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Tierquälerei - verwahrloste Katze

gefragt von omacharlotteomacharlotte am 14.01.2009 um 20:38 Uhr

Ich suchte zur Gesellschaft für meinen Maine-Coon-Kater, der nur im Haus lebt, eine reine Wohnungskatze und fand nach langem Suchen eine, die 3 Jahre alt ist. Die Besitzerin sagte mir, sie hätte von klein auf ein Glubschauge und wäre nicht kastriert. Da sie nicht rollig war, fuhr ich samstags hin und holte sie. Falls sich die beiden nicht verstünden, könnte ich sie zurückgeben. Das Auge sah furchtbar aus, die Katze war struppig und sie roch parfümiert. Nach zwei Tagen bekam sie furchtbaren Durchfall und wir brachten sie sofort zu meiner Tierärztin, was sowieso geplant war. Diese sagte, die Katze ist in einem erbärmlichen Zustand. Sie war verwurmt, verfloht und roch nach Eiter. Ich ließ sie behandeln (Auge entfernt, Kastration usw.). Bei einem Bluttest kam heraus, dass sie einen FIP-Titer von 1:400 hat. Da dieses Corona-Virus bei Stress mutieren und diese tödliche Krankheit auslösen kann, war es mir zu riskant, sie zu behalten (meinen Kater habe ich daraufhin testen lassen – negativ). Die Leute weigerten sich, die Katze wieder zu nehmen, weil sie u.a. Bengalkatzen züchten. Wir haben ein tolles Zuhause für die Katze gefunden und es geht ihr jetzt sehr gut. Ich habe alles in allem rund 500€ Kosten gehabt und würde mal Eure Meinung dazu hören, wie man die Leute daran beteiligen kann, weil ich es ganz furchtbar finde, daß diese die Katze solange haben furchtbar leiden lassen


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KBB0815
beantwortet von KBB0815 am 14. Januar 2009 20:41
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gar nicht. Das Einzige was du tun kannst ist die Leute verachten und per Tierschutz mal kontrollieren lassen wie es den anderen Katzen geht. Wenn solche Leute züchten.......


JinxValentine
beantwortet von JinxValentine am 14. Januar 2009 22:54
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Wenn diese Tierquäler tatsächlich "züchten", versuchs doch mal mit einer Anzeige beim Ordnungsamt. Heb auf jeden Fall alle tierärztlichen Unterlagen auf, damit du irgendwelche Nachweise hast.


Rennschnecke
beantwortet von Rennschnecke am 15. Januar 2009 20:16
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Zuerst einmal ein ganz dickes Lob und Kompliment für Dein Verhalten und wie sehr Du Dich um die kleine Fellnase gekümmert hast. Ehrlich gesagt hätten wir auch so gehandelt, aber es gibt nicht viele Menschen, die sich so um ein Tier kümmern. Was den Tierschutz betrifft, so würde ich mal beim Tierschutzverein, Katzenschutzbund, Katzenhilfe etc. nachfragen, ob man gegen die Leute nicht Anzeige erstatten kann bzw. ob die nicht aufgrund Deines Hinweises dort mal genauer nachschauen können. Wo eine "misshandelte" Katze ist sind vielleicht noch mehr. Falls ja, kann man eine Anzeige bzgl. Tierquälerei etc. stellen.

Ob Du denen Deine Kosten "aufdrücken" kannst da bin ich mir nicht sicher. Es wird auch von der Beweislage eher schwierig sein nachzuweisen, dass Du die Katze von den Leuten hast, denn Du hast ja keine Papiere (Vertrag etc.). Im Zweifel behaupten die vor Gericht glatt, dass es gar nicht ihre Katze ist. Dann hast Du auch noch die RA-Kosten am Hals.

Was auch passiert, ich wünsche Dir ganz viel Glück und gutes Gelingen die Leute zur Einsicht zu bringen und für Deinen Stubentiger einen Spielkameraden zu finden.

LG Rennschnecke


TawaGirl
beantwortet von TawaGirl am 14. Januar 2009 20:51
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Von den Leuten wirst Du wohl kaum einen Cent bekommen. Du hast aber damit der Katze noch zu einem schönen Lebensabend verholfen. Ich kann mich da nur KBB0815 anschließen und zu einer Kontrolle durch den Tierschutz raten. So jemand sollte es verboten werden überhaupt Katzen zu züchten. Wie kann man einem Tier so etwas antun? Solche Berichte machen mich immer fassungslos. Ein Dank an Dich für so viel Engagement. LG TawaGirl


Elfy7
beantwortet von Elfy7 am 14. Januar 2009 22:21
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Erst mal ein ganz großes Kompliment an dich! Ich finde es toll, wie selbstlos du dieser lieben Katze geholfen hast. Das hätte sicher nicht jeder gemacht, auch wenn er es sich finziell hätte leisten können. Wie die rechtlichen Ansprüche zur Kostenbeteiligung sind, kann ich nicht einschätzen. Auf jeden Fall würde ich auch den Tierschutz informieren. Außerdem finde ich es ratsam, sich an den Verband deutscher Edelkatzen zu wenden. Die richtige Adresse findest du hier:

http://www.vereinsverzeichnis.eu/verein,34993,Erster-Deutscher-Edelkatzenzuechte...

LG Elfy7



anonym
beantwortet von Penibly am 14. Januar 2009 20:43
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Sieh mal bei deinen Komplimenten nach... LG.


