Temesta/Lorazepam 1mg ab wann Notfall bei Panikattacken?

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4 Antworten

Lorazepam ist wie du richtigerweise erwähnt hast ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine. Es wirkt stark angstlösend, beruhigend, schlafanstossend und antiepileptisch.

Lorazepam ist tatsächlich ein Notfallmedikament, da es bei längerem und regelmässigem Konsum abhängig macht. Zudem ergibt sich eine Toleranzentwicklung (man braucht immer eine höhere Dosen um den gleichen Effekt zu erzielen). Eine kurzzeitige Einnahme ist jedoch kein Problem.

Ab wann ein Notfall ein Notfall ist, hängt von deinem subjektiven Empfinden ab. Ich würde es nehmen, wenn die Angst völlig aus dem Ruder läuft und nicht bei leichter Anspannung.

Bedenke dabei, dass Benzodiazepine enorm effektiv sind, auch was die schlafanstossende Wirkung betrifft. Wenn du es das erste Mal nimmst bist du unglaublich entspannt und müde.

Benzodiazepine sind übrigens bekannt dafür, dass sie fast keine Nebenwirkungen haben (im Vergleich zu anderen Psychopharmaka wie Antidepressiva oder Neuroleptika).

Als längerfristige Therapie sind Benzodiazepine also nicht geeignet. Meist werden gegen Angststörungen Antidepressiva der SS(N)RI-Klasse (http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/) eingesetzt. Diese müssen täglich genommen werden, haben mehr Nebenwirkungen und wirken erst nach ca. 4-5 Wochen. Dafür machen sie nicht süchtig.

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Als Notfall würde ich eine Situation bezeichnen, in der die Panikattacke dich soweit beeinflusst, dass du zu nichts anderem mehr in der Lage bist oder körperlich einem Zusammenbruch nahe bist (extrem schneller Puls, Übelkeit, Schüttelfrost). Versuch ruhig zu atmen und leg eine kleine Pause ein, wenn du die Möglichkeit hast zieh dich kurz an einen ruhigen Ort zurück.

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Wenn du spürst, dass du aus dem Ruder läufst und unbedachte Handlung unternimmst, solltest du es mal mit deinem Notfallmedikament versuchen.

Wann sich eine Not bei dir persönlich einstellt, solltest du mit deinem Arzt das nächste Mal besprechen.

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Kommentar von misscassi
14.11.2016, 15:22

Danke das werde ich auf jeden Fall machen.

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Spreche deinen Arzt an. Er kann dich einschätzen. Geh hin oder rufe an.

Dann kannst du auch deine Bedenken erwähnen. Und dich über die WIrkungen und Nebenwirkungen aufklären lassen. Viele Fragen stellen sich erst, wenn man vom Arzt weg ist. Alles Gute

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