Taugt Kampfsport zu Selbstverteidigung?
Hi, ich habe mal im Internet ein Interview mit einem Asiatischen Kampfsportmeister, ich glaube, er hat Taekwondo gemacht, gelesen, in dem es hieß, dass Kampfsportarten, so, wie sie in Europa und Amerika unterrichtet werden, so umgestaltet sind gegenüber dem eigentlichen, dass sie nicht mehr wirklich zur Selbstverteidigung gegen stärkere Gegner taugen. Stimmt das?
PS: Keine Ausweichantworten a la` "Der beste Kampf ist der Kampf, der nicht stattfindet", das trägt nichts zur Beantwortung der Frage bei!
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2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Verwechsel nicht KampfSPORT mit KampfKUNST.
Ersteres ist auf Tourniere ausgelegt und letzteres ist was Traditionelles.
Natürlich kannst du dich mit KampfSPORT auch verteidigen ... auf jeden Fall besser als gar nix.
Aber ich mache Kampfkunst (Ninjutsu), und ich könnte einen Menschen im Bruchteil einer Sekunde mit einem einzigen Finger töten. Und glaub mir, sowas lernst du nicht beim Karate um die Ecke.
Noch ein letztes Beispiel: Wir haben zum Beispiel auch gelernt, wie man jemanden außer Gefecht setzt, ohne seine eigenen Beine und Arme zu bewegen. Man steht einfach nur so da und Tritte werde mit der Hüfte, Schläge mit dem Hals abgewehrt. Das geht soweit, dass man fast völlig ohne eigene Bewegungen, dem Gegner die Arme bricht.
Wenn man das nicht gesehen hat, glaubt mans nicht, aber wie gesagt, lernst du so etwas NICHT beim KampfSPORT.
Schönen Abend noch. :)
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Antwort von mario63 29.07.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Bezogen auf die traditionellen asiatischen Kampfkünste (zumindest die in Deutschland populären) kann man schon sagen, das sie eher nicht für die Selbstverteidigung geeignet sind.
Die Vollkontaktsportarten (Boxen, Thaiboxen, Ringen, MMa) sind natürlich absolut geeignet, aber das Training ist halt auf sportlichen Wettkampf ausgerichet und nicht auf die Straße. Das heißt, die taktischen Besonderheiten von SV-Situationen (Schlechte Sicht, glatter oder unebener Boden, mehrere Gegner, Waffen) werden nicht berücksichtigt.
Wenn der Fokus auf Selbstverteidigung liegt, sind daher moderne Hybride wie Krav Maga, Alpha Combat System oder so die bessere Wahl.
Wenn du aber einen Sport suchst, um vielleicht auch an Wettkämpfen teilzunehmen und das SV-Thema nur ein Zusatznutzen sein soll, dann bist du beim Boxen oder Ringen etc super aufgehoben.
Karate und Co. sind m.E. unter SV-Aspekten eher kritisch zu sehen.
Gruß Mario
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Antwort von timessilence 27.07.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
es gibt eine Kampfsportart, bei der man NUR Selbstverteidigung lernt. Das sieht wirklich elegant aus, weil man sich kaum bewegen muss und der Gegner sich eigentlich selbst zu Fall bringt. Leider weiß ich nicht mehr, wie das heißt...
Und nein, die Kampfsportarten sind immer noch die selben, zumindest in ihren Grundlagen.
Das einzige, was verändert wurde, ist die Art es zu lehren. Leute machen nach, was der Lehrer vormacht.
echte Erfahrung bekommt man nur im echten Kampf, wenn der Gegner zumindest entschlossen ist, zu gewinnen.
äh... und das gilt auch nur für den Kampf zwischen zwei Gegner, die die selbe Kampfsportart machen. Judo gegen Kickboxen oder Kinderbodenturnen ist ein wenig schlecht...
Kommentar von germanidiotgermanidiot 27.07.2012Bejast oder verneinst du die Aussage des Asiaten?
