Frage von curlyklara 16.10.2010

text über verstorbene freundin..

  • Hilfreichste Antwort von schalomisrael 16.10.2010
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hi, Klara ... ihr zeigt bereits sehr gute Ansätze und jede Emotionalität ist absolut wünschenswert. Jede Form ist wunderbar: eine persönliche Anrede, sowie liebevoll verpackte Erinnerungen, die euch miteinander verbindet. Beschreibt ruhig, wo sie für euch wichtig war, was ihr vermisst. Als Abschied würde ich euch wünschen, ihr den Frieden zu wünschen, die Freiheit, die sie hier nicht erleben hätte können. Wo immer sie jetzt ist: es möge ihr gut gehen. Der stille Wunsch, sich eines Tages wiedersehen zu können - ist sehr individuell, glaubensabhängig. Ich schafft das!

  • Antwort von Jeanmarie 18.10.2010
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

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    Liebe Klara,

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    die beste Antwort wurde Dir schon gegeben und sie hat Deinen Stern auch wirklich verdient ?

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    Ich werde Dir trotzdem schreiben und bemühe mich, die bereits vorhandene Antwort noch zu ergänzen ! Denn es geht mir nicht darum, Sternchen zu sammeln, sondern darum, Dir auf eine vernünftige Weise zu helfen.

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    Natürlich schreibt man oft über die verstorbene Person, was meistens wie ein Urteil, weniger als Beurteilung und manchmal als Lob ausfällt.

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    Ihr sollt also für diese Maturazeitung einen Text schreiben.

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    Wenn ihr über sie schreibt, dann könnten Mitschüler, die sie nicht kannten, jemanden kennen lernen, den es nicht mehr gibt und da auch Ihnen meist Zeit sogar zum Lernen fehlt, könnte es gut sein, dass sie eine Personenbeschreibung von einer Person, die sie nicht kannten und die es nicht mehr gibt, auch nicht lesen werden.


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    Warum wagt ihr nicht einmal einen ganz anderen und ungewöhnlichen Weg ?

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    Ihr könntet doch mal was tun, was noch keiner vorher gemacht hat.

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    Ihr lernt für die Matura, ein Auto dürft ihr nur fahren, wenn Ihr die Prüfung bestanden habt.

    Waffen dürft Ihr nur unter ganz besonderen Bedingungen besitzen.

    Ihr dürft weder jagen noch fischen, noch einen Beruf ausüben, den Ihr nicht gelernt habt und für denn ihr die erfoderlichen Kenntnisse nicht nachgewiesen habt.

    Heiraten könnt Ihr jedoch ohne besondere Ausbildung. Ihr dürft sogar ohne jegliche Ahnung Kinder kriegen, groß ziehen und Ihr dürft ohne besondere Erlaubnis sterben und Eure Lieben trauernd, traurig und hilflos zurücklassen.

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    Keiner in Eurem Alter beschäftigt sich mit dem Tod, außer es trifft ihn persönlich. Wenn es einen dann doch trifft, dann ist guter Rat teuer oder gar nicht zu bekommen, weil alle in so einem Moment einfach hilflos sind. Man könnte diese Situation einfach mal so beleuchten, dass der Tod seinen Schrecken verliert, weil er ja - wie die Geburt auch - zu unserem Leben gehört.

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    Geburt und Tod gehören zusammen. Das vergessen wir, wenn wir uns nur mit Lebendigem beschäftigen. Und genau das könntest Du und Deine Mitschüler lernen, ihnen helfen, das begreifbar zu machen und akzeptieren zu lernen !

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    Wenn jemand stirbt, dann gibt es diese Person nicht mehr. Aber ist das wirklich so ?

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    Wenn jemand stirbt, dann gibt es diese Person nicht mehr und was passiert dann eigentlich in uns selbst ?

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    Wo kommt dieser Schmerz her, der vorher nicht da war ?

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    Ist plötzlich ein wichtiges Organ kaputt gegangen oder irgend ein anderer Teil in uns ?

