Frage von beziehungenlieb, 117

Tier einschläfern JA oder NEIN?

Was meint ihr? Leidet meine Ratte?

Meine Ratte hat die Krankheit, Mykoplasmose. Also er hat Atemnot. Gestern ist mir aufgefallen das er sich anders als sonst verhält, und dünner ist. Aber er hat gegessen (gutes Zeichnen..) Aber heute, ist es schlimmer geworden, man hört richtig wie er lungen probleme hat, und das essen wollte er auch nicht essen, und ist jetzt nur noch im Häuschen. Ich weiß nicht ob es nicht besser wäre, ihn einzuschläfern,. Hat er glaubt ihr, schmerzen? Was meint ihr? Mir wurde auch geraten das ich ihn daweil noch alles angenehm gestalten soll, für ihn, und ohne hilfe sterben lasse.

Antwort
von Deamonia, 9

Du hast leider herzlich wenig Infos zu deiner Rattenhaltung angegeben. Ist sie alleine? Bekommt sie bereits Medikamente? Wenn ja welche, und wurden vorher noch andere ausprobiert? 

Irgendwie scheint es für dich nur Einschläfern oder so lassen zu geben, wie schauts denn mit einer Behandlung aus? 

Lies dich mal hier durch:

http://www.tierarzt-ries.de/info/ratten.html 

Das versteckte Leben der Erreger macht den Nachweis besonders schwierig, zumal die Keime als " Nest" unzugängliche Orte, wie das Innenohr, bevorzugen. Solange die Tiere artgerecht in luftigen Käfigen gehalten werden und solange sie noch jung sind, ihr Immunsystem also noch ausreichend funktioniert, reicht die körpereigene Abwehr meist aus, um den Ausbruch der Erkrankungen zu verhindern. 

Ältere Ratten, „Notfallratten“ oder solche, die aus Massenzuchten stammen, haben häufig ein sehr schlecht ausgebildetes Immunsystem. Bei ihnen sieht man die typischen Ausprägungen der Mykoplasmose. Die Atmung fällt schwer, häufig hört man die Tiere niesen. Die Pfoten werden kälter, die Haut bekommt einen leichten „Stich“ ins Lilafarbene und es finden sich „rote Tränen“. Hauptsymptom bleibt zwar die röchelnde, fiepsende und erschwerte Atmung, oft fressen die Ratten aber auch nicht mehr gut, werden dünner und bekommen ein schütteres Fell. Da die Symptome aller Atemwegserkrankungen recht ähnlich aussehen, kann in der Praxis häufig nicht zwischen den Erregern unterschieden werden. 

Je nach Grad der Erkrankung muss der Tierarzt/ die Tierärztin entscheiden, welche Maßnahmen zur Behandlung eingesetzt werden sollen. Häufig genügt es, das Immunsystem zur Arbeit anzuregen und gleichzeitig das Tier mit allen notwendigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Dabei sei gewarnt vor einer unkontrollierten Vitamingabe, da sich bestimmte Vitamine (A/D/E) im Körper anreichern können und erst Recht zu Erkrankungen führen können. 

Im Falle der Mykoplasmose wäre es prinzipiell möglich, vorbeugend alle Ratten zu impfen. Dies wäre vor allem deshalb wünschenswert, weil die Erkrankung, auch durch Laboruntersuchungen, außerordentlich schwierig (und teuer) nachzuweisen ist. Bisher sieht aber leider die Impfstoffindustrie nicht genügend Marktperspektive, um einen solchen Impfstoff zu vertreiben. Hiermit bitte ich also alle Rattenhalter/-innen, an die Impfstoffindustrie eine Email zu schicken, damit diese von der Notwendigkeit eines Impfstoffes gegen Mykoplasmen überzeugt werden können. 

In schwereren Fällen wird es oft unumgänglich sein, die Ratte mit Antibiotika zu versorgen. Eine eingeleitete Antibiotikatherapie ist dann immer konsequent nach Vorgaben des Tierarztes/ der Tierärztin durchzuführen, damit sich unter den Bakterien keine Resistenzen bilden. Antibiotika sollten deshalb auch NIEMALS ohne vorherige Untersuchung durch eine/n Tierarzt/ Tierärztin eingesetzt werden. 

In besonders schweren Fällen wird der Tierarzt/ die Tierärztin evtl. auch empfehlen, eine Röntgenaufnahme von der Lunge anzufertigen, da dann noch besser entschieden werden kann, ob eine Therapie überhaupt noch sinnvoll ist oder ob es nicht besser wäre, die Ratte nicht länger leiden zu lassen. Trotz konsequenter und richtiger Therapie ist manchmal keine Besserung zu erzielen! In diesen Fällen ist eine Euthanasie oft die "humanste" Art, der Ratte noch zu helfen. 

Kommentar von beziehungenlieb ,

@Deamonia Nein, er ist nicht alleine. er bekommt keine Medikamente, ich weiß nur das es keine andere Möglichkeit gibt, denn einer meiner älteren Ratten die schon gestorben ist.... hatte genau das gleiche, aber es gab keine Chance, weil die Lunge schon betroffen war. kurz bevor er erstickt ist, bin ich noch schnell zum Tierarzt einschläfern gegangen. ich hatte oft Tiere, die Tierärzte meinten ich solle ihn Medikamente geben, und es geht schon irgendwie. Aber es war einfach immer richtig schlimm. verstehst du? Er ist auch noch gar nicht so alt. Ich bin auch nicht herzlos, ich liebe ihn aber ich hab einfach angst das er leidet wenn ich ihn mit Medikamenten zu pumpe.. Und das man Ratten impfen kann auf solche sachen wusste ich nicht, vielleicht hätte er die Krankheit auch nicht, wenn ich vorgesorgt hätte.

