Frage von genoblio, 31

"Teilkündigung" während Mutterschutz?

Meine Freundin arbeitet im Logistikbereich. Sie hat dort für eine Extra-Aufgabe (Luftfracht) eine Zulage von ca. 100 € Brutto erhalten. Diese Aufgabe war auf 2 Jahre geplant.

Nun hat sie ihrer Abteilungsleiterin mitgeteilt, dass sie schwanger ist. Somit besteht ja Kündigungsschutz. Ihre Abteilungsleiterin teilte ihr nun wohl mit, dass dadurch ihre Zulage nucht mehr gezahlt wird da sie die Zusatzaufgabe ja auf lange Sicht nicht mehr übernehmen kann.

Ist das rechtens oder ist das als eine Art Teilkündigung zu sehen?

Antwort
von Allyluna, 17

Achtung, nur Laienwissen:

Selbst wenn sie eine Art "Teilkündigung" aussprechen dürften (wobei ich schon das nicht glaube), darf sie trotzdem nicht weniger Gehalt bekommen - zumindest würde ich in diesem Fall § 11 des Mutterschutzgesetzes so sehen. Denn wenn sie diesen Teil ihrer Arbeit nicht mehr ausführen darf, weil sie schwanger ist, hat sie ein diesbezügliches Beschäftigungsverbot - was bedeutet, dass sie trotzdem das Geld dafür bekommen muss.

Sie soll sich nach Möglichkeit eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers holen, dass er sie aufgrund ihrer Schwangerschaft (wichtig!) in dieser Zusatzaufgabe nicht mehr beschäftigen kann.

100 Euro mehr im Monat bedeuten ja schließlich im Endeffekt auch noch mehr Elterngeld...

Kommentar von genoblio ,

Also dürfte der AG also nicht den teil kündigen obwohl sie die Aufgabe ja nicht mehr ausführen kann in weiterer Zukunft?

Kommentar von Allyluna ,

Zu dem Passus habe ich jetzt explizit nichts gefunden - aber ich glaube es eben nicht, weil eine Schwangere unter einem generellen Kündigungsschutz steht, sobald der Arbeitgeber von der Schwangerschaft Kenntnis hat. Und zusätzlich muss sie eben ihr volles Gehalt bekommen, auch wenn sie aufgrund z.B. körperlich anstrengender Arbeit anders beschäftigt werden muss.

Vielleicht hilft ein Anruf beim Jugendamt weiter? Wenn die nicht konkret helfen können, haben sie zumindest einen Ansprechpartner für dieses Thema.

Antwort
von vikodin, 31

durch die schwangerschaft darf kein finanzieller oder arbeitstechnischer nachteil entstehen... so irgendwie war die regelung...

Antwort
von rommy2011, 25

steht viellt im mutterschutzgesetz

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