Frage von Emmabg, 182

Tierschutzvertrag geltend machen - dringend!?

Ich habe kurz vor Ostern meinen Hund für 250€ mit Tierschutzvertrag abgegeben, da meine Lebensumstände einfach nicht zugelassen haben dass er bei mir bleibt. Meine Familie hat ihn vor 6 Jahren in Bosnien von der Strasse geholt und jahrelange Geduld und Liebe in ihn gesteckt, bis er ein toller Familienhund wurde. Was er erlebt hat, mag ich mir nicht ausmalen

Laut Vertrag, den beide unterzeichnet haben, habe ich das Recht auf einen "unangekündigten" Besuch, um zu überprüfen ob es dem Hund gut geht, ob seine Haltung okay ist. Ich have sogar den Teil mit "zwingerhaltung" komplett aus dem Vertrag streichen lassen und wenn sie ihn abgeben will, bin ICH Entscheidungsträger was mit dem Hund passiert, nicht sie. Sie darf ihn auch nicht ins tierheim geben, laut Vertrag muss sie ihn mir in so einem Fall wieder geben. Sie unangekündigt besuchen wollte ich allerdings nicht, ich glaube sie muss mir dann auch gar nicht auf machen. Habe ihr also schon anfang Juli Bescheid gesagt, das ich in einigen Wochen den Hund sehen möchte. Immer wieder weicht sie aus, bis heute habe ich ihn nicht gesehen und als ich ihr geschildern habe, dass ich NATÜRLICH immernoch Verantwortung für sein Leben trage und mir wegen ihrem Verhalten Sorgen mache - antwortet sie nicht mehr.

Ich habe Angst und mache mir Sorgen. Ich würde mein Recht, den Hund zu sehen gerne geltend machen, wenn es sein muss auch mit Anwalt. Natürlich nicht unangekündigt, sondern durch einen 2 Wochen vorher, vom Juristen schriftlich angemeldeten Besuch.

Geht das?

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 52

Hallo,

diese Klauseln sind das Papier nicht wert, auf dem sie aufgeschrieben sind.

Du kannst nicht etwas verkaufen, also das Eigentum abgeben, dir aber gleichzeitig "Kontrolle" über dieses abgetretene Eigentum verschaffen wollen. Das eine schließt das andere aus.

Das einzige, was rechtlich gültig wäre, wäre ein Vorkaufsrecht für den Fall, dass der neue Eigentümer den Hund nicht mehr halten kann. Dieses Vorkaufsrecht muss dann aber auch mit der Summe X als Kaufpreis beziffert werden.

Selbst Tierschutz-Orgas müssen ihre Schutzverträge ganz speziell formulieren, wenn sie damit nicht auf die Nase fallen wollen - und oft sind sogar diese Verträge rechtlich nicht haltbar.

Und NEIN, du trägst nicht weiterhin Verantwortung für diesen Hund, denn du hast ihn abgegeben. Das wäre nur der Fall, wenn du einen Pflegevertrag mit dem neuen Halter abgeschlossen hättest - aber dann müsstest du auch weiterhin für alle Kosten aufkommen.

Antwort
von Bernerbaer, 59

Ich würde mein Recht, den Hund zu sehen gerne geltend machen

Solche Klauseln sind weitestgehend unwirksam.

Nach herrschender Rechtsprechung handelt es sich auch bei einem Schutzvertrag um einen Kaufvertrag und nicht etwa um einen „atypischen Verwahrvertrag“ ohne Eigentumsübertragung. Kaufverträge unterliegen nach deutschem Recht einem umfassenden Verbraucherschutz. Klauseln, die für den Käufer überraschend enthalten sind, sind unwirksam.

