Frage von Hummingtide, 28

Tipps gegen Schreibblockade (Anfang und Ende schon fertig)?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Knightmare999, 12

Geh mal raus, such dir Inspiration in der Welt um dich herum - würde ich dir eigentlich raten, aber das bringt mehr, wenn man noch gar keine Idee hat. Du hast ja nun schon Anfang und Ende, also eigentlich den ganzen Rahmen der Geschichte... da bist du ja schon relativ eingeschränkt. Was in diesem Fall gut ist, weil du so weniger mögliche Richtungen hast und dich einfacher auf eine Handlung festlegen kannst.

Wenn ich schreibe, überlege ich mir immer zuerst eine grobe Idee der Handlung. Eine "Prämisse" nennt man das glaube ich; für "Jurassic Park" könnte so eine Prämisse zum Beispiel so lauten:

"Millionär eröffnet Zoo mit Dinosauriern; Dinosaurier brechen aus und die sich auf der Insel befindlichen Leute müssen fliehen."

Ganz schlicht und einfach, die grobe Vorstellung davon, was die Handlung ausmacht. Dann überlege ich mir Anfang, Höhepunkte und Ende meiner Geschichte (Zwei davon hast du ja schon), hier könnten das sein:

"Millionär baut Dinozoo auf abgelegener Insel -> Bekannter Archäologe (und Protagonist) wird von Millionär auf Dinoinsel eingeladen -> die Hauptcharaktere werden von Dinosauriern auf der Insel gejagt -> die Überlebenden fliehen per Helikopter von der Insel."

Hier kann man das dann mehr oder weniger ausführlich machen, man kann es sich ein wenig schwerer (aber auch interessanter) machen und Veränderungen afrikanischer dem weg passieren lassen (zum Beispiel einige Figuren zwischen diesen Wegpunkten umkommen lassen), ohne schon festzulegen, wie das passiert. Dass muss man sich dann später überlegen.

Als nächstes mache ich mir ein paar mehr Wegpunkte zwischen diesen großen; zwischen den zwei ersten könnte man zum Beispiel sowas wie "Vorfall mit Todesfolge macht Investoren misstrauisch, Millionär lädt verschiedene Profis zur Überprüfung des Parks ein" usw. reinpacken.
Einige kleinere, genauere Wegweiser der Geschichte. Dann kann man, wenn man will, zwischen denen noch mal, noch kleinere Wegpunkte setzen, solange man will, und irgendwann hat man dann ein schönes Gerüst der Geschichte (Hat man mehrere Handlungsstränge - was beim Schreiben manchmal empfehlenswert ist, weil einem der eine vielleicht zu langweilig oder mühselig wird und man dann am anderen weiterschreiben kann -, dann kann man diesen Weg auch zwischendurch mal aufspalten).

Wenn das fertig ist, kann man die Lücken zwischen den Punkten mit Text füllen... sozusagen. So schreibt man immer häppchenweise, und hat ein Ziel vor Augen, was mir beim Schreiben immer hilft. Man verbindet sozusagen jetzt die Wegpunkte mit, naja, Weg. Man kann die Teile auch gleich zu einzelnen Kapiteln machen (wenn die Geschichte lang genug ist).

Am Ende, wenn man ganz fertig ist, sollte man natürlich noch einmal drüberschauen (sollte man eh immer machen), und darauf achten, dass sich die Geschichte auch wie ein Stück anfühlt, und die einzelnen Wegpunkte nicht den Storyfluss unterbrechen.

Noch dazusagen sollte ich, dass ich Charaktere, Orte, und deren Vorgeschichte außerhalb dieses Gerüsts, und meistens schon bevor ich mit dem Schreiben anfange, entwerfe.

Ansonsten... najoa. Das is mal so meine Taktik um Schreibblockaden zu vermeiden, viele kleine Ziele setzen, und die dann verknüpfen. Wie bei diesen Bilderrätseln, wo man die Punkte verbinden muss, und dann ein ganzes Bild dabei herauskommt. Du könntest dir das auch visualisieren, indem du deine Geschichte so aufzeichnest... oder die einzelnen Textstücke an eine Pinnwand pinnst und die dann mit roter Schnur verbindest. Wie in einer Krimiserie. Hehe.

Ich hoffe das hilft dir weiter! ^^ Und falls nicht, auf der Seite hier steht auch noch viel hilfreiches Zeuch: http://www.schreibplattform.de/schreibblockade-der-feind-den-man-nicht-kommen-si...

Kommentar von Hummingtide ,

Danke für die Mühe :D

Kommentar von Knightmare999 ,

Kein Ding, war im Zug und musste die Fahrt eh irgendwie rumbringen. :D

Antwort
von Jerne79, 15

Mittelteil schreiben. ;)

Die Frage ist doch, was die "Schreibblockade" auslöst.

Häufigstes Problem: Keine Ahnung, was passieren soll.

Hast du deine Story geplottet? Wenn nein, dann setz dich dran. Arbeite aus, was passieren soll, wie du vom Anfang zum Ende kommst. Teil das in Kapitel und Szenen ein, dann kannst du dich beim Schreiben daran entlanghangeln.

Kommentar von Hummingtide ,

Das Problem ist in meiner Situation, dass die Geschichte soweit fertig ist. Am Ende läuft die Geschichte mit den Geschichten meiner zwei Schwestern zusammen.

Das Problem ist jetzt, dass mir in dem Zeit Strang noch einige Jahre fehlen und ich nicht weiß, was mein Charakter in dieser Zeit machen soll (die Story relevanten Ereignisse haben schon stattgefunden).

Kommentar von Jerne79 ,

Das ist aber doch genau das, was ich beschrieben habe: Du weisst nicht, was passieren soll.

Auch wenn man Geschichten zusammen schreibt, muss man sich überlegen, was wann wie passieren soll. Das habt ihr offenbar nicht ausreichend getan.

Wenn du nichts mehr zu erzählen hast, wird die Geschichte an sich sinnlos. Dann wäre es durchaus eine Option, den ganzen Plot mal versuchshalber auf Null zurückzusetzen und zu schauen, was passieren könnte. Nimm die vorhandenen Rahmenpunkte und schau, was ein interessanter Handlungs- und Spannungsbogen sein könnte, welche Entwicklung dein Charakter durchlaufen soll.

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