Frage von noelfutur11, 84

Tierversuche, ein Tier reagiert gut und ein Mensch reagiert schlecht auf ein und das selbe Produkt?

Kennt ihr so ein Fall? Wo an einem Tier ein Produkt, Medikament etc. getestet wurde und ein Mensch ganz anders darauf reagiert hat?

Antwort
von Dhalwim, 44

Nein zwar nicht, aber es könnte gut möglich sein. Denn Ich nehme an (es gibt da diesen supergiftigen Frosch, einmal berühren und man hat vergiftungserscheinungen / tod zur folge), dass es durchaus Sinn ergibt, wenn dieser manche Substanzen verträgt und nicht verträgt, die ein normaler Mensch gerade im umgekehrten Fall hat.

Ich weiß gut einige Dinge, die ein Mensch aushält aber ein Tier nicht. Habe gehört eine Katze mit Tetrahydrocabinol (THC) ist nicht in der Lage dieses abzubauen (oder nur ganz langsam). Das bedeutet Rausch für ein Leben lang(e Zeit).

Oder Moment, was ist mit den Tieren aus Tschernobyl? Immerhin wären Menschen daran gestorben. Experten behaupteten, diese Tiere leben ganz normal in freier Wildbahn trotz Radioaktivität und Menschen nun mal nicht.

Wäre das ein Hinweis genug für dich?

LG Dhalwim ;) :D

Antwort
von dadita, 18

Ja es kann vorkommen. Ein Beispiel dafür ist das hier schon mehmals genannte Contergan. 

Dies ändert jedoch nichts daran, dass der Tierversuch ein absolut unersetzliches Instrument der Forschung ist und auch die zuverlässigste Methode um Medikamente zu testen. 

Alternativmethoden gibt es, aber sie sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage Tierversuche zu ersetzen, weder in der Grundlagenforschung noch im Test von Medikamenten. 

Antwort
von Dirndlschneider, 29

Ich weiß nur , dass Chloroform für Meerschweinchen tödlich ist , deshalb wurde es lange nicht als Betäubungsmittel für Menschen verwendet , obwohl sie es gut vertragen . 

Das ist natürlich ein " umgekehrtes " Beispiel , aber vllt hilft es trotzdem .LG

Antwort
von Negreira, 34

Das bekannteste Mittel ist Contergan. Wurde im Tierversuch wunderbar vertragen und als bestes Mitttel überhaupt bezeichnet. Die Folgen kennt eigentlich jeder: embryonale Schädigungen.

Ich bin gegen jegliche Tierversuche, es gibt inzwischen genügend Ersatzmöglichkeiten, und wenn Du mal Tiere aus dem Labor gehabt hast oder dort herausgeholt hast, verstehst Du auch weshalb. Dennoch sind diese Versuche nur ein Teil einer Medikamentenzulassung. Bis ein neues Mittel zugelassen wird, dauert es oft Jahrzehnte, kostet Unsummen, und die Industrie will sich natürlich so weit wie möglich absichern. Außerdem stehen sehr wenige Probanden zur Verfügung, da müssen eben die Tiere herhalten. Die sagen ja auch nichts und können die Chemiker nicht wegen irgendwelcher Folgen verklagen.

Kommentar von Dackodil ,

Die Menschenversuche werden dann in Indien gemacht.

Die haben auch keine Möglichkeit, internationale Pharmariesen zu verklagen.

Kommentar von Negreira ,

Theoretisch schon, praktisch nein. Im Augenblick laufen da ganz wilde Studien, um die Pharmariesen zu "sensibilisieren", wie es so schön heißt.

Kommentar von Dackodil ,

http://www.sueddeutsche.de/wissen/medikamententests-in-indien-versuchsperson-ohn...

Es gibt noch mehr Quellen.

Wenn Indien verbrannt ist, es gibt genug Entwicklungsländer.

Früher durften auch DDR Bürger für westdeutsche Firmen die Versuchskaninchen spielen.

Kommentar von dadita ,

Das ist absoluter Unfug.

Tierversuche sind absolut unersetzlich in der Forschung und es gibt KEINE Methode welche in der Lage ist diese zu ersetzen. Alle Ersatzmethoden welche wir haben sind in der Lage konkrete Reaktionen nachzustellen, Beispielsweise der Pyrogentest, aber keine ist auch nur Ansatzweise in der Lage komplexe integrative Prozesse nachzustellen. 

Verbreiten von Propaganda hilft gegen diese Fakten auch nicht weiter. 

Kommentar von Negreira ,

Du willst mir doch wohl meine Meinung nicht vorschreiben oder?

Ich lasse Dir Deine, und Du läßt mir meine. Das hat mit Propaganda aber auch gar nichts zu tun.

@noelfutur: Es gibt z. B. noch ein Mittel, Chloramphenicol, das hilft Tieren z. B. sehr gut, hat aber bei Kleinkindern völlig versagt.

Kommentar von dadita ,

Deine "Meinung", bzw. das stumpfe Nachplappern diverser Propagandaseiten, ist schlicht und ergreifend falsch.

Die Behauptung es gäbe "genügend Ersatzmöglichkeiten" ist Unfug. Einfach und simpel.

