Frage von Foecky 23.02.2012

Termin beim Psychologen ziemliche Enttäuschung

  • Hilfreichste Antwort von Socat5 23.02.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja, da hast du echt zuviel erwartet. Psychologen verteilen keine Patentrezepte, vor allem kann nicht nach der ersten! Sitzung alles anders sein. Anscheinend hatte sie nicht den Eindruck, dass du wahnsinnig leidest, sie hat gemerkt, dass du von ihr eine Lösung erwartest, ohne wirklich selbst was dazutun zu wollen. Du kannst da nur Hilfe zur Selbsthilfe bekommen, alles was dich belastet, musst du ganz allein ändern. Wenn du da nicht mehr hinwillst, ist das natürlich ok, aber sehr viel anders wird es woanders auch nicht sein.

  • Antwort von adavan 23.02.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
    1. Besuch?

    Die Aufgabe des Psychologen ist nicht, deine Probleme zu lösen. Das musst du schon selbst machen. Er kann dir aber aufzeigen, wo sie liegen.

    Laut deines Textes bist du dir ein Stück weit im Klaren, wo der Hase begraben liegt. Also: ÄNDER DAS!! Und dann redet ihr weiter drüber....wo die speziellen konkreten Probleme sind

  • Antwort von Nachtflug 23.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du hast für den ersten Besuch eine ziemlich hohe Erwartungshaltung gehabt. Aber wenn Du den Eindruck hast, dass bei dieser Psychologin kein Vertrauen aufkommen kann, ist es sinnvoll, einen anderen Therapeuten aufzusuchen. Nur selten stimmt die Chemie beim erstbesten Psychologen. Manchmal muss man sogar mehrfach wechseln. Nicht jeder Psychologe ist für jeden Patienten geeignet. Dafür sind psychische Probleme einfach zu vielschichtig.

  • Antwort von Tilvur 23.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ok, dann will ich auch mal schauen ob ich dir weiterhelfen kann:

    Also: Therapien (es handelt sich bei dir wohl um eine Gesprächstherapie) brauchen ihre Zeit. In den ersten paar Sitzungen tut ein Therapeut noch absolut NICHTS für dich, die arbeitet er 1. für sich und 2. für die Krankenkasse- nach den ersten paar Sitzungen muss der Therapeut nämlich eine Diagnose stellen können, damit die Krankenkasse die Behandlung übernimmt- deswegen fragen Psychotherapeuten in den ersten Sitzungen häufig nur die Problematik ab, haken an ein paar wichtig erscheinenden Punkten nach, fokussieren sich aber auf nichts, sondern klappern erstmal die Kernthemen ab.

    Auch im Verlauf einer Therapie geben viele Therapeuten keine "Tipps" oder zeigen "Verständnis"- da bist du dann einfach an der falschen Adresse- das Ziel ist für den Therapeuten ja, dass er dir dabei helfen kann, die psychischen Probleme, die zu deinen akuten Problemen führen, aufzulösen, damit du wieder normal leben kannst- das ist aber ein sehr komplizierter Prozess, den man als Patient nicht unbedingt durchschaut- konkrete Handlungsanweisungen bekommst du u.U. gar nicht, was das anbelangt war deine erste Stunde also völlig normal.

    "das einzige was sie dazu sagte ist, dass ich mich doch noch mal bei ihr melden soll wenn ich mehr motivation habe und mir geraten auf jedenfall etwas zu ändern. als zusatz sagte sie dann noch ja wenn sie nix ändern möchten können sie ja auch ruhig noch weitere jahre am pc verbringen und hat mich dann höflich gebeten zu gehen."

    Der Absatz stimmt mich dann doch eher nachdenklich, denn das klingt so, als hätte sie den Eindruck, dass du eigentlich nicht motiviert bist, mit einer Therapie anzufangen- aber da du dich bei ihr melden sollst, wenn du die Motivation hast eine Therapie zu machen/weiterzumachen, scheint sie dich als Patienten wohl nicht ablehnen zu wollen (was Psychotherapeuten dürfen und auch durchaus tun, wenn sie den Eindruck haben, mit einem Patienten nicht zusammenarbeiten zu können).

