carola111 am 11.12.2007 um 9:40 Uhr
Gibt es statt Tierversuche andere Alternativen? Oftmals ist es überflüssig, jetzt das Produkt zum x.Mal an Tieren auszuprobieren. Es ist doch irrsinnig, Tiere für sinnlose Experimente zu züchten, um sie dann zu missbrauchen.

Überflüssige Testst, die schon zig mal von anderen vorher durchgeführt wurden, gehören endlich VERBOTEN oder ist hier noch irgendjemand überrascht, dass es dem Auge schadet, wenn ätzende Substanzen hineingerieben werden oder man Stundenlang Zigarettenqualm hineinbläst? Diese Tests werden aber ständig an armen nur zum todgequält werden gezüchteten Tieren durchgeführt!!! Menschen, die diese Art Tests durchführen, sind für mich das übelste und minderwertigste was an Gewürm auf Gottes Erdboden kriecht!!!
wie gesagt, es dürfte außerordentlich schwierig sein, einem Forscher zu unterstellen, daß er etwas untersucht, dessen Ergebnis schon feststeht.
Ich bin jederzeit bereit für ein Verbot von Tierversuchen bei der Herstellung von Kosmetika und Pflegemitteln zu stimmen (dabei sollte man dann nochmal drüber nachdenken, wo das Collagen so mancher Creme herkommt), wenn wir uns der entsprechenden Folgen bewusst sind.
pj
Heeeschen am 11. Dezember 2007 10:09 Nein PJ, das ist leider nicht so schwer, wie Du glaubst - ich habe eine Liste gesehen (die ich nicht wiederfinde, suche aber weiter und packe den Link hier hin, wenn es mir noch gelingt) wo tatsächliche Versuchsreihen, die immer wieder gemacht werden, aufgeführt waren. U. A. die Qualmtests oder die Augenreiztests und viele schlimme Dinge mehr....
wenn Du sie findest, dann ist es wichtig, dazu auch noch zu wissen warum diese Tests durchgeführt werden. Oft sind es gesetzliche Vorschriften oder Produkthaftungsfragen, die den Hersteller dazu zwingen, nachzuweisen, daß sein Produkt in diesem spezifischen Punkt nicht gefährlicher ist als andere.
pj
Heeeschen am 11. Dezember 2007 10:28 Mag schon sein, PJ, aber hältst Du diese Tests für sinnvoller, nur weil unser ohnehin oft fragwürdig entscheidende Staat sie in zigfacher Wiederholung vorschreibt?

Minax am 11. Dezember 2007 12:28 
Also es ist nun mal bewiesen, dass man alle Versuche, die an Tieren gemacht werden, auch an Zellen machen kann. Ausserdem ist bewiesen, dass die Ergebnisse von Tierversuchen nicht unbedingt auf die Spezies Mensch übertragbar sind. Mich macht es sauer, wenn die Menschen sich raus nehmen, zum Eigennutz andere Mitbewohner, die schwächer sind, zu missbrauchen. Der "schlaue, hochintelligente, fortschrittliche Mensch" sollte doch so weit denken können, dass er schwächere unter Schutz stellt. Aber ne, ausgenutzt wird´s. Ein Zeichen, wie unfähig die Menschheit ist, zu denken. Der Trieb des Stärkeren zählt noch. Für mich ist es moralisch einfach nicht vertretbar. Forschung könnte auch anders betrieben werden!
Heeeschen am 11. Dezember 2007 10:10 DH!
Also es ist nun mal bewiesen, dass man alle Versuche, die an Tieren gemacht werden, auch an Zellen machen kann.
Mit Verlaub, das ist Quatsch.
Es gibt Versuche, die man mit Kulturen durchführen kann (vor allem chemische Verträglichkeit) Aber es gibt auch viele, bei denen das nicht geht. Seid doch bitte nicht immer so pauschal!
pj
Retzlaff am 11. Dezember 2007 13:44 Pauschal hin oder her. Wissenschaftlich bewiesen ist wissenschaftlich bewiesen. Das ist ganz objektiv so. Wenn Du den derzeitigen Forschungsstand als Quatsch bezeichnen möchtest, bitte. Deine Sache.
nochmal: für ganz bestimmte Versuche hat man Möglichkeiten gefunden, Zellkulturen statt ganzer Tiere zu verwenden. Bei weitem nicht für alle. Wie willst Du denn Metabolismusverträglichkeit an einem Haufen Zellen untersuchen? Wie eine Hormonelle Wechselwirkung? Die Welt ist leider nicht eindimensional.
pj
Retzlaff am 12. Dezember 2007 10:26 Schon klar, und der Menschliche Organismus ist gleich dem einer Maus.

ich denke es gibt heutzutage auch andere möglichkeiten verschiedene produkte zu testen
ach Mensch, jetzt schau ich hier seit zwei Wochen rein und das ist schon die dritte Abstimmung, die pauschal fragt "Tierversuche ja/nein".
Wenn sämtliche Frauen der Welt endlich Wert darauf legen würden, daß Kosmetika ohne Tierversuche auskämen, dann wäre schon viel gewonnen. Aber ich fürchte, wenn das Zeug dadurch einen Euro teurer wird, dann jammern wieder alle und laufen zu Lidl, Aldi und zum Seifenplatz und kaufen da wieder das konventionell produzierte Zeugs.
Tierversuche sind moralisch schwierig, und allein schon deshalb nicht mit "ja" oder "nein" abzuhandeln. Die Grundlagenforschung kommt in vielen Bereichen nicht ohne Tiermodelle aus, wo es Alternativen gibt werden die üblicherweise verwendet.
Es gibt aber auch Bereiche, in denen der Konsument mit den Füßen abstimmt. Warum werben kaum Kosmetikahersteller mit "ohne Tierversuche entwickelt"? Weil's beim Geld dann doch wieder keine(n) interessiert?
pj
bommel65 am 11. Dezember 2007 09:52 Ich denke, man muss unterscheiden zwischen kosmetischen und medizinischen Testreihen.
Richtig ist, daß man es nicht pauschal abhandeln kann.
Tierversuche werden in der Grundlagenforschung (pharmakologisch, biologisch etc), in der Arzneimittelzulassung und leider auch in der Produktprüfung von Kosmetika verwendet. Auf letzteres können wir gut verzichten, auch wenn dann vielleicht die eine oder andere Dame mal einen Hautausschlag vom neuesten Lippenstift bekommt. Völlig indiskutabel sind Tierversuche in der Waffenentwicklung.
pj
Heeeschen am 11. Dezember 2007 09:55 Richtig ist aber auch, dass jede Pharmafirma jeden schon x-mal dagewesenen Versuch wiederholt, da es keine allgemeinzugänglichen Datenbänke gibt, wo die Ergebnisse nachgesehen werden könnten, die der Wettbewerb erzielt hat.
Und so werden jedes Jahr Tausende von Affen, Beagles, Katzen und viele arme Kreaturen mehr grundlos auf ekelerregendste und grausamste Weise zu Tode gequält und weggeworfen!!
hast Du Daten, wieviel Prozent der gesamten Versuche das ausmacht? Wieviel davon wirklich 100% identisch sind?
Versteh mich nicht falsch, ich empfinde es als erschreckend, daß wir uns erlauben, andere Kreaturen geringer zu bewerten als uns selbst und zu unserer Sicherheit neue Produkte an ihnen zu testen. Aber wenn wir kritisieren, dann mit Substanz.
Heeeschen am 11. Dezember 2007 10:00 Ich nicht - aber PETA und andere vergleichbare Institutionen können Dich da ausreichend versorgen, wenn Du interessiert bist. Ich überfliege solche Artikel nur - mir treten nach dem Lesen der Überschriften schon die Tränen in die Augen, aber der Informationswillige und härter als ich gesottene kann sich dort sicher schlau lesen.
Heeeschen am 11. Dezember 2007 10:01 Die Substanz, die Du hier absolut zurecht einforderst, wirst Du von den genannten Institutionen bekommen, da bin ich sicher.

Alle wollen schnell Medikamente für Alles, aber keiner fragt, wie es zu diesen kommt.
Tierversuche sind im medizinischen Bereich einfach notwendig - es sei denn ein Mensch stellt sich für Versuche zur Verfügung...naja, aber wer macht das schon - du etwa?
Da ist unlängst ein Mann in England an den Folgen einer Versuchsreihe gestorben - nicht vorhersehbare Komplikationen und Nebenwirkungen - und jede Menge rechtliche Folgen...
Solange man hier nicht selber bereit ist, Krebs-, Aids- oder sonstige Mittel zu testen, oder sich mal eben resistente Viren aus versuchstechnischen Gründen verabreichen zu lassen, sollte man nicht so laut aufschreien...
Im kosmetischen Bereich wird übrigens schon viel darauf verzichtet, siehe Bodyshop & Co...
um es mal völlig undifferenziert zu sagen: Menschen sind scheinbar unfähig, diesen Themenkomplex differenziert zu betrachten.
pj
bommel65 am 11. Dezember 2007 10:04 Ist ja auch ein emotionales Thema, und auch wenn es nicht so erscheint: ich bin absolut tierlieb und töte nicht einmal Insekten im Haus. An meinem Fenster überwintert gerade eine Marienkäferkolonie... :-)
Ich habe aber auch schwer kranke Bekannte und Verwandte (u. A. eine 8-jährige mit Diabetes), die starke Medikamente bekommen - die wollte ich selber einfach nicht testen müssen...
ich bin, wie die meisten schon mitbekommen haben dürften, übezeugter Atheist. Durch den Mangel an christlicher Erziehung (den ich nicht als Mangel empfinde) fehlt mir auch das "mach Dir die Welt untertan". In meinen Augen ist jedes leben gleich wertvoll. Persönlich fände ich es ethisch weit vertretbarer, wenn solche Versuche an Menschen durchgeführt werden würden, die sich der Risiken und Chancen bewusst sind. Aber dagegen spricht leider unser Weltbild wonach jedes menschliche Leben wertvoller ist als jedes Tier.
pj

Das bleibt für lange Sicht wohl nur ein schöner Traum, aber ganz undifferenziert ;-) :

Für die "100.000" Kopfschmerztablette braucht man mit Sicherheit keine Tierversuche mehr machen. Ich denke wenn es von jedem Medikament 10 verschiedene Varianten gibt ist das ausreichend für die Bevölkerung, ausserdem gibt es sicherlich Alternativen um neue Produkte ohne Tierversuche zu testen.

Es gibt genug Alternativmethoden.

Ganz deiner Meinung Carola.
Keines von den Antworten, das Thema ist wirklich heikel und als Forscher hat man keine Alternetive, die hiesse nämlich Menschenversuche, aber das würde mir noch weniger schmecken!
Heeeschen am 11. Dezember 2007 10:11 Schlecht recherchiert, gromit...

Vor allem, wenn man zu sehen bekommt was nach diesen, teilweise doch sehr unnützen Tests von den Tieren noch übrigbleibt...geht mal auf Gut Aiderbichl, dort sind solch arme und elenden Geschöpfe aufgenommen worden... Ich bin gegen Tierversuche