Frage von Jasminzina1, 108

taufe ohne kirchenzugehörigkeit?

hallo zusammen ich brauche unbedingt ideen wie man ein kind taufen kann ohne nachher zur kirche zu gehören(schweiz).ehemalige priester zum beispiel?

Antwort
von Dxmklvw, 40

Die Taufe ist kein Zaubertrick, damit jemand in den Himmel kommt. Selbst die KIrchenlehre nicht glauben, aber sicherheitshalber doch ein Kind taufen lassen, das paßt nicht zusammen.

Wenn die Kirche nur dann die Kindstaufe vornimmt, wenn mindestens ein Elternteil Mitglied der Glaubensgemeinschaft ist, dann macht die Kirche das vermeintlich durch die Taufe herbeigeführt Heil davon abhängig, ob andere zur Gemeinschaft dazu gehören. Es geht also nicht wirklich um das Kind oder um die Taufe, sondern nur um die Mitgliedschaft anderer.

Ein Kind kann auch nicht selbständig darüber entscheiden, ob es getauft werden will oder nicht, weil es die Sache nicht versteht. Die Entscheidung darüber durch andere kann deshalb für den Bereich "freiwillige bewußte Entscheidung durch den unmittelbar Betroffenen" nur nichtig und sinnlos sein.

Kommentar von NorwinSchneider ,

Eine unfreiwillige Taufe ist ungültig. Kleinkinder zu taufen ist Sinnlos. 

Kommentar von Viktor1 ,

Wer legt fest was "gültig" ist ?
Jesus hat  nichts vorgeben, sondern dies wohl seiner "Kirche" überlassen. Die hat dies dann mal so geregelt.
Kleinkinder wurden auch nicht freiwillig geboren sondern aufgrund des Handelns ihrer Eltern. Trotzdem ist ihr Leben "gültig".
Auch Kleinkinder können in die (geistige) Gemeinschaft mit Jesus aufgenommen werden - was spricht dagegen ?
Genau Letzteres können die Gegner der Kindestaufe nicht nachvollziehbar begründen. Daß Kinder dies (noch) nicht verstehen (wie vieles andere auch nicht was Eltern für ihr Kinder befinden) ist eben kein nachvollziehbares Argument.
Mit ihrer Firmung oder Konfirmation bekräftigen sie ihre Taufe - oder nicht.

Antwort
von wilees, 34

http://www.katholisch.de/glaube/unser-glaube/15-fragen-rund-um-die-taufe

Die Taufe ist nicht nur ein äußerliches Geschehen.
Durch sie wird ein unzerstörbares Band mit Gott geknüpft. Daher kann die Taufe nicht mehr rückgängig gemacht werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von dem "unauslöschlichen Charakter" der Taufe. Mit ihr wird man in die Gemeinschaft mit Jesus Christus aufgenommen und gehört
von diesem Zeitpunkt an immer zu ihm, auch wenn man selbst nicht (mehr)
gläubig ist. Aus diesem Grund ist die Taufe auch nicht wiederholbar, da man den Status des Getauften nie verlieren kann. Die meisten christlichen Religionsgemeinschaften erkennen die Taufe untereinander an. So gilt ein evangelisch getaufter Christ auch in der katholischen Kirche als getauft und umgekehrt.

http://www.ekiba.de/html/content/taufe621.html

Bei einer Säuglings- oder Kleinkindertaufe bekennen sich Eltern, Patinnen und Paten stellvertretend für das Kind zu ihrem Glauben an Gott und versprechen, für eine christliche Erziehung zu sorgen. Schon deshalb sollte die Taufe nicht als abgeschlossene Handlung betrachtet werden, sondern als Beginn eines christlichen Lebensweges.

Damit dürfte unter den gegebenen Voraussetzungen eine christliche Taufe durch einen Priester oder Pfarrer im Säuglings- oder Kleinkindalter wahrscheinlich unmöglich sein.

Antwort
von DerTroll, 54

Das geht so nicht. Die Taufe ist ja die Aufnahme in die Gemeinde. Wenn es dir selbst nur um den Ritus geht, weil du es für wichtig hälst, aber nicht gleichzeitig die Mitgliedschaft in der Kirche anstrebst, kannst du das Kind ja selber taufen. Jeder Christ ist berechtigt (normaler Weise nur im Notfall) eine Taufe selbst durchzuführen. Dazu muß man kein Priester sein. Dann einfach nicht der Kirche melden, daß das Kind getauft wurde.