Kommentar von Deamonia ,

Hm, bist du denn sicher, das jetzt auch schon die Lunge betroffen ist? Gab es Röntgenaufnahmen? 

Ich kann gut verstehen was du meinst, es ist nicht immer einfach, aber hat dir echt noch NIE ein Tierarzt mit einer medikamentösen Behandlung geholfen? Vielleicht solltest du dir lieber einen suchen, der Ratten als Spezialgebiet hat. 

Für mich klingt es so, als hättest du schlechte Erfahrungen gemacht, und machst nun aus Angst lieber gar nichts mehr :( 

Du darfst natürlich die Kosten nicht scheuen, bei einem meiner Frettchen habe ich mal über 300€ nur in die Diagnose gesteckt (Röntgen, Ultraschall, Herzultraschall, Blutuntersuchung usw..) 

Ich könnte so eine Entscheidung nicht treffen, ohne wirklich alle Fakten zu kennen.. 

Kommentar von beziehungenlieb ,

Nein, röntgenaufnahmen nicht. Ich geh aber JETZT zum Tierarzt. nein noch NIE. Ich hab mich wirklich immer bemüht, das sie es schaffen aber jetzt habe ich wirklich keine Hoffnungen mehr bei sowas. Ich war auch in der Klinik, nicht mal da hat es geholfen. So einen Tierarzt findet man doch nicht, und ich kriege auch sehr oft zu hören, das meinen Ratten nicht geholfen werden kann, weil sie einfach klein sind. Ja leider sind Tiere teuer, aber wenn man sein Tier überalles liebt, verkauft man sein letztes Hemd...

Antwort
von FelixFoxx, 19

Ich denke schon, dass sie leidet. Und langsam zu ersticken ist sicherlich kein angenehmer Tod. Sehr wahrscheinlich ist es besser, sie zu erlösen. Geh zum Tierarzt.

Antwort
von Meisterbauer80, 13

Also ich würde nochmal beim Tierarzt nachfragen, ob das Tier noch Überlebenschancen hat und/oder unter Schmerzen leidet. Wenn es keine Überlebenschancen hat und Schmerzen hat dann würde ich es einschläfern lassen. Das Tier sollte nicht unnötig leiden.

Antwort
von Kaleda, 21

Hatte selbst schon Tiere und ich weiss, das Ende ist nicht immer schön. Aber ob man ein Tier, wie man so schön sagt, ausgehen lassen soll oder nicht, sollte man mit einem Tierarzt besprechen. Fragen wie Heilungschance oder Alter des Tieres sollten da miteinbezogen werden.

Für mich steht an erster Stelle die Schmerz-/Beschwerdelinderung und erst als das nicht mehr funktionierte, habe ich über Einschläfern nachgedacht und mich dem Rat des Tierarztes angeschlossen. Leider musste es einmal sein, aber ich bin überzeugt davon, dass ich das meinem Kater schuldig war. Seinem Ende gingen jedoch 4 Tierarztbesuche in der Praxis mit Röntgen und allem drum und dran voraus sowie ein Tiernotarzt am Feiertag bei uns zu Hause. Es ging nicht mehr, er hat sich gequält und wir haben ihn dann erlöst.

Behalte immer die Interessen deiner Ratte im Auge, du wirst das schon richtig entscheiden.

Kommentar von PokeNo2002 ,

Daumen hoch für diese einfühlsame Antwort.

Kommentar von Gargoyle74 ,

Daumen runter für das Gesülze! Der Ratte ist am wenigsten damit geholfen sondern nur eine Bauchpinselung für den Besitzer ! Der Tierarzt sollte sich die Ratte anschauen und kann am besten entscheiden,ob das Tier leidet oder nicht !! Da braucht man keine Laien im Internet zu fragen,die die Ratte noch nie gesehen haben. Honig um die Backe des Besitzers schmieren hilft dem TIER am wenigsten !!!

Kommentar von Kaleda ,

Du hast recht, die medizinische Seite kann nur ein Tierarzt beurteilen. Aber aus dem Beitrag sprach für mich auch sehr, die Not des "Herrchens", die ich voll nachvollziehen konnte. Und so wollte ich mit Mitgefühl einfach zeigen, dass andere Anteil nehmen. Ich weiss Gefühle zeigen ist nicht jedermann Sache, auch das Annehmen kann oft schwierig sein.

Ich fühle mich angegriffen und verletzt, aber das muss man wohl aushalten können. Ich tue es zumindest.

Ich wünsche beziehungenlieb trotzdem viel Kraft die nun vor ihr/ihm liegende schwere Zeit mit ihrem/seinem Tier gut hinter sich zu bringen.

Antwort
von max230, 16

Naja wenn du ihn zum Tierarzt bringst wird der dir hoffentlich eine Behandlungsmethode haben die hiflt

Aber Falls es diese nicht gibt und das Tier nur noch leidet ist er vom gesetzt her verpflichtet es zu erlösen sovern keine anderen Möglichkeiten bestehen . Meistens wenn der Zustand so chronisch ist das es erlöst werden muss dann hätte das Tier in den meisten Fällen sowieso nicht mehr lang überlebt .

Daraus das du die kornkete Krankheit deines Tieres kennst folgere ich dass du schon beim TA warst oder ?

Was hat der den gesagt ?

Ist es eine Art Virus Erkrankung oder zumindest eine die die deine Ratte ohne wesentliche Schäden überleben könnte ?

Antwort
von Gargoyle74, 21

Was sagt denn der Tierarzt dazu ??

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten