wj2000 am 06.11.2007 um 1:29 Uhr
Die SPD hatte sich auf ihrem Hamburger Parteitag für Tempo 130 ausgesprochen, stößt aber mit dieser Forderung auf Ablehnung bei der Union. Was haltet ihr davon?

Absolut! Diese Forderung ist purer Populismus und bringt nichts. Nur mal zu ein paar angeblichen Vorteilen: CO² Einsparung bringt Anteilsmäßig 0,4%. Das ist lächerlich. Lediglich 3% aller tödlichen Unfälle im Straßenverkehr passieren auf Autobahnen. Die meisten Toten gibts es im Stadtverkehr. Da sollte man sich eher um besseren Passantenschutz und eletronische Bremssysteme(...) kümmern, als solchen Unsinn in die Welt zu setzen von wegen das ganze diene dem Klimaschutz (momentan ja schwer angesagt) und der Unfallprävention. Die SPD fordert dies, weil sie sich im politischen Hickhack und ihrer prekären Situation verzweifelt zu positionieren versucht. Daher rückt man mehr nach links und mischt in Bereichen mit, die eher den Grünen entsprechen.
Außerdem entspricht diese Forderung mal wieder der typisch deutschen Regelungswut. Alles muß haarklein im Gesetz festgeschrieben sein, damit Oberlehrer Müller Sonntags weiterhin penetrant das Rechtsfahrgebot ignorieren kann, weil es ja verboten ist schneller zu fahren. Warum sollte er da ausweichen?
Mein Erfahrungen sind, daß die meisten Menschen aufgrund wirtschaftlicher Notwendigkeit (Spirt sparen) und den Verkersbegebenheiten (Autobahn voll) ohnehin bereits ein indirektes Tempolimit vorgeben. Wer langsam fahren will, kann das tun. Wer schnell fahren will (dürften die wenigsten sein) ebenso. Also wozu das in ein Gesetz pressen. Zusammengefaßt: Blödsinn.

Da ich beruflich sehr viel auf den BABs unterwegs bin, sehe ich schon genügend Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzugen. Ein generelles Tempolimit wird nichts bringen, außer vielleicht noch mehr Stress auf der Autobahn. Wenn 130 dann wird doch meist sowieso 150 gefahren (im Rahmen des Bussgeldkataloges ohne Punkte). Da es sich bei dieser Geschwindigkeit auch meist um meine handelt, ist es mir relativ egal. Die Zeitersparnis beim Rasen ist mir zu gering.

In keinem Land darf so gerast werden wie in Deutschland. Ich könnte mir vorstellen, dass es um einiges weniger Verkehrstote durch Raserei, Drängelei und Nötigung geben könnte.

Wer so wie ich regelmäßig auf den Autobahnen in Holland unterwegs ist, der weiß es zu schätzen, wenn die obere Grenze bei 120-130 km/h liegt. Das Fahren ist viel angenehmer und stressfreier.

Ich muss nicht rasen aber da wo die Autobahnen gut ausgebaut sind, warum soll es dort eine Begrenzung geben. Ich fahre gerne schnell, dort wo es geht.
abibremer am 24. Oktober 2008 18:12 und hast vermutlich auch die entsprechende höhe der spritrechnung
Wenn es denn zu oekonomischeren Fahren und weniger Unfaellen fuehrt... Wuesste jedenfalls nichts, was dagegen spricht (ausser vielleicht der Verlust des 'Autobahntourismus', aber dafuer kann man auch auf die Rennbahn)

Eine freude nuss doch bleiben!
krauthexe am 6. November 2007 16:11 Man gönnt sich ja sonst nichts...ggg

Ich fahr sowieso nicht schneller als 120 bei den Spritpreisen

Also auf unseren Autobahnen können wir doch eh nicht mehr schneller fahren - ausser nachts und da ist es doch ein verkehrsrisiko schneller zu fahren. Find ich also gut - aber vom Umweltaspekt ist es nonsense.

Durch meine häufigen Fahrten ins usland habe ich ein Tempolimit zu schätzen gelernt. Viel weniger Streß.

Also ich denke, dass es sehr angenehm ist, wenn man beim Überholen mit eh schon 160 von einem anrauschenden Auto mit Lichthupe und dicht auffahren bedrängt wird. Ich denke nicht, dass so schnelles Fahren sein muss, vielleicht wird den Leuten klar, dass ein Auto eigentlich ein Nutzobjekt und kein Prestigeobjekt sein muss. Ist zwar eher unwahrscheinlich, aber ich glaub, ich würd es angenehmer finden, wenn keine Extrem-Raser mehr unterwegs wären.

