Frage von elkekcstffn, 94

Tipps für Vegane Ernährung für 'einsteiger' bzw informationssuche?

Hey ,meine Freundin stellt ihr Ernährung grad auf Vegan um - ich fand das schon immer sehr interessant und möche sie aufjedenfall unterstützen und eventuell meine Ernährung auch umstellen, ich weiß auch grob warum manche menschen das machen aber da ist mein Problem. Ich würde gern mal von den Veganer unter uns genaueres Wissen ,eben genauer wissen warum Vegane Ernährung besser für den Menschen und für seine Umwelt ist.Also einfach viele Informationen darüber haben damit ich auch wirklich weiß worum es geht sozusagen.Ich kenne aspekte wie das häufige 'Die armen tiere' , Klimawandel ,antibiotika in tierprodukten und das man zu viel Getreide und wasser an schlachttiere verfüttert sozusagen. Ich danke euch wenn ihr mich mit eurem wissen bereichert.Es würde mich total interressieren welche persönlichen gründe ihr auch dafür habt und was zum beispiel euer lieblingsrezept ist.

Antwort
von Andretta, 42

Hey Elke,

zum einen würde ich Dir empfehlen, Dich für kostenlose vegane Starterkits anzumelden, wo Du mit einer täglichen Mail viel zu Ernährung inkl.  Rezepttipps und weiteren Dingen erfährst. Angeboten werden die Starterkits z.B. von vebu, peta oder der Albert-Schweitzer-Stiftung.

Weiter empfehle ich wärmstens die Bücher von Melanie Joy und Andreas Grabolle, die ein gut lesbares komplexes Wissen darüber vermitteln, was alles für eine vegane Lebensweise spricht. 

Für mich selbst gründet meine überwiegend vegane Haltung darin, dass ich als fühlendes und denkendes Wesen nicht Teil einer lebensverachtenden Maschinerie sein möchte, die auf völlig pervertierte Weise zulasten von Umwelt, Menschen und anderen Tieren geht, und der immer nur der Profit einiger weniger zugrunde liegt. 

Für viele Menschen und andere Tiere schaufeln wir weltweit bereits jetzt munter tägliche Gräber mit unserem westlichen, expansiven Lifestyle. 

Die logische Konsequenz einer Fortführung dieser Verhältnisse bedeutet, dass wir uns am Ende alle unserer Lebensgrundlage berauben. 

Wenn ich nun etwas an den bestehenden Verhältnissen ändern möchte, dann heißt das für mich, dass ich vor allem beginne, vor meiner eigenen Haustür zu kehren. 

Perfekt bin ich dabei sicherlich nicht. Es ist eher ein stetes Bemühen. 

Allerdings bin ich auch keine Anhängerin der Maxime "ganz oder gar nicht", denn das führt allzu viele Menschen am Ende dann doch wieder zum "gar nicht". 

Stattdessen denke ich, dass jede einzelne unserer alltäglichen (Kauf-)Entscheidungen, die darauf zielt, Dinge im Sinne einer lebensfreundlichen Ethik zu unterstützen, zielführend ist.  

Am Ende sind es immer die vielen kleinen Tropfen, die ein Glas voll machen. 

Ich finde es jedenfalls toll, dass Ihr Euch Gedanken zu diesen Themen macht und wünsche Euch eine spannende Entdeckungsreise, die ja nicht (nur) von Verzicht geprägt ist, sondern auch viele neue, tolle Sachen bietet und das Leben durchaus bereichert.  

Kommentar von elkekcstffn ,

Dankeschön für die Antwort :)♡

Antwort
von Sesshomarux33, 43

Hallo, 

also das eine vegane Ernährung besser für den Menschen und die Umwelt ist stimmt so nicht ganz. Besser für die Umwelt und Gesundheit wäre es auch schon, wenn man kein Rind und Schwein mehr isst und Obst und Gemüse nur noch saisonal und regional kauft. Ein Veganer kann auch noch exportiertes Obst und Gemüse kaufen. 

Vegan ist auch nicht automatisch gesünder. Genauso mehr oder weniger die omnivorische Ernährung. Wenn man´s richtig macht und soweit gesund ist, dann kann man sehr gut mit leben. Man muss sich aber echt gut mit den Nährstoffen und Nahrungsmitteln auseinandersetzen. 

Man unterscheidet übrigens zwischen vegan ernähren und vegan leben. Ersteres dürfte klar sein. Zum veganem Leben gehört alles dazu - Kleidung, Kosmetik, Medikamente (so gut es geht) etc. Das ist schon etwas schwieriger. Es hat echt fast alles irgendwas Tierisches - sogar Handy´s, PC´s etc.