Die meisten Klauseln in Schutzverträgen sind nach der Rechtsprechung bereits aus diesem Grund unwirksam. Vertragsstrafen, die den Kaufpreis überschreiten, werden zudem als sittenwidrig angesehen und sind ebenfalls unwirksam (OLG Celle, Az.: 3 U 186/08). Ein Verbot zur Weiterveräußerung kann ebenfalls nicht wirksam vereinbart werden. Ein Verstoß gegen Treu und Glauben ist ebenso unzulässig, wie eine unangemessene Benachteiligung des Käufers (Landgericht Hamburg, Az.: 309 S 149/09). Somit kann nahezu jede Schutzklausel als unwirksam ausgelegt werden.

Traurig aber vor dem Hintergrund der derzeitigen Rechtsprechung leider wahr: Möchten Sie sich hundertprozentig absichern, dass Ihr Tier nach Ihren Vorstellungen gehalten wird, müssen Sie es behalten. Sinnvolle und vor allem wirksame Alternativen zum Schutzvertrag können eine Schenkung unter Widerrufsvorbehalt oder ein Vorkaufsrecht zu dem gezahlten Kaufpreis sein.

http://www.kuestenkanzlei.de/2014/02/04/der-schutzvertrag-sch%C3%BCtzende-klause...

Antwort
von Tasha, 48

Ich würde mich damit abfinden, dass der Hund jetzt neue Halter hat. Evtl. würde ich der Frau eine E-Mail oder einen Brief (wird vielleicht eher gelesen?) schreiben mit dem Wunsch, den Hund noch ein LETZTES Mal zu sehen an einem neutralen Ort (also auswärts, nicht bei ihr Zuhause), damit du dich von ihm quasi verabschieden kannst. Du musst dich damit abfinden, dass der Hund jetzt nicht mehr in deinem Leben ist.

Es kann viele Gründe geben, warum man dir das "Besuchsrecht" verweigert, einer davon kann das Eindringen in die Privatsphäre der Familie sein (nicht jeder möchte ständig Besucher reinlassen, die den Familienhund besuchen... oder überhaupt "Fremde" ins Haus lassen). Daher würde ich einen neutralen Ort wählen. Bedenke, dass es sein kann, dass es dem Hund schlecht geht und dir deshalb der Besuch verweigert wird, dass es aber auch sein kann, dass sich die Familie mit dem Besuch einfach unwohl fühlt.

Du wirst sicher längere Zeit um diesen Hund trauern! Überlege, ob es danach andere Kontaktmöglichkeiten mit Hunden gibt, z.B. als Gassigeher oder Urlaubsbetreuung für Hunde.

Bitte doch ggf. um Fotos vom Alltag des Hundes dort, so dass du sehen kannst, dass es ihm dort gut geht, ohne direkten Kontakt zu haben.

Antwort
von Turbomann, 66

@ Emmabg

Ich würde mein Recht, den Hund zu sehen gerne geltend machen, wenn es sein muss auch mit Anwalt.

Du hast deinen Hund verkauft, also gehört er der Person, die ihn mit einer Schutzgebühr von dir gekauft hat.  Wenn diese den Hund weiterveräußert, dann kannst du per Anwalt dagegen vorgehen und der Anwalt wird dir auch sagen, ob dein Vertrag so gültig ist..

Verstehe allerdings einiges nicht ganz.

Wie lange hast du denn den jetzigen Besitzer vor dem Verkauf gesehen?

Hast du dir das künftige Heim deines Hundes vorher auch mehrmals , nicht nur einmal angeschaut?

Du kannst dir Sorgen machen, das steht jedem frei, aber: du hast deinen Hund abgegeben (egal welche Gründe das jetzt sind), dann sollte man nicht ständig den Hund wieder sehen.

Der war jahrelang bei euch und wenn er dich wiedersieht, dann denkt er , du nimmst ihn wieder mit.

Kommentar von Emmabg ,

Sie hat uns mehrmals besucht, wir waren auch zusammen spazieren und der hund ist, obwohl er fremde meidet und nicht von seinem Platz aufsteht wenn Besuch kommt, sofort auf sie zu als sie rein kam und lag nach 10minuten an ihrer Seite auf dem Sofa. Er hat gewählt zu wem er geht. Da er ihr vertraut hat, habe ich das auch. Ich habe ihren Partner und ihre Mutter kennen gelernt, bei einem Besuch dort war ich nicht, die Wohnungseinrichtung interessiert mich nicht - nur der Mensch.

