Frage von FredHirsch, 35

Thunderbird-Account parallel auf einem Windowsbetriebssystem und einen Ubuntubetriebssystem?

Hallo liebe Community!

Ich habe eine Frage zum Thema Thunderbird:

Ich habe zwei Laptops. Einer von diesen läuft mit Windows 7, der Andere mit Ubuntu. Nun nutze ich auf dem Laptop mit Windows 7 schon seit langem Thunderbird und habe bereits meine Thunderbird-Account-Daten auf einen Stick überspielt, da ich diesen nun auch auf dem 2. Laptop (läuft auf Ubuntu) nutzen möchte.

Allerdings gibt es für Ubuntu (Linux) kaum Virenschutzprogramme, da es "weniger" angreifbar ist. Dennoch habe ich mich entschlossen eines der wenigen Herunterzuladen: ClamAV.

Nun frage ich mich jedoch: Könnte es sein, dass durch die gemeinsame Nutzung des Thunderbirdaccounts der Rechner mit Ubuntu als "Eintrittspforte" für Windowsviren usw. zum Windowslaptop dienen könnte? (Denn von diesen wird der ubuntulaptop zwar nicht betroffen sein, der Windowslaptop allerdings schon. Könnten sie durch die gemeinsame Accountverwendung "übertragen" werden?)

Falls ja: Gibt es eine Möglichkeit dagegen vorzugehen?

Liebe Grüße und schon einmal vielen Dank!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kerridis, 15

Was ich zugegebenermaßen nicht verstehen: Du überträgst mit einem USB-Stick die Daten hin und her? Du hast dein Postfach als POP3 eingerichtet? Denn wenn du es als IMAP auf den jeweiligen Rechnern einrichtest, dann ist es ja egal, von welchem Rechner und mit welchem Programm du auf die Emails zugreifst, es ist immer alles da, da es online auf dem Server bleibt.

Falls du EMails von deinem Linux-Rechner an einen Windows-Rechner weiterleitest, können natürlich angehängte infizierte Dateien, gegen die dein Linux immun ist, an das Windows übertragen werden. Insofern macht es Sinn, die Mails vorher auf dem Linux-Rechner mit ClamAV zu scannen.

Automatisch, falls das deine Frage war, werden eventuelle Schädlinge nicht deaktiviert, nur weil sie ein Linux-System durchlaufen.

Der Schädling kommt nie aus deinem Linux-System selbst, da vermehrt sich nichts, der Schädling kommt immer von außen. Er kriecht auch nicht von selbst in deinen Windows-Rechner über deinen Account, du müsstest ihn dann schon explizit versenden oder kopieren (Stichwort Stick).

Es kann natürlich sein, wenn du unter Linux eine Windows-exe über wine aufrufst, dass du in der wine-Umgebung einen Schädling startest und dieser Dateien in deiner wine-Umgebung befällt. Genauso kann es sein, dass du einen Schädling auf dem Linux-Rechner in einem Windows unter virtualbox startest und der dort im "Sandkasten" sein Spiel treibt. Und wenn du Dateien aus dem infizierten Sandkasten in Förmchen füllst, um daraus Kuchen für deinen Windows-Rechner zu backen, klar, dann infiziert sich der Windows-Rechner.

Das hat aber nichts mit dem Thunderbird-Account zu tun. Ein gemeinsam genutzter Account saugt nicht Schädlinge vom einen in das andere System. Eine infizierte Mail bleibt aber eine infizierte Mail, es sei denn, du bereinigst sie mit ClamAV auf dem Linux-System und sendest dann nur die bereinigte Mail weiter und löschst die infizierte auf dem Server und Stick.

Und falls dein Windows-System befallen ist und z.B. Spam verschickt, dann ist auch nicht der Account selbst befallen, sondern spammt nur, wenn das Windows-System aktiv ist, da der Schädling auf dem Linux-System, selbst wenn er irgendwie mit dahin übertragen wurde, gar nicht arbeiten kann.

Kommentar von FredHirsch ,

Ahhhh, also wenn ich IMAP habe brauch ich also gar kein Konto kopieren, interessant, das habe ich bisher gar nicht berücksichtigt, haha.
Dann ist es ja also auch egal, ob ich zwei oder ein Konto habe, denn durch IMAP sind beide Konten immer auf dem neusten Stand. Ich dachte immer, ich müsste mit dem identischen Konto darauf zugreifen, deshalb die Kopiererei.

