Frage von Northweek, 105

Titulierungsankündigung vom Inkasso, was tun?

Hallo Gemeinde :)

Im April konnte ich aufgrund eines nicht ausreichend gedeckten Kontostandes eine Rechnung von Amazon über 230€ nicht bezahlen. Leider geriet dies natürlich schnell in Vergessenheit.

Daraufhin habe ich 2 Mahnungen bekommen (wie mir von Amazon später mitgeteilt wurde), jedoch nur per email, und diese lese ich nicht besonders oft.

Daraufhin folgte dann ein Schreiben der infoScore Forderungsmanagemant per Post, welches mich erst nochmal an den offenstehenden Betrag errinerte, ich mich umgehend bei Amazon telefonisch meldete und nochmal um eine Zusendung der offenen Posten + Mahngebühren bittete.

Diese Rechnung habe ich dann auch prompt am selbigen Tag beglichen.

Leider folgte kurze Zeit später wieder ein Brief des Inkassos bei dem nur noch die Kosten für verschiedene Dinge aufgelistet wurden, jedoch die Hauptforderung auch als beglichen stand.

Nun rief ich wieder bei Amazon an und fragte warum es noch Rückstände gibt, zumal ich mit Amazon selber alles geklärt habe und mir bestätigt wurde, dass in meinem Kundenkonto alles OK ist. Wieder kam die Antwort, es gäbe keine offenen Rückstände und auch keine aktuelle Forderung ihrerseits.

Nundenn habe ich dem Inkasso ein Schreiben gefaxt welches Ihr schildern sollte, dass von Amazon her keine Forderungen oder sonst was offen sind und ich nicht nachvollziehen kann warum sie sich in dem Brief darauf beziehen von der Amazon EU S.a.r.l. "beauftragt" worden zu sein immer noch offene Posten in Höhe von ca. 70€ zu begleichen obwohl die mir ja zusagten es sei alles i.O. und ausdrücklich geschrieben, den die gelisteten Kosten nicht anzuerkennen.

Dann habe ich mich natürlich im Internet etwas belesen, wobei oft gesagt wird man könnte einfach nicht reagieren und meistens gibt es das Inkassobüro auf Geld zu fordern.

Das habe ich ausprobiert und hatte nun wirklich seit Juni Ruhe. Doch heute kommt erneut ein Schreiben mit einer "Titulierungsankündigung" mit dem Satz: "....,haben wir heute von der Amazon EU S.a.r.l. den Auftrag erhalten, einen gerichtlichen Mahnbescheid gegen Sie bis spätestens 28.08.2016 zu beantragen."

Dabei unten noch die Anmerkung ich könnte mit dem Beigefügten Barzahlschein im nächsten Rewe oder DM anonym den Betrag ausgleichen.

Soll ich das jetzt ernst nehmen?? Im Rewe eine Forderung der Amazon EU S.a.r.l. begleichen?

Und was nun.... Eben bei Amazon in der Kundenhotline wurde mir nun gesagt man könnte nicht sehen ob alle Rechnungen beglichen sind, auf meine Frage warum Sie gegen mich gerichtlich vorgehen wollen sagte man mir ich muss mit dem inkassobüro sprechen.

Ich habe aber keine Lust mit denen zu sprechen, weil ich vermute jegliche Kommunikation könnte mir in meiner bisherigen Hartnäckigkeit zum Verhängnis werden, in dem das Inkasso das Telefonat als Zugeständnis hinstellt.

Für Ratschläge bin ich sehr dankbar!

Northweek

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 54

Ich denke es wäre in der Tat am sinnvollsten beim Inkassobüro anzurufen, solange in der Zahlungsaufforderung nicht genau aufgeschlüsselt ist, wofür Du denen angeblich noch was schuldest.

Bei dem Betrag gehe ich nämlich stark davon aus, dass die gerne noch Inkassokosten von Dir hätten. Diese können von Großunternehmen wie Amazon grundsätzlich nicht mit Erfolg eingeklagt werden. Sollte das Inkassobüro Dir nicht aufschlüsseln wollen, wie sich die angeblich noch offene Forderung zusammensetzt, dann würde ich erst einmal nichts zahlen.

Sofern tatsächlich Post vom Gericht kommt ist es natürlich wichtig unmittelbar Widerspruch gegen einen Mahnbescheid einzulegen.