Kommentar von Jasminzina1 ,

danke für deine antwort

Antwort
von Viktor1, 22

Grundsätzlich ist Taufe möglich, wenn man sich zu Jesus (natürlich seiner Botschaft) bekennt.
Bei Kindern tun dies stellvertretend die Eltern (beim Taufgelöbnis).
Später bei der Firmung (kath.) oder Konfirmation (evang,) bekräftigt der "mündige" Christ diese Gelöbnis.
Da bei (fast) allen christl. Konfessionen oder Religionsgemeinschaften eine "gültige" Taufe möglich ist gibt es (im Prinzip)  auch keine konfessionelle Taufe sondern nur die christliche.
Was willst du ?
Deine ganzen Fragen drehen sich fast nur um die Taufe - und wie man dabei Religionsgemeinschaften "entfliehen" kann.
Die Botschaft Jesu wird aber nun mal von diesen verkündet und getragen.
Natürlich kann man auch der Botschaft Jesu folgen, ohne einer (offiziellen) Gemeinschaft an zugehören.
Ist das dein Bestreben für dein Kind ?
Könntest du das Bekenntnis zu Jesus (seiner Botschaft) für dein Kind bei der Taufe ehrlich ablegen ?? Oder bist du garnicht christlich ?
Wenn letzteres ist, dann geht garnichts, dann ist jede "Zeremonie" schales Gehabe. Geht es dir Darum ?

ich brauche unbedingt ideen wie man ein kind taufen 
kann ohne nachher zur kirche zu gehören

Danach sieht es aus.
Wenn nicht, dann vollziehe eben die Taufe ordnungsgemäß in einer christl. Religionsgemeinschaft und laß bei der Behörde (welche zuständig ist) den Eintrag zur Religion wieder löschen. Wie das geht, werden die dort besser wissen als wir.

Antwort
von capi89, 20

Naja, theologisch geht das nicht: Mit der Taufe ist der Täufling unwiderruflich Teil der Gemeinschaft der Getauften und damit Teil des Leibes Christi und der Kirche! Wenn Du die Taufe nur als Event verstehst und nicht möchtest, dass diese Verbindung zur Kirche besteht, lass es einfach bleiben. Die Taufe ist für Christen verschiedener Bekenntnisse eines der wichtigsten und heiligsten Ereignisse, damit sollte man nicht spaßen und das ganze banalisieren bzw. eventisieren.

Antwort
von Indivia, 28

Die taufe ist die aufnahme in eine Kirchengemeinde. Also tauf eund keine Gemeinde sind ein widerspruch in sich.

Antwort
von Bolonese, 11


Die Kindestaufe hat laut Bibel keinen Wert da eine bewusste Entscheidung für Jesus getroffen werden muss.

Wenn du nicht warten willst dann mach es einfach in einem See oder Fluss....Also mit ganz untertauchen und Taufspruch sagen, genau wie zu Jesus Zeiten als Johannes ihn taufte. Dasselbe würd ich aber nochmal machen eben wenn das Kind gross ist (gläubig) dann macht es sinn, vorher nicht :)


Antwort
von NorwinSchneider, 21

Wozu? Die Kindestaufe hat laut der Bibel eh keinen Wert da eine bewusste Entscheidung für Jesus getroffen werden muss. Und das kann ein Kind nicht.

Kommentar von capi89 ,

Deswegen entscheiden sich ja Eltern und Paten stellvertretend für das Kind. Aber wo genau ist in der Bibel von einer Missbilligung der Kindstaufe die Rede?

Kommentar von NorwinSchneider ,

Röm. 6,3-4: „Oder wißt ihr nicht, dass alle, die wir auch Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft. So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“

Die Taufe ist also ein Symbol für das Sterben des alten Menschen und die Auferstehung des neuen Menschen d.h. die Änderung des Sinnes.

Joh. 3,3: „Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.“

Voraussetzung für die Taufe ist also das Bereuen der Sünden und bereit zu sein, ein neues Leben im Glauben zu leben.

Matth. 3,13 -16: „Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er es geschehen. Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser.“

Jeschuah (Jesus) ließ sich selbst taufen, obwohl er es nicht nötig hatte. Denn die Taufe ist ja ein Symbol für das Abwaschen der Sünde. Und da Jesus keine Sünde hatte, wäre seine Taufe nicht nötig gewesen.

