Panikgirl am 12.04.2009 um 15:02 Uhr
Was bedeutet es für einen Menschen, wenn der Arzt zu ihm sagt, dass er im 3. Stadium dieser Krankheit ist.? Kennt sich jemand aus eigenen Erfahrungen mit dieser Krankheit aus - oder kennt jemanden, der darunter leidet? Ich schaue nicht gerne auf die med. Seiten im Internet - persönliche Erfahrungsberichte sagen für mich mehr Realität aus, zumal man wenn man nur Husten eingibt in google bereits auf Lungenkrebs-Seiten stösst etc. - und das finde ich nicht so umwerfend-:( Bei meinem Vater ist das diagnostiziert worden.

Wenn die Borreliose nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es zu einer Erregerpersistenz und damit zu einer chronischen Infektion kommen (Spätmanifestation). Das heißt, die Krankheit kommt immer wieder (rezidiviert) oder verschlechtert sich zunehmend. Monate-, aber auch jahrelange symptomfreie Latenzzeiten mit anschließenden Wiederaufflackern der Erkrankung sind möglich. So tritt die Akrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer (ACA) oft erst nach Jahren auf. Es kann auch zu einer chronischen rezidivierenden Lyme-Arthritis mit vielfältigen Krankheitsbildern kommen oder auch zu einem Befall des zentralen und peripheren Nervensystems (Neuroborreliose) mit Polyneuropathie, Borrelien-Meningitis, Lyme-Enzephalomyelitis oder einer Enzephalitis. Ebenso sind chronische Erkrankungen der Sinnesorgane und der Gelenke und Muskeln möglich. Die chronischen Erkrankungen der Gelenke werden Lyme-Arthritis genannt. Es kann aber auch zu einer entzündlichen Bursitis oder Arthrose kommen. Die unterschiedlichen Erreger scheinen verschiedene Krankheitsbilder auszulösen: Während bei einem Teil der Patienten fast nur die Gelenke betroffen sind, kommt es bei anderen hauptsächlich zu neurologischen Störungen. Daneben gibt es auch eine Gruppe von Patienten, die Herzprobleme meist verbunden mit Gefäßentzündungen haben. Mischformen sind möglich. Viele Borreliose-Patienten klagen über unerträgliche Erschöpfung, rasche Erschöpfbarkeit und chronische Müdigkeit, die sich auch durch ausreichend Schlaf nicht beseitigen lässt.
In der Fachliteratur werden vor allem späte Manifestationen der Lyme-Borreliose beschrieben
Quelle: wikipedia
Stadium III Das Stadium III bezeichnen Mediziner auch als Spätmanifestation. Monate bis Jahre nach der Infektion kann eine Gelenkentzündung (die so genannte Lyme-Arthritis) auftreten. Am häufigsten sind die Kniegelenke betroffen, gefolgt von Sprung-, Ellenbogen-, Finger-, Zehen-, Handwurzel- und Kiefergelenken. Ohne Therapie schwillt das Gelenk innerhalb von ein bis vier Wochen ab. Die Entzündung kann aber nach Monaten oder Jahren wiederkehren.
Außerdem kann es zu Hautveränderungen kommen (Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer). Die Haut schwillt vor allem im Bereich von Ellenbogen, Knien, Unterarmen und Unterschenkeln an und verfärbt sich blaurot. Später wird sie sehr dünn und lässt sich wie Zigarettenpapier falten.
Sehr selten entwickelt sich im Spätstadium eine Entzündung des Gehirns mit geistigem Abbau, Lähmungen und Koordinationsstörungen.

ja mein Vater ist im 3. Stadium und das ist nicht lustig
Panikgirl am 12. April 2009 15:07 Könntest Du das näher erläutern? Wäre lieb...
Renntier am 12. April 2009 15:08 Er hat fast alle Gelenke neu, fast alle inneren Organe sind angegriffen.
Er hat Schüttelfrostanfälle, starke Gelenkschmerzen.
Brechanfälle
Panikgirl am 12. April 2009 15:17 Ja, er kann im Moment kaum laufen - seine Beine sehen schrecklich aus - ist dauernd müde - vergesslich geworden - was natürlich auch am Alter liegen könnte und er hat auf nix mehr Lust. Aber wer hat das bei permanenten Schmerzen schon-:( Danke Dir

Lyme-Borreliose – Wikipedia Im neuen Fenster öffnen Die Lyme- Borreliose oder Lyme- Krankheit ist eine multisystemische Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi aus der Gruppe der ...

Mein Bruder wurde Jahre lang behandelt.Infusionen...Tabletten. Durch diese vielen Medis hat sein Herz wohl nicht mehr mit gemacht und ist mit 44 Jahren an Herzversagen verstorben. Ein Hautarzt den ich vor Jahren hatte dem sein Bruder ist dran verstorben. Sorry wollte dir keine Angst machen nur meine Erfahrung mitteilen.
Schnuffduff am 12. April 2009 15:10 Ach ja...mein Bruder hat überall Schmerzen gehabt...Herzrasen...Schlaflosigkeit...ach ich glaube der hatte so fast alles was man dadurch bekommen kann.
Panikgirl am 12. April 2009 15:15 Ich bin schon dabei, mich langsam immer mit dem Schlimmsten abfinden zu müssen. Habe vor ca. 16 Monaten erst meine Mutter verloren, nachdem sie 2000 ein Plasmozytom diagnostiziert bekam - habe sie 7 Jahre immer mehr sterben sehen und zum Schluß war noch Dialyse und der Verlust eines Beines mit dabei. Zu meinem Vater habe ich zwar nicht so ein inniges Verhältnis wie zu meiner Mutter - eher überhaupt kein Gutes - dennoch nimmt mich das auch wieder mit. Warum kann das alles nicht mal aufhören-.(
Panikgirl am 12. April 2009 15:21 Tut mir übrigens sehr leid für Deinen Bruder. Ist ja schrecklich - und dann noch so verdammt jung
Hallo! erstmal: es tut mir leid, dass es deinem vater so schlecht geht! vll kann ich dir ein wenig weiterhelfen. mein onkel hatte auch borreliose im 3. stadium. er hatte immer sehr starke schmerzen, hauptsächlich in der schulter und den armen. als die borreliose erkannt wurde, musste er jeden tag zum arzt und bekam infusionen. die borreliose ist jetzt geheilt, aber er leidet nun an einer folgekrankheit die fibromyalgie heißt und nicht heilbar ist. er hat jetzt also chronische schmerzen. durch die infusionen hat er einen pilz auf der zunge bekommen, der bis heute noch nicht weg ist. die zunge ist dann ganz schwarz und man muss sich oft übergeben und muss eine diät halten, damit der pilz sich nicht noch weiter ausbreitet und den ganzen magen befällt.wenn man das vorher gewusst hätte mit dem pilz, dann hätte man irgendwas dagegen nehmen können. weil die ganzen schmerzmittel meinem onkel nicht geholfen haben, hat er es mal mit yoga versucht und es hat ihm auch geholfen. trotzdem ist er sehr krank und es geht im oft schlecht. er war auch mal 5 wochen auf kur, was ihm aber leider kaum geholfen hat. was ich sonst noch dazu sagen kann ist, dass sich viele ärzte mit borreliose überhauptnicht auskennen und es meistens sehr lange dauert, bis herausgefunden wird, an was der patient überhaupt leidet. ich wünsche deinem vater gute besserung!
Panikgirl am 12. April 2009 17:38 Ganz herzlichen Dank für Deinen Bericht!!! Mir tut es ebenfalls sehr leid wegen Deines Onkels. Meine Ex-Schwägerin - hatte meinem Vater heute erzählt, dass sie eine Patientin hätte, die auch Borreliose hat und die hätte das prima mit Hömoopathie in den Griff bekommen. JEtzt will sie sich auch mal erkundigen, wie das Medi heisst. Ich selber schwöre ja auf Hömoopathie - nur ich weiss auch, dass man gleichzeitig dran glauben muss und er glaubt an gar nichts irgendwie - ist sehr schwierig - er will auch keinen Ratschlag annehmen. Er sagt nämlich da schon wieder - ach, ich werde wohl bald kaputt gehen. Also da kriege ich zuviel bei langsam.
Auf der Startseite des Borrelioseforums sind die Empfehlungen der deutschen Borreliose-Gesellschaft. Diese empfehlen z.B. im Stadium 3 eine Antibiotikatherapie von mind. 3-6 Monaten.
Hier die Seite des Borreliose und FSME Bund Deutschland mit dem Verzeichnis aller Selbsthilfegruppen.
Sowie das Borrelioseforum zum Erfahrungsaustausch. Hier haben auch schon über 2.900 Leute ihre persönliche Krankengeschichte hinterlegt.
Es ist bei Borreliose sehr wichtig sich selbst zu informieren da sich die meisten Ärzte kaum auskennen. So wird man oft nach 2-3 Wochen Antibiotika für geheilt erklärt. Wenn man aber noch nicht geheilt ist und die Beschwerden andauern sagen die dann unsinnigerweise einfach das ist Fibromyalgie, Rheuma oder nur noch psychisch bedingt.
Gerber am 26. April 2009 00:37 Ich bin an Borreliose erkrankt und kann nur sagen, meiner Meinung nach hilft Antibiotika nicht. Nur die Novizen verabreichen immer wieder Antibiotika. Ich kann nur zwei Bücher empfehlen: Dr. Petra Hopf-Seidl - Krank nach Zeckenstick-Borreliose erkennen und wirksam behandeln (Schulmedizin) und Wolf-Dieter Storl - Borreliose natürlich heilen (ganzheitliche Behandlung). Diese Bücher sollten sich jeder Borreliose-Infizierte anlegen. Gute Besserung
Das kann ganz unterschiedlich sein! Ich hatte selber auch einen Zeckenbiss. Als ich die Zecke herausgehohlt hatte, hatte sich um die Bissstelle ein Roter, juckender Ring gebildet. Da das ja meistens das erste Anzeichen ist, bin ich zum Arzt. Auch der hat mit bestätigt, dass ich mir das die Borrelliose eingefangen habe. Der hat mir erklärt, dass das sich von den Symptomen her auswirken kann, wie eine sehr schlimme Grippe und es eventuell Volgeschäden gibt. Aber da es mir noch gut ging( Der Arzt ist sehr Naturheilkundlich orientiert) hat er mir ein Homeopatisches Mittel verschrieben, was ich dann eingenommen habe und bei einer späteren Kontrolle hat sich herausgestellt, dass ich fast keine Borrelien meh hatte. Mit dem Rest ist mein Körper von alleine Fertig geworden. Das ist jetzt 2 Jahre her und ich habe nie was davon gemerkt.
Ich weis leider nicht, wie es deinem Vater mitlerweile geht; und auch, wenn viele Menschen von solchen Naturheilkundlichen Sachen nicht viel halten, würde ich es zumindest versuchen, denn auch wenn es nicht hilft, gibt es keine Nebenwirkungen. ;)
LG

Ich möchte mich herzlich für Eure teilweise sehr ausführlichen Antworten bedanken. Er hat es mir heute am Telefon gesagt, dass er sich im 3. Stadium plötzlich befindet, obwohl es ihm nach Erstbehandlung erst wieder prima ging. Ich muss also bei ihm auch mit dem schlimmsten rechnen - nicht wahr?-:(
Schnuffduff am 12. April 2009 15:23 Ja mußt du...meinem Bruder ging es zwischendurch auch immer mal wieder gut.Er hatte sogar eine Zeit da wollte er wieder arbeiten gehen...und dann kam immer wieder ein Rückfall.
