Frage von Histekia, 673

Ist eine Thrombosespritzen wirklich nötig?

Hallo Leute. Ich habe mir vor 3 Wochen blöder weise den Knöchel verknackst, nach einer Woche wieder und vor knapp 5 Tagen wieder. Seitem trage ich einen Gips, um wie der Arzt es sagte, ein weiteres umknicken zu vermeiden. Nun hab ich ja einen Hund mit dem ich raus müsste und der Arzt meinte das wäre kein Problem, ich sollte mein Bein zwar weniger belasten, aber das Gehen nicht vermeiden. Ich bin 24 Jahre alt.

Als der Gips dann drauf kam, wurde ich gleich mit einer Spritze in den Bauch überrascht. Ich hab ja nun eine panische Angst Spritzen gegenüber und war wenig begeistert als es hieß, ich soll die nun täglich spritzen, obwohl der Arzt davon kein Wort verloren hat. Die Krankenschwester meinte dann das wäre nötig, da ich mich kaum bewegen werde in den nächsten 10 Tagen, was ja so nicht stimmt.

Meine Tante hat sich nun der Sache mit den Spritzen angenommen, da sie eine ehemalige Altenpflegerin ist und überzeugt ist, das ich es muss. Die Spritze verursacht mir allerdings Schmerzen je länger sie drin ist und danach brennt mein Bauch. Außerdem hatte ich vorgestern einen riesigen blauen Fleck bekommen. Freunde, darunter eine angehende Medizinerin, meinten das wäre völlig übertrieben und nicht notwendig.

Meine Frage ist nun, was sagt ihr dazu, ist es wirklich notwendig?

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 474

Ein blauer Fleck ist nicht gefährlich, das kommt öfter vor und ist dem Umstand geschuldet, beim Spritzen ein kleines Blutgefäß getroffen zu haben. Wenn der Spritzeninhalt zu schnell gespritzt wird, tritt immer ein kurzzeitiges Brennen auf, was ebenfalls völlig ungefährlich ist. Zur Indikation ist zu sagen, dass durch den Bewegungsmangel / eingeschränkte Mobilität die Gefahr einer Thrombose oder Embolie ansteigt, besonders wenn der Patient Raucher ist und / oder  an Übergewicht leidet. 

Antwort
von FelixFoxx, 497

Es ist notwendig, denn die Folgen können lebensgefährlich bzw. tödlich werden. Glaub mir, ich hatte bereits eine Lungenembolie aufgrund einer Thrombose, dann lieber die Spritzen ertragen... 

Antwort
von glitterpuderxx, 480

Hallo,Ich musste bis vor wenigen Tagen auch diese Spritzen nehmen,wenn wir mal ehrlich sind tut doch nur diees brennen weh,was aber zu vertragen ist ! ich musste mich auch 10 tage Spritzen und die Ärzte meinten es ist wichtig da ich mich ja kaum bewegen konnte und diese spritzen das blut dünner machen damit es nicht verklumpt (da du dich ja nicht bewegst) .Wenn man jetzt logisch denken kann und nicht mit seiner gesundheit spielt dann wäre einem ja klar das man das macht was die Krankenschwestern dir sagen,die lassen sich bestimmt nicht extra was schlimmes einfallen um dich zu ärgern & um nochmal auf die Blauenflecke zurück zu kommen,du bist doch ein erwachsener "Mann" da verkraftest du ja wohl diese blauen flecke und das brennen,wäre ich du ich würde sie nehmen,da ich kein Herzinfarkt bekommen möchte ;) Ich Apeliere an dein Guten Verstand dass du diese Spritzen nimmst.

Antwort
von Coza0310, 425

Es kann niemand vorhersehen, ob Du eine Thrombose bekommst oder nicht. Wenn Du selbst für Dich das Risiko eingehst, dann ist das Deine Entscheidung. Es kann Dich keiner zur Spritze zwingen.

Antwort
von BEAFEE, 343

Ich würde es auch nicht auf eine Thrombose oder gar Lungenembolie ankommen lassen. 

Du solltest auf jeden Fall spritzen...dieser kleine Piekser einmal täglich ist wirklich zu verkraften......ich mußte mal 2x täglich ein halbes Jahr lang Heparin spritzen....da war dann schon echt hart. Aber bei Dir ist ein Ende in Sicht - halte durch !

Antwort
von Kendall, 317

M.E. ist das Vorgehen der Ärzte absolut korrekt und vorbildlich. Manch einer nimmt das auf die leichte Schippe, mit zum Teil furchtbaren Ergebnissen.

Das Risiko der mangelnden Bewegung alleine ist immer noch hoch genug, um die Antikoagulation zu befürworten. Durch den gebrochenen Knöchel kannst Du ja die Muskelpumpe gar nicht oder nur unter schlimmsten Schmerzen betätigen. Wenn zudem noch andere Risikofaktoren kommen (wechselhaftes Trinken, generell geringe Trinkmenge, Einnahme der Antibabypille, etc.) erhöht sich das Risiko signifikant.

Du wirst sicherlich niedrig dosiertes Heparin bekommen. Blaue Flecken an der Einstichstelle sind optisch lästig, aber nicht schlimm. Eine Thrombose hingegen schon. Ich selbst hatte vor 1 1/2 Jahren eine tiefe Beinvenenthrombose mit postthrombotischen Syndrom, das mir noch heute jeden Tag Freude macht (und zu dem Zeitpunkt war ich gerade mal 4 Jahre älter als Du jetzt). Glaub´ mir, das Risiko, so gering es auch sein mag (bei totaler Immobilisation ist es übrigens doch recht groß), möchtest Du nicht eingehen.

Ich wünsche Dir alles Gute und wünsche baldige Heilung!

Antwort
von Hermeshimself, 327

Erstens hast Du keinen Gibs. Zweitens, ja. Eine Antithrombosespritze ist absolut nötig. Solange Du Dein Bein nicht bewegen kannst ist der Blutfluß im Bein aufgrund der eingeschränkten Bewegung deutlich verlangsamt. Dadurch können sich im Bein Thrombosen bilden. Dies können sich lösen und dann zu Herzinfarkt, Lungenembolie und/oder Apoplexie führen. Das wäre dann unter Umständen tödlich. Was ist dagegen der kleine Picks?

Kommentar von Histekia ,

Ich habe einen Gibs, definitiv, ich bilde mir den weißen Klumpen um meinen Fuß der mir das anziehen erschwert doch nicht ein und zweitens bewege ich meinen Fuß doch

Kommentar von Hermeshimself ,

Nein, Du hast keinen Gibs. Glaub mir.

Kommentar von Hermeshimself ,

Und? Bist Du auf die Lösung gekommen?

Kommentar von glitterpuderxx ,

Ich gebe dir einen "TIPP" du hast einen Gips keinen Gibs mein Lieber ;)

Kommentar von thinkfirst ,

Du hättest ja auch gleich auf den Schreibfehler hinweisen können.
Habe es korrigiert.

Antwort
von HarryKlopfer, 293

Im Zweifel für die Angeklagte. Also ja.

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