Abgesehen davon fordern Inkassobüros regelmäßig zu viel Gebühren ein. Im Regelfall schreiben sie nur ein einfaches Mahnschreiben, wofür eine Gebühr von ca. 21 € mit Steuern und Auslagen gesetzlich vorgesehen ist. Also selbst wenn ein Anspruch auf die Kosten bestünde, dann jedenfalls nicht in der geltend gemachten Höhe.

Antwort
von Northweek, 41

Nein leider habe ich natürlich nichts schriftlich von Amazon. War jeweils per telefon geregelt worden.

Ich habe an Amazon das Geld für die erhaltene Ware bezahlt + ein paar Euro die sie auflisteten für die Mahnungen.

Genau weiß ich es nicht mehr, auch in dem Fall kam die letzte Rechnung per
email, das war aber telefonisch abgesprochen, jedoch ist diese Email
gelöscht.

Die Infoscore will nur noch, wie auf dem letzten
Schreiben schon, irgendwelche Verwaltungs und Mahngebühren, Post,
Telefon... usw. genau 71.64€.

Auf der aktuellen Titulierungsankündigung steht nur "71,64€ aus Rechnung(en)"

Im letzten Schreiben war es genauer aufgelistet, müsste es nochmal raussuchen wenn das nötig ist.

Ich hab keinerlei Erfahrung mit sowas, einen Mahnbescheid habe ich auch
noch nie bekommen, und wenn man damit nicht umzugehen weiß dann wirds
einem doch schon komisch.

Falls ich wirklich in einen Rechtsstreit geraten sollte, steht mir dann das Inkassobüro oder die Amazon gegenüber, von der die Sache ja angeblich ausgeht?

Was mich halt fuchst ist, das ich das mit Amazon sofort geklärt hatte. Mit nur einem kurzen Telefonat, und nun muss ich an eine andere Firma (sofern es soweit kommt) 70€ bezahlen für 3 Briefe.

Ich glaubte auch anfangs ich könnte es mit Amazon regeln und die melden dann dem Inkasso, das alles erledigt ist, aber irgendwie stehen hier Gläubiger und Inkasso kaum in Verbindung?!

lg

Antwort
von franneck1989, 46

Was hast du denn bereits an Amazon bezahlt?

Was für einen Betrag fordert das Inkasso noch? Aufgrund des Betrages von 70,- gehe ich davon aus, dass es sich lediglich um die Inkassogebühren handelt, richtig?

Wenn die Hauptforderung bei Amazon beglichen wurde, kannst du einem Mahnbescheid gelassen entgehen sehen. Dann brauchst du nur das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu setzen und das ganze ans Gericht zurück zu senden.

Kommentar von marcussummer ,

Wenn in dem Mahnbescheid nur die Inkassokosten geltend gemacht werden, würde ich mir gut überlegen, ob ich da Widerspruch einlege. Die dürften wegen des Verzugs zumindest dem Grunde nach berechtigt geltend gemacht werden.

Kommentar von franneck1989 ,

Inkassogebühren sind im Zusammenhang mit geschäftserfahrenen Unternehmen wie amazon nicht durchsetzbar.

Ich kenne keine vergleichbaren Fall, wo diese dann nach Widerspruch noch erfolgreich eingeklagt wurden.

Insofern ist das völlig unbedenklich, einfach zu widersprechen.

Kommentar von Northweek ,

Was passiert denn wenn da tatsächlich ein Mahnbescheid kommt, ich kreuze an, dass ich das ganze ablehne!? Jedoch kommt es dann zur Klage? Denn zumindest in einem haben die ja Recht, ich war kurzzeitig im "Verzug" oder nicht?

Wenn dann entschieden wird, dass die 70€ zu zahlen sind, dann kommen noch hunderte Euro Gerichtskosten dazu?

Ich bin da leider echt unbelesen und kenne jetzt auch niemanden, der damit Erfahrung gemacht hat.

Kommentar von mepeisen ,

Jedoch kommt es dann zur Klage?

Der Erfahrung nach kommt es maximal zum Reflex, dass man dich auffordert den Widerspruch zurückzunehmen. Ich habe bisher auch noch nie gehört, dass wirklich eine Klage in solchen Fällen begründet wird.

