Frage von DunkelElfe3344, 83

Tierbiologin werden ohne Tierversuche machen zu müssen?

Hi :)

Also ich möchte gerne mal mit Tieren Arbeiten. Und es gibt ja den Beruf Tierbiologie , bzw. Verhaltensbiologe. Die(sen) Beruf fände ich eig. interessant, aber ich werde (muss) mich mal noch genauer darüber Informieren...

Meine Fragen:

  • Muss man in beiden/einem dieser Berufe TV machen?

  • Falls ja, gibt es einen Weg dies zu Umgehen?

MfG♥

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kleinefrechemau, 41

Eine Freundin von mir hat Biologie Lehramt studiert und selbst da musste sie eine Ratte zerlegen. Die war zwar schon tot, ist aber extra dafür getötet worden, also im Prinzip nicht besser. Du musst also wahrscheinlich schon während des Studiums TVs machen.

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

och nee, ich habe Ratten...

Antwort
von Wuestenamazone, 56

Das geht nicht. Du mußt Versuche machen.

Antwort
von KittyCat992000, 58

Du musst versuche machen. Vorallem wenn es ums Verhalten geht. Z.b. wie ein tier in einer situation reagiert und ob es ihm möglich ist, aus der situation heraus zu kommen

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Es geht mir eher darum ich ich kein Tier töten muss, in dem ich es zb absichtlich vergifte etc. Wenn sie überleben und keine Schmerzen haben würde ich es ja machen

Kommentar von KittyCat992000 ,

ich glaube sowas fällt unter tierquälerei und nicht unter Forschung, wenn du mit Absicht ein Tier unter Drogen setzt oder vergiftest und es dadurch leidet

Kommentar von kleinefrechemau ,

Falsch, so etwas in in vielen Forschungsbereichen normal. Schließlich will man ja neue Erkenntnisse gewinnen. Bei vielen Tieren werden absichtlich Krankheiten hervorgerufen, um dann Medikamente testen zu können. Die Kosmetikindustrie testet auch an Tieren und ich glaube nicht, dass ein Tier glücklich ist, wenn es einen brennenden Hautausschlag bekommt. Mal ganz abgesehen von den absolut nicht artgerechten Haltungsbedingungen. Sowas https://www.google.de/search?q=schlimme+tierversuche&biw=1364&bih=613&am... ist normal in der heutigen Welt.

Kommentar von Tocopherol ,

Tierversuche in der Kosmetik in Deutschland sind schon ewig verboten. Ein Blick ins Tierschutzgesetz hilft...

Antwort
von dadita, 36

Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit Tierversuche durchführen müssen, gerade in der Verhaltensbiologie.

Woran auch nichts auszusetzen ist, Tierversuche sind die Grundlage der modernen Medizin und praktisch jeder biologischen Grundlagenforschung und als solche unersetzlich.

Allerdings haben Tierversuche in der Realität relativ wenig mit der Propaganda von Peta und Co. zu tun, falls du davor Angst hast ^^

Kommentar von kleinefrechemau ,

"Woran auch nichts auszusetzen ist, Tierversuche sind die Grundlage der modernen Medizin und praktisch jeder biologischen Grundlagenforschung und als solche unersetzlich." Das sehen viele Ärzte aber ganz anders: http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/humanmedizin/102-wissenschaftli...

"Allerdings haben Tierversuche in der Realität relativ wenig mit der
Propaganda von Peta und Co. zu tun, falls du davor Angst hast ^^" Diese Aussage von dir hat nichts mit der Realität zu tun, hört sich sehr nach Propaganda FÜR Tierversuche an. Natürlich gibt es völlig unterschiedliche Arten von Tierversuchen, aber eines haben alle gemeinsam: ein Lebewesen wird zum Objekt degradiert. Da könntest du genausogut sagen: "Allerdings haben Mengeles Versuche in der Realität relativ wenig mit der Propaganda der Linken zu tun". Schließlich haben die auch neue wichtige Erkenntnisse für die Medizin gebracht. Für mich hört der Spaß auf, wenn ein anderes Lebewesen zum Spaß oder wegen Profitgier gequält wird.