    Ich würde dir empfehlen, noch ein, zwei Sitzungen mit der Frau zu machen- dann wirst du vermutlich ein gefühl haben, ob du mit ihr zusammenarbeiten kannst oder nicht. Üblicherweise zahlen die Kassen 5 probatorische Sitzungen, d.h. du kannst einen Therapeuten 5 Sitzungen lang "ausprobieren", ohne dich auf ihn festzulegen- du kannst also nach der 4. Sitzung ohne große Schwierigkeiten den Therapeuten wechseln. Eine Sitzung reicht wohl nur in den seltensten Fällen aus, um einen wirklichen Eidnruck zu bekommen- es sei denn, der Therapeut ist einem spontan furchtbar unsymphatisch, dann ist die Entscheidung natürlich nicht allzu schwer...

    Aber, egal ob du bei der Frau bleibst oder woanders hingehst: Behalt im Kopf, dass dir der Psychotherapeut nicht sagen wird "Tu dies, lass das und alles wird gut!"- das Ziel ist DIR dabei zu helfen, dass DU deine Probleme gelöst bekommst und in die Verfassung gerätst, sie auch in Zukunft managen zu können- das ist ein Prozess, der seine Zeit braucht- Psychotherapie ist keine Kopfschmerztablette, die man einwirft und wo nach einer Viertelstunde alles ok ist ;)

  • Antwort von Harald2000 23.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Beim Psychologen gewesen ? Im Text ist aber immer von einer Psychologin die Rede ! Davon abgesehen, dienen die probat. Sitzungen u.a. auch dem Zweck herauszufinden, wer zu wem passt. Offenbar lag dieser Therapeutin entweder dein Problem nicht oder deine Art. Das sollte dich aber nicht daran hindern, weitere Therapeuten bzw. Therapeutinnen auszuprobieren.

  • Antwort von mofmof 23.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Huhu,

    also hohe erwartungen hat man ja immer wenn man bei einem Arzt um hilfe bittet, aber so eine Story wie deine finde ich übertrieben. So sollte sich kein Arzt verhalten dem man eben mal all seine Probleme erzählt hat.

    Hatte sie denn irgendeinen Anlass zu der asusage das du ja garnichts ändern möchtest? Oder hat sie dir einfach nicht zugehört.

    Bitte versuchs bei einem anderen arzt! Warst du eigentlich beim Psychologen oder bei einer Therapeutin? also gings dir um eine Therapie oder um Tabletten gegen deine Probleme?!?

    So oder so würde ich einen weitere Arzt probieren. Man muss sich ja auch menschlich mit demjenigen verstehen und das sehe ich hier nicht als gegeben!

    Alles gute mofi

  • Antwort von blacklionqueen 23.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Such dir einen anderen Psychologen. So geht das doch nicht. Du hattest schon recht, aber dir ist hoffentlich klar, dass deine probleme wegen einem besuch nicht gleich verschwinden! Viel Glück, du schaffst das schon!

  • Antwort von juliabernstein 23.02.2012

    Um feststellen zu können, ob du eine zu hohe Erwartung hattest, stellt sich erst einmal die Frage: Welche Erwartung hattest Du denn ganz genau? Was dachtest du, was in der ersten Stunde beim Therapeuten passiert?

    Im Text beschreibst Du, dass Du einen Therapeuten suchst, der auf deine Probleme eingeht. Das ist eine realistische Erwartung - schon im ersten Gespräch solltest du dich ernst genommen fühlen. Dieses Gefühl hängt aber zum Teil auch von gegenseitiger Sympathie ab. Weiterhin schreibst du, dass du erwartest, dass ein Therapeut auf deine Grundprobleme eingeht und diese mit dir analysiert. Das ist eine zu hohe Erwartung für eine erste Sitzung. Du schreibst, du hättest erwartet, dass Du Hinweise bekommst, woran deine Probleme liegen könnten. Ist es denn für dich zwingend notwendig, zu wissen, WARUM du deine Probleme hast? Was ändert sich dann für dich?

    Warum hat die Therapeutin gesagt, du sollst dich bei ihr melden wenn du mehr Motivation aufweist? Warum sagt sie "...ja, wenn sie nichts ändern möchten...". Wie kommt sie zu der Meinung, dass du eine geringe Motivation hast?

