lieb, sagt sie zumindest allen. Aber verhalten tut sie sich ganz anders, oft richtig überheblich und ablehnend ohne ersichtlichen Grund. "

(Kinder sind sehr oft unser Spiegel.)

Kommentar von Marya ,

Wie schon an anderer Stelle geschrieben schicke ich sie nur in ihr Zimmer seit ich weiss dass sie sonst zu sämtlichen Nachbarn geht um sich über uns zu beschweren.

Und das mit dem Video ist erst seit letztem Mal so. Sie kann sich nämlich danach an nichts mehr erinnern ausser dass ich sie unfair behandle. So habe ich wenigstens einen Zeugen. Und ich hab auch schon oft gelesen dass man den Kindern ihr eigenes Verhalten zeigen soll indem man es aufzeichnet.

Es mag sein dass sie ähnlich denkt wie ich, aber ich versuche wirklich mein Bestes um eine gute Mutter zu sein und bin für sie ein offenes Buch. Ich erkläre ihr immer wenn ich nicht kann wie ich will dass ich zB. gestresst bin und kurz Ruhe brauche und entschuldige mich, oder wenn ich gerade nicht helfen kann ob sie bitte kurz warten kann.

Vielleicht ist das genau der Fehler? Dass ich mich so authentisch zeige ... wie oben bemerkt ... macht mich das angreifbar? Vielleicht bin ich zu wenig Mutter und lasse mich zu viel in Frage stellen durch dieses Verhalten?

Obwohl viele Bücher sagen dass dieses Verhalten richtig sei ...

Kommentar von Nashota ,

Dich so zu zeigen, wie du bist, ist gut und richtig, denn du bist nicht nur Mutter, sondern auch ein Mensch mit eigenen Gefühlen, Gedanken, Sorgen und Problemen.

Eltern dürfen auch mal müde, traurig oder beschäftigt sein und müssen nicht wie ein Aufziehpüppchen funktionieren. Kinder müssen auch lernen, dass Wünsche nicht immer auf der Stelle und sofort Erfüllung finden.

Kommentar von Marya ,

Hätte ich auch so gedacht und gesehen aber offensichtlich gibt es da auch andere Meinungen ... wie gesagt, ich bin ziemlich selbstkrititsch. :)

Würde mich interessieren was die anderen Leute in ihrem Leben anders gemacht haben oder machen würden in meinem Fall.

Kommentar von Nashota ,

Ich würde an deiner Stelle zum Kinderarzt gehen und da abklären lassen, ob hinter ihrem auffälligen Verhalten keine Krankheit steckt, wie eben AD(H)S oder Asperger.

Desweiteren arbeite ich gern mit Bildern zur Veranschaulichung. Im Spielzeugarsenal finden sich sicher Bausteine und vielleicht auch ein Spielzeugauto. Die können dazu genutzt werden, ein Verhalten deutlich zu machen.

Du sagst deiner Tochter, ihr Beide baut mal einen Turm. Je höher, desto besser. Und dann kommt das Auto und fährt gegen den Turm. Er kippt um. Ihr baut ihn wieder auf und das Auto fährt wieder dagegen. Und nochmal dasselbe.

Und dann sagst du zu deiner Tochter: "Siehst du, mein Schatz. Der Turm stand nur da. Und das Auto fährt ihn einfach um. Findest du das in Ordnung, wenn das Auto das immer macht? Wenn du immer so rumschreist, obwohl es gar keinen Grund dazu gibt, fühle ich mich wie der Turm."

Ich würde mich definitiv nicht auf Zehenspitzen bewegen. Meiner Meinung nach hat sich jedes Familienmitglied einzuordnen, dazu gehören auch Kinder. Es sollte in jeder Familie Regeln und Strukturen geben, nach denen sich alle zu richten haben.

Und solange keiner gezwungen wird, mit Anlauf in ein Kaktusfeld zu springen, ist keiner mit diesen aufgestellten Familienregeln überfordert.

Kinder haben einfach zu lernen, dass sie Teil des Ganzen sind und nicht diejenigen, die das Tempo bestimmen.

Kommentar von Menuett ,

Jedes Kind ist anders. Sie in eine Form zu pressen und ihre individuellen Fähigkeiten nicht nutzen zu können, ist eine Form von Mißhandlung.

