Frage von auaauamehr, 78

Terrorangst und bereit, die eigene Freiheit aufzugeben?

Also macht ihr euch vermehrt Sorgen, in einen Terroranschlag verwickelt zu werden? Zu welchen Maße seid ihr Bereit, eure Freiheit aufzugeben um Anschläge frühzeitig zu verhindern?

Ich persönlich mache mir schon etwas Sorgen, weil ich in einer größeren Stadt lebe und Täglich, mehrere Stunden an Bahnhöfen und in Zügen verbringen muss und ich denke, dass ich damit einem Risiko ausgesetzt bin. Auch Freunde und Verwandte müssen sich ständig an öffentlichen und viel besuchten Orten aufhalten. Ich bin allerdings nicht bereit, meine Freiheit weiter einschränken zu lassen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass zB. eine Überwachung von Telefon/Internet oder mehr Kameras Terroranschläge verhindern können.

lg

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von PeterKremsner, 40

Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit immer noch höher dass du bei einem Autounfall stirbst als bei einem Terroranschlag, das muss dir erst mal bewusst sein....

Zusätzliche Überwachung kann etwas bringen, wobei ich aber da eher der Meinung bin, das es zwar Grundsätzlich gut ist, aber diese Technik mit Sicherheit missbraucht werden wird.

Solange mir keiner zu 100% Garantieren kann, dass diese Daten zu 100% nur der Sicherung vor Terroranschlägen dienen und nach der Auswertung gleich wieder gelöscht werden (sofern nicht relevant) bin ich strikt dagegen.

Kommentar von auaauamehr ,

Also wahrscheinlich, hast du auch dann noch Recht, wenn man den Wohnort mit einbezieht. Terroranschläge scheint es ja meist innerhalb größerer Städte zu geben und Tödliche Autounfälle eher außerhalb nehme ich an.. mulmiges Gefühl bleibt..

Kommentar von PeterKremsner ,

Ja die Terroranschläge sind eben immer da wo es möglichst viele Menschen erwischt, aber wenn man mal davon ausgeht, dass in Nizza ca 10.000 Personen Anwesend (ich kenne die Zahl nicht, ist nur eine Vermutung) waren von denen sind in etwa 100 Menschen gestorben.

Das ergibt eine Wahrscheinlichkeit von 1%, dass man selbst unter den Todesopfern ist, das ist schon recht hoch aber wenn man dann noch die Wahrscheinlichkeit heranzieht, dass man in einer großen Stadt und auch noch an dem Ort ist wo ein Terroranschlag stattfindet ist, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering.

Klar ein mulmiges Gefühl ist verständlich, man wird sich eben dann erst wirklich bewusst dass man eigentlich jeden Tag sterben könnte....

Aber von diesem Gefühl darf man sich nicht Unterkriegen lassen, denn genau das ist das was die Terroristen wollen, die können nie so viel Terroranschläge machen, damit ein Land ausgerottet ist, aber sie versuchen eben damit die Moral der Menschen in diesem Land zu zerstören.

Terror ist kein mittel zur militärischen Kriegsführung, das ist ein reines Mittel zur Psychologischen Kriegsführung.

Kommentar von auaauamehr ,

Ich bin da auf jeden Fall Deiner Meinung. Ist woh ne Kopfsache..aber wir spielen ja auch Lotto ;)

Danke für Deine Antwort

Kommentar von PeterKremsner ,

Naja Menschen haben generell immer einen Hang dazu Wahrscheinlichkeiten falsch einzuschätzen, vermutlich wirst du nie im Lotto gewinnen auch wenn du 60 Jahre lang durchgehend spielst, aber dadurch dass man eben immer von Lotto gewinnern hört wird einem eben bewusst ich kann gewinnen und dann zählt es nicht mehr ob es noch so unwahrscheinlich ist.

Beim Terror ist es ähnlich, man hört von Anschlägen und man stellt sich sofort die Frage könnte das nicht auch mir passieren und man wird sich sofort klar, natürlich kann mir das passieren, natürlich kann ich immer Opfer eines Terroranschlages werden.

Man ist sich aber meistens eigentlich nicht bewusst, dass man auch einfach so Ermordet werden kann oder bei einem Autounfall sterben kann, das wirkt eben nicht so präsent.