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    Ist das so ähnlich wie Liebeskummer oder die Trennung von einem Freund oder in einer Beziehung ?

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    Was tut denn eigentlich so weh ?

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    Ist es das Verschwinden dieses Menschen, oder weil man ihm noch so viel zu sagen gehabt hätte, oder die eigentliche Hilflosigkeit in Gegenwart des Todes, der uns damit berühren kommt ?

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    Oder ist es die Trennung selbst ?

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    Und ist es das selbe Gefühl, die durch diese Trennung entsteht, wie bei einer Trennung in einer Partnerschaft ?

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    Wenn man schon gegen diese Trennung nichts unternehmen kann, kann man gegen diesen Schmerz was tun und hilft uns das weiter, wenn wir so etwas wissen ?

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    Natürlich tut jede Trennung erst einmal weh... nein das stimmt natürlich nicht so ! Wenn man genauer hineinfühlt in diesen Vorgang, dann tut nur das Nicht-loslassen-können, das Festhalten so weh. Sobald ich meinen Klammergriff lockere und das Gehaltene freigebe, verschwindet der Schmerz.

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    Das Leben an sich ist unendlich, wenn man es auf der Seelenebene betrachtet. Nur unsere Körper halten das nicht unbedingt ewig aus.

    Die Angst vor dem Tod geliebter Menschen hat jedoch auch noch seine gute Seite, auch wenn wir das in unserem Schmerz noch nicht sehen können oder erkennen wollen, oder aufgrund unseres jungen Alters noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind.

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    Doch welche guten Seiten kann eine solche Todeserfahrung haben ?

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    Nur ein paar Beispiele hierzu, was man jedoch auch noch vertiefen könnte:

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    1.Lernen wir dadurch, dass alles nur geliehen ist und uns nie auf ewige Dauer zur Verfügung steht, auch wenn wir glauben, wir könnten alles auf ewig festhalten oder besitzen.

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    2.Lernen wir dadurch, dass wir den Augenblick aufmerksamer wahrnehmen, denn morgen könnte alles schon vorbei sein.

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    3.Werden wir daran erinnert, dass weder das Leben unserer Lieben, noch unser Leben in dieser körperlichen Form nicht unendlich dauert und dass wir endlich die Dinge erledigen sollten, die wir schon unendlich lange unerledigt vor uns herschieben.

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    Denn morgen schon könnte es dafür zu spät sein.

    Was würdest Du denn beispielsweise noch tun wollen, wenn Du wüsstest, dass nächsten Samstag Dein Leben ganz plötzlich vorbei ist ? . Wen müsstest Du noch um Verzeihung bitten ? . Wem wolltest Du noch sagen, wie lieb Du ihn hast, wie sehr Du ihn magst und es nie zu sagen oder zeigen wagtest ?

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    Welche Schuld würdest Du noch begleichen wollen ?

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    Was möchtest Du bis dort hin noch gerade rücken ?

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    ...und was möchtest Du bis dort hin noch erleben, sehen, kennen lernen ?

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    Mit wem würdest Du dann Deine verbleibende Zeit noch viel intensiver erleben ?

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    ... und warum machst Du das alles nicht endlich jetzt gleich, auch wenn sich Dein Leben am Samstag nicht beendet ?

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    Es gibt also in jeder Hinsicht viel zu tun für Dich und Deine Schulkameraden.

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    Ihr könntet jedoch auch einen noch viel gewagteren Schritt gehen

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    ... und die Situation nicht aus Eurer Sicht, sondern aus der Sicht der verstorbenen Person heraus beleuchten.

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    Was wollte sie ?

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    Von was hat sie geträumt ?

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    Was waren ihre Ziele ?

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    Was war ihr Leben eigentlich wert ?

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    Was war ihr Gewinn aus diesem kurzen Leben ?

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    Hatte sie überhaupt einen Nutzen in dieser kurzen Zeit und wenn ja, welchen ?

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    Was war Euer Gewinn durch die Begegnung mit ihr ?