Kinder haben einfach zu lernen, dass sie Teil des Ganzen sind und nicht diejenigen, die das Tempo bestimmen.

Kinder haben einfach zu lernen, dass sie Teil des Ganzen sind und nicht diejenigen, die das Tempo bestimmen."

Kommentar von kiniro ,

Aber Kinder sollen funktionieren?

Nee - DU brauchst darauf nicht zu antworten.

Kommentar von Nashota ,

Versuche es aus Versehen mal mit verstehen, was du liest. Tut nicht weh, versprochen.

Kommentar von Steffile ,

Lass Buecher... ehrlich. Und Sachen wie 'angreifbar' gehoeren in die Bundeswehr, nicht in eine Familie.

Ich habe nach allem was ich inzwischen gelesen habe, den Eindruck, dass du eine etwas hilflose Mutter mit besten Absichten bist, die gerade in einem Wirbel steckt, aus dem sie nicht mehr richtig heraus sehen kann. Geht uns allen mal so^^ 

Ich habe auch den Eindruck, dass da ein gewisser Stress bei dir allgemein ist. Wie sieht es in eurer Ehe aus? Bekommst du Anerkennung auf der Arbeit? Hast du (nicht-digitale) Freundinnen, mit denen du mal plaudern kannst? Machst du auch mal was nur fuer dich? (Brauchst du hier nicht zu beantworten, nur dir selbst.)

Aus allen was du schreibst, scheint mir deine Tochter sehr normal, sie reagiert genau in der Situation, wie es von einem gesunden Kind zu erwarten waere. Du bist die Erwachsene und musst die Situation entschaerfen, und es kann sein, dass du ein bisschen weniger verbissen und ein bisschen humorvoller sein musst.

Kommentar von Marya ,

In meinem Umfeld und meiner Ehe sieht es gut aus. Was mir Sorgen macht war die Vergangenheit (wie gesagt ihr Vater ...). Ich hab mich getrennt weil ich das im Namen von den Kindern nicht länger ertragen konnte/durfte. War eine schwierige Zeit. Ist an uns allen nicht spurlos vorübergegangen. Deshalb ja auch das vermehrte Verständnis meinerseits an ihrem Verhalten, was man aber so trotzdem nicht akzeptieren kann.

Deshalb ist sie auch in der Beratungsstelle, wie gesagt, um das aufzuarbeiten ... wenn sich das Gröbste mal gelegt hat werde ich die beiden auch in eine professionelle Kinderpsychologie schicken. Aber jetzt sollte erst mal Ruhe und Alltag und Sicherheit einkehren. Wenns denn so einfach wäre.

Kommentar von Steffile ,

Viel Erfolg, und wie gesagt, auch mal lachen. Zum Glueck sind Kinder sehr resilent.

Kommentar von TrudiMeier ,

Obwohl viele Bücher sagen dass dieses Verhalten richtig sei ...

Als allererstes solltest du mal alle Bücher und Erziehungsratgeber auf den Müll werfen. Der ganze Kram bringt nämlich überhaupt nix. Kinder lassen sich nicht nach Büchern und Ratgebern erziehen, schon weil Kinder sich nun mal nicht nach Büchern verhalten. Für die einen mag es zutreffen, beim Großteil sicherlich nicht.

Antwort
von kiniro, 109

Ich versuche mal deine Sache auseinander zu dröseln:

Wenn ich ihr allerdings sage dass ihr Verhalten in speziellen Situationen nicht okay ist oder sie bestrafe (zBHausarrest bis zum Abend) kann sie total austicke
Wärst du begeistert, wenn dich einer bestrafen würde?

ie fühlte sich letztens ungerecht behandelt und hat vor dem offenen Fenster laut angefangen zu weinen damit das auch alle Nachbarn hören und gelaufen kämen um sie zu bemitleiden weil sie ja so böse Eltern hat.

Beschwerst du dich nicht gerade bei anderen über deine Tochter?
Denke bloß nicht, dass das etwas anderes ist.

