Frage von Bloody0703, 23

Teufelskreis von Arbeitslosigkeit, Angst wegen Rückfall oder eines erneuten Pneumothoraxes. Hat jmd einen guten/sinnvollen Rat?

Hallo,

ich bin weiblich 28 Jahre alt und hatte in den vergangenen 4 Jahren 2x einen Pneu. Im Januar 2012 erlitt ich auf der linken Seite einen Spontanpneu. Zwischen beiden Vorfällen war ich beruflich in der Produktion/Fertigung der Elektrobranche tätig, wo ich auch stets körperlich voll gefordert wurde. Soweit hatte ich dann auch psychisch alles so gut es ging verarbeitet. Dann nach ca. 2 Monaten Arbeitslosigkeit vergangenes Jahr im November dann einen Spannungspneu (ebenfalls a.d.li. Seite). Ich wurde danach operiert und war bis Februar diesen Jahres zu Hause. Also insgesamt ca 6Mo arbeitslos. Mir viel es schwer neue Arbeit zu finden, deshalb nahm ich eine Putzstelle an,´bevor ich garnichts hab. Leider schied ich dann aus dem Unternehmen aus ohne Begründung, (aber mir wurde gesagt, dass es an meiner Leistung lag (dabei bin ich ein äußerst fleißiger Arbeitnehmer und leiste immer mehr als nötig + ÜS unbezahlt,etc... Ich habe tägl. ca 2-3Std mehr gearbeitet, weil mir das Treppensteigen sehr schwer viel und das Tempo konnte ich (aufgrund mehrerer Pausen nach einigen Stufen) auch nicht anpassen. Jetzt bin ich wieder arbeitslos und bekomme einfach keinen Job. Bekomme vom Amt nur Produktionsstellen und Lagerarbeiten, aber ich schaff das körperlich nicht mehr. Bewerbe mich aber trotzdem, da ich nicht geschädigt oder behindert bin, sonst kein ALGI! Wenn ich dann auch noch Gewicht (Waren oder andere Produkte) tragen muss habe ich nach einiger Zeit immer stechende Schmerzen und bei Steigung noch schneller. Ab und zu schon wenn ich leichte Sachen hebe oder mich falsch bewege. Meistens beim einatmen wie ein Stich durch die Brust zum Rücken /Schulter. Ist das normal?, kann man das evtl. therapeutisch behandeln. Dann kommt noch die panische Angst hinzu dass es wieder passiert und die Depression wegen der Arbeitslosigkeit. Bin nicht soizid gefährdet, aber sehe keinen Sinn mehr jeden Tag bewerben, absagen, Angst und zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf. Ich habe zudem 14 Jahre starkes Asthma gehabt und wogegen ich nicht allergisch bin weiss ich garnicht. Ich nehm schon genug Medikamente und brauche einfach einen Rat was ich körperlich am besten machen soll. Sport geht dementsprechend auch nur in Grenzen und Reha o ä bekomm ich auch nicht. Habe lediglich ein 3Ball-Atemtrainer bekommen und andere Ärzte tun es mit Depression ab und wollen mir einreden dass alles eine Kopfsache sei und ich auch noch Antidepressiva nehmen soll und das solls gewesen sein. Wenn es eine kostengünstige Möglichkeit gibt meine Lunge/ Muskulatur wieder zu kräftigen könnte ich vlt auch andere Jobs in Erwägung ziehen und habe dann auch endlich wieder eine Perspektive... Ein Teufelskreis - Hat jmd einen guten Rat oder eine Idee was/wie ich am besten dagegen tun kann???

Antwort
von Kleinlok, 13

Liebe Bloody0703,

das tut mir sehr leid mit deiner Problematik. So wie du das Leben aktuell erfährst kann ich verstehen, dass du da keinen Sinn mehr erkennen kannst, dich jeden Tag zu bewerben,  dann aber Absagen zu kassieren, das kann Angst machen und das Gefühl entstehen lassen, dass einem zu Hause  die Decke auf den Kopf fällt.

Leider kann ich dir medizinisch keine vernünftigen Tipps geben, das kann ein guter Arzt (einer der auch die Seele mit in den Blick nimmt) besser. Verzweifel nicht, vielleicht hst du leider noch nicht enen solchen Arzt/Ärztin gefunden, wenn ja, die sind veilleicht rar, aber es gibt sie.

Dann könntest du do etwas wie einen Couch gebrauchen, sprich jemanden, der deine Probleme anhört und mit dir gemeinsam nach Möglichkeiten und Wege sucht, wie du deine Lebensituation wieder so gestalten kannst, dass du wieder glücklich werden kannst. Leider sind die Bedingungen auf dem Arbetsmarkt alles andere als gut dafür, aber du hast Ehrgeiz, einen guten Willen und solltest dich nicht von der Angst einkriegen lassen. Die aktuelle Ellenbogengesellschaft unterdrückt jede Menge Menschen und verweigert denen reelle Chancen. Du bist nicht alleine damit und wir sollten uns nicht von den Werbesprüchen und der Schönwetterprpoaganda der Politik weismachen lassen, dass es allen gut gehen würde.

Du bist erst einmal ohe Zweifel ein wertvoller Mensch, der eine Chance auf ein anständiges Leben verdient hat. Diesen Anspruch darf man ahben, das heißt noch lange nicht das er erfüllt wird, aber man muss sich für dieses Grundrecht ncht schämen und sollte wer sich da hintergangen fühlen muss, sollte sich da nicht klein machen lassen. Ich weiß, das ist leicher gesagt als getan, aber das finde ich wichtig. Vielleicht können dir diese Worte ein wenig Mut machen, wäre schön.

Suche dir eine Beratung, vielleicht auch eine/n Therapeuten/Therapeutin, zumindest eine psychologische Beratung könnte dir vermutlich was nutzen.

ch ünsche dir erst mal viel Mut und Kraft, wenn du magst, können wir uns da noch weiter austauschen.

Viele Grüße Thomas

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