    Ich glaube, du solltest dir gut überlegen, welche Ziele du durch eine Therapie erreichen möchtest (z.B. nicht mehr so viel Computer spielen, wieder Arbeit finden, soziale Beziehungen aufnehmen). Weiterhin solltest du dir bewusst machen, was du tun kannst und musst, um diese Ziele zu erreichen. Wenn dir das klar ist, kannst du dich wieder bei dieser Therapeutin melden oder einen anderen Psychotherapeuten aufsuchen. Da du angibst, stark unter deinen Problemen zu leiden, bietet sich eine Therapie an. Der Gedanke, dass sich etwas ändern muss, ist aber an Zielstellungen und an die Motivation, diese Ziele durch aktives Handeln zu erreichen, geknüpft. Ansonsten kann dir kein Psychotherapeut der Welt helfen. Viel Erfolg!

  • Antwort von hexana25 23.02.2012

    für mich hört es sich an als ob du Soziale Angststörung hast. du musst immer dran denken das psychologen und therapeuten.. sehr überlaufen sind wenn sie sagt das du wieder kommen sollst häng dich hinter!den das wollen sie sehn das du dich bemühst!und um dir richtig hilfe zu holen sind und dein verhalten zu ändern währe ein therapeut eine bessere anlaufstelle! ein kleiner tipp.. achte immer auf deine atmung wenn du angespannt bist.. immer in den bauch atmen das macht sehr viel aus. mach dir nochmal einen termin und versuche bis dahin dich etwas selber zu beobachten und bestimmte verhaltensweißen aufzuschreiben.

  • Antwort von jawe40 23.02.2012

    Eine Depression ist nun mal nicht einfach bei einer Sitzung bei einem Psychologen weggeblasen und auch eine Sitzung reicht nicht aus ums sich all seinen Problemen stellen zu können. Es dauert seine Zeit und wenn es Deine erste Sitzung war, muss sich ja der Psychologe auch erst einmal ein Bild von Dir machen. Nur weil Du ihm einiges erzählt hast, kennt er dich noch lange nicht. Jedoch scheinst Du Deine eigenen Probleme ja selbst zu kennen, also ändere sie.. sicherlich kannst Du den Psychologen um Rat fragen und wenn er dich nach einigen Sitzungen besser kennt kann er Dir vielleicht auch Möglichkeiten aufzeigen, aber wie gesagt, dies geht nicht nach einer Sitzung. Du hast doch eventuell auch Freunde. Sicherlich können sie Dir auch bei Deinem Problem mit zb. der Nervosität helfen, indem sie Dich zb. auf Ämter und ähnliches begleiten. Natürlich muss man seine Freunde auch einweihen ;). Und ein bisschen Nervosität beim Arbeitgeber, kann man sich sicher auch vorweg nehmen indem man zb. den Termin für ein Vorstellungsgespräch per Telefon bestätigen, dann hört man schon mal die Stimme am Telefon und Du wirst merken, das diese Dich nicht beißen wird ;) ... dann kannst Du schon viel entspannter zum Termin, weil Du ja dann zumindest schon mal die Stimme kennst. Wie gesagt es geht alles nicht von heute auf morgen, habe ein bisschen Selbstvertrauen und vertraue vor allem auch Deinen Freunden und Du wirst sehen das einiges leichter ist als Du denkst. Und Du bist ja schon auf einem guten Weg, denn der Weg zu einem Psychologen ist nicht einfach und die Blöße gibt man sich selbst nicht, aber das was Du getan hast ist ein Anfang und ich finde es sogar mutig.

  • Antwort von himako333 23.02.2012

    Über Deine Psychologin ärgerst Du Dich. Das ist doch schon mal was. Du bist noch nicht ganz abgeflacht! Ich weiß ja nicht wer Dich da hin geschickt hat. Aber vielleicht machst Du da ein Spiel draus. Überzeugst die Frau von Deinem Lebenswillen alles selbst zu regeln! Das macht sich auch in Deinen med. Unterlagen gut..viel Spaß..m.l.G. h.

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