Daraufhin hab ich sie ruhig und nett aufgefordert, in ihr Zimmer zu gehen bis sie sich beruhigt hat, bzw. hab sie dann hingebracht nachdem das ewig gedauert hat. Daraufhin hat sie mindestens eine halbe Stunde wie am Spieß um Hilfe geschrien, ich würde sie einsperren usw. Sie hat auch nochmal den Kopf aus der Zimmertür gestreckt damit sie besser gehört wird und ich hab ihr dann (nachdem ich von ihr angefahren wurde wie unfair ich sei, dass ich sie verarscht hätte etc., hab ich alles auf Video) nochmal ganz ruhig erklärt was Sache sei. Ich würde sie nicht einsperren, sie soll bitte nur in ihrem Zimmer bleiben bis sie sich beruhigt hätte. Die Tür sei ansonsten jederzeit offen.

Das ist egal, denn ich kann mir gut vorstellen, dass sie mit feinen Antennen gespürt hat, dass du innerlich nicht so ruhig warst.
Für sie ist es ein Einsperren.
Dass sie dich für unfair hält, kann ich bei deinem Verhalten - sie abschieben, weil sie nicht lieb in deinen Augen verhält, auch verstehen.
Gehst du auch in dein Zimmer, wenn du dich über irgendetwas aufregst?

Liebe und Zuneigung? Ganz ehrlich - die kann ich in deinem Verhalten gegenüber deiner Tochter nicht erkennen.
Du gibst diese doch anscheinend nur, wenn sie artig ist und dir nach dem Mund redet.

Überlege mal, den ganzen Erziehungsdreck sein zu lassen und dafür an deiner Einstellung bezüglich Umgang mit Kindern zu arbeiten.

Du verlangst, dass sie Grenzen respektiert.
Leider machst du das überhaupt nicht.

www.diephysikvonbeziehung.wordpress.com

Kommentar von Steffile ,

Beschwerst du dich nicht gerade bei anderen über deine Tochter?

Wie richtig.

Kommentar von Marya ,

Nein ich suche euren Rat, wie ich mich am besten verhalte. :) Wo ich eurer Meinung nach meine Grenzen abstecken darf.

Und ja, natürlich wenn ich sauer bin geh ich in mein Zimmer und rege mich da ab indem ich mich zB. ins Bett lege, mir die Decke über den Kopf ziehe oder mir einen Film anschaue und schrei nicht in der Wohnung herum. :D

Wenn du findest ich bin nicht liebevoll zu ihr ist das schade, aber so richtig beurteilen kannst du das von hier wohl nicht. Ich bin jedenfalls sehr selbstkritisch und nehme konstrutkive Kritik immer an. :)

Manche sagen sie hätte dieses Verhalten von ihrem leiblichen Vater, der hat mich auch immer behandelt wie der letzte Dreck.

Kommentar von Nashota ,

Also ist dein Mann nicht ihr Vater?

Kennt sie ihren leiblichen Vater und hat Kontakt zu ihm?

Kommentar von Marya ,

Ja kennt sie. Er ist manchmal für sie da und manchmal nicht. Sie liebt ihn über alles und idealisiert ihn wie viele Scheidungskinder. Ich freue mich wenn es ihr damit gut geht.

Kommentar von Nashota ,

Und sie hat mitbekommen, wie er dich behandelt hat? Wie lange seid ihr getrennt?

Kommentar von Marya ,

Ja leider. Mein Sohn und ich waren die Leidtragenden. Mein Sohn war mit 6 schon ein Versager und als zukünftiger Verbrecher ("sonst wird ja eh nix aus dir") für ihn abgestempelt weil er in der Schule zurückgestuft wurde. Als die Kleine dann auch noch angefangen hat ihren Bruder fertig zu machen (was sie jetzt leider immer noch versucht, aber wie gesagt, es wird besser) und ich bemerkt hab dass mein Sohn genausoviel Angst hat wie ich vor meinem Ex hab ich wie gesagt da einen Schlussstrich gezogen.

Die Kleine war immer die Prinzessin die ausnahmslos alles richtig gemacht hat. Bin ich ihr nicht neidisch (auch wenn ich jetzt gerade selbst finde es klingt so Oo) nur ich fürchte es hat keinen guten Einfluss auf sie gehabt. :(

PS: Oh, getrennt sind wir seit 2 Jahren.

Kommentar von Nashota ,

Ein wahrlich ungewöhnliches und nicht wirklich soziales Verhalten. Umso mehr würde ich den Kinderarzt kontaktieren.