An sich, glaube ich sie ist eine tolle Besitzerin für ihn - ich mache mir einfach nur Sorgen wieso sie ständig ausweicht, was das soll. Ist das denn nötig? Ich habe mehrmals gesagt, dass ich ihn ihr weder weg nehmen, noch mich in ihre Haltung einmischen will, sondern ihn nur noch einmal sehen möchte.

Kommentar von dsupper ,

sondern ihn nur noch einmal sehen möchte.

Wahrscheinlich besitzt die neue Eigentümerin genügend Empathie, um den Hund vor einer solch belastenden Situation zu schützen.

Kommentar von MaggieundSue ,

richtig! DH @dsupper

Kommentar von ersterFcKathas ,

du solltest mal überlegen was du deinem ehemaligen hund eigendlich damit antust... der hat sich gerade an´s neue herchen gewöhnt , da taucht die ""alte "" wieder auf... der hund ist doch hin und hergerissen... der eine sagt sitz .. der andere platz.. wenn es dir wirklich um den hund geht... lass ihn und den neuen besitzer in ruhe.... , oder gehts hier nur um recht haben und recht bekomen... das ist was ganz anderes... denn ein tier ist in D leider immer noch , nuur eine sache !!

Antwort
von Bitterkraut, 38

all diese Klausln sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Du hast den Hund verkauft, und jetzt gehört er einem anderen. So ist das. Und du kannst niemandem vorschreiben, was er mit seinem Eigentum und Besitz macht, solange er sich an die Gesetze hält.

Du hast keine Rechte mehr an dem Hund, auch keine Verantwortung, das ist so. Wenn du in der Verantwortung bleiben willst, mußt du den Hund behalten oder ihn z.B. an gute Freunde geben, die dir Zugang zum Hund gewähren.

Stell dir vor, du verkaufst ein Auto und machst eine Autoschutzvertrag, der dir erlaubt, zu bestimmen, wo das Auto gewartet wird und wie oft es gewaschen werden muß etc. Das geht ja auch nicht.

Das einzige, was man vertraglich vereinbaren kann und was auch vor Gericht bestand hat, ist ein Vorkaufsrecht, für den Fall, daß das Tier wieder weiterverkauft werden soll.

Antwort
von tryanswer, 60

Solche Verträge sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden. Mit einem Anwalt wirst du also nur etwas erreichen können, solange sich deine Vertragspartnerin dadurch einschüchtern läßt.

Antwort
von MaggieundSue, 71

Diese Tierschutzverträge sind für den Müll! Sind daher nicht "rechtskräftig". Sobald der Käufer die "Ware" gekauft hat, ist es sein Eigentum und kann daher damit machen, was er will......

Klingt doof, ist aber so.

Mir fällt aber was anderes auf! Kann es sein, dass du nur an diesen Vertrag herumhantiert hast und dabei vergessen hast, dass richtige Frauchen/ Herrchen zu suchen? Auf dein "Recht" gepocht hast und Hundi dabei vergessen hast....

Gab es wenigstens eine Vorkontrolle ?

Kommentar von Emmabg ,

Der Hund hat gewählt.

Kommentar von MaggieundSue ,

Gab es eine Vorkontrolle??

Kommentar von Emmabg ,

Doch die gab es, ich habe auch ihre Behauptungen einen Hund gehabt zu haben durchleuchtet. Alles ist wahr. Man sieht auch sofort das sie Ahnung von Hunden hat und Ruhe ausstrahlt, sonst wäre der Hund gar nicht in ihre Nähe gekommen. Auch der Spaziergang verlief super, auch von ihrer Mama ließ er sich super führen

Kommentar von MaggieundSue ,

Wenn er es dort gut hat, warum willst du ihm unbedingt ein Wiedersehen aufzwingen? Dies hilft dem Hund gar nicht!

