Tierheim will uns Hund nicht vermitteln, habt ihr ähnliche Erfahrungen?

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13 Antworten

Ich sehe es wie das Tierheim: Stellt den Wunsch nach einem Hund noch zurück.

Ein Kind in diesem Alter und einen Hund zu versorgen erfordert viel Zeit, Erfahrung und Management. Ich habe selbst Hunde, aber würde mir in dieser Konstellation keinen ins Haus holen.
Ihr müsst nicht nur den Hund erziehen und auslasten, sondern ihn auch vor dem Kind schützen, wenn es zu distanzlos und nervig wird. Erkennt Ihr die Körpersprache des Hundes nicht richtig und greift ein, regelt der Hund die Situation selbst. Im Falle eines körperlich unterlegenen Kindes sehr gefährlich.

Die Tierheime haben die berechtigte Sorge, dass der Hund schnappt und dann mit dem Zusatz "hat Kind gebissen" wieder (unvermittelbar) bei ihnen landet.

Wartet, bis das Kind älter und standfest ist und seht Euch dann noch einmal um.

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Hallo,

ich kenne eingie TH die rech "speziell" sind, was ihre Auswahlkriterien angeht. Ich würde in unserer Nachbarstadt keinen Hund bekommen, weil ich im Schichtdienst arbeite, obwohl ein Sitter Rund um die Uhr parat steht - der ist denen nämlich zu alt. Eine Bekannte bekam keinen Hund weil sie mit 60 Jahren ebenfalls als zu alt für einen Hund erachtet wurde, usw. usf.

Die Gefahr die sie bei euch sehen, ist natürlich dass ein "Unfall" mit dem Kind geschieht und ein Hund der bereits einmal gebissen hat ist kaum "an den Mann" zu bringen. Meine Eltern hatten auch als ich kleine war Hunde, vom Züchter und einen aus dem TH - da wurden die meisten Sachen auch noch etwas entspannter gesehen.

Sich einen neuen Hund mit Vorgeschichte zu holen zusätzlich zu einem kleinen Kind ist schwierig, da ja auch das Kind noch zu teilweise recht erstaunlichem Verhalten neigt und der Hund in eine komplett neue Situation kommt.

Seit nicht sauer oder gekränkt auf das TH. Viellecith könnt ihr ja mit den Mitarbeitern noch einmal reden und fragen, ob ihr als Familie mit einem Vierbeiner spazieren gehen könnt und ggf. eine Patenschaft übernehmen könnt?

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Kommentar von Pudelcolada
27.03.2016, 13:27

Das ist natürlich die Kehrseite der Medaille...
Habe eine Halterin kennengelernt, die von einer Tierheimleiterin quasi durchleuchtet wurde. Ergebnis der Gewissensprüfung: die rüstige Frührentnerin (~55 J) mit eigenem Haus, Garten, Auto, gesicherten Verhältnissen usw. bekam den Hund nicht, weil alleinstehend. Aha. Ihr Hinweis auf ihren Freundeskreis brachte ihr nur die Antwort, bei Krankheit könnte sie ja für nichts garantieren.

Spaßeshalber hat sie es in einem anderen Heim nochmal versucht, und zwei Wochen später zog der Terrier ihrer Träume im Zuhause seiner Träume ein. Die beiden sind unzertrennlich und der Hund ist nicht nur sehr folgsam mit Freude und kerngesund, sondern auch extrem durchtrainiert und macht Agility. Also für beide ein Hauptgewinn. Als sie wirklich mal ins Krankenhaus musste, konnte sie sich die Pflegestelle aussuchen...

Aber so ist das halt, manche verwechseln eben Entscheidungsbefugnis mit Machtausübung, und dan wird's meist eklig... Denn dieses Tierheim ist in unserer Region für solches rigides Vorgehen bekannt und genießt einen extrem schlechten Ruf, was den persönlichen Umgang mit Interessenten angeht.

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Hallo, ich Arbeite Ehrenamtlich im Tierschutz und Tierheim.

Ich kenne dieses Problem. Generell ist es so, das Kinder 8 Jahre Alt sein sollten bevor ein Hund ins Haus kommt. Das Tierheim sieht bei so jungen Paaren immer ein Paar Risikofaktoren. 

Die meisten Tierheime habe viele schlechte Erfahrungen gemacht. Im Tierschutz ist da noch mehr Mut vorhanden. Dort findet ihr sicher einen Hund.

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Ich finde es nicht falsch, dass das Tierheim auf seine Bedenken hinweist.

In eurer Situation würde ich auch niemals zu einem neuen Hund raten. Es ist etwas völlig anderes ob man einen gut in die Familie integrierten und erzogenen Hund hat und ein Kind dazukommt oder ob man sich  zum BAby noch einen neuen Hund holt.