Denn zumindest in einem haben die ja Recht, ich war kurzzeitig im "Verzug" oder nicht?

Das alleine reicht aber nicht, um Geld von dir zu verlangen. Zunächst einmal würde ich sowieso bestreiten, dass es jemals die Mahnungen gab. eMails haben die Angewohnheit in Spam-Filtern zu landen. Und bei der Flut an gefälschten eMails, die alle von mir Geld wollen wegen Rechnungen ist es schwer, die echten von Spam und Viren zu unterscheiden. Ohne Zugang der Mahnung kein Verzug. Den Zugang der Mahnung muss der Gläubiger beweisen.

Das Einschalten des Inkassos muss aber auch zweckdienlich gewesen sein und notwendig. Das wird von Gerichten regelmäßig bei so großen Konzernen wie Amazon verneint.

Dann muss das Inkasso auch wirklich mit einer Einzelfallprüfung und Rechtsberatung beauftragt worden sein, denn nur dieses erlaubt gemäß RVG eine volle 1,3 Gebühr. Auch das ist nicht der Fall. Das Inkasso hat nie eine Einzelfallprüfung durchgeführt, sondern arbeitet hoch automatisiert ohne Blick auf das, was es an Daten bekommt. Zudem wirbt Arvato mit vielen kaufmännischen Dienstleistungen. Ich würde daher behaupten, dass hier ein reines kaufmännisches Outsourcing stattfindet und nie eine Rechtsdienstleistung.

Dann gibt es noch den Punkt mit der Selbstbeauftragung. Zwar wird das niemand zugeben, aber Arvato bereibt Geld-Pools (Infoscore Finance) und die kaufen die Forderungen der ganzen Großkonzerne auf. Bei aufgekauften Forderungen beauftragen sie dann das Inkasso. Allerdings liegt hier keine Rechtsdienstleistung mehr vor, wenn man "sich selbst" (schließt verbundene Unternehmen mit ein) beauftragt.

Und es gibt noch weitere Punkte.

Wenn dann entschieden wird, dass die 70€ zu zahlen sind, dann kommen noch hunderte Euro Gerichtskosten dazu?

Richtig. Es steht und fällt damit, dass man einen Richter findet, der sich auf die Argumente einlässt. Eigentlich muss sich ein Richter von Amts wegen auf diese Argumente einlassen, wenn man sie hieb- und stichfest vorträgt.

Die Chance, dass du verurteilt wirst, liegt dann meiner Meinung nach extrem gering.

Kommentar von franneck1989 ,

Ohne Zugang der Mahnung kein Verzug. Den Zugang der Mahnung muss der Gläubiger beweisen.

Laut Fragestellung gab es eine Rücklastschrift, daher braucht man darüber nicht mehr zu diskutieren. Zum Rest natürlich vollste Zustimmung!

Kommentar von Northweek ,

Habe den letzten Brief vor der Titulierungsankündigung rausgesucht. Darin sind enthalten:

Hauptforderung: 228€ (auf der Rückseite wieder abgezogen bei den Überweisungsinformationen)

5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen.... 0,90€

Vorgerichtliche Mahnauslagen 3€

Inkassovergütung - Verzugsschaden §§ ....(ewiger Paragraf) 58,50€

Post- und Telekomunikationspauschale 11,70€

Dann warte ich mal ab ob ein Mahnbescheid kommt.

Antwort
von marcussummer, 48

Von der Zahlungsweise im Rewe oder dm habe ich noch nichts gehört, aber da bin ich nicht so firm...

Was die Kosten angeht, liegst du aber etwas schief: Wenn du die Rechnung von Amazon trotz Mahnung nicht ausgeglichen hast, bist du im "Zahlungsverzug" und musst die für die weitere Beitreibung anfallenden (angemessenen) Kosten erstatten. Da können Kosten für ein Inkassobüro dazu gehören, wobei die einzelnen Positionen der Auflistung separat auf ihre Berechtigung zu prüfen sind. Der Kostenerstattungsanspruch von Amazon für die Inkassokosten erlischt NICHT, bloß weil du die Hauptforderung ausgleichst. 

Aus meiner Sicht besteht in dem Fall zumindest dem Grunde nach ein Zahlungsanspruch des Inkassobüros (welches wohl in Vertretung von Amazon handelt), die konkrete Höhe wäre noch zu prüfen. Wobei jede Prüfung durch einen Rechtsanwalt wahrscheinlich mehr kostet, als der eventuell unberechtigte Teil ausmachen würde.