Er ist weg und hat eine neue Besitzerin und offenbar Glücklich dort. Freue dich doch mit ihm und gönne es ihm. 

Ein Wiedersehen verwirrt ihn nur!  

Kommentar von Emmabg ,

Definiere offensichtlich.

Ich habe bis jetzt eine Anzahl an Bildern bekommen, die man an einer Hand abzählen kann, nie ist der Körperbau zu sehen, sein Blick wirkt so anders..  so kenne ich ihn einfach nicht, wie er auf den Bildern schaut. Deswegen wollte ich ihn sehen. Mit eigenen Augen SEHEN, dass es ihm gut geht

Kommentar von MaggieundSue ,

Du hast ihm sein neues Zuhause ausgesucht! Nicht ich! Du schreibst oben, dass es eine tolle neue Besitzerin ist....Hund hat sie ausgesucht usw.

Du kannst einfach nicht loslassen...für dich war es eventuell ein Fehler, dass du ihn "VERKAUFT" hast. 

Na ja.....nun ist er aber weg....

Antwort
von SusanneV, 26

Lass den Hund und seine neue Besitzerin in Ruhe. Du gehörst da nicht mehr dazu. Hund abgeben und sich trotzdem noch einmischen wollen gehört sich nicht.

Mit einem Anwalt aufzutauchen ist komplett überzogen.

Der Hund hat es gut und nur darum geht's. Ich kann die Frau verstehen.

Antwort
von ersterFcKathas, 61

verstehe nicht wie man so einen vertrag unterschreiben kann... rechtlich seehr bedenklich... du hast keinerlei recht das grundstück des halters/halterin zu betreten.. ein hund ist in D eine sache und wenn ich eine sache erwerbe kann ich damit machen was ich will... im falle eines tieres kommt nur noch der tierschutz dazu... wenn du also beweisen kannst das der hund gequält oder mißhandelt wird hättest du eine chance eine anzeige zu machen... aber dieser komische vertrag hat  meines wissens überhaupt keine rechtliche grundlage.

hatten hier in de gegend einen ähnlichen fall... die familie fährt jedes jahr nach spanien , bringt von dort 2 hunde mit und verkauft die an tierliebende menschen mit so einem vertrag... die neuen besitzer lassen den hund natürlich vom doc untersuchen und gegebenenfalls behandeln... kostet richtig euros....

dann taucht nach einiger zeit der tierschutzverein auf  , weil anonym eine anzeige gemacht wurde... die besitzer werden  so eingeschüchtert , da auch mit der polizei gedroht  und dieser komische vertrag vorgezeigt wird , sie geben das tier wieder raus und es kommt , wie sollte es auch anders sein.. zum alten besitzer zurück. der hat nun ein gesundes,geimpftes u. geschiptes tier , das im www teuer verkauft wird , den es sind meistens gesuchte besondere rassen ... und das alles unter dem mäntelchen des tierschutzes.

kenne eine frau die hat allein an behandlungskosten über 1.500 € gehabt und nach 6 monaten den hund total eingeschüchtert wieder rausgegeben...einige tage später wurde er teuer verkauft

Kommentar von Emmabg ,

Aber ich will ihr doch den Hund nicht weg nehmen, ich möchte ihn doch bloss ein letztes Mal sehen und das ist sowohl abgesprochen als auch Schriftlich festgehalten.

In dem Punkt ist das deutsche Gesetz einfach nur Mist, auf deutsch gesagt.

Kommentar von dsupper ,

Wieso ist das dt. Gesetz Mist? Weil Eigentum nun mal Eigentum ist und ganz besonders geschützt wird?

Denk vor allem an den Hund! Er hat sich gerade in der neuen Familie eingewöhnt und nun kommst du und willst alte Wunden wieder aufreißen? Mal abgesehen davon, dass ich überhaupt nicht nachvollziehen kann und mir auch keine Situation vorstellen kann, in der ich mich von meinen Hunden trennen würde (ebenso wenig, wie ich mich von meinen Kindern trennen würde!), hast du das Tier weggegeben - und damit alle Recht verwirkt.

