Frage von invictasia, 96

TfP-Vertrag?

Ich fotografiere nun seit längerem als Hobbyfotografin Bekannte und Freunde, jetzt wurde ich erstmals darauf angesprochen eine "fremde" Person zu fotografieren. Da ich kein Gewerbe habe, kann ich dafür ja nun kein Geld nehmen, deshalb wollte ich gern einen Vertrag ausfertigen. Bekommt das Model in dem Fall auch einen Vertrag und wie läuft das dann bei Gruppenshootings? Kann mir da jemand helfen? Vielen Dank schon mal! (:

Antwort
von domleo, 22

Also, einen Vertrag MUSST du nicht schließen. Es ist aber (gerade in der deutschen Rechtslage) mehr als empfehlenswert.
Im folgenden Video ist alles wichtige dazu erklärt.

Antwort
von Fox1013b, 43

Du kannst auch als Privatperson eine Rechnung stellen...wenn du eine Steuererklärung machst, musst du das dann angeben...beide parteien bekommen einen vertrag... https://www.lexoffice.de/lexikon/privatrechnungen/

Kommentar von invictasia ,

Das wusste ich gar nicht, vielen Dank!

Antwort
von najadann, 62

Ein TFP Model-Vertrag, regelt in erster Linie die Veröffentlichungsrechte der Fotos für Bücher, Galerien Modelkartei, Facebook, etc. 

Die Bildrechte (nicht die Veröffentlichungsrechte) liegen immer beim Fotografen, wenn nichts anderes vereinbart wurde. 

(Du kannst aber auch ohne Gewerbeschein ein Honorar verlangen, wenn es ein gewisses Einkommen nicht übersteigt. Nach der Höhe musst du dich erkundigen.)

in der Beilage ein Vertrags-Muster,... das kannst du individuell verändern.

Kommentar von najadann ,

Ich empfehle dir bei Portrait, Akt und alles mit Personen, immer eine schriftliche Vereinbarung zu treffen. 

Man verliert nach einer Weile schnell den Kontakt zum Model. Wenn du dann später mal ein Foto publizieren möchtest, wird es schwierig die betroffene Person zu finden.

Hast du ein Vertrag, kannst du schnell nachschauen welche Bilder sie dir zur Veröffentlichung freigegeben hat.

Antwort
von alessandro71de, 31

Ich würde dir auch empfehlen, einen Standard-tfp-Vertrag abzuschließen. Dann sind beide Parteien auf der sicheren Seite und es gibt anschließend keinen Ärger.

Antwort
von alexbeckphoto, 33

du/ihr braucht keinen "Vertrag" sondern nur jeweils eine Freigabe-Erklärung des jeweils Anderen. Viele glauben, dass da ein "vertrag" her muss, der dann in zweifacher Ausfertigung von beiden Unterschireben wird, aber das ist Quatsch. Es ist zwar auch nicht verkehrt, wenn da eben beide Freigaben in einem Dokument zusammengefasst sind, aber ist ist nicht unbedingt nötig.

Wenn also ihr beide, du und dein/e Model/s die Bilder verwenden wollt, dann genügt entweder eine jeweils gegenseitige Freigabe (Model erlaubt Fotograf die Nutzung und Fotograf erlaubt Model die Nutzung) oder aber ihr macht das in einem Dokument und nennt das ganze dann "Vertrag". Wenn nur einer von euch das Bild nutzen will, ganz egal ob ob einer der beiden Parteien dafür bezahlt wurde, dann sollte hier eine einseite Freigabe erfolgen, also eben z.B. Model erlaubt Fotograf die Nutzung oder Fotograf erlaubt Model die Nutzung. Dabei braucht das Model immer (!) die explizite Freigabe des Fotografen, auch wenn dieser dafür bezahlt wurde, lt. Gesetz könnte man anders rum, also beim Model, davon ausgehen, dass wenn dieses eine "Entlohnung" erhält (das muss nicht unbedingt Geld sein) hier auch die Einwilligung anzunehmen ist (KunstUrhG. §22) trotzdem ist man auch hier auf der Sicheren Seite, wenn man sich eine entsprechende Freigabe holt

Kommentar von sinari ,

Erklär doch bitte nicht das,was der Urheber eigentlich wissen mü0te.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community