Kommentar von Menuett ,

Manche sagen sie hätte dieses Verhalten von ihrem leiblichen Vater, der hat mich auch immer behandelt wie der letzte Dreck.

Ich wiederhole mich:

Eine 7jährige, die sich so benimmt, da ist mehr im Argen als Du vermutest.

Das hier geht nicht vom Kind aus. Die Mutter ist das Problem.

Kommentar von Marya ,

Wenn du meinst. Bloss beantwortet das weder meine Frage noch hilft mir das sonst irgendwie weiter. :)

Kommentar von kiniro ,

Dir gefällt es bloß nicht, dass ich deine Tochter verstehen kann.

Kommentar von Marya ,

Doch ich freue mich wenn sie jemand versteht. :) Auch wenn das nicht die Frage war weswegen ich da bin.

Bestimmtes Verhalten muss - unter Berücksichtigung der Gründe dafür - bestimmte Konsequenzen haben (dürfen). Das war die Frage.

Kommentar von Nashota ,

Die Mutter ist das Problem

Das ist nur eine dumme und arrogante Aussage!

Kommentar von kiniro ,

Und du hast wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Kommentar von Nashota ,

Nein, ich weiß auch nicht alles.

Nichtdestotrotz habe ich einige Erfahrung mit Kindern mit auffälligem Verhalten, wo die Eltern nicht ursächlich anzuklagen sind.

Neben verhaltenstechnisch auffälligen Krankheiten gibt es eben auch Kinder, die der Meinung sind, es müsse sich alles um sie drehen.

Narzissten gibt es auch unter Kindern.

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOGNITIVEENTWICKLUNG/Egozentrismus.shtml

Man kann aber daran arbeiten.

Kommentar von Nashota ,

Narzisstische Geschwister

Narzisstische Geschwister gehen in der Regel selbstbewusst ihren Weg. Sie wissen schon sehr früh, was sie wollen und lassen sich nicht beirren. Haben sie eher nachgiebige und schwache Eltern, so werden sie ihren Freiraum entsprechend ausnutzen und die Grenzen überschreiten. Ihre narzisstische Veranlagung wird sich hierdurch eher verstärken. Haben sie hingegen sehr strenge Eltern, die womöglich selbst eine narzisstische Persönlichkeitsstörung entwickelt haben, dann werden regelmäßige Auseinandersetzung und Machtkämpfe an der Tagesordnung sein. Möglicherweise gibt das Kind gegenüber den Eltern nach, aber nur, um dann seinen Interessen heimlich nachzugehen. Die Ursachen für die Bildung einer narzisstischen Persönlichkeit liegen in einer Kombination der individuellen Veranlagungen des Kindes sowie der Erziehungsweise der Eltern, die gekennzeichnet sein kann durch zu wenig Aufmerksamkeit und Liebe oder zu viel Zuwendung und Verwöhnung.

Im Folgenden werden einige typischen Eigenschaften genannt:

Es muss stets im Mittelpunkt des Geschehens stehen

Es wird sich Privilegien gegenüber den Geschwistern erkämpfen

Es wird in der Schule, im Sport oder einem anderen Hobby außergewöhnliche Leistungen erbringen

Es wird die Wünsche der Eltern charmant ignorieren, wenn es andere Vorstellungen hat

Es geht nicht ehrlich mit den Eltern um

Es wird die Geschwister für die eigenen Zwecke misshandeln

Werden die Geschwister bevorzugt, wird es neidisch und reagiert zornig

Es wird wütend, wenn seine Geschwister besser sind

Es kann geschickt den Geschwistern unangenehme Aufgaben schmackhaft übertragen

Es wird seine Geschwister bei den Eltern anschwärzen oder es erpresst die Geschwister, es nicht zu tun, wenn es dafür etwas bekommt.

Es kann seine Wünsche immer wieder bei den Eltern oder in der Familie durchzusetzen

Es nimmt freiwillig keine Pflichten in der Familie wahr, dies überlässt es den Geschwistern

Auf der anderen Seite kann es sich auch heldenhaft gegenüber Dritten für seine Geschwister einsetzen, wenn es sich selbst einen Vorteil davon verspricht

Es nimmt bereits früh z.B. in der Schule eine Anführer-Funktion wahr

Es hat das Talent, Menschen um sich zu scharen und an sich zu binden

Kommentar von Marya ,

Ich erkenne beides bei beiden. Wahrscheinlich hat er zu wenig bekommen und sie zuviel und da sich das nach der Trennung jetzt ausgleicht ist das Verhalten bei beiden manchmal ausserhalb der Norm. Zumindest könnte ich mir das so erklären ...