Kommentar von franneck1989 ,

Da können Kosten für ein Inkassobüro dazu gehören, wobei die einzelnen
Positionen der Auflistung separat auf ihre Berechtigung zu prüfen sind. 

Theoretisch hast du Recht, in der ständigen Rechtsprechung werden aber Inkassogebühren ggü. Verbrauchern regelmäßig gestrichen, wenn es sich um ein geschäftserfahrenes Unternehmen handelt. Grund: Amazon hat genug Möglichkeiten, selbst zu mahnen. Das Einschalten eines Inkassos ist daher nichts weiter als Kostentreiberei (siehe §254 BGB)

Kommentar von marcussummer ,

Bis zur Höhe von Rechtsanwaltsgebühren werden die Inkassokosten in Klageverfahren regelmäßig als erstattungsfähig betrachtet. Kenne ich von bayerischen Gerichten als Regelfall. Welche "ständige Rechtsprechung" meinst du, die man da generalisiert anwenden könnte? Die würde in Widerspruch zum RDG stehen, welches ja ausdrücklich einen erstattungsfähigen Vergütungsanspruch von Inkassodienstleistern vorsieht.

Kommentar von mepeisen ,

Nenn mir bitte mal ein einziges Gerichtsurteil, wo Inkassogebühren erfolgreich (Versäumnisurteile gelten nicht) eingeklagt wurden, nachdem die HF bezahlt war. Ich beobachte die Datenbanken sei mehreren Jahren. Nichts. Und diejenigen, die ständig behaupten, dass sie Urteile kennen, die haben mir nie mit einem Aktenzeichen geantwortet. Würde mich wirklich mal interessieren.

Kommentar von marcussummer ,

Amtsgericht Ingolstadt, Amtsgericht Pfaffenhofen an der Ilm, Amtsgericht München. Aktenzeichen kann ich leider aus berufsrechtlichen Gründen nicht nennen, aber es betrifft den Zeitraum von 2012 bis 2016. Die Argumentation zur Angemessenheit der Inkassogebühren (insbesondere die Reduzierung auf eine 0,3-Gebühr) wird da mit Verweis auf die eigene ständige Rechtsprechung zurückgewiesen. Lediglich Auskunfts- und Kontoführungsgebühren werden regelmäßig rausgestrichen, was ja auch das Mindeste ist.

Kommentar von franneck1989 ,

Darüber hinaus entsteht im Massengeschäft für den Gläubiger kein Schaden, da IBs wie infoscore auf Flatrate oder Erfolgsbasis arbeiten. Wo kein Schaden, da kein Schadensersatz

Kommentar von franneck1989 ,

Eine Sammlung von Urteilen findest du hier: https://inkassokosten.wordpress.com Das RDG definiert eben nur eine Obergrenze. Für diese Obergrenze muss aber eben auch die entsprechende Gegenleistung erbracht werden. Eine individuelle Rechtsberatung findet im Massengeschäft ja überhaupt nicht statt. Die 1,3 Gebühr ist daher schon mal völlig unangemessen. Das, was das Inkasso an Leistung erbringt, ist bestenfalls ein Schreiben einfacher Art (0,3 Gebühr). Zudem heißt Höchstgrenze ja nicht, dass automatisch auch ein Erstattungsanspruch besteht. Dieser muss gesondert geprüft werden und da spielt insbesondere der §254 BGB eine Rolle. Gerade Amazon als Großunternehmen ist nicht auf die Hilfe eines Inkasso angewiesen. Das ist absurd. Mahnbriefen können die selbst schreiben. Zudem setzt eine Erstattung voraus, das überhaupt ein konkreter und bezifferbarer Schaden entstanden ist. Üblicherweise schreiben Inkassos aber in diesem Geschäft keine Rechnung, also entsteht auch kein Schaden.

Kommentar von mepeisen ,

Wenn du die Rechnung von Amazon trotz Mahnung nicht ausgeglichen hast, bist du im "Zahlungsverzug"

Nö. So einfach und automatisch, wie du das hier schiloderst, funktioniert das bei Verbrauchern gar nicht. Selbst wenn auf der Rechnung ein Termin steht, der ist egal.

musst die für die weitere Beitreibung anfallenden (angemessenen) Kosten erstatten

Infoscore arbeitet kostenlos für Amazon. Da entstehen gar keine Kosten.