Kommentar von dadita ,

Die Tatsache, dass man für das Recht sich hierzulande Arzt nennen zu dürfen keine Sekunde in einem Labor stehen oder auf irgendeine Art biowissenschaftlich tätig sein muss, führt zu solch abstrusen Peinlichkeiten wie den Ärzten gegen Tierversuche. 

Glücklicherweise stellen diese einen sehr kleinen Teil der Ärzteschaft der, der lebende Beweis, dass der Titel Dr. med. nicht mit nennenswerter Intelligenz oder wissenschaftlicher Pratkik einhergeht.

Fakt ist: Tierversuche sind in der Forschung momentan absolut unersetzbar. Daran gibt es rational nichts zu diskutieren. Ohne sie würde jede Form der biologischen Grundlagenforschung wie auch die darauf aufbauende angewandte Forschung zum erliegen kommen. 

Alle Ersatzmethoden die wir haben und deren Einsatz gesetzlich vorgeschrieben ist, sofern er möglich ist, sind nicht in der Lage einen kompletten Organismus zu ersetzen. Integrative Prozesse die endokrinologische Vorgänge oder Immunreaktionen können nicht simuliert werden, diese zu verstehen ist für die Forschung wie auch für die Zulassung eines Medikaments aber unerlässlich.

Das ist keine Propaganda für Tierversuche, das ist simpler Fakt.

Ein weiterer Fakt ist: Kein Forscher macht Tierversuche als Spass, auch nicht aus Profitgier. Tierversuche sind teuer, umständlich, anstrengend, mit einem enormen Verwaltungsaufwand und regulativen Prozessen verbunden, sie sind schlicht anstrengend für jeden beteiligten Wissenschaftler. Sollte man jemals darauf verzichten können und ich bin ebenfalls der Ansicht, dass dieser Zeitpunkt dank dem wissenschatlichen Fortschritt kommen wird, wird jeder Wissenschaftler frohlocken und dem Entwickler der finalen Ersatzmethode einen Drink spendieren wollen. Aber: Momentan sind Tierversuche absolut unumgänglich um Menschenleben zu retten und menschliches Leid zu verhindern, genau deswegen machen wir sie. 

Kommentar von kayo1548 ,

ärzte gegen Tierversuche ist leider nicht so seriös wie es aussieht:

Dort wird viel Quatsch erzählt und versucht auf naturwissenschaftlicher Ebene mit philosophischen Argumenten zu argumentieren (was nicht funktionieren kann).

Also sollte man diese Seite auf jedenfall mit Vorsicht genießen.


": ein Lebewesen wird zum Objekt degradiert."

Nein, für ein Objekt gibt es kaum Richtlinien um das Leid möglichst gering zu halten.

Das ein Tier je nach Versuch leidet ist leider der Fall, ändert aber nichts daran, dass Tierversuche elementar dafür waren, dass wir heute da stehen wo wir stehen und auch heute noch wichtig sind.


" Für mich hört der Spaß auf, wenn ein anderes Lebewesen zum Spaß oder wegen Profitgier gequält wird."

Zum Spaß nicht - zur Gewinnung neuer Erkentnisse; ich glaube kaum das es jemandem Spaß macht Lebewesen Leid zuzufügen, was man auch gut daran erkennt das man das Leid möglichst minimieren will.

Bist du dann auch in der Lage auf Resultate dieser Erkentnisse z.b. auf Medikamente u.ä. zu verzichten? Auch dann wenn du schwer krank bist?

Aus nachvollziehbarem Grund sind das die wenigsten Menschen, daher gibt es nur eine Möglichkeit Tierversuche zu verhindern: sie unnötig zu machen.

Aber bis es für alles Alternativen gibt dürfte das noch eine Weile dauern.



Antwort
von Wunnewuwu, 40

Ich vermute, dass Tierarzt die bessere Wahl ist...

LG

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