Frage von germanidiot 27.07.2012

Taugt Kampfsport zu Selbstverteidigung?

  • Hilfreichste Antwort von TeeTier 28.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Verwechsel nicht KampfSPORT mit KampfKUNST.

    Ersteres ist auf Tourniere ausgelegt und letzteres ist was Traditionelles.

    Natürlich kannst du dich mit KampfSPORT auch verteidigen ... auf jeden Fall besser als gar nix.

    Aber ich mache Kampfkunst (Ninjutsu), und ich könnte einen Menschen im Bruchteil einer Sekunde mit einem einzigen Finger töten. Und glaub mir, sowas lernst du nicht beim Karate um die Ecke.

    Noch ein letztes Beispiel: Wir haben zum Beispiel auch gelernt, wie man jemanden außer Gefecht setzt, ohne seine eigenen Beine und Arme zu bewegen. Man steht einfach nur so da und Tritte werde mit der Hüfte, Schläge mit dem Hals abgewehrt. Das geht soweit, dass man fast völlig ohne eigene Bewegungen, dem Gegner die Arme bricht.

    Wenn man das nicht gesehen hat, glaubt mans nicht, aber wie gesagt, lernst du so etwas NICHT beim KampfSPORT.

    Schönen Abend noch. :)

  • Antwort von mario63 29.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Bezogen auf die traditionellen asiatischen Kampfkünste (zumindest die in Deutschland populären) kann man schon sagen, das sie eher nicht für die Selbstverteidigung geeignet sind.

    Die Vollkontaktsportarten (Boxen, Thaiboxen, Ringen, MMa) sind natürlich absolut geeignet, aber das Training ist halt auf sportlichen Wettkampf ausgerichet und nicht auf die Straße. Das heißt, die taktischen Besonderheiten von SV-Situationen (Schlechte Sicht, glatter oder unebener Boden, mehrere Gegner, Waffen) werden nicht berücksichtigt.

    Wenn der Fokus auf Selbstverteidigung liegt, sind daher moderne Hybride wie Krav Maga, Alpha Combat System oder so die bessere Wahl.

    Wenn du aber einen Sport suchst, um vielleicht auch an Wettkämpfen teilzunehmen und das SV-Thema nur ein Zusatznutzen sein soll, dann bist du beim Boxen oder Ringen etc super aufgehoben.

    Karate und Co. sind m.E. unter SV-Aspekten eher kritisch zu sehen.

    Gruß Mario

  • Antwort von timessilence 27.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    es gibt eine Kampfsportart, bei der man NUR Selbstverteidigung lernt. Das sieht wirklich elegant aus, weil man sich kaum bewegen muss und der Gegner sich eigentlich selbst zu Fall bringt. Leider weiß ich nicht mehr, wie das heißt...

    Und nein, die Kampfsportarten sind immer noch die selben, zumindest in ihren Grundlagen.

    Das einzige, was verändert wurde, ist die Art es zu lehren. Leute machen nach, was der Lehrer vormacht.

    echte Erfahrung bekommt man nur im echten Kampf, wenn der Gegner zumindest entschlossen ist, zu gewinnen.

    äh... und das gilt auch nur für den Kampf zwischen zwei Gegner, die die selbe Kampfsportart machen. Judo gegen Kickboxen oder Kinderbodenturnen ist ein wenig schlecht...

  • Antwort von SenseiKakashi94 30.08.2012

    Hey,

    Also Kampfsport wird dir auf jeden Fall auf der Straße helfen! Ich mache selbst Kampfsport (Pencak Silat) und es hat mir bereits mehrere Male geholfen. Natürlich lernst du Techniken, die nur für Turnierkämpfe oder Showkämpfe geeignet sind, aber unser Trainer macht eine sehr gute Mischung aus Straßenkampf bzw. Selbstverteidigung und Training für den SPORT. Außerdem hast du viel mehr Körperbeherrschung und kannst dich somit besser verteidigen und auch schneller reagieren. Ich hatte bereits 2mal eine auswegslose Situation, in der mir mein Kampfsport viel weitergeholfen hat. (2 Leute wolten mein handy, nachdem ich aus der U-Bahn kam. Als ich gesagt habe, dass sie es nicht bekommen, haben sie mich angegriffen. Ich konnte einen Schlag abwehren und kontern, sodass der eine am Boden lag. Der andere war dann ziemlich perplex und ich konnte abhauen) Sowas kann natürlich auch gefährlich werden, wenn die Gegner dann Messer rausholen etc.. Aber wie gesagt, ich kann es nur bestätigen!

