Frage von SmilingShisha, 95

Ist der Tierarzt haftbar für eine verschwiegene Blindheit nach einer OP?

Hallo Community,

ich habe eine wichtige Frage dazu, wie man sich verhält, wenn der Tierarzt bei einer Sterilisation/Kastration unter Narkose das Tier hat erblinden lassen. Offensichtlich kam es während der OP zu einem Herzstillstand, der lange genug anhielt, Schäden am Gehirn zu verursachen, die letztlich zur Erblindung führten. Das Tier erlitt unter Anderem auch schwerste epileptische Anfälle.

Da das Vertrauen nun weg war, wurde eine neue Tierärztin aufgesucht, die sagte, dass Blindheit ein häufig auftretendes Problem ist, wenn unter Narkose das Herz stillsteht und jeder Tierarzt dies hätte wissen und mitteilen müssen. Außerdem hätte Vitamin B2 zur Vorbeugung hochdosiert verabreicht werden müssen. Ich bin da nun aber wirklich überfragt.

Da der Tierarzt das Tier quasi übergeben hat, als sei alles in Ordnung, ist dieser dadurch haftbar bzw. so haftbar, dass es auch etwas bringt, da das mit der Beweislast ja nicht ganz einfach zu machen ist...?

Vielen Dank.

Antwort
von Calim8, 21

Es wird schwer zu beweisen sein, dass der TA da einen Fehler gemacht hat. Was willst du? Schmerzensgeld. Kann man in Deutschland vergessen. Es tut mir für das Tier sehr leid. Aber machen wird man nichts können denke ich

Kommentar von SmilingShisha ,

Ach, das Schmerzensgeld ist doch völlig egal. Ich bin nur der Meinung, dass hier inkompetent behandelt wurde und Tiere geschützt werden sollten.

Antwort
von eggenberg1, 14

du hast  die  passenden  rückschlüsse gezogen- den tierarzt  verlassen  und  eine andere ärztin  herangezogen . ich finde es  auf deutsch eine schwei+++rei , wenn  der arzt so getan hat, als sei nichts passiert. wärend der op.  es kann unter nakose  immer  viel passieren,  das  muß man zumindest als mensch auch unterschreiben .

aber  dass de r arzt es nicht für nötig gehalten hat , dich  bei abholung  deiner katze  von dem vorfall zu unterrichten  und dich letzlich auch  darüber aufzuklären  ist unhaltbar-- wieviel kaltschnäuzigkeit gehört dazu ,so  zu handlen-.deinemepörung  ist  gerechtfertigt  . aber maßnahmen  wirst du   nicht  unternehmen können ,außer ihm mal  so richtig  deine meinung zu sagen .

Antwort
von Bitterkraut, 49

Was meinst du denn mit "so, daß es etwas bringt"? Was soll es denn bringen?

Kommentar von SmilingShisha ,

In meinen Augen sollte ein qualifizierter Arzt über Risiken aufklären und wenn dann doch etwas passiert, wenigstens dazu gestanden werden. Das Tier leidet seither sehr und ich bin der Meinung, dass ein solcher Mensch kein Tierarzt sein sollte.

Kommentar von Bitterkraut ,

Was soll es bringen? Daß der TA seine Zulassung verliert? Das kannst du vergessen.

Kommentar von Loremarus ,

nö, warum sollte man das vergessen können? der Tierarzt hat seine Pflicht nicht vollständig ausgeführt. Da kanns sein, dass er Probleme bekommt.

Kommentar von Bitterkraut ,

Daß der TA seine Pflicht verletzt hat, muß man ihm nachweisen. Eine schiefgegangene OP an sich ist kein Nachweis. Und auch wenn man ihm einen Fehler nachweisen könnte, würde er deswegen nicht gleich seine Zulassung verrieren, ganz sicher nicht.

Kommentar von wotan0000 ,

Bist Du dir sicher, dass vor der OP kein Schriftstück unterschrieben wurde in dem das allgem. Narkose-Risiko genannt wurde?

Kommentar von SmilingShisha ,

Nur Mal die Annahme, dass es zu der Unterschrift gekommen ist (unabhängig davon, ob es nun passiert ist oder nicht), möchte ich wissen, ob es einfach so hingenommen werden muss, dass er das Tier übergeben hat, als sei nichts gewesen. Ich habe die Frage gestellt und möchte nicht ständig mit Gegenfragen zugetextet werden. 

Bitte auch nicht als Angriff auffassen, aber meine Fragestellung ist klar. Ich möchte nicht zum Beantworter meiner eigenen Frage werden.

Kommentar von Bitterkraut ,

Hast du den TA denn informiert, daß die Katze erblindet ist? Was sagt er dazu? Da die Katzen ja meist abgeholt werden, bevor die Narkose ganz raus ist, weiß der TA vermutlich gar nichts von der Erblindung. Du kannst dich an die Tierärztliche Vereinigung wenden und den Vorfall dort melden.

Auchwenn der TA haftbar ist, kannst du nur Schadenersatz für die Katze bekommen,was ist sie denn wert? Die Katze selbst kann nicht klagen, auch kein Schmerensgeld oder dergleichen bekommen.

Kommentar von wotan0000 ,

*Ich habe die Frage gestellt und möchte nicht ständig mit Gegenfragen zugetextet werden*

Dann solltest Du zum Anwalt gehen und der stellt Dir noch mehr Fragen damit er sich Klarheit verschaffen kann.

Wenn ich meinen Hund abhole frage ich, ob was vorgefallen ist. Ansonsten habe ich unterschrieben, dass mir das Risiko bekannt ist.

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