Panikgirl am 12. April 2009 15:27 Man hatte ihn erst auf Gicht behandelt - bis er zum Glück mal eine Vertretungsärztin dort hatte, die genauer war und ihm zu einem CT schickte. Ja, er ist so ein Typus, der gerne Pilze sammelt - Brombeeren sucht und überhaupt - er hat eigentlich immer den Spitznamen "Waldwiesenschrat oder Naturbursche" - tja erst im letzten Jahr erfuhr er das - wurde mit ANtibiotika behandelt usw........ihm fiel ein, dass er ja so ein Viech vor ca. 5 Jahren oder so im Rücken hatte. Nach 3 Tagen kam er erst auf die Idee, meiner Mutter, die damals noch lebte, den Rücken zu zeigen und sie entdeckte es und zog es ihm komplett raus. Aber nach 3 Tagen ist es ja schon zu spät. Natürlich ist er nicht zum Arzt gegangen, weil - ach, sowas hat man schon mal usw.-:(
Gerber am 26. April 2009 00:43 Als Waldwiesenschrat oder Naturbursche kann ich dir - wie oben empfohlen (ich bin auch einer) das Buch von Hans-Dieter Storl - "Borreliose natürlich heilen" empfehlen. Das hat mir auch geholfen. Gehe mal auf die Seite von Dr. Klinghard.
Panikgirl am 12. April 2009 15:29 War Dein Bruder auch zu leichtsinnig gewesen oder hatte er das gar nicht bemerkt???
Schnuffduff am 12. April 2009 15:38 Ich glaube er hatte es nicht gemerkt...aber ich weiß es nicht mehr. Mir fällt noch ein...welche Symptome hat dein Vater? Wieso hat die Ärztin ihn zu einem CT geschickt?Hat sie denn auch Blutuntersuchungen gemacht...diese besonderen für Borreliose? Westernblott Igg und Igm oder so ähnlich.
Panikgirl am 12. April 2009 16:37 ja klar - er lässt sich ja schon über Jahre regelmässig untersuchen und Blut abnehmen - und alles Mögliche. Deshalb ist es mir ja auch so unverständlich gewesen, dass der Hausarzt dies nie festgestellt hatte bisher Ist ein Waldwiesendoktor - der hat auch mit verschuldet, dass meine Mutter so oft falsch behandelt wurde und dennoch lässt der nie was auf den kommen. Kann ihn diesbezüglich auch nicht verstehen. Aber er ist so ein "sturer Hund", der grundsätzlich immer Recht hat und es besser weiss. Jetzt hat er den Salat-:(

atgeber von bekannter Borrelioseärztin
Frau Dr. Hopf-Seidel, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie Autorin des Buches „Krank nach Zeckenstich", arbeitet privatärztlich in ihrer Schwerpunktpraxis für Borreliosekranke. Zum Beginn der Zeckensaison hat Frau Dr. Hopf-Seidel einen kurzen Ratgeber zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Borreliose verfasst. Die Informations- und Aufklärungsbroschüre geht insbesondere auf folgende Fragen ein:
* Wie kann ich mich vor einer Borrelieninfektion schützen?
* Wie entferne ich eine festgesaugte Zecke?
* Welche Laboruntersuchungen nach einem Zeckenbiss sind sinnvoll und sollten veranlasst werden?
* Welches sind die sicheren (Früh-)Zeichen einer erfolgten Borrelieninfektion?
Das 12seitige Heft gibt weiter einen Überblick über die Therapieempfehlungen der Deutschen Borreliose Gesellschaft e. V. (Stand: April 2008) für die Frühphase der Borrelieninfektion und führt die wichtigsten Laboradressen auf.
Sie können den Ratgeber von Frau Dr. Hopf-Seidel HIER kostenlos herunterladen. (Borreliose-Ratgeber von Frau Dr. Hopf-Seidel).
www.luxxpharma.lu - Borreliose -
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