Tiere mit Menschen gleichstellen?

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8 Antworten

Ich glaube, dass die emotionale Distanz zu Tieren biologisch bedingt ist. Wenn ich von emotionaler Distanz spreche, so ist das vielleicht eine Übertreibung, aber im Vergleich zum Mitgefühl, das Menschen für Menschen empfinden können, durchaus passend. Natürlich gibt es hier individuelle Unterschiede - du bist ein Beispiel.

Wie kommst es nun, dass wir uns überhaupt hineinfühlen können? Verantwortlich sind die Spiegelneurone, die ein Nachempfinden oder sogar Mitleiden ermöglichen. Wenn wir uns jetzt vor Augen führen, dass es aus evolutionärer Sicht für das eigene Überleben durchaus sinnvoll war und ist, auch an seine Mitmenschen zu denken, so gibt es jedoch keinen evolutionsbiologischen Grund, an Tiere zu denken.

Ich glaube, dass die Veranlagung, die für Mitgefühl und für unsere altruistischen Verhaltensweisen verantwortlich ist, bei Tieren ebenfalls zum Teil Gültigkeit hat, einfach aus dem Grund, dass eine strikte Spezifizierung auf den Menschen evolutionsbiologisch unnötig war. Dennoch ist Mitgefühl gegenüber Tieren aus Sicht "egoistischer Gene" unlogisch oder zumindest unnötig, da davon das eigene Überleben nicht tangiert wird. Zudem empfinden Menschen grundsätlich gegenüber Tieren umso mehr Mitgefühl, je ähnlicher diese dem Menschen sind - es ergeben sich entprechende Wertunterschiede des Lebens. Diest stellt wohl ein Indiz für die Richtigkeit oben genannter These dar.

Ausgehend von diesen Überlegungen glaube ich nicht, dass sich die Menschen diesbezüglich ändern werden. Die Fähigkeit und das Ausmaß von Mitgefühl werden letzlich zu einem großen Teil durch die Gene bestimmt.

Andererseits ist die Kultur und die damit verbundene Erziehung von Heranwachsenden mindestens ebenso entscheidend - und diese ist zeitabhänig deutlich variabler.

In jedem Fall glaube ich: Je mehr allgemeinen Profit wir aus Tieren schlagen können (ob durch Tierhaltung oder Tierversuche), desto weniger Bedeutung hat der Tierschutz.

Ein weiterer Punkt stellt die Verdrängung dar. Selbst wenn man sich von schlechter Tierhaltung berührt fühlt, muss man sich noch lange nicht damit auseinandersetzen - eine einfache Methode, mit der man seine Spiegelneuronen beruhigen kann.

Ich persönlich denke eher abstrakt und analytisch. Zwar empfinde ich auch Mitgefühl für Tiere, die schlecht behandelt werden, gerate damit aber gleichzeitig in Konflikt mit meinem logischen Gedankengebäude, weil sich aus einer menschenbezogenen Sichtweise kein logischer Grund ergibt, etwas zu ändern. Um entscheidend meine Sichtweise zu ändern, müsste ich meine Axiome, nach denen ich handel und denke, um moralische Regeln erweitern, was unweigerlich zu einem Paradoxon führen würde.

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Für mich hat Dein Lehrer einen Knall und sollte nochmal Nachhilfe in Geschichte nehmen, denn es passiert eben nicht das gleiche mit den Tieren heute. Die Juden wurden verfolgt, weil die Nazis einem völlig irrationalen Überzeugungssystem anhingen, einer jahrhundertealten Verschwörungstheorie, die in den Juden Sündenböcke sah für alles Übel dieser Welt verantwortlich machten und sie deswegen zur Ausrottung selektierten.

Man kann zu tierischem Leid in Schlachthöfen und Versuchslaboren stehen wie man will, aber ein solcher Vergleich ist einfach nur dämlich und trivialisiert den Holocaust nur ein weiteres mal, denn den Tieren unterstellt man ja nicht, sie würden die Welt beherrschen und das Deutsche Volk ausrotten wollen, man schlachtet sie um ihr Fleisch zu verwerten, die Logik der Argumentation konsequent fortgesetzt bedeutet das, dass jeder Metzger und sogar jeder Fleischesser als Nazi durchgehen könne, das würde bedeuten, dass die meisten Menschen der Erde Nazis sind, woraus folgt, dass es eigentlich gar nichts schlimmes sei ein Nazi zu sein, weil es eh die meisten Menschen der Erde sind.

