Verbot des "therapeutischen" Klonens, weil es unethisch ist und der Würde des Menschen widerspricht?
oder
besser Äufklären, gründlicher Erforschen um Krankheiten zu heilen?




Es geht im Prinzip um die Grundfrage, ob der Embryo als Mensch zu betrachten ist, oder nicht.
Wer den Embryo als Menschen mit allen Rechten betrachtet, kann auch therapeutisches Klonen, ebenso wie Abtreibung, nur ablehnen. Dann verbietet sich aber auch eine Stichtagsregelung oder ein solches Klonen unter wie auch immer gestalteten Auflagen. Alles andere ist Heuchelei.
Wer, wie ich, den Embryo eben gerade nicht als Menschen betrachtet - wofür es gute Gründe gibt - kann therapeutisches Klonen zulassen.
Für mich gehört - um das kurz zu skizzieren - zum Menschsein als Grundvoraussetzung (neben anderen) auch die zumindest potentielle Möglichkeit, etwas zu empfinden. Dies ist aus biologischen Gründen (Synapsenbildung) aber frühestens ab dem 86 Tag nach der Befruchtung möglich.
Aber was ist mit allen anderen offenen Fragen. Ist das Empfinden das gleiche. Ist es nicht eine unvereinbare Beeinflussung? Können wir so etwas verantworten? Millionen von Fragen. Und wer gibt uns eine akzeptable Antwort?
WolfRichter am 8. April 2008 21:24 Soweit es um Heilung von Krankheiten oder Linderung von Leid geht - und so habe ich die Frage verstanden - halte ich das für zulässig und geboten.
Natürlich ist Mißbrauch möglich. Es gibt auch Grenzfälle, die man diskutieren kann und muß. Aber die Forschung möchte ich grundsätzlich erhalten wissen.








Wenn über klonen von Embryonen gesprochen wird, schwingt auch immer der Wunsch mit den Menschen zu verbessern. Wie weit ist es dann noch zu Menschen auslesen. Gibt es dann nur noch perfekte Menschen? Oder sind wir dann alle nur noch Menschen 2. Klasse?
Da gebe ich dir vollkommen recht.



Ohne wenn und aber
Bei dem therapeutischen Klonen würden menschliche Embryonen zur Gewinnung von Stammzellen verbraucht. Diese Embryonen würden gezielt für einen Zweck hergestellt, bei dem sie selbst vernichtet werden.
Damit würden Embryonen wie eine Sache behandelt, die nicht auch zugleich ein Zweck an sich selbst ist. Dies widerspricht der Menschenwürde. Die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle kann als Beginn menschlichen Lebens betrachtet werden, das im Keim eine Person und schon Träger gewisser Rechte ist. Andere Betrachtungsweisen halten allerdings erst die Nidation (Einnistung in der Gebärmutter) für den Beginn menschlichen Lebens.
Ich sehe auch eine Gefahr für Frauen, unter einen Druck zu geraten, Eizellen dafür zur Verfügung zu stellen. Möglicherweise können Heilverfahren auch mit Hilfe anderer Stammzellen entwickelt werden, obwohl dies schwieriger ist und länger dauern könnte.


Ich schwanke zwischen rot und grün.
Siehe Albrecht und Wolpertinger. Die Gefahren des Missbrauchs und der kapitalistisch orientierten Anwendung der Forschung ist evident.

Nein, nein, nein und nochmals nein!!! Und auch keine Stammzellenforschung an Embryonen! Der Mensch darf nicht alles was er kann.


Versetze dich in die Lage von Betroffenen. Darf man das eine Leben gegen ein anderes aufwiegen?