Frage von lilly0104, 33

Telefonisches Angebot ohne Mwst?

Hallo, ich habe mich beim Anwalt beraten lassen. Nachdem er mir vorab telefonisch die Auskunft erteilte, dass ein Beratungsgespräch 60 Euro kostet. Nun erhalte ich eine Rechnung zzgl. Umsatzsteuer sowie Post- u. Telekommunikationsleistungen. Insgesamt also 22 Euro mehr wie tel. besprochen. Ich habe ihm nun geschrieben, dass eine Preisangabe nebst anderen Leistungen an Letztverbraucher immer mit der Umsatzsteuer zu erfolgen. Daraufhin hat er den Posten Post- u. Telekommunikationsleistungen gestrichen, auf die Umsatzsteuer besteht er aber. Ist das korrekt?

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Antwort
von soedergren, 21

Grundsätzlich meine ich mal irgendwo gelesen zu haben, dass §1 PAngV auch für Anwaltsleistungen gilt. Andererseits stellt das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) selbst die Anwaltsgebühren als zzgl MwSt dar, siehe u.a. § 34 RVG: "Die maximale Höhe der Erstberatungsgebühr für Privatpersonen liegt bei 190 € zzgl. gesetzl. MwSt.".

Wie du dem entnehmen kannst, sind deine 60€ für eine Erstberatung allerdings ziemlich preiswert.

Wie auch immer, da wir dir hier eh keine Beratung sondern lediglich Meinungen liefern können und dürfen, würde ich an deiner Stelle einfach kurz bei der zuständigen Anwaltskammer nachfragen: http://www.brak.de/die-brak/regionale-kammern/adressen-der-regionalen-rechtsanwa...

Kommentar von Xipolis ,

Ist korrekt, auch die Telekommunikationspauschale nach 7002 VV RVG.

Die Auskunft war hier korrekt. Der Rest was dazu kommt, steht ja so im Gesetz.

Antwort
von Jewi14, 24

Ich bin der Meinung, dass §1 PANGV gilt und danach muss man bei Verbrauchern den Endpreis, also mit MwST, nennen. Zumindest aber X Euro + MwSt.

Kommentar von Xipolis ,

Ja, aber laut RVG verstehen sich Anwaltsgebühren immer als zzgl MwSt.

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