Solche absurden Vergleiche zeigen wieder einmal, dass es offenbar immer wieder Leute gibt, die meinen, nur mit einem Holocaustvergleich könne man Aufmerksamkeit erzeugen für seine Ansichten, unseren täglichen Nazivergleich gib uns heute.

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Ich finde sowas auch ganz schrecklich zumindest sollten Tiere als Lebewesen angesehen werden und nicht als Sache !!!

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Nun, der Mensch ist weiterentwickelt wie andere Tiere, ich würde den Menschen daher schon über die Tiere stellen ABER dem Mensch nicht das Recht daran geben diese Macht sinnlos auszunutzen.

Für manche Sachen musste man leider in kaufnehmen, dass die Tiere daran leiden, wir währen sonst nicht auf dem jetztigen wissenschaftlichen Stand und währen gegen viele Krankheiten machtlos.

Anderes wie die Pelzgewinnung sind für mich hingegen Irsinn. Der Mensch hat Methoden entwickelt gute Immitate zu entwickeln und ist in vielen Regionen nicht darauf angewießen, Pelz zu tragen. Ausnahme ist für mich so manches Normaden Volk, die wenn sie ein Tier töten, wirklich alles daran verwenden und dafür Dankbar sind. Ich denke hierbei eher an die Pelzindustrie in China, wo die Tiere derart gequält werden und die Pelze billiger sind als die Pelzimitate.

Man kann nicht alles Recht machen, ich denke jedoch, es ist in Ordnung wenn man alles in einem gesunden/ausgewogenem Maße macht.
Diese Aussage ist in viellen Bereichen anwendbar.

Tierschutz geht z.b, für mich zu weit, wenn ich meine Fleischfresser (Kater) zwingen würde Vegan zu leben.

Es ist ein Komplexes und Vielseitiges Thema und jeder muss für sich selbst den richtigen Weg finden.

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Ja, ich glaube dass wir ganz klar eine Hierarchie haben, in der, was uns naeher und bekannter ist, uns wichtiger ist. Erstmal unsere Familie, dann Freunde/Schule/Arbeitsplatz, dann unsere Stadt, unser Land, unser Volk und auch unsere Spezies.

Das bedeutet natuerlich nicht, dass wir keine humanistischen Werte haben koennen, aber ich glaube jemand luegt, wenn er z.B. sagt, er ist ueber den Tod einer Laborratte genauso traurig wie ueber den Tod seiner Mutter.

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per definition ist der mensch ein säugetier, da wir uns aber artikulieren und darüber nachdenken können haben wir uns effektiver entwickelt und an die spitze der nahrungskette gestellt. wenn man keine feinde mehr hat außer sich selbst agiert man wohl nicht mehr so mitfühlend anderen arten gegenüber. 

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Also für mich steht der Mensch eindeutig über den Tieren, jedoch nicht über der Natur, da er ein Teil ihrer ist und gegenüber den Tieren aber über sich selbst reflektieren kann. Nur wenige andere Arten können das im Ansatz so gut wie der Mensch. (Was ist das Leben einer einzelnen Kreatur wert, die es nicht schätzen kann und nur nach Instinkten nimmt und schafft?)

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Kommentar von Lilly096
15.06.2016, 21:50

Okay, danke für deine Meinung. Aber wieso steht der Mensch für dich denn über den Tieren? Ich meine, natürlich ist er eben intelligenter aber genau das hat so viele Dinge kaputt gemacht( kriege, Naturzerstörung, Erderwärmung...). Die Tiere hingegen nehmen sich das was sie zum Leben brauchen und zerstören nichts. Außerdem können sie, wie schon gesagt, genauso leiden und fühlen, also was macht den Mensch besser als das tier?

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Ich finde eine Frechheit  ,das einige  Menschen sich  besser stellen und denken ,dass sie besse sind  als Tiere.Wo nehmen sich das Recht dazu? Viele Menschen sind einfach widerlich zu Tieren.Das sie sich  ändern glaube ich nicht.

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