Frage von FQFQFQFQ, 37

Tauschbörse Mahnung - Soll man Zahlen oder durch die Verjährung ist es nicht mehr Angreifbar?

Eine Tauschbörse Mahnung die ins Jahr 09.2013 zurückgreift wird am 11.2016 angesprochen da ein gewisser Teil von den Mahnbetrag (Ratenzahlung) nicht überwiesen worden ist.

  • Greift die Verjährung in solchen Fällen oder kann der Kläger die Verjährungsfrist um 6 Monate verlängern und Klagen?

  • Falls sich die Situation nicht bis 01.2017 klärt, ist man verpflichtet den Restbetrag zu zahlen oder die Anwälte können nichts mehr damit anfangen?

Antwort
von Parhalia, 17

Solange kein rechtswirksamer ( gerichtlicher ) Mahnbescheid ergeht, bzw. vom Gläubiger nicht spätestens zum 31.12.2016 beim Gericht einginge, so wäre die Angelegenheit regulär ab dem 01.01.2017 grundsätzlich verjährt.

Sollte der gerichtliche Mahnbescheid doch noch rechtzeitig vor Fristablauf bei Gericht eingehen, so würde sich die Verjährungsfrist zunächst um weitere 6 Monate verlängern. Werden dann gegen den Mahnbescheid seitens des Schuldners keine Rechtsmittel eingelegt, so erhält der Gläubiger ab Rechtskraft des MB einen vollstreckbaren Titel für weitere 30 Jahre.

Letzteres träfe auch auf die Möglichkeit eines rechtzeitig eingeleiteten ( gerichtlichen ) Mahnverfahrens, oder gar Klageerhebung zu. 

Rein privat aufgesetzte Mahnungen hemmen den Ablauf der Verjährung indes nicht.

Daher sollte der Gläubiger zunächst noch rechtzeitig mindestens einen gerichtlichen Mahnbescheid oder ein gerichtliches Mahnverfahren beantragen.

Kommentar von Parhalia ,

Nachtrag : 

diese Antwort berücksichtigt aber nur seinerzeit in 2013 vereinbarte Zahlungsmodalitäten ( Ratenzahlung ) die insgesamt auch bis spätestens 31.12.2013 laut Vereinbarung hätten abgeschlossen sein sollen.

Kommentar von mepeisen ,

Solange kein rechtswirksamer ( gerichtlicher ) Mahnbescheid ergeht, bzw. vom Gläubiger nicht spätestens zum 31.12.2016 beim Gericht einginge, so wäre die Angelegenheit regulär ab dem 01.01.2017 grundsätzlich verjährt.

Vorausgesetzt, die letzte Zahlung war noch in 2013. Denn jede Teilzahlung lässt die Verjährungsfrist von Neuem beginnen.

Rein privat aufgesetzte Mahnungen hemmen den Ablauf der Verjährung indes nicht.

Und nur zur Klarstellung für die Leser :-) Auch Anwaltsmahnungen/Inkassomahnungen haben 0 Einfluss auf die Verjährung.

Kommentar von Parhalia ,

Die Sache mit der Ratenzahlung habe ich gerade genau zeitgleich zu Deiner Ergänzung auch noch per Nachtrag hinzugefügt. 😉

Kommentar von mepeisen ,

Ja, habe ich gesehen :-) Warst sogar ne halbe Minute schneller als ich

Kommentar von FQFQFQFQ ,

Dankeschön für deine Hilfe!

Meines Wissens nach war ich im 2013 zum Zahlen angefordert und habe daher auch eine Dauerüberweisung eingerichtet die anscheinend nicht vollständig überwiesen worden ist. Jetzt meldet sich die Anwaltskanzlei und will den rest haben. Da es kurz vor den Verjährung ist, wollte ich wissen welche Risiken und Möglichkeiten vorstehen.

Es sollte angeblich eine "Vergleichsvereinbarung" vorliegen, was ich auch angefragt habe.