Aber er wollte uns ein Vorbild sein. Er wollte uns zeigen, WIE die Taufe durchgeführt werden soll.

Damit ist die Taufe nicht nur eine Reinigung von der Sünde, sondern auch ein öffentliches Bekenntnis zum Messias.

Das Bekenntnis zu ihm bedeutet natürlich auch, dass wir so leben, wie er es uns vorgelebt hat. Und es gehört auch dazu, dass wir alles prüfen, was uns erzählt wird, damit wir im Glauben an Gott und sein Wort fest verwurzelt sind und uns nicht auf Lehren von Menschen verlassen:

Kol. 2,6-8: „Wie ihr nun den Herrn Christus angenommen habt, so lebt auch ihn ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar. Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus.“

Kol 8,12: Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.“

Wer durch seine Taufe mit Christus begraben und auferstanden ist, hat eine neue Blickrichtung. Sein Leben ändert sich nun unter dem Einfluss des Geistes Gottes. Man kann sagen: Er ist ein neuer Mensch (2 Korinther 5,17) und bemüht sich, nach dem Willen Gottes zu leben.

 Ein neuer Mensch ist man allerdings nur dann, wenn die Entscheidung zur Taufe, zum Gehorsam und zur Änderung seines Lebens eine bewußte und gut überlegt Entscheidung war.

 Eine „Proforma – Taufe“, um Traditionen zu folgen oder die auf Drängen von anderen Menschen, ohne eigene Überzeugung geschieht, hat keinen Wert. Solch eine Taufe ist nicht mehr wert, als ein Bad zum Abwaschen von Schmutz.

Mark. 16,16: „Wer da glaubt und getauft wird,der wird selig werdenwer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“

Zuerst kommt also der Glaube - also eine bewußte Entscheidung - und erst dann die Taufe.

Dies sagte Jeschuah (Jesus): wer nicht glaubt, wird verdammt werden!? Das klingt hart? Gott und sein Sohn sagen uns immer die Wahrheit. ER sagt uns vorher immer, was die Folgen unseres Handelns ist. Und dann kann sich jeder entscheiden. Entweder für den Gehorsam und das Selig werden - oder für die Entscheidung GEGEN den Willen Gottes und als Folge die Verdammnis.

Die Entscheidung liegt bei jedem selbst. Gott läßt uns die Entscheidung, uns FÜR oder GEGEN ihn zu entscheiden. Aber die Folgen muß dann Jeder selbst tragen.

Ein Kind wird nicht eretet weil es die Eltern entscheiden. Jeder muss für sein eigenes Leben verantworten. 

Antwort
von wheuhx, 7

Die Taufe ist mit dem Empfang des Heiligen Geistes verbunden (1
Korinther 12,13 bzw. Apostelgeschichte 2,38f.). Sie ist der Ritus zur
Aufnahme in die christliche Gemeinde (Galater 3,26­ 28;
Apostelgeschichte 2,41)

Ohne die christliche Gemeinde und Gemeinschaft ist die Taufe sinnlos.

Also was soll der Unsinn? Mach es richtig oder lass es ganz.

Antwort
von Eselspur, 14

Du kannst eine Segensfeier veranstalten.

Durch die Taufe wird dein Kind aber Teil derer die Jesus nachfolgen, also der Kirche.

Antwort
von Aleqasina, 19

Dir ist offensichtlich nicht klar, was die Taufe überhaupt ist.

Dioe Taufge ist ja nicht irgendein Segensritus und auch keine feierliche Namensgebung. Sie ist die Aufnahme in eine christliche Kirche und damit in die Christenheit.

Du kannst ja auch nicht eine Saatsbürgerschaft erwerben, ohne damit Staatsbürger zu werden.

Antwort
von anniegirl80, 12

Ich frage mich wozu du das wissen willst?

Bei Freikirchen ist es so dass eine Taufe nicht bedeutet dass man auch dort Mitglied ist. Allerdings werden dort nur Erwachsene getauft, bwz. je nach dem Jugendliche. Denn dort herrscht (normalerweise) die Ansicht dass man getauft wird weil man Christ ist, sich bekehrt hat (falls dir dieser Ausdruck etwas sagt) und mit dies mit der Taufe öffentlich bezeugt.

Antwort
von RobertWeemeyer, 29

Was willst du mit einer Taufe erreichen, mit der explizit keine Aufnahme in eine Gemeinschaft von Glaubenden verbunden sein soll?

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