Ein Hund, ob Welpe oder Tierheim, braucht über Monate enorm viel Zeit und Aufmerksamkeit. Grade bei der Erziehung MUSS man ständig alles fallen lassen um sofort reagieren zu können, muss viel Zeit nur mit dem Hund verbringen. Mit Kleinkind ist das unmöglich und die Doppelbelastung enorm wenn man den Hund vernünftig halten, erziehen und beschäftigen wollte. Wenn ihr nicht beide 24/7 daheim seid wird das nur Stress.

Man stellt es sich so blauäugig vor den Hund nett am Kinderwagen dabei zu haben aber stattdessen muss Leinenführigkeit geübt werden, der Hund zerrt, kann nicht abgeleint werden... Gleichzeitig braucht das KKind Aufmerksamkeit. Das klappt nicht.

Ein neuer Hund sollte erst kommen wenn das jüngste Kind mindestens 3-4 ist und so verständig z.B. stehen zu bleiben wenn man sich dem Hund widmen muss.

Dass das Tierheim nicht das Risiko eingehen will einen Hund in eine unsichere Situation zu vermitteln, grade wenn über die Hunde vielleicht nicht bekannt ist ob die mit Kleinkindern umgehen können kann ich nachvollziehen. Die Größe des Hundes hat dabei nichts zu sagen. Auch den Biss eines JAck Russels ins Gesicht braucht kein Kind und grade die kleinen Hunde sind oft sehr anspruchsvoll (Terrier) oder zu mickrig um ein Kleinkind unbeschadet zu überstehen (Chis)

Seid dankbar im Interesse der Hunde und eures Kindes und überdenkt den Plan nochmal. In ein paar Jahren ist ein besserer Zeitpunkt.

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Kommentar von friesennarr
27.03.2016, 15:21

Mit Kleinkind ist das unmöglich und die Doppelbelastung enorm wenn man den Hund vernünftig halten, erziehen und beschäftigen wollte. Wenn ihr nicht beide 24/7 daheim seid wird das nur Stress.

Ich habe das 2 mal gemacht. Als mein Sohn geboren wurde habe ich einen Bernhardiner Welpe geholt. Und als meine Tochter fast 1 Jahr alt war habe ich einen Westhighlandterrierwelpe geholt, und das hat ganz hervorragend geklappt. Es war weder stressig, auch hat der Hund seinen Anteil an Aufmerksamkeit bekommen. In beiden Fällen beim Bernhardiner und beim Westi sind beide Hunde einwandfrei erzogen worden und haben immer ihre Bewegung bekommen.

Es kommt wohl auch immer auf den Menschen an,
aber ein Kind und ein Hund - sind ja wohl kaum so viel das man überfordert sein könnte.

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Hi,

im jungen Alter muss man sich überall etwas mehr bewähren, ging mir bei meiner Hündin auch so ;) Wir haben zwar keine Kinder gehabt, aber auch Katzen unter anderen eben ein großen Maine Coon Kater. Im Tierheim wurden dann Bedenken geäußert das der Kater den Hund verletzen könnte und das die sich da nicht sicher sind. Mußten daher recht lange zum Gassi gehen kommen, um eben zu beweisen das wir mit den Hund umgehen können. Bei uns hat sich am Ende die Mühe gelohnt unsere Hündin lebt nun mittlerweile im 7ten Jahr bei uns :)
Also mein Vorschlag, schockt die Mitarbeiter indem ihr weiter Interesse zeigt ;) Allerdings muss ich auch sagen das Kleinkind und Hund jetzt nicht so die Beste Kombination ist, irgendwann will das Kind laufen lernen und das kann dann eben schonmal vom Hund umgeschmissen werden oder der Hund wehrt sich, weil das Kind versucht sich am Hund hochzuziehen (und ja auf so Ideen kommen, egal ob Hosebein, Tischbein oder Hund, wer auf 2 Beinen stehen mag nimmt alles als Hilfe an ;) Und das Tierheim klärt eben ab, wer den ganzen Tag für den Hund da sein kann, wenn deine Partnerin alleine zuhause ist mit Kleinkind und Hund, kann es sie auch überfordern, da sie ja zb immer das Kind zum Gassigehen mitnehmen muss, direkt am Anfang wenn das Stubenreinheitstraining ansteht, kann das alle 2 Std der Fall sein. Müßt also schauen, das ihr denen mal erklärt wie der Alltag mit Hund konkret aussehen soll :)

LG

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Kommentar von friesennarr
27.03.2016, 15:12

Ich war noch nie überfordert mit Kleinkind und Hund.

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Ich sehe die Sache ja wie (fast) alle anderen. Die Tierheimmitarbeiter schauen sehr genau auf die Lebensumstände der möglichen neuen Halter, schließlich haben die Tiere schon was mitgemacht und brauchen Stabilität.
Das gilt aber für jeden Hund, der bei euch einzieht, auch für einen vom Züchter. Deshalb achten verantwortungsbewusste Züchter auch darauf, wenn auch nicht so sehr - schließlich wollen sie die Hunde ja verkauft kriegen.