Sweety4711
beantwortet von Sweety4711 am 14. Januar 2009 20:58
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Hallo, ich habe es mir gerade durch gelesen und finde es furchbar wie soetwas noch züchten darf! Leider kann man da mit den Kosten nix machen, nur diesen Leuten müsste man den Tierschutz auf den Hals hetzen!!!!! Schön das es noch Leute gibt die sich solcher Tiere annehmen DAnk auch von mir


anonym
beantwortet von Catfan am 14. Januar 2009 22:04
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es gibt die Gewährleistungspflicht auch für Verkäufer von Tieren! So ganz einfach sagen juckt mich nicht können die nicht.Allerdimgs musst Du auch beweisen können das es von denen kommt und die das es NICHT von denen kommt.Jedenfalls haben die eine Gewährleistungspflicht.

Zu dem Titer..es gibt kein FIP Titer sondern "nur"ein Coronavirentiter.Dieser sagt aus ob die Katze mit Coronaviren schon einmal Kontakt hatte oder ni9cht.Der Titer kann hochgehen bei Stress,Rolligkeit,akuter Krankheit(hatte sie ja alles)sowie erst recht eine Durchfallerkrankung. Ich würde die Katze behalten udn ihr endlich das Zuhause geben welches sie verdient hat.Vorrausgesetzt dein Kater aktzeptiert sie.

Zu diesen Leuten(es widerstrebt mir sie Züchter zu nennen)kann ich nur sagen PFUI Teufel.

Kommentar von Dde77697e974631626193032ccb9cf66smallomacharlotte am 15. Januar 2009 13:57

Diese Katze war zu verschenken. Es dürfte sich um eine Mischlingskatze, eventuell mit Sib. Waldkatze drin, handeln, die auch in diesem Haushalt geboren wurde. Die Tochter (ca 17 Jahre)der Züchterin hatte 6 Katzen und die Mutter hatte ihr nahegelegt, welche abzugeben. Das und daß die Mütter Züchterin ist, habe ich erst bei der Abholung erfahren. Die Dokumentation über die Behandlung habe ich von meiner TA schriftlich und sie kann es ja auch bezeugen. Ich werde trotz meiner Wut über die Tierquälerei nochmal hinfahren und den Leuten in Ruhe versuchen klarzumachen, was sie da tun. Mir war die Rasse egal, ich wollte nur eine Katze, die keinen Freigang gewohnt ist. So eine zu finden ist auf dem Lande nicht einfach (Landkreis Gifhorn). Ich war auch in Tierheimen deswegen. Der Kater war nicht so nett zu ihr. Meine TA hat hat mir sehr geholfen, daß sie jetzt ein schönes Zuhause hat. Liebe Grüße und vielen Dank Omacharlotte


Froeschle123
beantwortet von Froeschle123 am 15. Januar 2009 11:19
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Ich würde zuerst eine Anzeige machen beim Veterinäramt ( beim Landratsamt), damit die sich die "Zucht" mal anschauen. Hilfreich wäre auch ein Gutachten des Tierarztes über den Zustand der Katze. Dann bitte auch den Tierschutzverein informieren und den Zuchtverband. Wegen Kosten würde ich einen Anwalt fragen. Es hat sich in diesem Bereich viel getan und es gibt auch bei Tieren eine Gewährleistungspflicht. Aber Du musst alles beweisen, deshalb wird er dich fragen: Habt ihr einen schriftlichen Kaufvertrag gemacht? Bei mündlichem Kaufvertrag (gilt auch), war da ein Zeuge dabei? Habt Ihr Fotos gemacht von der Katze? Auch hier ist wieder ein Gutachten des Tierarztes hilfreich. Viel Erfolg Fröschle


Melanie11
beantwortet von Melanie11 am 15. Januar 2009 22:48
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Ich finde sowas auch ganz schrecklich, aber meistens werden Tierrechte, selbst, wenn gesetztlich festgelegt, nicht wirklich umgesetzt und man kann nicht viel machen, wenn man es auch versuchen sollte. Weiß nicht, was da der Tierschutzbund tun kann, aber vielleicht mal zur Polizei gehen...

Find ich super von dir, dass du für eine fremde Katze 500 € ausgegeben hast! Viele würden das nichtmal für ihre eigene Katze ausgeben.

Echt toll!!! DH!


omacharlotte
beantwortet von omacharlotte am 20. Januar 2009 14:58
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Ihr habt mir Mut gemacht und ich bin am 17.Januar nochmal dorthin gefahren. Die Mutter war nur da und ich habe sie zur Rede gestellt. Sie bat mich herein, nachdem ich ihr klargemacht habe, in welch erbärmlichen Zustand die Katze war und daß ich das Veterinäramt und die Presse einschalten würde. Die Katzen, die ich sah, sahen gesund aus. Ich ließ eine Kopie der Dokumentation meiner Tierärztin da. Abends bekam ich eine E-Mail von der Tochter, daß sie mir 3 x 100€ überweisen will (mal sehen, ob sie das wirklich tut). Ich hoffe sehr, daß ihr klargeworden ist, wie schlimm ihr Verhalten gegenüber dem armen Tier war, zumal sie mal ein Praktikum bei einem Tierarzt gemacht hat. Trotzdem werde ich dranbleiben. Ich danke allen für die moralische Unterstützung. Das hat mir gutgetan. Liebe Grüße omacharlotte

Kommentar von 4d9efea9fdeefe251c08a3f2ac53012bsmallElfy7 am 22. Januar 2009 20:03

Gut gemacht! Beharrlichkeit zahlt sich doch manchmal aus. LG


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