Frage von elfe0905, 73

Theodizee - Georg Wilhelm Friedrich Hegel ,Zusammenfassung/Lösungsvorschlag?

Hallo, ich soll in einem Vortrag den Lösungsvorschlag G. W. F. Hegels der Theodizeefrage vorstellen. Leider finde ich keine Zusammenfassung / Infos im Internet, in welcher die Lösung der Theodizeefrage Hegels dargestellt wird.

Antwort
von Fantho, 62

Die Lösung für diese philosophische Denksportaufgabe liegt darin, dass man Gott nicht mit dem Menschen vergleichen darf und somit auch keine menschliche Anatomie Gott 'andichten' kann und darf...

da Gott ein geistiges Wesen mit Bewusstheit und Bewusstsein ist,

und nicht aus 'Fleisch und Blut'!

Gott erschafft und schöpft alles per Bewusstsein, per Gedanke

und kann somit auch einen noch so schweren Stein erschaffen und per Gedankenkraft 'transportieren'...

Gruß Fantho

Kommentar von elfe0905 ,

Danke für die Antwort! Gibt es auch noch eine Quelle, wo das steht? Kannn ja schlecht schreiben, Fantho GF.net ;)

Kommentar von Fantho ,

Genau das ist das Problem: Darüber gibt es keine Quelle, sondern kommt aus einem spirituellen (nicht esoterischen!) Gedankengut :-(

Aber Hegel hatte sich auch nicht auf eine Quelle bezogen, sondern selbst seine Gedanken darüber gemacht...

Du kannst diesen (spirituellen) Gedanken selbst ausarbeiten, wenn er Dir zupass bzw. stimmig erscheint...

Du kannst aber auch die Erkenntnis aus der Quantenphysik heranziehen, dass intelligentes Bewusstsein einen Einfluss auf die subatomare, und somit auf die Materie, ausübt...

Mach Dich schlau und kombiniere: Gott - Bewusstsein - Stein...

Vergiss nicht: Es handelt sich um Philosophie, und hier muss der Gedanke nur logsich und in sich schlüssig sein...

Gruß Fantho

Kommentar von Fantho ,

Sorry, jetzt merke ich das erst: Du sprichst gar nicht über das Allmachtsparadoxon. Mein grober Flüchtigkeitsfehler...

Sorry!!

Gruß Fantho

Kommentar von elfe0905 ,

trotzdem danke!

Antwort
von berkersheim, 73

Nach Hegel ist das Übel, das den „guten Gott“ disqualifiziert, nicht wirklich ein Übel. Wikipedia:

„Das Übel ist nur ein notwendiges Durchgangsstadium; nach Hegel dient es der dialektischen Entwicklung der Geschichte, in der eine „göttliche Vorsehung“ den „absoluten, vernünftigen Endzweck der Welt“ verwirklicht. In Perioden des Glücks, so Hegel, fehle der Gegensatz; sie seien „leere Blätter“ in der Weltgeschichte.[21] Das Ergebnis seiner Darlegungen nennt Hegel „die wahrhafte Theodicee, die Rechtfertigung Gottes in der Geschichte“

Darin stecken einige Hypothesen.

a) Dass sich die Geschichte tatsächlich dialektisch entwickelt und Hegels Dialektik nicht nur eine nachträgliche Konstruktion ist.

b) Dass es eine "göttliche Vorsehung" gibt mit einem "absoluten, vernünftigen Endzweck." Wenn wir das Übel jetzt nicht als Übel erkennen können, wieso dann einen "absoluten, vernünftigen Endzweck."

c) Wieso nur in Perioden des Glücks der Gegensatz fehle, in Perioden des Unglücks nicht.

Kommentar von flunra39 ,

ich kann nicht nachvollzirehen, was die Fragestellung des <gf-Nutzers mit dem Übel zu tun hat.

Ich brauche eine Moderation gf-Frage - berkersheim-Antwort

Kommentar von berkersheim ,

@flunra39

Die Antwort findest Du, wenn Du z.B. bei Wikipedia den Beitrag "Theodizee-Problem" durchliest. Es geht nämlich um die Behauptung eines guten und allmächtigen Gottes angesichts der Tatsache von Übel in der Welt. Hegel löst das Problem, indem er das Übel in der Welt als Übel bestreitet.

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