Habe festgestellt, daß es sich mit Tempolimit, zB in Frankreich, viel entspannter fahren lässt.

130 KMH reichen doch völlig aus - viel schneller kann man sowieso nicht auf unseren Autobahnen fahren. Das ist doch schon superschnell und man kommt sicher da hin, wo man hinwill. Es sollten dann aber alle Autos KOSTENLOS gedrosselt werden, dn man wirklich nicht schneller fahren kann.

naja, unsere Autos eigenen sich nicht unbedingt zum Spazieren fahren.... Und wer will das denn auch...? Das sichere Fahren wird dadurch meiner Meinung nach nicht wirklich effektiv gefördert. Ein paar Gefahrenherde vielleicht (aus)gebremst. Umweltbewusstsein für jede einzelne Person fängt auch nicht unbedingt primär auf der Strasse an.

absoluter schwachsinn....viele menschen hier im lande leben von der autoindustrie....was soll es bringen sicherlich nichts wegen dem ozonloch....da müßen die schwellenländer und amerika die den meisten "dreck" verursachen massiv was dagegen tun!!.....und wegen den unfällen.....lügt euch doch nicht selber an.....!!!im haushalt passieren mehr unfälle wie auf der straße!.....das ist wiedermal eine hochgeschaukelte debatte genau wie mit dem rauchen.....wo würden sie denn sonst ihre steuern hernehmen wenn keiner mehr rauchen würde....sie erfinden ne andere....ganz einfach!!warum gibt es immer noch so viele,die sich "blenden" lassen.....wacht doch endlich auf.....die wissen doch selber nicht mehr was sie machen sollen...wir werden doch nur ""verheizt""!!

schwachmatischer Populismus---es gibt wichtigere Probleme in diesem Land wo man sowieso nur nachrts um 12 vileicht mehr als 130 fahren kann und zu anderen :
Siegmar Gabriel: 6 % aller Unfälle passieren auf Autobahnen, das Tempolimit bringt vielleicht maximal 1% der zu verminderten CO-2 -Gase

Da ja sowieso die meisten Autobahnabschnitte geschwindigkeitsbegrenzt sind wird dadurch wohl kein großer Effekt erzielt.
"Rasen sie ruhig, denn nur so sind sie schneller an ihrer Unfallstelle." ;-P

Was den Umweltpunkt betrifft, ist es für mich nachvollziehbar aber die Autoabgase werden immer Schadstoffarmer und ich selbst habe mein Auto nicht nur wg. dem finanziellen Vorteil auf Gas umbauen lassen. Ich finde, in Deutschland gibt es so langsam echt zu viele Einschränkungen. Ich selbst bin nicht unbedingt eine Raserin (fahre auch meist zwischen 130 und 140) aber wenn freigegeben ist und ich möchte gern mal 180 fahren, dann möchte ich das auch tun dürfen.
Wegen der sodan angeblich sinkenden Unfallstatistik, sollen sie die Strafen für Raser eben drastisch erhöhen.

Umwelttechnisch bringt Tempo 130 fast gar nichts.
Warum müssen wir in Deutschland alles staatlich regeln? Es gibt keinerlei Vorteile dadurch, dass haben doch genug Leute schon dargestellt.
Warum setzen wir nicht erst einmal die Regeln exakt durch, die es schon gibt?

Wo kann man denn heute auf Autobahnen noch schneller als 130 bzw. 120 fahren? Auf der Strecke Düsseldorf - München z. B. sind ohnehin fast durchgehend Geschwindigkeitsbeschränkungen zum Teil wegen Baustellen, zum Teil aus unerfindlichen Gründen. Auf der anderen Seite wäre die Auswirkung auf die CO²-Emmission sowieso nur sehr gering.

Ich bin strikt dagegen, weil ich zu Zeiten der allgemeinen Begrenzung auf 100 km/h erlebt habe, wie sich das auswirkt:
Da viele Fahrer offensichtlich noch nie etwas vo einer Tachovoreilung gehört hatten, fuhren viele nur zwischen 90 und 95 km/h.
Auf der linken Spur waren reichlich "Oberlehrer" unterwegs, die dort mit maximal 95 km/h den Betrieb aufhielten nach dem Motto: "Was fällt dem Raudi ein, mich hier überholen zu wollen, wenn wir doch ein Tempolimit haben".
Das extrem eintönige Tempo aller Fahrer machte es sehr schwer, beim Fahren nicht einzuschlafen.
Tempo 130 auf Landstrassen finde ich ok.
Bin strikt dagegen da kann man ja gleich auf der Landstraße bleiben

++DEUTSCHLAND++....holland--frankreich.....was bringst ihr für beispiele!?wir sind ein industriestaat und viele viele bürger leben von der autoindustrie......und die die dafür sind haben sowieso angst vorm autofahren....das sind dann die die stur ihre 100 oder noch weniger fahren und auch so überholen...wegen solchen leuten passieren die unfälle und nicht weil einige im lande schneller fahren......!!!