Ich persönlich habe das nicht gepackt. Ich bin seit über 6 Jahren Vegetarierin und lebte zwischendrin 1 Jahr vegan so gut es ging (aus Tierschutzgründen). Mir persönlich wurde das irgendwann zu viel, ich blieb also hauptsächlich bei einer veganen Ernährung. Dann kam mein Freund (Omnivor) und als wir zusammen zogen wurde das dann schwierig mit dem Kochen. Wirklich glücklich war ich mit der veganen Lebensweise auch nicht, weshalb ich dann ganz schnell wieder Vegetarierin wurde und bin damit glücklicher. Ich bewundere Menschen, die so leben können! :) 

Achja und mein Lieblingsrezept während meiner Veganer-Zeit war Succotash. :) 

Ich hoffe ich konnte dir soweit weiterhelfen! 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Kommentar von kiniro ,

Ich überlege gerade, was im Winter übrigbleibt, wenn einer nur noch regional und saisonal einkauft.
Besonders, wenn Lebensmittel, die speziell bis zum Verkauf gelagert werden müssen und/oder in meist stromintensiven Gewächshäusern gezogen werden, entfallen sollen.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Kohl, Kreuzblütler, Küchenkräuter und vieles an Gemüse kann man auch lange lagern z.B Kartoffeln, Karotten, Kürbis etc. 

Kommentar von Andretta ,

www.regional-saisonal.de/saisonkalender

So wenig ist das gar nicht, kiniro. 

Antwort
von kiniro, 34

Da du ja die wichtigsten Punkte kennst, erwähne ich nur, dass es mir mit veganer Ernährung besser geht.

Statt Rezepte, die du im Netz finden kannst, schreibe ich auf, welche Bücher ich unter anderem habe:

"vegane Lunchbox" - aus diesem Buch schmecken sogar meiner Tochter (Allesesserin) einige Gerichte
"La Veganista"
"Vegan für Faule"
"Einfach vegan kochen"
"Sweet vegan"
"Einfach vegan backen"

Dann habe ich mir noch "Vegan in Topform - das Kochbuch" und "vegane Köstlichkeiten - libanesisch" ausgeliehen.

Ein Lieblingsrezept habe ich nicht, sondern mehrere Gerichte, die ich sehr gerne esse. Zum Beispiel:

Spaghetti mit Enoki in Öl gebraten
Reis-Gemüse-Curry (am liebsten mit Currypaste gemacht)
Kartoffeltaler mit Sojajoghurt-Dip
gebrannte Nudelsuppe nach Art meiner Oma: Mehlschwitze mit Margarine, Tomatenmark und Wasser anrühren, zwischenzeitlich eifreie Suppennudeln in einer Pfanne mit etwas Öl rösten bis sie leicht braun sind. Mehlschwitze mit Gemüsebrühe auffüllen, aufkochen lassen, Nudeln dazu, Herd ausstellen und 5 Minuten ziehen lassen.

Antwort
von eostre, 28

Ich wollte einfach keine toten Tiere mehr essen, alle anderen tierischen Produkte wurden dann über die Jahre vom Speiseplan gestrichen, nach dem ich sah und hinterfragte, wie sie produziert werden.

Ich bin weder Tier-noch umweltschützer.

Mein liebstes Rezept ist linsensalat.

Antwort
von zorngickel, 56

Vegan ist eine Lebensweise, in der die Ernährung nur ein Teilaspekt ist.  Vegan bedeutet sein ganzes Leben umzustellen und in jeder Lebenssituation keinerlei Produkte zu verwenden bzw. konsumieren die auch nur irgend einen Fitzel tierischer Herkunft enthalten könnten.

Kommentar von elkekcstffn ,

Viele machen das auch wegen der Gesundheit , hast du nachdem du angefangen hast vegan zu essen eventuell verschiedene dinge gemerkt die besser geworden sind zum beispiel atmung schlaf haut nägel körperliche fitness 

Kommentar von Andretta ,

Ich habe deutlich bessere Haut bekommen und fühle mich insgesamt fitter. 

Allerdings gehört dazu auch eine ausgewogene vegane Ernährung mit viel frischem grünen Zeugs, viel Vollwert und wenig Zucker. 

Auch als Veganer kann man  dick und schlapp und pummelig werden, wenn man eben nur veganes Junkfood in sich hinein stopft. Diese Leute nennt man übrigens Puddingveganer.

Kommentar von Sesshomarux33 ,

 Man unterscheidet schon noch zwischen veganer Ernährung und vegan leben. Nicht jeder lebt vegan zwecks Tierrecht. 

Vegan leben heißt auch nicht gleich, dass man absolut gar nix Tierisches konsumieren darf, sondern lediglich so gut es halt geht. Manchmal hat man keine andere Wahl (z.B bei Medikamenten). Wenn du einmal Medi´s zu dir nimmst, die Tierisches enthalten damit du wieder gesund wirst, dann heißt das nicht das man kein Veganer mehr ist. 