    Bild dir selbst ne Meinung und mach mal ein Probetraining bei verschiedenen Kampfsportarten! Es wird dir bestimmt helfen und auch Spaß machen.

  • Antwort von painttiger 12.08.2012

    Ich sehe Kampfsport als Lebensphilosphie und antworte dementsprechend auch.

    Karate und ähnliche Lebensphilosophie steigert die Konzentration, stärkt das Selbstbewusstsein. Davon bin ich überzeugt!

    Und wer mit gespannten Schultern durchs Leben geht, bietet sicherlich weniger Angriffsfläche, als jemand mit hängenden Schultern.

    Die "Kunst" von Karate und Co. bestand (und heute auch noch, wenn gleich schwindend) in den überlieferten, geheimnissvollen Griffen und Schlägen. Man beachte nur den Ursprung und WER!

    Ich finde, die asiatischen Kampfsportrichtungen bauen auch viel auf die Psychologie auf!

    Mein persönliches Fazit: Wildes Schlagen contra zB Karate = Karate ist zur Selbstverteidigung hilfreicher!

  • Antwort von eppelein 29.07.2012

    das kommt drauf an. Mach mal einen Kurs der sich "Selbstverteidigung" nennt und dann gehe wieder in deine Sportvereintruppe und überlege - ob da ein Unterschied war....

    Kommt auch drauf an - ob Du ein Mann oder eine Frau bist. Frauenselbstverteidigung hat ganz andere Techniken .....

    Es gibt sicher Kampfsportler - die 5 Jahre rumhampeln und sogar Schwarzgurt sind und im Ernstfall versagen und andere machen nur 1 Jahr mit dem geistigen Ziel: ich will mich SELBST verteidigen - nicht vorm Spiegel Katas ablaufen ..... und gegen den haste keine Chance.....

    Also das hängt einzig von Dir ab und natürlich von Deinem Trainer

  • Antwort von kami1a 29.07.2012

    Hallo! Kampfsport gibt Dir allemal das Gefühl Dich ggf. verteidigen zu können.

  • Antwort von p4tr4sch 27.07.2012

    Naja, ich mache seit kurzem Takewondo, dort lernt man Kyong's, das sind Choreografien und Bewegungsabläufe welche Kämpfe mit einem oder vielen Gegnern simulieren. Schaut man sich die Kyong's an, kann man sich kaum vorstellen diese so einzusetzen, die einzelnen Bewegungen wie Blocks, Schläge und Kicks werden so aber trainiert und sind somit im Notfall sofort parat. Ich denke bei annähernd gleich starken Gegnern, wird immer der mit kampf"sport" Erfahrung die Oberhand behalten. Viel kommen ja in so eine Situation und wissen nicht wie sie im Ernstfall reagieren "weglaufen, aufgeben oder angriff", da hilft es auf jeden Fall geübt zu sein.

  • Antwort von Moonraker96 27.07.2012

    Klar.Mein Lehrer war mal auf nen Fußballspiel.

    Die Dortmunder(5Mann) wollten zwei Amerikaner verprügeln weil sie fürs andere Team war.Da sind nurnoch Beine geflogen das ging blitzschnell ;-)Also 2 gegen 5 in ein paar Sekunden umhauen bringt schon was;-)

  • Antwort von Takii 27.07.2012

    Es gibt einen unterscheid zwischen einem KampfSPORT - sportliche zwecke und auch nur dafür bestimmt, und einer KampKUNST - die dir halt z.b. selbstverteidigung beibringt. Natürlich kannst du auch manche sachen die du in einem kampfsport lernst beschränkt auf einen richtigen "Straßenkampf" anwenden, jedoch werden diese Sportarten dafür traininert, um z.b. in einem Wettkampf mit zu machen. In TaeKwonDo z.b. sind soweit ich weiß SCHLÄGE gegen den Kopf nicht erlaubt, also wirds auch nicht trainiert. Hast du ne Schlägerei, wird das erst was dein Gegner versucht zu treffen dein Gesicht sein mit seiner Faust.

  • Antwort von 4tt4X 27.07.2012

    Es gibt Kampfsportarten, wie Krav Maga, das sogar speziell für den Straßenkampf entwickelt wurden. (Zumindest in der zivilen Variante). Im Gegenteil ist es sogar häufig so, dass die traditionellen, asiatischen Kampfsportarten im realen Leben komplett unwirksam sind, weil die Stile und Techniken nur für Wettbewerbe ausgelegt sind.

  • Antwort von Amsterdammulle 27.07.2012

    Wozu denn sonst.

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