Frage von Lefeir, 27

Tipps zum Elektroschlagzeug?

Ich spiele jetzt seit 5 Jahren Gitarre und wollte mir mal ein Elektroschlagzeug kaufen, weil ich ein großer Rockfan bin und quasi "alle Instrumente" von einer Rockband spielen will. Weil elektroschlagzeuge billiger sind, wollte ich mir eins holen. Ich habe aber so gut wie keine Ahnung, worauf man bei sowas achten muss und wie viel das insgesamt kosten könnte. Auf eine Doublebase will ich auf keinen Fall verzichten, aber ich habe bis jetzt noch kein Drumset gefunden, wo eine Doublebase enthalten war. Ich könnte mich auch mit einem gebrauchten Drumset zufrieden geben. Worauf muss ich beim Kauf achten, wie viel könnte ein Gebrauchtes gutes kosten und wie macht man das mit der Doublebase?

Antwort
von DonCredo, 27

Hi! Nein, das stimmt nur bedingt, dass eDrums billiger sind. Bei eDrums gibt es nach meiner Meinung verschiedene Preis-Leistungsstufen, die sich insbesondere durch Ausstattung des Steuergerätes und durch realistisches Feeling beim Spielen abgrenzen. Einem Drummer, der halbwegs bis gutes und ein im Vergleich zum akustischen Set realistisches Spielgefühl haben möchte würde ich bei Neuware raten, in die Preiskategorie von 1.000 bis 1.500 Euro zu schauen, z.B. Roland, Yamaha oder Alesis. Mindestens das SnarePad sollte MeshHeads (nicht Gummipad) haben - bei den Toms spielt das für mich eine untergeordnete Rolle. Was die Becken angeht sollten Crash und Ride Stereobecken mit zwei oder drei Spielzonen haben und "abstoppbar" sein (wenigstens das Crash-Becken). Hinsichtlich der HiHat gefällt es mir besser, wenn das HiHat über eine "normale HiHat-Maschine" betrieben wird. Es gibt häufig auch die "Fußtaster", die zwar im Prinzip genauso funktionieren, aber für mich hat sich das Spielgefühl durch die Umrüstung da drauf deutlich verbessert. Zur Frage mit der Doublebass: bei meinem Yamaha habe ich zwei Möglichkeiten: entweder könnte ich ein zweites Fusspad kaufen und dieses durch das erste Pad durchschleifen oder - und so habe ich das - eine Doppelfussmaschine mit Kardan anschließen - Du musst dann nur drauf achten, dass das Pad groß genug ist (was bei den meisten Sets der Fall ist). Alles was ich hier beschrieben habe findest Du in der empfohlenen Preiskategorie - die Unterschiede in den Sets liegen hier im "Gefühlsbereich", d.h. was klingt für Dich besser, wo sitzt Du besser dran und welches Steuergerät ist am besten für Deinen Bedarf ausgestattet.

Da Du aber anscheinend hier nur zum Spass etwas kaufen möchtest und eigentlich kein ambitionierter Drummer bist - so verstehe ich wenigstens die Frage - möchte ich noch ein paar Worte zu den preisgünstigen Sets verlieren: pauschal, alles unter 300 Euro ist "Spielzeug", teilweise Mono, schwach ausgestattet und wenig robust - kurz zum kaputtkloppen reichts. Ich spiele hin und wieder leihweise auf einem Millenium MPS 500 (dieses: http://www.thomann.de/de/milleniummps500_edrum_set.htm )

Ich kann dazu nicht viel schlechtes sagen, zu dem Preis und für einen Einsteiger, der noch nie getrommelt hat, ist das völlig ausreichend und klingt auch ganz ordentlich. Aber hier zeigt sich das, was ich eingangs gesagt habe: die Leistungsfähigkeit des Prozessors kommt an seine Grenzen, wenn man schnell und viele Instrumente gleichzeitig spielt, was bei einem geübten Drummer halbwegs normal ist - dann hängt sich das Ding auch schon mal auf. Aber wenn es wirklich nur "Just for Fun" sein soll, dann brauchst Du nicht mehr Geld auszugeben - wenn Du wirklich trommeln lernen willst oder Ansprüche hast, dann solltest Du eine Klasse höher einsteigen.

Achja: Du musst ja auch was hören - hast Du Dir darüber schon mal Gedanken gemacht? Natürlich kannst Du eDrums gut mit Kopfhörer spielen und viele haben einen CD-Eingang, sodass Du auch zu Deiner Musik trommeln kannst. Ansonsten gibt es spezielle kleine Monitorsysteme, die genau für eDrums gemacht sind. Ich habe mir bei Thomann eine Mini-PA von TheBox geholt (Subwoover und zwei Satellitenboxen, 400 Euro), dass funktioniert super, ist aber nur für das "Dachstudio" und für ganz kleine Gigs geeignet - aber ich nutze mein eDrum eh nur zum Üben, von daher ist das völlig ausreichend. Und klar kannst Du es auch an der normalen PA betreiben.

Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein paar Anhaltspunkte liefern. Falls noch Fragen sind, einfach melden. Gruss Don

Kommentar von Lefeir ,

Danke für deine antwort, scheinst viel ahnung zu haben. Ich muss aber sagen, dass ich nicht alles so ganz verstanden habe :/ ich habe bei mir einen gitarrenverstärker stehen, könnte man den benutzen? und das schlagzeug, was du verlinkt hast, könnte man das pad auch für eine doublebase benutzen? Mir reicht erstmal ein schlagzeug, das zum einsteigen gut ist, hauptsache, es geht nicht direkt kaputt. Und gibt es einen unterschied zwischen einer fußmaschine für e-schlagzeugen und normalen schlagzeugen?



Kommentar von DonCredo ,

Hey! Ja, ich bin derzeit auf der Suche nach was Neuem, weil meins doch in die Jahre gekommen ist, von daher habe ich mich mit den aktuellen Modellen etwas eingehender beschäftigt. Zu Deinen Fragen:

a.) Gitarrenverstärker: ja, kannst Du grundsätzlich erstmal benutzen aber: sei vorsichtig mit der Lautstärke - die eDrums liefern andere Frequenzen für die der Gitarrenamp nur bedingt ausgestattet ist. In "Zimmerlautstärke" sicherlich weniger bedeutend, aber Du wirst das Ding so laut machen, dass Du das Eigengeräusch der PADS mit "Schlagzeugklängen" übertönen willst und da "tockt" dann die Fussbass ab einer gewissen Lautstärke und die Becken klingen insgesamt halt sehr "seelenlos" - so würde ich das beschreiben. Ich habe aber anfangs auch nur einen Gitarrenverstärker gehabt. Da wir aber gerade im Winter ab und zu auch mal mit der Band in meinem Zimmer unterm Dach spielen habe ich das eDrum an einem Kleinmischer und der besagten kleinen PA hängen - das ist klanglich kein Vergleich zm Gitarrenamp.

b.) Fussbass-Pad vom Millenium: ja, das ist auf jeden Fall groß genug für die Doublebass-Maschine. Ich habe es allerdings selbst noch nicht ausprobiert, nutze da nur das Single-Pedal. Hinsichtlich schnellem Bass-Spiel denke an meine Aussage im Post: man muss testen, wie weit der Prozessor da noch mitkommt. Aber ich denke, das sollte eigentlich kein Problem sein.

c.) Nein, es gibt keine speziellen Fußmaschinen für e-Schlagzeuge, ich habe an meinem eine handelsübliche Mittelklasse-Doublebass-Maschine von Yamaha dran, auch schon ein paar schöne Jährchen alt.

Ich denke, für Deine Ansprüche musst Du wirklich nicht in den Midpreisbereich gehen - klar, die Unterschiede sind deutlich. Ich habe vor kurzem im Geschäft auf einem Roland eDrum für 2.500 Euro gespielt und da ist der Unterschied zwischen meinem genauso groß wie zwischen dem Millenium und meinem auf der anderen Seite. Die Qualitätssprünge sind klar zu erkennen. Aber für mich rentiert sich als Hobbymusiker der höhere Preis nicht und live und im Proberaum spiele ich eh akustische Drums.

Man darf uns sollte überlegen, was will ich, was reicht mir und wo würde ich die Unterschiede tatsächlich bemerken. Und in Deinem Fall bekommst Du mit dem Millenium ein wirklich taugliches und wertiges Einsteiger-Set - nicht mehr aber auch nicht weniger. Billiger würde ich aber in jedem Fall nicht kaufen. Gruß Don

Kommentar von Lefeir ,

Danke für die Tipps! Ich glaub, nächstes Jahr hole ich mir das Schlagzeug, das du mir vorgeschlagen hast. Und noch eine Frage nebenbei: Wie lange halten ungefähr Drumsticks?

Kommentar von DonCredo ,

Das kommt ein bisschen auf die Spieltechnik drauf an - am a-Set haben die schon einen Verschleiss. Am eDrum hast Du weniger Kanten so dass die sehr lange halten können. ich habe für das edrum etwas weichere Stöcke als am aset, weil der rebound an den gummipads doch mehr ist als am fell und bei denen sehe ich so gut wie keine Abnutzungen. am a-set kaufe ich ca. einmal im jahr neue Stöcke aber ich spiele pro woche ca drei Stunden damit. hält sich also in grenzen.

Antwort
von 00gameboy00, 9

hay, ich empfehle dir als einstieg ds roland TD-KV hochwertiges schlagzeug zwar ohne doublebase aber das kann mann nachrüsten mann hat 15 schlagzeug arten metronohm und 15 playalongs

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