Frage von sunflowers4ever, 53

Therapie und/oder Psychopharmaka?

Hey,

ich bin dabei eine Psychotherapie wegen einer Angststörung zu beginnen und nun aber verwirrt bezüglich zusätzlicher Medikation mit Antidepressiva. Eine Thepareutin meinte dies sei gut, die andere ist negativ gegen diese Mittel eingestellt, da sie das Problem nur überdecken und die Therapie allein angeblich genauso effektiv ist wie beides zusammen. Was meint ihr? Vielleicht hat ja jemand sogar Erfahrungen?

Danke! :D

Antwort
von Hideaway, 53

Meine Vermutung: Die erst genannte Therapeutin ist Psychiaterin (also Ärztin), die andere Psychologin (oder sonst irgend etwas, der Begriff Psychotherapeut ist nicht geschützt) und darf gar keine Medikamente verordnen.

Kommentar von sunflowers4ever ,

nee, beides sind therapeutin. die medikamente habe ich vom psychiater. die beiden haben nur empfehlungen gegeben

Kommentar von kayo1548 ,

"der Begriff Psychotherapeut ist nicht geschützt"

doch, das ist er.

Siehe §1 Psychotherapeutengesetz

Antwort
von Lukei, 11

Medikamente helfen erst einmal, das man ueberhaupt therapiefaehig wird. Bei Aengsten ist es wichtig, das man sich auch auf die Therapie einlassen kann und nicht zu nervoes ist.

Wenn man naemlich zu nervoes und aengstlich ist dann kann man sich nicht konzentrieren.Es kann auch sein, das man erst gar nicht zu einer Therapiesitzung geht, weil man zuviel Angst hat..

Antwort
von voayager, 21

Es kann für manche günstig, zuweilen sogar notwendig zu sein, bei Beginn der Psychotherapie oder davor ein Medikament einzunehmen, damit eine entsprechende Behandlung überhaupt erst möglich ist. Im Laufe der Psychotherapie wird dann solch ein Medikament meist wieder ausgeschlichen.

Antwort
von kayo1548, 45

Ferndiagnosen sind nur schwer machbar.

Aber eine medikamentöse Therapie kann durchaus unterstützend wirken (und eine Therapie daher überhaupt erst ermöglichen) und je nach Krankheitsbild ist auch eine längerfrstige medikamentöse Behandlung im Einzelfall durchaus sinnvoll.

Das Antidepressiva die Probleme nur überdecken ist zumindest bei einer vernünfiten Therapie und medikamentöser Einstellung nicht der Fall.

Ob eine medikamentöse Behandlung bei dir sinnvoll ist, kann man aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.

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