Zudem hat man da meistens einen Psychologischen Ausweg, man denkt sich, naja selber schuld wenn man da nicht aufpasst, aber beim Terror ist man sich eben bewusst es kann dich treffen und du kannst es nicht verhindern wenn es so ist und darum hat man davor auch so große Angst.

zu diesem Thema gab und gibt es auch aktuell eine Menge Forschungen zB:

https://de.wikipedia.org/wiki/Terror-Management-Theorie

Antwort
von mexp123, 32

Also ich finde es schon gut, dass man mehr Kontrollen, zB durch mehr streifenpolizisten oder so einführt. Aber ich denke auch nicht dass durch telefonbhörung mehr Kontrolle erlangt werden kann. Über das Internet wahrscheinlich schon, aber ob das einen gerechtfertigten Ertrag bringt? Bei "Verdächtigen" wird doch bereits alles kontrolliert, oder nicht?

Und die Wahrscheinlichkeit, in einem Attentat ums leben zu kommen ist immer noch recht gering, auch wenn es dann leider immer viele trifft und es auf sehr unmenschliche und tragische Weise passiert.

Antwort
von rockylady, 35

Es ist wirklich ein gruseliger Gedanke dass es in Richtung Überwachungsstaat geht, allerdings ist das auch mit das Ziel von Terror - den Mensch in Angst zu versetzen, so dass er jegliche Maßnahmen einer Überwachung für richtig erklärt, da er denkt, so sei er in Sicherheit. 

Behalte dir deine Einstellung bei, denn wenn man es so betrachtet, kann man auch jederzeit von einer Treppe stürzen, einen Autounfall haben usw. (Leben kann tödlich sein)

In einer Großstadt macht man sich natürlich mehr Gedanken, allerdings bringt diese Grübelei nicht viel.

Antwort
von theantagonist18, 31

Um auf die beiden zu Beginn gestellten Fragen kurz zu antworten: Nein und gar nicht.

Ich schränke mich in keiner Weise ein, da ich mich üblicherweise sowieso nicht an potentiell gefährdeten Orten aufhalte. Öffentliche Verkehrsmittel nutze ich nicht (fahre ausschließlich Fahrrad). Des Weiteren sehe ich aktuell für die Stadt, in der ich lebe keine signifikant erhöhte Terror Gefahr.
Lebte ich in Frankreich, würde ich mir aber tatsächlich Sorgen machen.

Kommentar von auaauamehr ,

Würdest du den Einschränkungen befürworten, wenn du in einer Stadt wie Berlin Leben würdest und auf öpnv angewiesen..? Überlegt aufs Land zu ziehen hatte ich auch mal

Kommentar von theantagonist18 ,

Naja, ich lebe jetzt auch nicht in einer kleinen Stadt. An Silvester war hier bereits Terrorwarnung und manche Bahnhöhe gesperrt und ziemlich stark bewacht und dennoch habe ich mich nicht wirklich bedroht gefühlt. Aktuell gibt es keine Warnungen oder Ankündigungen einer Terrororganisation (wobei auf diese tollen Ankündigungen meist eh nichts folgt (was natürlich auch gut ist)).
Insgesamt also nein, ich denke da nicht wirklich dran.

Kommentar von auaauamehr ,

danke dir

Antwort
von Silmoo, 25

Ich habe weit mehr Angst im Alltagsleben vor einen Straßenraub, aber keine  Angst  vor einem Terroranschlag.

Antwort
von Grautvornix, 26

Alles lässt sich nicht verhinden.

Grautvornix hat keine Angst davor, mein Bruder hatte vor 2 wochen eien Motorradunfall.

Das ist viel Wahrscheinlicher, als bei einem Terroranschlag umzukommen.

Antwort
von Nele15, 18

nein ich mach mir da keine Sorgen,selbst zuhaus im bett kann es passieren

geh mit offenen Augen durchs Leben

Kommentar von auaauamehr ,

Ja zu Hause im Bett mache ich mir ehrlich gesagt keine Sorgen. Ich meine dort gibt es ja nun kaum ein Risiko

Kommentar von Schnoofy ,

Sag das nicht. Es hat im Bett schon Leute gegeben, die wollten einem Kind ausweichen, haben dabei einen Verkehrsunfall erlitten und sich beim Sturz aus dem Bett böse Verletzungen zugezogen.

Kommentar von auaauamehr ,

😂 haha stell ich mir erstmal ziemlich komisch vor..

Antwort
von Firestarhd1, 43

Wenn wir alle mit Angst rumrennen hab die ihr Ziel erreicht !

Antwort
von Lukas1643, 34

Ich lass mir meine Freiheit von so ein paar geistesgestörten Untermenschen nicht nehmen!

Klar fühlt man sich unwohl wenn man auf einer großen Veranstaltung ist, wir dürfen aber die Terroristen nicht gewinnen lassen und deswegen unser Leben einschränken

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