Frage von Jonezman88, 87

Tierärztliche Untersuchung für Bully-Welpen?

Liebe Tierfreunde,

wir haben uns für vierbeinigen Familienzuwachs entschieden und konnten heute einen Wurf vom 19.12.2015 besichtigen und haben uns auch für eine junge Dame entschieden, bzw. haben diese "reserviert, die dann planmäßig am 27.02.2016 zu uns kommt.

Mit den rassetypischen Merkmalen und vorallem gesundheitlichen Schwachstellen haben wir uns ausführlich auseinander gesetzt. Deswegen haben wir in den vorläufigen Kaufvertrag eintragen lassen, dass der Welpe innerhalb von fünf Tagen nach Kauf zurückgegeben werden kann, sollte ein Tierarzt grundlegende Krankheiten oder ähnliches feststellen. Zurückgeben hört sich bei einem Tier natürlich unschön an, jedoch ist es in erster Linie Selbstschutz. Schließlich bezahlen wir viel Geld, für einen angeblich gesunden Hund.

Ich habe leider keine Erfahrung mit Tierärzten. Hat jemand Erfahrungen, wie umfangreich ein allgemeiner Check-Up ist, ob dieser in dem Zeitraum von fünf Tagen durchzuführen ist und wenn ja, was da für Kosten auf einen zukommen?

Vielen Dank im Voraus :)

Antwort
von Anaschia, 56

Ihr möchtet Euch auf alle Eventualitäten bezüglich des Hundes absichern, und sucht euch eine Rasse aus die für viele Krankheiten regelrecht prädestiniert ist. Bullys haben verlegte Atemwege und dadurch entsprechende Erkrankungen. Sie neigen zu Hauterkrankungen und haben meistens ein sehr sensibles Verdauungssystem. Dieses wird sich nicht gerade in den ersten Wochen zeigen. Sorry, aber dieses Vorgehen halte ich für ziemlich schizophren.  

Kommentar von Jonezman88 ,

Hallo Anaschia,

ich bin der Meinung, dass Deine Aussagen ein wenig zu pauschalisiert sind. Sicherlich sind Bullys anfälliger als andere Hunderassen. Was du jedoch aufgezählt hast, sind keine typischen Krankheiten. Man muss sich um die Pflege der Hautfalten kümmern, da sonst Infektionen entstehen können, ja. Man sollte die Tiere nicht extremen Temperaturen aussetzen, weil die Regulierung der eigenen Körpertemperatur nicht so optimal ist, ja. Auch die verkürzten Atemwege sorgen dafür, dass ein Bully keine zwei Stunden neben dem Fahrrad mitlaufen kann, ja. 

Das sind allerdings grundlegende Beschaffenheiten der Rasse, die aber nicht automatisch eine Krankheit darstellen. Deswegen haben wir uns für eine  Züchter entschieden, über den wir bislang nur positives lesen konnten. Deswegen kostet so ein Hund auch mehr als 400 Euro, die man vielleicht auf dem Parkplatz an der polnischen Grenze für ein Tier bezahlen würde.

Ich rede von Krankheiten wie Keilwirbeln, Brachyzephalie oder sonstigem.

Ich glaube, da sollte man schon unterscheiden. 

Kommentar von Anaschia ,

Hallo Jonezman ! Hier wird Dir kein TA eine Garantie geben können. Bei dieser Rasse sind nur etwa 10 % der Hunde frei von Keilwirbeln. Diese bilden sich ja auch frühestens erst  nach 1 Jahr aus. Die Brachyzephalie ist " normal" bei diesen Hunden, und besagt halt das sie kurzköpfig sind. Natürlich mit allen unangenehmen Folgen. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich diesen Hunden begegne. Im Sommer ist es besonders schlimm, wenn sie röchelnd neben Ihrem  Menschen laufen, meistens auch noch mit einem Halsband, das die ganzen Beschwerden noch verschlimmert. Den Züchtern dieser Rassen sollte man die Lizenz entziehen. Es gab auch mal Bullys die nicht so kurzköpfig waren, und genau da sollte man wieder hinkommen.

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