Immerhin schreit er nicht um Hilfe wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Das macht halt sie weil sie nicht mehr bevorzugt wird ...........

Ist eine schwierige Sache ...

Kommentar von Nashota ,

Das macht halt sie weil sie nicht mehr bevorzugt wird ...........

Genau das muss sie aber lernen, dass eben keiner bevorzugt wird in einer Gemeinschaft. Alle sind gleichviel wert.

Kommentar von Menuett ,

Sicher sind alle gleich viel wert.

Aber natürlich werden da bei jedem Mensch Riesenunterschiede gemacht.

Menschen sind nicht gleich und dürfen nicht gleich behandelt werden.

Kommentar von kiniro ,

In welcher Traumwelt lebst du denn?

Gerade in unserer Gesellschaft gibt es sehr starke Bevorzugung der einen Personen(gruppe) und extreme Benachteiligungen anderer Gruppen.

Antwort
von Menuett, 126

Wende Dich an eine Erziehungsberatung oder das Jugendamt.

Eine 7jährige, die sich so benimmt, da ist mehr im Argen als Du vermutest.

Kommentar von Marya ,

Ist mir klar ... mit beiden hab ich schon Kontakt, in die Erziehungsberatung geht sie einmal pro Woche damit sie erzählen kann was sie beschäftigt (auch über uns schimpfen, da wärs mir egal), aber da gibt es nie Auffälligkeiten, wie gesagt. Da sagt sie nur dass sie uns lieb hat, erzählt übers Essen, die Schule ... zuhause ist sie meistens ganz anders ... in der Schule mittlerweile auch wenn sie nicht im Mittelpunkt steht.

Am Anfang denken alle dass sie das liebste Mädchen ist bis sie sie kennen ...

Kommentar von Menuett ,

Sag mal...

Kinder gehen nicht zu Erziehungsberatungen.

Da gehen Eltern hin, dort werden sie über Erziehung beraten und informiert und bekommen Strategien für den Umgang mit Kindern an die Hand.

Da Du hier ganz offensichtlich lügst, dürfte Deine Tochter wohl zu Recht um Hilfe rufen und die Nachbarin geht hoffentlich bald zum Jugendamt.

Kommentar von Nashota ,

Na sicher sind Kinder auch bei Erziehungsberatungsstellen!

Erst wird mit den Eltern gesprochen, dann wird mit den Kindern alleine gearbeitet, während die Eltern draußen warten und später werden sie wieder dazugerufen, um gemeinsam über die Ziehe zu sprechen, die angesteuert werden sollen.

Kommentar von Menuett ,

Das läuft gesichert nicht so ab, wie die TE das hier angibt...

Kein Kind geht therapieartig in eine Erziehungsberatung.

Die ist in der Hauptsache für die Eltern.

Kommentar von Nashota ,

Und das tun Kinder doch.

Es nützt nämlich herzlich wenig, über die Kinder zu reden. Mit ihnen reden muss man. Und das wird da getan.

Die Eltern werden definitiv auch mit einbezogen. Aber Kinder kommen da auch regelmäßig und ohne Beisein der Eltern zu Wort.

Kommentar von Marya ,

Ja ich frage dann halt nach den Sitzungen bei der Betreuerin nach ob sie etwas besprochen hat was wichtig ist oder "nur" erzählt hat wie es ihr in der Schule/in den Ferien ergangen ist.

Die Beraterin hat sich unsere Familie vor dem Beginn der Beratungen ein paar Mal angesehen und gefunden dass sie mir erziehungstechnisch wohl nichts sagen kann was ich nicht schon weiss. Und ich habe sie gebeten mit meiner Tochter näher zu besprechen was sie belastet usw. und ihr auch genau geschildert wie ihr Verhalten manchmal ist ...

Das ist der aktuelle Stand ...

