Frage von Tessy05, 155

THC am Steuer. Kennt jemand den genauen Ablauf?

Hallo Leute,

als erstes möchte ich erwähnen... JA, ich bin dämlich. Ja, ich habe alles falsch gemacht und Ja, wahrscheinlich habe ich es nicht anders verdient. Alles Tatsachen die mir bewusst sind, also muss darauf nicht weiter eingegangen werden. Es wäre also lieb, wenn nur hilfreiche Antworten gegeben werden. Am 20.01 bin ich in eine Polizeikontrolle gekommen und war ehrlich gesagt dicht wie eine Eule. Die Kontrolle war zufällig, also nicht aufgrund meines Fahrverhaltens... Ab zur Wache , Blutabnahme auf richterlichen Beschluss usw. Ich möchte noch erwähnen, dass ich noch nie im Straßenverkehr aufgefallen bin. Weder wegen THC oder zu schnellem fahren etc. Bisher war meine Weste weiß.... Ich habe bis heute noch keine Ergebnisse der Blutkontrollebekommen, bin aber realistisch. Ich werde wohl nicht als gelegentlicher Kiffer eingestuft. Da ich seit ca. 10 Jahren täglich rauche, bin ich mir mehr als sicher dass die Werte sehr hoch sein werden. Sei dem 06.02. habe ich nun den Konsum komplett eingestellt und habe heute meinen letzten Urintest (THC 50) gemacht und dieser ist noch immer positiv. Ich war auch schon bei einem Anwalt, der jedoch ohne genaue Werte nichts machen kann. Nun frage ich euch. Besteht eine winzige Chance dass ich meinen Führerschein behalten kann? Kennt einer den genauen Ablauf der mich jetzt erwartet? Das warten macht einen echt verrückt. Lohnt es sich überhaupt einen Anwalt einzuschalten oder ist es Geldverschwendung? Werde ich eventuell die Chance bekommen durch weitere Tests einer MPU zu entgehen?

Schon jetzt vielen Dank für eure Antworten....

Antwort
von Parhalia, 73

Bezüglich Deiner Anfrage dürfte es so laufen, dass Dein anhängliches Strafverfahren wegen "BTM" erst dann richtig anläuft, wenn die behördlich angeordneten Ergebnisse Deiner kontrollbezogenen Anordnung der Blutprobe vorliegen.

Und wenn die Werte aktiver Wirkstoffe der Cannabinoide ( in Deinem Fall wahrscheinlich ).... denn : " ich kiffe seit Jahren täglich ... und war zum Zeitpunkt der Kontrolle auch dick wie Eule....) , so wirst Du Deinen Lappen selbst als Ersttäter mit grösster Wahrscheinlichkeit MINDESTENS 6 Monde nicht mehr wiedersehen.

Das ist das Mindestprozedere in einem Verfahren der "Entziehung der Fahrerlaubnis ". Und wenn Du jetzt noch nicht einmal ohne Befund aus dem Drogenscreening kommst, so solltest Du unter Beibehaltung der Abstinenz erst einmal bis zur Absenkung Deiner Werte unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze abwarten.

Und danach kannst Du schon mal anfangen mit einem verfahrenstechnisch anerkennbaren Abstinenznachweis von mindestens 6 Monaten durch einen Amtsarzt.

Denn eine MPU scheint hier relativ sicher. Wenn Du wegen des Abstinenznachweises ( natürlich kostenpflichtig ) erst mal nicht sicher bist, so warte einfach das angehende Strafverfahren ab.

Dann erfährst Du zumindest schon mal, ob Deine Fahrerlaubnis entzogen wird...und wenn ja, wie lange.

Die finale "Einladung" zur MPU würdest Du dann von der Führerscheinstelle spätestens mit Ablauf der Sperrfrist,  bzw. einem anschliessenden Antrag auf Wiedererteilung bekommen.

Schon alleine bis dahin solltest Du absolut "clean" bleiben. Und danach erst das amtsärztlich anerkennbare Drogenscreening zum Abstinenznachweis.

Denn wie beim "Spritti" kommt es hier dann ebenfalls auf langfristig gefestigte und positiv erlebte Lebensweise ohne den "Stoff" an.

Diese Zusammenhänge sind inzwischen ähnlich gut erforscht wie die Aussagekraft des Blutbildes beim Alkoholsünder. Die Fachärzte können dann schon ganz gut auf Dein zurückliegendes Konsumverhalten schliessen. Denn Deine Blutprobe(n) zum Tatzeitpunkt haben sie ja.

Antwort
von BellaBoo, 102

schau mal hier

https://www.gutefrage.net/frage/kann-wegen-marihuanabesizt-eine-mpu-gefordert-we...

Allerdings denke ich unter dem verschärften Recht, wird es eine MPU werden...und dein Lappen ist auch erstmal für einige Zeit weg.

Antwort
von dafee01, 93

Den Führerschein bist du los!  Auch ein Anwalt kann da nicht mehr helfen. Um eine MPU wirst du nicht herumkommen.

Antwort
von KhushRaho, 85

Hallo erstmal,
Einem Kumpel ist dasselbe passiert. Und seine Werte waren auch recht hoch.
Die folgen für ihn waren:

● Führerschein Sperre.
● Danach Test nachweisen das er Clean ist.
●Mpu

Danach durfte er wieder fahren, waren insgesamt 7 Monate wenn ich mich nicht vertue. Bis er mit allem durch war. Und es hat ihn eine ziemliche Stange Geld gekostet.

Kommentar von Tessy05 ,

7 Monate geht ja noch... Und das es teuer wird habe ich mir auch schon gedacht. Hauptsache ich bekomme die Chance den Lappen wiedersehen zu dürfen :(


Antwort
von oliberlin, 77

Angesichts der Tatsache, dass sogar nüchternen Taxikunden schon der Führerschein abgenommen wurde, nachdem sie mit Dope erwischt wurden würde ich mir da wenig Hoffnung machen.

http://www.zeit.de/wissen/2014-10/marihuana-kiffen-fuehrerscheinentzug

Antwort
von kokomi, 91

der schein ist weg

Antwort
von Cakusso, 95

Einer MPU wirst du nicht entgehen...

Kommentar von Tessy05 ,

Der Anwalt wird wohl auch nichts machen können oder?

Kommentar von kokomi ,

nein

Kommentar von Cakusso ,

Doch, dir das letzte Geld aus der Hose ziehen. Jetzt mal im ernst, wir haben eine eindeutige Lage... und jeder wird nach einem Katalog bestraft, nur weil du einen Anwalt hast kann er diese Strafe nicht mildern. Genau das Gegenteil wäre, wenn du vor Gericht für etwas eingeladen wirst als Angezeigter, obwohl du nichts zu Schulden kommen lassen hast.

Kommentar von Tessy05 ,

da hast du wohl (leider) recht

Antwort
von Akecheta, 56

Der Schein sollte für immer weg sein. Einmal süchtig ist fast immer süchtig.

Habe schon zwei mir nahe stehende Menschen verloren, weil sie neben der Straße auf Gehwegen von solchen Idioten überfahren worden sind.

Denen ihr Geheule und Selbstmitleid geht mir mächtig auf den Sack und wie ihnen alles leid tun würde und vor Selbstmitleid zergehen wollen. Spätestens nach der Verurteilung sind sie wieder wie vorher.

Die sollen ihr ganzes Leben lang laufen müssen.

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