Deswegen meine Bitte an euch:
wartet einfach noch 3, 4 Jahre und geht dann die Sache entspannt an.
Natürlich könnt ihr jetzt den Weg des geringsten Widerstands gehen und euch einfach ein Welpen kaufen, das ändert aber nichts an der möglichen Überlastung aller Beteiligten. Und wenn das Tier erst mal im Haus ist, lässt sich dieser Zustand nur sehr schwer wieder rückgängig machen.

Tatsächlich sitzen viele Hunde im Tierheim, die aus genau solchen Bedingungen kommen, wie du sie für euren Haushalt beschreibst.
Also aus Familien, die sich aus sehr achtbaren Motiven ein Zuviel an gleichzeitiger Verantwortung zugetraut haben.
Damit will ich euch auf keinen Fall böses unterstellen!
Ich meine damit: Manchmal glaubt man, man wäre aus Eisen und könnte die ganze Welt auf den Schultern tragen. Ist aber nicht so, irgendwann wird's zuviel, wenn man sich alles auf einmal zutraut. Nix für ungut...

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Nein ihr seit keine Ausnahme.

Ich hatte jetzt drei ähnliches mit dem Tierheim. Unser Tierheim ist lausig.

Das erste mal war vor vielen Jahren, da wollten wir lieber ein paar Kaninchen aus dem Tierheim holen, als irgendwelche jungen zu kaufen. Wir hatten 3 Rammler - 2 davon angeblich kastriert genommen. Leider stellte sich nach ein paar Wochen heraus, das einer weiblich war und die anderen beiden eben nicht kastriert. (Fehlinformation)

Dann wollten wir vor 10 Jahren einen weiteren Anlauf unternehmen und wollten ein Meerschweinchen zu uns nehmen. Wir hatten da eine 3 er Gruppe und ein 4 qm großes Aussengehege mit großem Stall. Man hat uns das Meerschweinchen nicht gegeben, da ich eine Außenhaltung habe, die angeblich für Meerschweinchen nicht artgerecht sei. Habe dann 2 Meerschweinbabys beim Züchter geholt.

Geht in ein anderes Tierheim.

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Ich kene selbst verantwortungsvolle Tierheim-Mitarbeiter, die genauso gehandelt hätten.

Ihre Entscheidung war richtig und wohlbegründet. Von Vorurteilen keine Spur.

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Oh ja, als ich noch jünger war durften wir uns viele Hunde erst garnicht richtig angucken da ich doch zu jung wäre (damals war ich etwa 11) aber die Tierheim Leute (Keine Ahnung :D) haben direkt abgewiesen obwohl die Hunde doch als kinderfreundlich gelteten (?) Die Tierheim Leute hatten direkt abgewiesen und waren so verschlossen und wollten sich nicht mal mit uns unterhalten ob es nicht irgendeine Lösung gibt

Und damals war ich nicht so wie alle anderen elfjährigen, andere Menschen aus meinem Umfeld meinten das ich mich schon viel reifer benehmen würde und problemlos mit einem Hund klarkommen würde. Jetzt (etwa 2 Jahre später) haben wir ja einen Hund (nicht aus dem Tierheim) und mit dem komme ich prima klar, obwohl sie ein junger, dickköpfiger, launischer Jack Russel Terrier ist :D

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diese Hunde aus dem Tierheim haben alle eine Vorgeschichte, und man nicht voraussagen, wie das Tier auf Euer Kind reagiert. Ich finde, das dieses Tierheim sehr verantwortungsvoll gehandelt hat.

Wartet, noch mit einem Hund, bis das Kleine einiges älter und aus dem Gröbsten raus ist, und holt Euch dann einen Welpen ( gibt`s auch im Tierheim ) Diesen könnt Ihr dann von klein auf an das Kind gewöhnen...ist wesentlich sicherer.

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Kann ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen. Alleine ist der Hund schonmal nicht da Ihr ein Kind habt und Deine Frau demnach zuhaus ist. Geld scheinst Du ja zu verdienen. Ist die Wohnung  vielleicht zu klein? Es ist das Schönste,das Kinder mit Tieren aufwachsen und ein Hund wäre ideal.

Aber wende Dich doch mal an die www.tierhilfe-ratingen.de   Frau Böttcher kann Dir sicher behilflich sein. Die holen arme Hunde aus Rumänien ectr.  die hier vermittelt werden. Da sind Grosse,Kleine,Alte und junge Hunde dabei.

Viel Erfolg.

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Ich bin 28 und meine Verlobte 19. Tippfehler. Wie meinst du das ? Wer hat recht? 

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Kommentar von Pudelcolada
27.03.2016, 12:33

Er schreibt 28 und 17 (nicht 19), darum tippe ich mal auf 28 und 27...
[/hellsehermodus]

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die tierheime machen das sehr verantwortungsbewusst - alle achtung! sie haben sogar recht

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