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    Wie würde sie denken, wenn sie uns aus ihrer Sicht jetzt betrachtet ?

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    Was würde sie fühlen oder denken oder sagen, wenn ihre beiden besten Freunde wegen ihr weinen ?

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    Was passiert wohl überhaupt, wenn eine Mensch stirbt ?

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    Gibt es da gesicherte Erkenntnisse ?

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    Kann man unter Umständen dann noch mit seinen Lieben in Verbindung treten oder mit der verstorbenen Person ?

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    usw.

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    Ich will meine Gedanken und Fantasien nícht zu weit spinnen, aber wenn ihr meine Hilfe haben wollt, dann gebe ich sie Euch gerne.

    Ich habe ja auch schon einige Fragen zu diesem Thema beantwortet. So könnt ihr doch einige ganz interessante Textstellen in meinem Antwortprofil finden, wenn Ihr wollt und sofern Euch das interessiert.

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  • Antwort von ereste 16.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es ist überhaupt nicht zu emotional, wenn ihr schreibt, wie sehr ihr sie vermisst - im Gegenteil, es ist genau richtig so. Ich finde die Idee, das in einem Brief an sie zu schreiben, sehr gut! Stellt euch vor, sie könnte diesen Brief lesen und ihr erzählt darin, was ihr an ihr gern mochtet und an was ihr euch besonders gern erinnert.

  • Antwort von deppchef16 16.10.2010

    so wie ihr sie im gedächtnis habt und wie sie wirklich war !

  • Antwort von Slizia 16.10.2010

    Machs nicht, was Dir da vorschwebt ... Dränendrüsendrücker werden einem verstorbenen Menschen einfach nicht gerecht. An Deine Freundin zu schreiben, ist eine gute Idee, aber dann schreib so, als sei sie z.B. einfach in einem anderen Land und Du schreibst ihr einen Brief. Nimm den lebenden Menschen als Ansprechpartner, nicht den toten. Ich war immer der Meinung, wenn man drei Stunden drüber reden kann, wie schlimm einen der tod eines Menschen getroffen hat, dann hat dieser Mensch ein Leben verfehlt. Wenn ich sterbe, dann möchte ich, dass die Leute sagen "Weißt Du noch ...", dass ich in deren Leben lustige, interessante Spuren hinterlassen habe. Dass ich tot bin, ist dabei nur eine dumme Fußnote. Wichtig ist, ob ich etwas geschafft habe, was mich überlebt. Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

  • Antwort von Miniquietsch 16.10.2010

    Man schreibt über die Person.

    z.B. Wie sie war, was sie gerne hatte/machte (und was sie gar nicht mochte), wie wichtig sie für euch war, wie sehr ihr sie vermisst usw. Mein aufrichtiges Beileid.

  • Antwort von Ralphoe 16.10.2010

    Erstmal herzliches Beileid.

    Es ist mit Sicherheit kein Fehler zu sagen, dass ihr sie vermisst!

    Was sagt man über eine Person? Sagt, was sie euch bedeutet hat; erzählt von Momenten, in denen sie euch zum lachen gebracht hat. Erzählt aber auch von Dingen, die sie vielleicht nicht mochte. Alles, was die Person eurer Meinung nach ausgemacht hat.

  • Antwort von hardcore0Jules 16.10.2010

    ja, ihr könnt schreiben wie sie war, wie sie eure Klasse ausgefüllt hat mit ihrer Art, aber auch das sie einem manchmal ganz schön auf die Nerven ging ihr das jedoch genauso an ihr gemocht habt wie alles andere, und dann wünscht ihr alles gute, schickt wünsche und gebete zu ihr und drückt euren Schmerz aus.. ihr macht das schon, denn ihr kanntet sie. Viel Glück und tut mir leid :(

  • Antwort von woman86 16.10.2010

    ich würde etwas über ihre person schreiben und was euch an ihr so wichtig war.hebt die guten seiten in den fordergrund und schreibt wie sehr ihr sie vermisst und sie wird in euren herzen bleiben.

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