Antwort
von AppleTea, 40

Ich bin veganerin hauptsächlich aus gesundheitlichen und aus moralischen Gründen. Mein lieblingsrezept sind schokomuffins mit flüssigem Kern und Überraschung :)

Antwort
von Omnivore08, 26

eben genauer wissen warum Vegane Ernährung besser für den Menschen und für seine Umwelt ist.

Vegane Ernährung ist weder für Mensch, noch für die Umwelt besser!!!

Für den Menschen ist es eine Fehlernährung, die nur mit hohem ökotrophologischem Wissen funktioniert und auf Supplementuerung angewiesen ist!

Für die Umwelt ist es erst recht nicht besser, da es Raubbau ist, wo man Nährstoffe dem Boden entzieht und nicht wieder zurückbringt!

Außerdem ist es komplette Futtermittelverschwendung. Gras und Koppelprodukte (Ölschrote, Stroh) und minderwertige Ware (Futtergetreide) wird nicht zu gesundem Fleisch veredelt. Das ist unökologisch hoch 10!

Klimawandel

Menschen können Klima nicht verändern!

antibiotika

Erfundener verleumderischer Quark!

http://berichte.bmelv-statistik.de/SJT-4500500-2013.pdf

http://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/01_Aufgaben/02_AmtlicheLebensmittelueb...

Getreide

Gernauso Unfug. Man verfüttert schließlich kein hochwertiges Brotgetreide. Bei uns um die Ecke wächst nicht mal Brotgetreide. Das schaffen unsere Böden gar nicht! Bei uns wächst nur Mais für Maissilage für unsere Milchkühe. Und als Folgefrucht immer gerne Senf oder Wintergerste. Und Senf wird einfach umgepfügt! Und das ist TROTZDEM KEINE Verschwendung. Das ist eben so nötig in der Landwirtschaft!

wasser

Genauso Unfug!

95% des Wassers ist Regenwasser

Deutschland ist keine Wasserarmutsland

Und Wasser verschwindet NICHT. --> Ewiger Kreislauf!

und was zum beispiel euer lieblingsrezept ist.

Rehbraten

Kommentar von lluisaT ,

Natürlich kann der Mensch Einfluss auf das Klima nehmen, wie man auch heutzutage schon sehen kann.

Und ja in Deutschland herrscht keine Wasserarmut, aber nicht alles, was hier an Fleisch verkauft wird kommt aus Deutschland!

Kommentar von Omnivore08 ,

Natürlich kann der Mensch Einfluss auf das Klima nehmen, wie man auch heutzutage schon sehen kann.

Kann man NICHT, weil du gar keinen Vergleich hast! Wo ist der Bezugspunkt? Klima ändert sich bekanntermaßen seit millionen von Jahren chaotisch!

Und ja in Deutschland herrscht keine Wasserarmut, aber nicht alles, was hier an Fleisch verkauft wird kommt aus Deutschland!

Das ist korrekt, jedoch ist der Anteil sehr gering. Bisschen Fleisch aus Italien, Östereich (lecker Schinken), Schweinefleisch aus Dänemark, Bisschen Polen, bisschen Frankreich.

Und Deutschland ist Fleischnettoexpoteur mit einem Selbstversorgungsgrad von 120%

Wir stellen also mehr her, als wir verbrauchen!

Kommentar von Andretta ,

Korrekt, wir stellen mehr her, als wir verbrauchen.

Unser nicht vorhandenes Wasserproblem sieht übrigens so aus:

(tief durchatmen, omni, da ist es wieder, das böse wort mit m)

http://www.zdf.de/planet-e/nitratbelastung-im-grundwasser-durch-guelle-duengung-...

Kommentar von Omnivore08 ,

Ouch....

Kommentar von Andretta ,

Und dann geht's weiter über den Ozean in Sachen Wasserproblem:

(Vorsicht omni, wieder das böse "m")

http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/172091/index.html

Und hier noch ein bisschen Klima:

(ich sag' lieber nochmal, omni. vorsicht, das "m")

https://www.tagesschau.de/klima/hintergruende/klimalandwirtschaft100.html

Kommentar von Omnivore08 ,

Was interessiert mich Amerika? Ich wohne in DE! Und mein Rind steht nicht in Südamerika, sondern im Osten auf der Wiese und erfreut sich des leckeren Grases.

Zu Klima kannst du mir schreiben was du willst. Da wird ja nicht mal erwähnt, dass methan sich in der Athmosphäre gar nicht lange hält. Toll toll.....aber naja....so arbeiten Medien

Quelle IPCC : Eine politisch gesteuerte Esoterikfirma....

Nein danke....deren Panikmache kenn ich zu genüge!

Kommentar von Andretta ,

Ach, Omni.

Kommentar von Omnivore08 ,

Ach, Andi.

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