Ist sicherer, weniger Umweltverschmutzung und weniger Lärm... AUßERDEM vonmir aus wäre das keine Umstellung, mein armes altes Auto fährt sowieso kaum schneller...

reicht völlig aus. wenn ich sehe, wie "blind" mancher durch die gegend rauscht.ich war mehrere male beinahe-opfer bei unfallabsicherungen- obwohl die autobahn schnurgerade war und die unfallstelle bestens zu sehen. ohne meine damals noch guten reflexe, wäre ich nicht mehr am leben
Kleine Korrektur: Der Großteil aller tödlichen Unfälle ereignet sich auf Landstraßen, nicht in der Stadt.
also als Populismus kann man es wirklich nicht bezeichnen, da wohl die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist!
Sorry, aber die am häufigsten gelesene Tageszeitung ist die Bild. Das spricht schon einmal für das Niveau breiter Teile der Bevölkerung. Die meisten Menschen adaptieren lieber vorher gut durchgekaute Meinungen, als sich ihre eigene mittels ihres Verstandes und umfassender Informationsaufnahme zu bilden. Ergo: Die Mehrheit der Bevölerung ist dumm. Daher bin ich auch gegen Volksentscheide.
"...Ergo: Die Mehrheit der Bevölerung ist dumm. Daher bin ich auch gegen Volksentscheide."
Ich denke grade über das Sprichwort "Der kügere gibt nach" nach und grüble welcher Bevölkerungsanteil sich bis nach Berlin durchgeboxt hat. ;-P
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"Die Mehrheit der Bevoelkerung ist dumm" - und die Mehrheit der Bevoelkerung wuerde dir da zustimmen...
"...Außerdem entspricht diese Forderung mal wieder der typisch deutschen Regelungswut. Alles muß haarklein im Gesetz festgeschrieben sein, damit Oberlehrer Müller Sonntags weiterhin penetrant das Rechtsfahrgebot ignorieren kann, weil es ja verboten ist schneller zu fahren. Warum sollte er da ausweichen?..."
Mit der Regelungswut haben uns in der Beziehung die anderen Länder einiges voraus. Deutschland ist meines Wissens das einzige europäische Land (wenn nicht sorgar weltweit das einzige!) in dem es kein generelees Tempolimit gibt.
Oberlehrer Müller und seine vielen Kollegen wissen leiderr wohl nicht dass es trotz Geschwindigkeitsbegrenzung nicht erlaubt ist die linke (bei drei Spuren auch die mittlere) Spur zu blockieren.
Bitte? Wozu führt denn bitte übertriebene Regelungswut? Zu einer breit wuchernden Bürokratie deren oberstes Ziel die eigene Selbsterhaltung ist. Man muss nicht jeden klitzekleinen Sachverhalt im Gesetz regeln und dann wieder Ausnahmeregelungen schaffen und dann wieder Regelungen. Hast Du einen grobern Überblick über das deutsche Steuersystem? Es gibt Verordnungen, die so unglaublich verschachtelt und wirr sind, daß sie selbst von Steurbeamten schlicht ignoriert werden, weil sie niemand versteht. Ich denke es ist klar worauf ich hinauswill.
" Deutschland ist meines Wissens das einzige europäische Land (wenn nicht sorgar weltweit das einzige!) in dem es kein generelees Tempolimit gibt."
Das stimmt. Obwohl ich grad auch grübeln muss ob auf globaler oder nur europäischer Ebene.
Aber das entspricht mir zu sehr der Lemming-Mentalität. Weil es alle anderen so machen, machen wir es auch so.
Du wiederholst hier nur den Mist,den der CDU'ler und der Herr vom ADAC am Sonntag im Fernsehn zum Besten gaben.
Da ich nur selten fernsehe und schon garnicht, wenn jemand von der CDU auftritt, kann ich das nicht bestätigen. Aber Fakt ist, ich wiederhole garnichts, sondern habe mir nach reichlicher Überlegung meine eigene Meinung gebildet und zu dieser stehe ich. Sollte es hierbei zufällig eine Schnittmenge mit CDU und ADAC geben, bin ich ausnahmsweise mal auf deren Seite. Sollte Dir meine Meinung nicht passen, ist das nicht mein Problem ;-)