Kommentar von Parhalia ,

Bis wann sollte die reguläre Zahlungsvereinbarung für die Raten denn ursprünglich laufen, und wann erfolgte die letzte Zahlung Deinerseits durch den Dauerauftrag ?

Kam denn zwischen 9-2013 und 11-2016 irgend eine gerichtliches Schreiben ( Mahnbescheid / Mahnverfahren vom Gericht...nicht von privat oder Anwälten ... )

Bezüglich der ( angeblichen ? ) " Vergleichsvereinbarung " musst Du aber tatsächlich noch mal genau nachsehen, bzw. eruieren, ob es diese Vereinbarung wirklich gibt, wann sie dann getroffen wurde und ob sie überhaupt rechtswirksam ist.

Sollte es diese Vereinbarung wirklich geben, so nenne uns bitte das genaue Verfassungsdatum und deren genauen Wortlaut.

Kommentar von mepeisen ,

Neben der Verjährung hast du auch den Unfug, dass es einfach zu viel ist, was gefordert wird. Ich würde dem Anwalt folgendes schicken: "Zwischenzeitlich habe ich mich informiert. Die geforderten 700€ sind wucherisch und verstoßen gegen das Gesetz. Sie wissen das. Gerne schalte ich auf Ihre Kosten einen Anwalt ein und beauftrage ihn mit der gerichtlichen Abwehr der wucherischen Forderung, verlange dann per Gericht das zu viel gezahlte Geld zurück. Mein Vorschlag: Sie lassen es auf sich beruhen und erklären mir, dass sich der Fall erledigt hat."

Antwort
von kevin1905, 12

Erstmal ist dies unfassbar schlechtes Deutsch.

Zu trennen sind der Unterlassungsanspruch und die Geldforderung.

Kannst du zu beiden Dingen mal etwas mehr schreiben? Ratenzahlung läuft aktuell? Schuld wurde schriftlich anerkannt? Unterlassungserklärung unterschrieben?

Kommentar von FQFQFQFQ ,

Entschuldigung, wollte niemanden damit verärgern. Man verbessert sich ständig. Trotzdem vielen Dank für deine Hilfe!

Kommentar von mepeisen ,

Beantworte aber bitte mal die Fragen. Davon hängt nämlich ab, was nun Sache ist.

Hast du also was unterschrieben?

Wie hoch war die Forderung des Anwalts?

Wie setzt sich die Forderung zusammen?

Was genau wurde damals nicht bezahlt bzw. was ist offen?

Kommentar von FQFQFQFQ ,

Die Sache liegt recht lange her und habe diesbezüglich keine Unterlagen mehr (Jahr 2013). Die wollten 700€ haben die ich in Ratenzahlung überweisen sollte und es blieben noch 500E offen. Angeblich besteht eine "Vergleichsvereinbarung" die ich angefordert habe und anhand von deren Antwort werde ich mich auch weiter richten.

Danke nochmals für dein Interesse mir zu Helfen! 

Kommentar von mepeisen ,

700€ ist nicht in Ordnung.

Schon damals (Ende 2013) galt eine Beschränkung des Streitwertes und damit der Anwaltsgebühren bei Abmahnungen gegen Privatpersonen. Darauf würde ich mich stützen.

Ich würde einem gerichtlichen Mahnbescheid, so er kommt, vollständig widersprechen. Sollte dann vor Gericht geklagt werden, würde ich einen eigenen Anwalt engagieren, der die Forderung abwehrt.

Antwort
von MasterG4941, 7

Da ist nix mit verjährung, da du deine Strafe in Raten abzahlst. Sonst würde ja jeder ein Auto für 100.000€ kaufen und nach 3 Jahren sagen ich zahle nicht mehr, da verjährt. Da musst du deine Suppe wohl oder übel weiter auslöffeln :)

Kommentar von mepeisen ,

da du deine Strafe in Raten abzahlst

Wie kommst du hier auf Strafen? Privatpersonen und Unternehmen dürfen gegenüber Verbrauchern keine Strafzahlungen verlangen oder erheben.

Antwort
von FQFQFQFQ, 7

Danke schön für eure Hilfe!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community