Frage von Taipan888, 58

Ist das Testament richtig geschrieben?

Hallo,

ich möchte ein handgeschriebenes selbst verfasstes Testament von euch noch einmal auf Grammatik, Rechtschreibung und Ausdrucksform prüfen lassen, bevor ich mit diesem zum Notar gehe. Gern nehme ich auch Korrekturen entgegen bezüglich des gesamten Inhalts.

Danke im voraus für eure Mithilfe.

MfG

Taipan888

Unser Testament

Unser letzter gemeinsamer Willi

Wir, die Eheleute XYZ, geboren am 01.11.1966 in Hausen und ABC, geboren am 01.11.1966 in Mannhausen, beide wohnhaft in der Mannhausenweg 7 in 77077 Mannhausen, setzen uns gegenseitig als alleinige Vollerben ein. Unabhängig davon, ob Pflichtteilsberechtigte anspruchsberechtigt sind, wird der Überlebende von uns beiden allein erben.

Schlusserben beim Tod des Überlebenden von uns und Erben von uns beiden, wenn wir beide gleichzeitig oder kurz hintereinander aus gleichem Anlass versterben sollten, sind zu gleichen Teilen.

ABCDFG und HIJKL,

die Geschwister der Ehefrau.

Sollte einer von ihnen weggefallen sein, erbt der andere allein; sollten beide weggefallen sein, soll

KLMNO, Schwester der Ehefrau, das gesamte Vermögen erben.

Mannhausen. den 00.Februar 2016

(Unterschrift Ehemann)

Vorstehendes ist auch mein letzter Wille.

Mannhausen, den 00.Februar 2016

(Unterschrift Ehefrau)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nobytree2, 22

Zweimal Zeichensetzung:

  • Nach "zu gleichen Teilen" ein Doppelpunkt, kein Punkt.
  • Nach "Mannhausen" vor Unterschrift Ehemann ein Komma, kein Punkt.

In der Grammatik und Rechtschreibung habe ich jetzt keine Fehler entdeckt.

Ausdrucksweise: Das Testament ist eine rechtliche Willenserklärung, die Ausdrucksweise daher bitte ausschließlich vom Notar oder von einem Fachanwalt für Erbrecht / einer Fachanwältin für Erbrecht klären, nicht von einem Laien.

Überlegung: Beide Unterschriften würde ich (persönlicher Geschmack, keine Fachberatung) eher ganz nach unten setzen, nebeneinander, nicht übereinander mit Erklärungswillen dazwischen. Denn ich bin mir nicht sicher, welche Auswirkungen diese Konstellation mit dem nachgeordneten "auch mein letzter Wille" für die vorgeordnete Erklärung des Ehemannes hat, das soll aber der Notar oder ein Fachanwalt für Erbrecht / eine Fachanwältin für Erbrecht klären, firm bin ich darin nicht.

Soll das ein Berliner Testament werden?

Kommentar von Taipan888 ,

Danke dir...sehr hilfreiche Antwort...Ja, soll ein Berliner Testament werden...werde es aber dem Notar vorlegen mit deinen Tipps. Nochmals DANKE)))

Antwort
von peterobm, 40

genau dafür ist auch der Notar da, ab und dort kannst die Einzelheiten besprechen.

Antwort
von Asdfmovie99e, 19

Du musst es eh vom Notar beglaubigen lassen kannst auch den fragen

Antwort
von TheAllisons, 37

Ich denke, der Notar wird dir das besser sagen können, der ist der Fachmann, der weiß wie man so was schreibt. Also verlasse dich da auf den Notar.

Antwort
von Skibomor, 22

Bis auf den "letzten Willi" kannst Du das (grammatikalisch gesehen) dem Notar so vorlegen. Ob es inhaltlich korrekt ist, wird der Dir dann schon sagen!

Expertenantwort
von earnest, Community-Experte für Grammatik, 14

Das ist meiner Ansicht nach rechtlich so in Ordnung - aber ich bin kein Jurist.

Der Inhalt zählt. Ob es dabei um einen Kommafehler oder einen letzten "Willi" geht, ist meiner Ansicht nach nachrangig. Euer Notar wird auch für solche Korrekturen bezahlt.

Mit diesem Testament blamierst du dich jedenfalls nicht und outest dich nicht als Analphabet.

Gruß, earnest

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