Zudem erbringt das Inkasso hier nichts, was auch nur annähernd einer Rechtsdienstleistung gleich kommt.

Ich würde von infoscore zur Prüfung eine Vertragskopie des Gesamtvertrages zwischen Arvato und Amazon anfordern und einen Zahlungsbeleg, dass Amazon die Inkassokosten bezahlt hat.

Antwort
von Marakowsky, 36

Hast du die Aussage von Amazon schriftlich, dass alle Forderungen beglichen sind? Das wäre ziemlich cool!
Ansonsten kannst du auf so eine Ankündigung erstmal entspannt deine Füße hochlegen.
Wenn sie denn wollen, sollen sie den Mahnbescheid beantragen. Erst daraufhin musst du widersprechen.
Da es sich anscheinend nur um nebenforderungen handelt, ist fraglich, ob sie die gerichtliche Klage anstreben. Dort einfach die Info von Amazon angeben u d das alles sollte gegessen sein.
Ich würde nicht direkt mit dem Inkasso sprechen.
Problem könnte allerdings sein, dass du erst auf das inkassoanschreiben hin gezahlt hast. Sprich: deren Arbeit war erfolgreich und die Forderung somit ggf. rechtens.

Kommentar von franneck1989 ,

Sprich: deren Arbeit war erfolgreich und die Forderung somit ggf. rechtens.

Ein einfacher Brief von amazon wäre genau so erfolgreich gewesen und hätte dazu genau dieselbe rechtliche Relevanz wie das Inkassoschreiben. Hier lag es ja nur am falschen Kommunikationsweg.

Antwort
von HPG66, 32

Hallo

man kann auf Vergesslichkeit hoffen, allerdings sollte man nicht darauf wetten. Es ist eine sehr wackelige Brücke.

Der Fall ist relativ klar.

Der streitige Fall - die Hauptforderung ist ausgeglichen, allerdings gibt es ja noch eine weitere Forderung.

Die der Forderungsinstitut. Sie sind von amazon beauftragt aktiv zu werden und einmal aktiv heißt, da sind Kosten fällig.

Genauso wie wenn Du in einer Kneipe gehst und ein Bier bestellst.... dem Wirt zu erklären, Nein, danke, ich habe keinen Durst mehr, hat keinen Wert. Die Rechnung muss bezahlt werden.

Es ist ganz simple gesagt, es wurde bestellt (in diesem Fall der Inkasso-Service) und nun gilt es diese Forderung auszugleichen.

Mein Vorschlag, sprich mit der Inkasso Gesellschaft und versuche es ihnen deutlich zu machen und dass Du ja mit der Hauptforderung bereits im reinen bist. Evtl. Notlage und gut auf die Tränendrüse drücken könnte helfen.

Es kann sein, dass sie sich großzügig sind und auf ihre Forderung - oder zumindestens einen Teil dieser Forderung zu verzichten. Rechtlich haben sie dazu keinerlei Verpflichtungen und Du keine Rechte auf etwas zu bestehen.

Kommentar von franneck1989 ,

Genauso wie wenn Du in einer Kneipe gehst und ein Bier bestellst

Bestellt hat hier aber amazon und nicht der Fragesteller

Evtl. Notlage und gut auf die Tränendrüse drücken könnte helfen.

Geniale Idee. Und dann kommt infoscore: "Stimmt, sie haben Recht, wir verzichten auf unsere Forderung und haben sie ja ganz lieb".

Im Leben nicht...

Kommentar von EXInkassoMA ,

Dir ist aber schon klar das die Rechtsprechung eher inkassounfreundlich ist? 

Trotzdem :Der Tränen Hinweis war lustig

Antwort
von EXInkassoMA, 25

Ein Titulierungsankuendigungs Schreiben ist Standart im inkassogeschaeft. 

Man möchte ja die Gebühren haben und hofft auf Zahlung. Ob ernsthaft an eine klage gedacht wird steht natürlich auf einem anderen Blatt :) 

Frage : was war bei den 230 € an Gebühren intus?  RLS Gebühren? 

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