Okay, aber selbst wenn ich eine infizierte Mail per Linux verschicke, kann diese ja über Kaspersky auf dem Windowsrechner erkannt werden, oder?

Kommentar von Kerridis ,

Danke für den Stern. Und ja, Kaspersky sollte in der Lage sein, die Schädlinge auf dem Windows-System zu erkennen und zu eliminieren :).

Antwort
von spaghetticode, 25

Selbstverständlich sind alle Daten, die von außen auf deine Windowsmaschine gelangen, ein Sicherheitsrisiko. Ob die jetzt direkt per E-Mail vom Server kommen oder über den Umweg deiner Linuxinstallation.

Dasselbe gilt für den Schutz - der Schutz vor Malware ist ebenfalls derselbe, egal auf welchem Weg die E-Mail auf deinen Windowsrechner gelangt.

Kommentar von FredHirsch ,

Danke erstmal :).

Wie meinst du das: "Dasselbe gilt für den Schutz."??

Ich schütz meine "Windowsmaschine" durch die Kaspersky Internet Security. Die sollte dann doch Schadsofware abpfangen unabnhängig davon, ob sie von einer Ubunutumaschine oder dem www stammen, oder?

Kommentar von spaghetticode ,

Ja, genau das habe ich ja gesagt. :-)

Antwort
von Etter, 14

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie du das meinst. Wenn an deine E-Mailadresse Spam geschickt wird, in dem Viren enthalten sind, dann kannst du dich auf dem Windows PC damit infizieren. Das würde aber auch passieren, wenn du die E-Mails nur auf dem Windows PC empfängst.

Oder meinst du, dass ein Virus auf dem Linuxrechner sich auf den Stick reproduzieren könnte, um deinen PC direkt zu infizieren?

Letzteres halte ich für unwahrscheinlich, da wenige Würmer für Linux geschrieben werden (falls überhaupt). Ein Virus welcher für Windows geschrieben wurde, funktioniert widerrum nicht ohne weiteres auf Linux, weshalb auch eine Reproduktion auf den USB-Stick schwer möglich ist.

Folglich könntest du eine infizierte *.exe auf dem Stick haben, welche sich aber nicht automatisch ausführt -> keine sonderliche Gefahr.

Was du noch machen könntest, wäre Autoplay zu deaktivieren (würd ich eh machen).

http://windows.microsoft.com/de-de/windows/change-autoplay-settings#1TC=windows-...

Kommentar von FredHirsch ,

Was ist denn Autoplay :D?
Noch eine Frage: Wenn jedoch eine infizierte Spammail ankommt, kann mich meine Internet Security doch davor schützen oder??

Und zu meiner ursprünglichen Frage:
Ja, ankommende Mails betreffen das Windowssystem ja ohnehin, das ist klar. Ich dachte bloß, dass vielleicht auf dem Ubuntulaptop ein Virus kommen könnte, welcher eigentlich für Windows geschrieben ist und nicht aktiv ist. Dieser dann aber dadurch, dass ich auf beiden den selben Thunderbirdaccount verwende, über diesen auf das Windowssystem "springt" ;). Ich kenne mich damit einfach nicht so sehr aus :(.

Kommentar von Etter ,

Autoplay heißt, dass Medien automatisch Wiedergegeben werden. Wenn du z.B. ne DVD einlegst, hast du bei eingeschaltetem Autoplay direkt danach ein Menü, was du tun möchtest (Ordner öffnen, Windows Media Player, usw.).

Naja die E-Mail ist dann immer noch infiziert. Wenn du sie auf einem Windowsrechner öffnest, infizierst du deinen Rechner. Ist halt wie mit normalen E-Mails.

Es ist halt so, als würdest du eine ganz normale E-Mail aus dem Internet öffnen (mehr ist es eig. auch net).

Was aber nicht geht, dass du auf dem Linuxrechner den Windowsvirus öffnest und er sich auf den USB-Stick repliziert (sollte nicht passieren).

Zugegebenermaßen verstehe ich dein Konstrukt und den Sinn glaube ich noch nicht.

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