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Antwort von SenseiKakashi94 30.08.2012
Hey,
Also Kampfsport wird dir auf jeden Fall auf der Straße helfen! Ich mache selbst Kampfsport (Pencak Silat) und es hat mir bereits mehrere Male geholfen. Natürlich lernst du Techniken, die nur für Turnierkämpfe oder Showkämpfe geeignet sind, aber unser Trainer macht eine sehr gute Mischung aus Straßenkampf bzw. Selbstverteidigung und Training für den SPORT. Außerdem hast du viel mehr Körperbeherrschung und kannst dich somit besser verteidigen und auch schneller reagieren. Ich hatte bereits 2mal eine auswegslose Situation, in der mir mein Kampfsport viel weitergeholfen hat. (2 Leute wolten mein handy, nachdem ich aus der U-Bahn kam. Als ich gesagt habe, dass sie es nicht bekommen, haben sie mich angegriffen. Ich konnte einen Schlag abwehren und kontern, sodass der eine am Boden lag. Der andere war dann ziemlich perplex und ich konnte abhauen) Sowas kann natürlich auch gefährlich werden, wenn die Gegner dann Messer rausholen etc.. Aber wie gesagt, ich kann es nur bestätigen!
Bild dir selbst ne Meinung und mach mal ein Probetraining bei verschiedenen Kampfsportarten! Es wird dir bestimmt helfen und auch Spaß machen.
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Ich sehe Kampfsport als Lebensphilosphie und antworte dementsprechend auch.
Karate und ähnliche Lebensphilosophie steigert die Konzentration, stärkt das Selbstbewusstsein. Davon bin ich überzeugt!
Und wer mit gespannten Schultern durchs Leben geht, bietet sicherlich weniger Angriffsfläche, als jemand mit hängenden Schultern.
Die "Kunst" von Karate und Co. bestand (und heute auch noch, wenn gleich schwindend) in den überlieferten, geheimnissvollen Griffen und Schlägen. Man beachte nur den Ursprung und WER!
Ich finde, die asiatischen Kampfsportrichtungen bauen auch viel auf die Psychologie auf!
Mein persönliches Fazit: Wildes Schlagen contra zB Karate = Karate ist zur Selbstverteidigung hilfreicher!
Kommentar von germanidiotgermanidiot 14.08.2012Ich sehe Kampfsport als Lebensphilosphie und antworte dementsprechend auch.
Es ist aber nur ein Sport. Die Lebensphilosophie ist nur ein Ahängsel.
Karate und ähnliche Lebensphilosophie steigert die Konzentration, stärkt das Selbstbewusstsein
Beweise?
Die "Kunst" von Karate und Co. bestand (und heute auch noch, wenn gleich schwindend) in den überlieferten, geheimnissvollen Griffen und Schlägen. Man beachte nur den Ursprung und WER!
Schon, aber diese wirken so, wie sie heute hier gelehrt werden, eher weniger. Außerdem sind die nicht geheimnisvoll, es reicht, sich ein Youtube-Video anzuschauen, um sie zu lernen.
Kommentar von painttigerpainttiger 24.08.2012Ich habe mir nach der Anleitung von einem Youtube Video mal die Haare selber geschnitten..... SO würde ich jedenfalls nicht Kampfsport lernen wollen!
Beweise? Das ist die Philosophie: Entdecke Dich selber!
Es ist aber nur ein Sport. Die Lebensphilosophie ist nur ein Ahängsel.
Ich sehe es genau umgekehrt! ;-)
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das kommt drauf an. Mach mal einen Kurs der sich "Selbstverteidigung" nennt und dann gehe wieder in deine Sportvereintruppe und überlege - ob da ein Unterschied war....
Kommt auch drauf an - ob Du ein Mann oder eine Frau bist. Frauenselbstverteidigung hat ganz andere Techniken .....
Es gibt sicher Kampfsportler - die 5 Jahre rumhampeln und sogar Schwarzgurt sind und im Ernstfall versagen und andere machen nur 1 Jahr mit dem geistigen Ziel: ich will mich SELBST verteidigen - nicht vorm Spiegel Katas ablaufen ..... und gegen den haste keine Chance.....
Also das hängt einzig von Dir ab und natürlich von Deinem Trainer
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Hallo! Kampfsport gibt Dir allemal das Gefühl Dich ggf. verteidigen zu können.
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Naja, ich mache seit kurzem Takewondo, dort lernt man Kyong's, das sind Choreografien und Bewegungsabläufe welche Kämpfe mit einem oder vielen Gegnern simulieren. Schaut man sich die Kyong's an, kann man sich kaum vorstellen diese so einzusetzen, die einzelnen Bewegungen wie Blocks, Schläge und Kicks werden so aber trainiert und sind somit im Notfall sofort parat. Ich denke bei annähernd gleich starken Gegnern, wird immer der mit kampf"sport" Erfahrung die Oberhand behalten. Viel kommen ja in so eine Situation und wissen nicht wie sie im Ernstfall reagieren "weglaufen, aufgeben oder angriff", da hilft es auf jeden Fall geübt zu sein.