Antwort
von Miesepriem, 47

Du hast den Hund abgegeben, aus was für Gründen auch immer.

Aber nun möchtest du weiterhin bestimmen was mit ihm geschieht.

Ich würde dich auch nicht unangemeldet herein lassen, evtl. nicht mal angemeldet. Du hast dein "Eigentumsrecht" abgetreten.

Der Hund gehört dir nicht mehr. Was ich noch einsehen würde, dass wenn der neue Eigentümer den Hund nicht mehr halten kann oder ihn vernachlässigt, schlecht behandelt etc. ihn dir zurückgeben muss.

"Besuchsrechte" finde ich doch etwas überzogen. Wenn du gerade mal in der Nähe bist...nun gut, aber wie gesagt reinlassen wird man dich nicht müssen.

Vielleicht fühlt sich der neue Eigentümer von dir bedrängt, wegen deiner ständigen Nachfragerei und hat sich deshalb nicht mehr gemeldet?

Wenn du einen konkreten Verdacht hast das es dem Tier nicht gut geht, schalte das Vet-Amt ein.

Wenn nicht, finde dich damit ab dass der Hund nun ein neues Zuhause hat, du wolltest ihn nicht mehr.

Keine Ahnung ob ich mit meinen Aussagen richtig liege. Aber das ist meine Meinung dazu, so sehe ich das als Aussenstehender.

:-)

Kommentar von Emmabg ,

Du hast meinen Beitrag nicht richtig gesehen.

Ich will weder über den hund bestimmen, noch will ich da unangekündigt auftauchen.

Ich glaub einen Anwalt dazu zu befragen wäre hier besser

Kommentar von Miesepriem ,

Ja, befrag einen Anwalt. Der lacht sich kaputt. Aber hast du auch mal an den Hund gedacht oder zählt nur die Beruhigung deines schlechten Gewissens, was du offensichtlich hast, denn sonst würdest du dich nicht so aufführen?

Wenn du ihn besuchen willst, denkst du nicht dass er dann traurig ist wenn du ihn wieder verlässt? Er hat sich jetzt in der neuen Familie eingelebt und dann tauchst du wieder auf?

Kommentar von Bitterkraut ,

Ja, und rausgeschissenes Geld. Ein Anwalt wird dir nichts anderes sagen, als die Hundeleute hier Wir setzen uns seit Jahren und Jahrzehnten mit Tierrechten und Verträgen auseinander.

Fakt ist, deine Klauseln haben vor Gericht keinen Bestand.

Du kannst nicht etwas verkaufen und gleichzeitig die Kontrolle darüber behalten wollen. Das funtioniert nicht in unserem Rechtssystem und das kann man vertraglich auch nicht aushebeln.

Antwort
von valvaris, 46

Das Beste ist, dir wirklich nen Anwalt zu nehmen und den Besuch durch ihn durchsetzen zu lassen.

Es kommt bei solchen Verträgen neben der Ungültigkeit einiger Klauseln (Kastration als Pflicht des neuen Halters, lehne ich definitiv ab) auch drauf an, wie argumentiert wird, ob solche Klauseln als rechtskräftig eingestuft und rechtlich durchsetzbar sind.

Erstmal ist alles, was dem Wohl des Hundes abträglich ist, ein Grund, etwas zu unternehmen.

Übrigens könntest du auch anbieten, mal zusammen mit dem neuen Besitzer zusammen Gassi zu gehn und paar Runden zu drehn - immerhin geht es um den Hund und nicht darum, dass du in die Privatsphäre eindringst.

Was auch fraglich ist, wäre die Klausel, dir den Hund einfach wieder zu holen. Vermutlich hast du ihn nämlich nicht zur Pflege, sondern komplett und damit auch deine Rechte am Hund abgegeben.