Kommentar von Negreira ,

Und Du bist sicher, daß Dein Wissen allumfassend ist? Das sind mir die liebsten!

Kommentar von kayo1548 ,

Naja was heißt allumfassend - heutzutage ist es einfach noch nicht möglich auf Tierversuche komplett zu verzichten, da hat dadita recht.

Das heißt natürlich nicht, dass das etwas zwingendes, eine Art Naturgesetz ist - ganz im Gegenteil: ich bin mir sicher, dass wir in einiger Zeit sehr gut darauf verzichten können.

Momentan geht das aber leider noch nicht, wollen wir den jetzigen Forschungsstand aufrecht erhalten.

Mit Meinung hat das weniger zu tun.

Kommentar von dadita ,

Da ich selbst mit Tierversuchen arbeite und auch eine dementsprechende Ausbildung samt Belehrung über Ersatzmethoden erhielt, sowie wie jeder Wissenschaftler bei einem Antrag auf Bewilligung eines Tierversuches eine genaue Erläuterung abgeben muss, warum keine Ersatzmethode diesen Versuch ersetzen kann (da der Versuch sonst illegal wäre), bin ich mir ziemlich sicher behaupten zu können, dass ich hier um Welten mehr Ahnung habe als du. 

Kommentar von Negreira ,

Das habe ich mir fast gedacht. Dennoch ist es mir gleichgültig, ob Du der Meinung bist, mehr Ahnung zu haben. Schon zu Beginn meines Medizinstudiums haben wir einiges an Ersatzmethoden gehabt. Nachdem ich jetzt jahrzehntelang in meinem Beruf tätig war, willst Du mir weismachen, daß Tierversuche immer nötig sind?

Kommentar von dadita ,

Es ist ein Fakt, dass diese immer noch nötig sind. Bitte nenne mir eine Ersatzmethode welche in der Lage ist, Knock-Out-Linien, Inzucht-Stämme, trangene Linien, und Co in der angewandten wie auch in der Grundlagenforschung zu ersetzen.

Fakt ist: Tierversuche, für welche es anwendbare Ersatzmethoden gibt, sind von Gesetzgeber (zu Recht) verboten. Fakt ist auch, dass jeder Wissenschaftler bei seinem Tierversuchsantrag eine genaue Begründung angeben muss, warum diese Ersatzmethoden nicht anwendbar sind.

Dies ändert nichts daran, dass jedes Jahr zahlreiche Tierversuche durchgeführt werden, aus einem einfachen Grund: Sie sind absolut unersetzlich. Ohne sie käme die molekularbiologische Grundlagenforschung augenblicklich zum erliegen. 

Einmal mehr zeigt sich wie traurig wenig Ahnung ein Mediziner von molekularbiologischer Forschung haben muss um seinenBeruf ausüben zu können...

Antwort
von Dackodil, 21

Hier eine Doktorarbeit, die sich mit der Problematik von Arzneimittelprüfungen befaßt:

http://hss.ulb.uni-bonn.de/2010/2163/2163a.pdf

Antwort
von kugel, 36

ja... stand kürzlich in der Presse ein großer Fall:

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-01/medikamententest-rennes-frankreich-...


Sicherlich findest Du unter dem Stichwort "Contergan" und Tierversuche bei Google auch noch Infos

Antwort
von farbenlos, 12

Das ist keine Antwort auf deine Frage, aber ich bin sowieso dafür, dass alle Produkte an Freiwilligen getestet werden und nicht an Tieren. Keine Freiwilligen? Tja, Pech gehabt, die Tiere machen das ja auch nicht gerne!

Kommentar von dadita ,

Ich wäre dafür, dass Tierversuchsgegenern jeder Zugriff auf die Errungenschaften der modernen Medizin verwehrt wird. 

Du bräuchtest Medikamente? Tja Pech gehabt, ohne Tierversuche gäbe es diese eben nicht. 

Und auch wenn du vllt selbst keine brauchst: Ohne Tierversuche gebe es kein Insulin für Diabetiker, keine Gerinnungshemmer für Infarktpatienten, kein Gerinnungsförderer für Menschen die unter Hämophilie leiden, keine Operationen bei Blinddarmentzündung , keine Krabstherapie, keine HIV-Therapie und Millionen anderer Therapien, Medikamente und Operationstechniken welche zuerst an Tieren entdeckt, erprobt und getestet wurden. 

Du forderst den Tod von Millionen Menschen...um Mäuse zu retten.

Antwort
von Brave48, 26

Menschen und Tiere sind eben nicht das selbe! Also kann immer vorkommen

Kommentar von kayo1548 ,

Menschen sind Tiere.

Wie genau wir uns da unterscheiden, welche Vorgänge ganz ähnlich ablaufen und welche Strukturen ähnlich aufgebaut sind ist je nach Tier unterschiedlich.

Tier und Tier ist nicht dasselbe ist da ein wenig zielführender Ausdruck; man müsste schon 2 Arten miteinander vergleichen.

Und das es je nach Bereich und Art sehr viele Ähnlichkeiten gibt ist wenig verwunderlich, wenn man über die Evolution und damit der Entwicklung von Lebewesen Bescheid weiß.

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