Frage von merderzo, 126

Tidenhub - Gezeiten was ist das?

Hallo liebe Community,

ich bin auf Wikipedia auf dem Begriff Tidenhub gestoßen als ich nach Gezeiten gesucht habe. Leider versteh ich die Erklärung von Wikipedia nicht und wollte nun fragen, ob jemand von euch es mir vielleicht verständlicher erklären könnte?

Hier ist die Wikipedia Erklärung:

Der Tidenhub (ndd. Tide, tiet = Zeit) ist der Unterschied zwischen dem Scheitelpegel (Hochwasser, HW) und dem untersten Pegelstand (Niedrigwasser, NW). Es ist das arithmetische Mittel von Tidenstieg (TS) und Tidenfall (TF). Als Referenzniveau für HW und NW ist in den letzten Jahren neben die jeweilige amtliche Bezugshöhe das Seekartennull (SKN) getreten.

Ich bedanke mich im Voraus

merderzo

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 48

Ebbe und Flut werden mit einem Oberbegriff zusammengefasst "Gezeiten".
Bei Seemännern gibt es noch eine weitere Bezeichnung, die "Tide". Damit ist ein kompletter Zyklus von Ebbe und Flut gemeint. Manchmal wird "Tide" auch einfach als Ersatz für "Gezeiten" genommen.

Wenn die Tide ein komplette Gezeitenzyklus ist, dann ist der Tidenhub die Differenz zwischen geringstem und höchstem Wasserstand. Das wäre also die Differenz zwischen Ebbe und Flut an ihren jeweiligen Extrempunkten. Der Tidenhub gibt aber nicht den momentanen Anstieg wieder sondern ist das Mittel aus allen Gezeitenzyklen über größere Zeiträume. Meistens ist dann nicht nur von Tidenhub sondern vom mittleren Tidenhub die Rede. An der Nordseeküste beträgt der Tidenhub im Schnitt 2 - 3 m, in LeHavre rund 8 m.

Die Extrempunkte sind:
Scheitelpegel (Hochwasser, HW) bei Flut und unterster Pegelstand (Niedrigwasser, NW) bei Ebbe.

Betrachtet man einen konkreten Gezeitenzyklus, ist der Tidenstieg die Höhendifferenz zwischen NW und folgender Flut und der Tidenfall ist die Höhendifferenz zwischen Hochwasser und folgendem Niedrigwasser.

Seekartennull (SKN) wäre die Höhe, die der Meeresspiegel hätte, wenn es keine Gezeiten gäbe. Bezogen darauf wird dann die Tidenhöhe (momentaner Wasserstand) angegeben. In Flutwarnungen hört man oft "Erwarteter Höchtswasserstand 3 m über NN (Normalnull) bzw. über SKN (Seekatrtennull)".

Kommentar von merderzo ,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Kommentar von Hamburger02 ,

gerne...

Kommentar von Hamburger02 ,

..und danke fürn Stern.

Antwort
von Karl37, 24

Der Tidenhub kann variieren, da hier die Gravitation des Mondes eine Rolle spielt. Aus diesem Grund sind seit 2005 in Seekarten die Wassertiefen auf das LAT (Lowest Astronomical Tide) als Null bezogen.

Das ist das geringste Niedrigwasser bei Ebbe und gleichzeitigen Voll- oder Neumond.

Kommentar von merderzo ,

Danke!!

Antwort
von Luftkutscher, 39

Was ist denn an dem Wikipedia-Artikel unverständlich? Die Erklärungen in Wikipedia sind doch so formuliert, damit sie auch ein Laie ohne besondere Fachkenntnisse versteht. Offensichtlich bestätigst Du die PISA-Studien, nachdem unsere Jugend nicht mehr in der Lage ist längere Texte zu verstehen.  

Kommentar von merderzo ,

Mich hat es ein wenig verwirrt, weil ich nicht genau weiß, ob das alleinige hoch- und runtersenken von Wassersäulen schon als Tidenhub gewertet werden kann, weil in einem anderen Wikipediaartikel über Wellenkraftwerke sagt, dass Wellenkraftwerke im Gegensatz zu Gezeitenkraftwerke den Tidenhub nicht nutzen. Aber bei dem Prinzip Pneumatische Kammern wird ja durch das hoch- und runtersenken von Wassersäule (verursacht durch Wellenbewegung), die dazu führt, dass Luft in dem Behälter abwechselnd angesaugt bzw. komprimiert wird...

Vielleicht kannst du mir die Frage beantworten :)

Kommentar von Luftkutscher ,

Der Tidenhub ist die Differenz zwischen Ebbe und Flut, welche durch die Stellung des Mondes (und etwas auch durch die Sonne) verursacht wird. Änderungen der Wassersäule durch Wellen sind KEIN Tidenhub.  

Kommentar von merderzo ,

Ich danke dir :D

Antwort
von BernhardBerlin, 49

Ganz simpel gesprochen: die Differenz zwischen Hochwasser und Niedrigwasser, gemessen in Zentimetern oder Metern. Hochwasser / Niedrigwasser bezeichnen Landratten zuweilen als "Flut" und "Ebbe".

Kommentar von merderzo ,

Dankesehr!

Kommentar von ThomasJNewton ,

Mal einer, der es weiß!

Antwort
von voayager, 50

Im Grunde geht es einfach nur um Ebbe und Flut, deren Rhytmus, deren zeitlicher Ablauf, sowie dem veränderten Wasserpegel. Dazu gehört auch den zu bestimmen. 


Kommentar von merderzo ,

Vielen Dank!

Antwort
von MarkusKapunkt, 65

Der Tidenhub ist einfach gesagt der Unterschied des Wasserpegels bei Ebbe im Vergleich des Wasserpegels bei der Flut.

Kommentar von merderzo ,

Dankesehr! :D

Antwort
von Geograph, 53

Tidenhub ist die Differen der Wasserstände bei Ebbe und Flut

Kommentar von merderzo ,

Vielen, vielen Dank!

Also das alleinige runter- und hochsteigen von beispielweise Wellen kann man noch nicht als Tidenhub werten oder?

Kommentar von Geograph ,

Nein

Kommentar von merderzo ,

Dankeschön :D ich war ein wenig verwirrt

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Nein. Das ist der Wellengang, aber der kann mit dem Tidenhub natürlich zusammenhengen. Wo bei Flut noch Wasser ist, kann bei Ebbe alles trocken sein - und dann gibt es da auch keine Wellen mehr.

Kommentar von merderzo ,

ok alles klar :) danke für deine Hilfe!

Antwort
von josef050153, 15

Als die heutigen Ostfriesen an das Meer gekommen sind, hat es sich so erschreckt, dass es sich zurückgezogen hat. Seither schaut es alle 12 Stunden nach, ob sie noch da sind.


Kommentar von merderzo ,

Coole Story ^^

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community