Aber hier gilt auch wieder: Der Ton macht die Musik und es kommt auf die Argumentation an.
Kann der Anwalt nachweisen, dass du den Hund in gutem Glauben, dass es zur Pflege ist, abgegeben hast, dann kann es genauso eingestuft werden.
Aber dann darfst du dich vermutlich auch auf andere Folgen gefasst machen, weil sich niemand gern was wegnehmen lässt.

Kommentar von Emmabg ,

Genau das war sogar mein Vorschlag. Uns zu einem Spaziergang zu treffen, weil ich den Hund nicht zusätzlich verwirren will, indem ich plötzlich in seinem neuen Zuhause auftauche. Ich möchte ihn ja nicht zusätzlich stressen. 

Es war alles gut, sie hat zwischendurch ein Bild geschickt wenn ich mich gemeldet habe, sie hat anfangs sogar einmalangerufen und ein bisschen erzählt wie es läuft und so. Und jetzt das. Ich bin verzweifelt

Kommentar von Turbomann ,

@ valvaris

Übrigens könntest du auch anbieten, mal zusammen mit dem neuen Besitzer zusammen Gassi zu gehn und paar Runden zu drehn - immerhin geht es um den Hund und nicht darum, dass du in die Privatsphäre eindringst.

Das ist richtig, aber der Hund ist seit Ostern verkauft, das hätte man vorher machen müssen, um den neuen Besitzer kennenzulernen, es verkauft doch keiner seinen Hund über Nacht an einen Fremden.

Kommentar von Emmabg ,

Natürlich waren wir zusammen spazieren, teilweise haben die Besuche VOR der Abgabe des Hundes Stunden gedauert. sie haben sich wirklich in Ruhe kennen gelernt und das war mir wichtig.

Einen neuen Besitzer zu finden hat über ein Jahr gedauert. Und jetzt das?

Wozu all die Mühe wenn es ihm grade vllt nicht gut geht, aber ich NICHTS tun kann? Ist das alles ein schlechter Witz?

Ich musste ihn nunmal krankheitsbedingt abgeben, das kann ich nicht ändern. Aber dennoch habe ich KEIN Recht zu gucken ob es ihm gut geht?

Kommentar von valvaris ,

Eben ja deshalb auch der Vorschlag wieder zusammen spatzieren zu gehen.

Es könnte einfach eine Abwehrreaktion sein, die nichtmal was mit dem Hund zu tun hat, dass sie sich nicht meldet. Du willst ja immerhin in die Wohnung.
Wenn ihr zusammen spatzieren geht, dann hat das auch den Vorteil, dass du siehst, wie sich der kleine entwickelt hat, wie er reagiert, ob er noch neugierig ist, vernünftig läuft etc.

Und du zeigst, dass du nicht wegen der Wohnung schaust, sondern eben wegen dem Hund.

Kommentar von Turbomann ,

@ Emmabg

Ich sehe das wie einige andere hier genauso.

Du hast dich damals unten den Umständen entschieden, deinen Hund zu verkaufen.

Du hast dich nach deinen Worten vorher im künftigen zuhause deines Hundes umgeschaut, wie er leben würde. Du hast nach deinen Worten die jetztige Halterin kennengelernt und anscheinend fühlt sich der Hund dort wohl.

Warum sitzt du jetzt noch immer auf deinen Vertrag, weil du den Hund nicht mehr sehen kannst?.

Lasse mal los, er ist anscheinend gut versorgt und es reicht aus, wenn man ab und zu mal telefonisch oder per Mail in Verbindung ist, aber irgendwann sollte man sich verabschieden.

Dir fällt es ganz einfach schwer, aber verkauft ist verkauft.

Kommentar von Bitterkraut ,

Das Beste ist, dir wirklich nen Anwalt zu nehmen und den Besuch durch ihn durchsetzen zu lassen.

Das ist rechtlich gar nicht möglich und das weiß auch jeder Anwalt. Da gibts nix durchzusetzen.

Antwort
von exxonvaldez, 42

Nein, das geht nicht.