@Nashota: Danke dass du mich wenigstens nicht der Lüge bezeichnest. Du scheinst dich in dem Gebiet auszukennen. :)

Kommentar von kiniro ,

Schön für dich, dass du eine Person gefunden hast, die dir nach dem Mund redet bzw. schreibt.

Kommentar von Nashota ,

Ach, @ kiniro, deine Sicht auf Erziehung ist doch auch nicht das Wahre. Von wegen, Kinder brauchen keine Erziehung und Schule.

Ich rede niemandem nach dem Mund. Ich bin nur realistisch.

Kommentar von kiniro ,

Dann kennst du halt keine Freilerner und kannst somit bei dem Thema "Schule ist überflüssig" nicht mitreden.

Aber was erzähle ich Leuten wie dir und der TE - ihr seid ja so in eurer kleinen Welt gefangen, dass ihr es noch nicht einmal für eine Sekunde schafft, einen Blick über den Rand eures Puppenuntertellers zu riskieren.

Kommentar von Nashota ,

Keine Angst, ich kenne freie Schulen und ich kenne deren Konzept. Auch wenn es da weniger starre Regeln gibt, als an den staatlichen Schulen, haben auch da die Schüler zu lernen und ihr Pensum an Aufgaben zu erledigen. Mit nur "backe-backe-Kuchen" ist es auch da nicht getan.

Du bist in deiner kleinen Welt gefangen, in der Kinder regellos aufwachsen sollen. Nun, dann hab ich eine bittere Nachricht für dich: Die Erwachsenenwelt hat auch ihre Regeln und Strukturen.

Wer da meint, immer wieder einbahnstraßenverkehrt fahren zu können, weil er nicht einsieht, dass er das nicht darf, wird sich manch derbe Beule holen.

Und ewige Querulanten werden gemieden, weil sie anstrengend und nervig sind.

Kommentar von Menuett ,

Nein, "zu lernen" haben da Schüler nicht.

Die wollen lernen.

Aber das kapierst Du eh nicht.

Kommentar von Nashota ,

Stell dir vor, lernen wollen sehr viele Kinder auch an staatlichen Schulen. Und sie tun es auch. ;-))

Versuche dich in besseren Argumenten, hm?

Kommentar von Nashota ,

@ Marya

Tu ich. Und es ist immer eine Stärke, wenn man sich Hilfe sucht.

Was die Vergangenheit mit deinem Ex angeht, könnte ich auch aus eigenen Erfahrungen was beitragen. Aber ich beschränke mich darauf, dass du in meinen Augen das Richtige tust.

Die Seele ist eine komplexe Sache, die ihre Verletztheit auf vielerlei Weise zum Ausdruck bringt. Und sollte nichts Organisches vorliegen, was ich trotzdem abklären lassen würde, kann man sich ja dann auf die Psyche konzentrieren.

Mich verwundert es dabei aber etwas, dass deine Tochter sich was "abgeschaut" haben sollte von deinem Ex. Kinder haben bei aggressivem Verhalten eigentlich eher Angst und wollen die Mama dann auch beschützen. Viele suchen ja dann auch regelrechte Nestwärme, indem sie nachts im Bett der Mutter schlafen wollen oder insgesamt besonders anhänglich sind.

Mir passt das Verhalten nicht dazu. Zumal, wenn sie auch in der Schule versucht, ihr Ding zu machen, wenn sie keine Lust mehr hat. Das "eigenwillige Persönchen", wie du es nanntest, ist ihr Charakter, nicht das eines Elternteils.

Kommentar von Marya ,

Er war halt ähnlich wie sie jetzt ist - hat den Kindern ständig gepredigt, wie wichtig die Mutter ist und dass man sie in jedem Fall respektieren muss. Und mich dann trotzdem bei jeder Gelegenheit vor ihnen fertig gemacht, mir die Schuld für sein eigenes Versagen gegeben, für das Scheitern seines Lebens im Allgemeinen usw. Er hat auch immer gesagt alles was (bei den Kindern, in unserer Beziehung etc.) gut sei komme von ihm und was schlecht sei von mir. Ich hab gelesen das sei typisch für *solche Leute*. Hat oft autoaggressives Verhalten an den Tag gelegt - das hat wiederum mein Sohn übernommen. Aber seit der Trennung ist das Gott sei Dank immer seltener geworden und schliesslich so gut wie nicht mehr vorgekommen. 