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Klar.Mein Lehrer war mal auf nen Fußballspiel.
Die Dortmunder(5Mann) wollten zwei Amerikaner verprügeln weil sie fürs andere Team war.Da sind nurnoch Beine geflogen das ging blitzschnell ;-)Also 2 gegen 5 in ein paar Sekunden umhauen bringt schon was;-)
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Es gibt einen unterscheid zwischen einem KampfSPORT - sportliche zwecke und auch nur dafür bestimmt, und einer KampKUNST - die dir halt z.b. selbstverteidigung beibringt. Natürlich kannst du auch manche sachen die du in einem kampfsport lernst beschränkt auf einen richtigen "Straßenkampf" anwenden, jedoch werden diese Sportarten dafür traininert, um z.b. in einem Wettkampf mit zu machen. In TaeKwonDo z.b. sind soweit ich weiß SCHLÄGE gegen den Kopf nicht erlaubt, also wirds auch nicht trainiert. Hast du ne Schlägerei, wird das erst was dein Gegner versucht zu treffen dein Gesicht sein mit seiner Faust.
Kommentar von TakiiTakii 27.07.2012Der Meister wird tkd wahrscheinlich noch als das gelernt haben was es ursprünglich auch war - eine Kampfkunst.
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Es gibt Kampfsportarten, wie Krav Maga, das sogar speziell für den Straßenkampf entwickelt wurden. (Zumindest in der zivilen Variante). Im Gegenteil ist es sogar häufig so, dass die traditionellen, asiatischen Kampfsportarten im realen Leben komplett unwirksam sind, weil die Stile und Techniken nur für Wettbewerbe ausgelegt sind.
Kommentar von germanidiotgermanidiot 27.07.2012Du bestätigst das oben genannte also?
Kommentar von 4tt4X4tt4X 27.07.2012Ja, ich würde sagen, dass eine traditionelle Kampfsportart im Straßenkampf unwirksam ist. Was nützt es mir, den schwarzen Gurt im Judo zu haben, wenn ich nie gelernt habe einen gezielten Schlag oder Kick zu blocken und der Gegner mich mit einem Hieb ausknockt. Manche Kampfsportarten lassen dich gegen einen untrainierten Gegner (der dich in der Disco anpöbelt etc.) möglicherweise mehr oder weniger noch die Oberhand behalten, aber ich vermute generell stimmt das so schon. Ich selbst mache Krav Maga und Muay Thai, von denen ich glaube, dass sie noch die effektivsten Waffen im Straßenkampf sind, im Vergleich zu Griffkampfsportarten wie Judo etc.
Kommentar von TomLokiTomLoki 28.07.2012Krav Maga ist keine Kampfsportart!!!!
Kommentar von LastMohican 29.07.2012Krav Maga ist keine Kampfsportart sondern reine SV. Hat mit den klassischen KK/KS-Stilen nichts zut tun!
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Wozu denn sonst.
Kommentar von germanidiotgermanidiot 27.07.2012Um Sport zu machen. Du solltest schon etwas mehr schreiben, argumentieren. So ist deine Antwort nicht zufriedenstellend.
Kommentar von TheM4y3rSTheM4y3rS 27.07.2012@germanidiot ... da muss ich dir zustimmen! im endeffeckt geht es beim : Muay Thai,Kickboxen und im Free-Fight um Sport! natürlich kann man das gelernte und durch die Fitness sich auch im für die Selbstverteidigung beweisen, aber ansonsten macht man es im endeffeckt als Sport!
Ist ja krank. Ich glaube, ich mach Ninjutsu.
Ich bin Lehrer für Ninjutsu. Ich hoffe nicht, dass du einer meiner Schüler bist, der hier so sinnlos auf den Putz haut!!!
Das ist mir nur rausgerutscht. Und nein, ich bin keiner deiner Schüler. Sorry für den Kommentar. Aber zumindest scheint man damit ja sicher zu sein.
Schönes Märchen, so Leid es mir tut ich glaube dir das nicht. Hast du deine tolle Technik den schon mal bei eine erst gemeinten Angriff angewendet? Ich glaube ein erfahrener Schläger schickt dich verdammt schnell auf den Boden.