Es gibt kein eingeschränktes Eigentum!

Der Hund befindet sich nicht mehr in deinem Besitz. Der Vertrag ist ungültig.

Kommentar von CreativeBlog ,

Wenn ein Vertrag zu Stande kam, ist dieser Gültig. Gehst du zu einem Stromanbieter,bekommst einen Vertag und sagst im nachhinein, dieser ist ungültig? Weil du kein Geld bezahlen willst?

Wohlkaum. 

Kommentar von exxonvaldez ,

Nein, er ist nicht gültig. (Verstoß gegen gute SItten etc.)

Kommentar von Emmabg ,

Soweit ich weiss ist ein tierschutzvertrag grundsätzlich geltend, wenn beide unterzeichnet haben und sich über die Bedingungen einig sind und alles innerhalb der deutschen Gesetze bleibt. So weit habe ich es nun geschafft mich zu informieren. Wie ich mein Recht geltend mache ist nun die frage

Kommentar von exxonvaldez ,

Du hast kein Recht.

Es ist nicht z. B. nicht möglich jemandem den Verkauf seines Eigentums zu verbieten.

Kommentar von Bitterkraut ,

Dann weißt du eben was falsches und bist schlecht informiert worden.

Kommentar von Lapushish ,

Creativeblog: wenn man einen ungültigen Vertrag - auch beim Stromanbieter - unterzeichnet, ist dieser nichtig. Völlig Banane, wie oft man da seinen Namen darunter setzt. Man kann seinen Eigentum nicht abtreten und gleichzeitig Besitzansprüche geltend machen. Verkauf = keine Rechte mehr am Gegenstand (Hund).

Antwort
von Arashi01, 4

Vergiss das mit dem Anwalt. Wenn Du ein berechtigtes Bauchgefühl hast, mach folgendes. Kauf einen großes Sack Hundefutter, fahr unangemeldet vorbei, klingle, und sag dass Du nicht stören willst, sondern nur einen netten Gruß vorbeibringen willst.

Ich könnte wetten, sie zeigt dir das Tier.

Ein Versuch ist es wert.

Antwort
von CreativeBlog, 53

Verträge sind dafür da, diese auch einzuhalten. Steht ja nicht umsonst dort.

Es ist halt immer die Frage, wie oft du schon gefragt hast. Und ob es die Situation zulässt. Man weiß ja nie was in der anderen Familie eventuell tragisch passiert ist. Aber okay, dafür müssten diese personen auch sprechen können.

Sollte nichts passieren ( auch irgendwie mit beweisen) dann kannst du auch zum Anwalt maschieren mit guten Recht. 

Kommentar von Emmabg ,

Sie sagt, es geht momentan schlecht - weil sie für ihre Prüfungen lernen muss. Und sie sagt sie will keinen Termin verpassen, nur weil ich den Hund sehen will, dass sie das Planen muss.

Seit drei monaten, JEDEN Tag und den GANZEN Tag? 

Langsam werde ich einfach misstrauisch, vorallem weil plötzlich keine Antwort mehr kommt.

Kommentar von Turbomann ,

@ Emmabg

Dann hast du deinen Hund an jemand verkauft, der studiert oder wenig Zeit hat wegen Prüfungen?

Vielleicht stimmt das ja auch, da skann hier keiner beurteilen.

Da hätte ich schon im Vorfeld (vor dem Verkauf) nach den beruftlichen Zukunftsplänen gefragt (bei einem gewissen Alter des Käufers).

Ich wäre auch an deiner Stelle schon längst mal dort einfach so bei der neuen Besitzerin "vorbeigefahren" und hätte mal geschaut, ob und wie lange man überhaupt mit dem Hund rausgeht.

Kommentar von Lapushish ,

Bitte? Du wärst mal vorbeigefahren und hättest geguckt ob und wie lange die dort raus gehen? So viel Zeit hätte ich auch gerne.
Das geht sie leider nichts mehr an! Das grenzt ja dann an Nachstellung.

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