Deshalb bin ich mir da nicht sicher ob das (schon in dem Alter) ihr Charakter ist oder erlerntes Verhalten. Vielleicht muss sie sich wieder umlernen dass man Menschen nicht nur vom Sagen her respektvoll behandeln und auch für seine Fehler geradestehen müssen muss?

Kommentar von Nashota ,

Wie ich schon sagte, haben Kinder eigentlich sehr feine Antennen, auch oder gerade, was die Gerechtigkeit angeht. Und man lernt ihnen ja nicht nur im Elternhaus, was sich gehört und was nicht, sie lernen es ja auch im Kindergarten, in der Schule oder untereinander mit Freunden beim Spielen.

Ausnahmen gibt es sicher auch auf dem Gebiet, aber sehr viele Kinder kennen den Unterschied zwischen gut und böse.

Deine Tochter ist 7 Jahre. Man sagt, dass mit Schuleintrittsalter die Denk-und Verhaltensmuster anfangen, sich zu ordnen. Sie sind keine Kleinkinder mehr, werden immer selbstständiger und sie lernen im neuen Verband auch neue Dinge kennen.

Sicher wird das Verhalten deines Ex Einfluss genommen haben. Verwunderlich ist aber, dass es in dieser negativen Form passiert. Wurde sie natürlich immer hofiert, hat sich das auch irgendwo festgesetzt.

Deshalb muss ihr jetzt dringend klargemacht werden, dass sie nicht die Königin ist, der alle den Arsch hinterhertragen müssen, sondern ein einfaches Mädchen, was Teil einer Familie ist.

Antwort
von freakedgirl, 64

Eine ... nein zwei ganz eindringliche Fragen an dich:

Wann hast du deiner Tochter das letzte Mal in den Arm genommen, sie gestreichelt, mit ihr geschmust und ihr gesagt, wie lieb du sie hast ... und zwar aus Überzeugung?

Wann hast du wirklich Zeit mit ihr verbracht, die nur ihr gehört, mit ihr gebastelt, ihr die Welt erklärt, ihr etwas vorgelesen, mit ihr gekocht oder gebacken oder mit ihr gesungen?

Merkste selber ... oder? Kinder brauchen Aufmerksamkeit, Toleranz, Konsequenz in der Erziehung (Grenzen aufzeigen) und gaaanz viiieeel Liebe!

Kommentar von Marya ,

Ersteres - vor 15 Minuten erst, beim Schlafengehen. Zwar noch immer nicht so herzlich wie sonst aber trotzdem ehrlich und aus Überzeugung weil sie mich lieb gefragt hat und ich gefühlt hab dass ihr was dran liegt. Ist normalerweise unser Abendritual und wird nur in ganz krassen Ausnahmesituationen ausfallen lassen.

Zweiteres tu ich jeden Tag mindestens dann wenn sie in meinem Zimmer ihre Hausübungen macht. Sie braucht da nämlich immer ewig zu. Und auch zwischendurch oft. Wie auch übrigens Welt erklären, außer mitten beim Essen erkläre ich immer alles. ;)

Kommentar von kiniro ,

Ich habe das Recht ausgenutzt, dass nach 30 Minuten Schluss mit den Hausaufgaben ist.

Unabhängig davon, ob sie fertig waren oder nicht.

Zudem machen Hausaufgaben nicht klüger, sondern bringt oft nur noch mehr Frust in die Familien.

Zudem finde ich es paradox, dass Eltern nachmittags als unbezahlte Hilfslehrer fungieren sollen.

Kommentar von Nashota ,

Oje...........

Hausaufgaben dienen der Festigung und Übung des Stoffs.

Ich will nicht wissen, wie rot immer das Hausaufgabenheft deines Kindes war, weil du einfach so bestimmt hast, dass jetzt Schluss mit Hausaufgaben ist. Du warst sicher der Liebling der Lehrer deines Kindes...........

Dein Thema "Asperger" spielt da nicht zufällig rein? Du machst deine eigen Regeln?

Kommentar von Menuett ,

Ich habe auch so gehandelt wie Kiniro.

Und die beiden Ältesten haben beide ein Einserabitur.

GsD waren sie meist an einer Schule, die mit mit grün arbeitet und nicht mit rot.

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