Frage von unwissend29, 46

Tarotkarten legen erklärt für verwirrte Autorin?

Hallo erstmal! Also, ich schreibe ein Fantasy-Abenteuer Buch und bräuchte die Hilfe von jemanden, der sich mit dem Legen von Tarotkarten auskennt. Die Freundin der Protagonistin möchte nämlich die Zukunft der Protaginistin vorhersagen. Sie hat natürlich die Totale Ahnung davon, nur ich halt nicht und deshalb hab ich keine Ahnung wie das abläuft und wie ich das schreiben soll. Wenn mir also jemand eklären könnte, wie man sich auf eine solche Sitzung (?) vorbereitet, wie man die Karten legt, wie die Person die die Karten legt und die deren Zukunft gelesen werden soll, interagieren müssen und alles was dazu gehört, wovon ich nur nichts weiß... Ja! Ich habe das Thema schon ausführlich gegooglt aber nicht wirklich viel davon verstanden, weil es so viele verschiedene Arten von Tarotkartendecks gibt und es verschiedene Arten gibt die Karten zulegen und das hat mich etwas verwirrt... Ich hoffe mir kann jemand helfen, wenn nicht wünsche ich euch allem trotzdem einen schönen Tag!

Antwort
von PolluxHH, 16

Willst Du wirklich mit Tarot arbeiten? Vorhersage der Zukunft klingt eher nach Lenormand oder Kipper, Tarot ist eher bezogen auf konkrete Fragen, so erzählte es mir jedenfalls eine Freundin, hingegen Lenormand weit universeller angelegt.

Die unterschiedlichen Tarotdecks sollten Dich nicht verunsichern. Das am häufigsten verwendete Deck ist das Rider-Waite-Deck, zu dem es auch massenhaft Literatur gibt. Die Erläuterungen zum Crowley-Deck sind auch gut darauf zu beziehen, wenn Du es etwas kryptischer/mystischer magst (so werden bei Crowley Elemente stärker thematisiert). Beide Decks stehen in der Tradition des Golden Dawn, einem Geheimorden zu Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die Legungsmuster sind übrigens variabel und jedeR TarotlegerIN hat seine bevorzugten Muster, in denen sie/er sich heimisch fühlt. Dabei zählen insbesondere auch Bezüge zwischen den Karten unter Berücksichtigung der Position, weshalb mit der Anzahl der Karten auch die Komplexität überproportional steigt. Viele der gängigen Muster im Netz sind aber urheberrechtlich geschützt, also Vorsicht bei der Verwendung. Besser ist es, sich ein eigenes Muster zu überlegen.

Eine Vorbereitung ist eigentlich nicht nötig und auch die Form ist nicht "vorgegeben". Manche LegeRinnen übergeben das Deck nicht, andere lassen den Frager mischen, wieder andere (mehrfach) abheben, nachdem man selber gemischt hat, nur wird die Frage VOR dem Mischen gestellt und danach ist Ruhe und Konzentration auf die Frage angesagt.

Welche Methode Du auch wählst, zum Abschluß werden die Karten zu einem Fächer ausgebreitet und dann in einer durch die gewählte Legung vorgegebenen Folge gezogen und umgekehrt ausgelegt gemäß des Musters der Legung. Das kann schweigend erfolgen oder mit Nennung der Positionsbedeutung wie "Das, worum es geht", "Das, was nicht sein wird" , "Das, was sein wird" und "Das, was sich ergibt". Wer die Karten dem Frager nicht aushändigt, der wird auch hier für den Frager ziehen, ansonsten ist es frei, wer zieht.

Dann werden die Karten aufgedeckt und - ein klassischer Fehler - erst dann in der vorgegebenen Folge interpretiert, wenn alle Karten umgedreht sind, denn wie gesagt: es werden auch die Bezüge zwischen den Karten beachtet, u.a. numerologische Bezüge hergestellt, die Entwicklung der Elemente oder der Nummern etc..

Nur bitte eines, da wurde meine Freundin immer richtig sauer: nie den Tod mit "Tod" übersetzen. Die Karte "Der Tod" folgt auf den Gehängten, zeigt an, daß man mit dem, was hinter einem liegt, abgeschlossen hat und nun frei ist für einen Neuanfang, ist also eine durchaus positive Karte.

Kommentar von unwissend29 ,

Vielen Dank! Sie haben mir sehr weiter geholfen. Außerdem muss ich ihnen recht geben, da keine konkrete Frage gestellt wird, werde ich mich gleich mal nach Lenormand/Kipper erkundigen. Trotzdem hat mich ihre Antwort zu mehr Verständnis geführt! Die Sache mit dem Tod werde ich mir merken, ich werde sie zwar noch nicht brauchen (weil die Karten durch den Fluch der Protagonistin keine Bilder anzeigen werden) aber vielleicht kann ich das ja später mal brauchen. Danke Danke Danke! Ich wünsche ihnen und ihrer Freundin einenschönen Tag!

Kommentar von PolluxHH ,

Achtung, Lenormand ist extrem komplex. Hier werden die Karten hinsichtlich des Abstandes zueinander betrachtet und regelmäßig alle Karten als Große Tafel ausgelegt und dann kommt es darauf an, was man gerade betrachten will, denn dafür gibt es Schlüsselkarten (Geld, Gesundheit, Liebe, Beziehung, Beruf ...). Zudem zählt auch noch, welche Karten die gerade betrachtete Schlüsselkarte umgeben sowie deren Position, man geht in die Diagonalen, man geht in horizontale und vertikal kreuzenden "Linien", aber oft wird mit den Ecken angefangen, um die Haupthemen für die Legung herauszufinden.

Kommentar von holodeck ,

Es gibt Legemethoden mit kleineren Blättern.

Kommentar von PolluxHH ,

Gibt es, aber für eine allgemeine Zukunftsvoraussage sind meines Wissens diese Legesysteme eher ungeeignet (und selbst meine Freundin, die eine Lenormand-Spezialistin war/ist, bevorzugte dann Tarot-Karten).

Antwort
von Melcor, 17

Ich habe früher mal Tarotkarten gelegt und da funktioniert das so: 

Es werden alle Karten von dem Seher gemischt dann als Fächer ausgebreitet. Dann sucht sich die Person (um dessen Zukunft es geht)7 Karten aus und die werden in der Reihenfolge wie sie gezogen werden in einer Reihe gelegt. Dann wird von links nach recht die Karten vom Seher bestimmt. 

Ein Beispiel

Karte 1 Der Verführer

Karte 2 Der Dieb 

Karte 3 Der Hunger 

Karte 4 Der Engel

Karte 5 Die Rache 

Karte 6 Der Sieg

Karte 7 Die Hochzeit

Das würde bedeuten das deine Protagonistin zuerst Verführt und Beklaut wird (Karte 1 und 2). Dann in der Gose landet (Karte 3). Dann geredet wird von einer gut meinenden Person (Karte 4). Sich am Verführer rächt und gewinnt (Karte 5 und 6) und dann ihren Retter heiratet (Karte 7).

Kommentar von unwissend29 ,

Danke, das hat mir schon viel weiter geholfen! :)

Kommentar von holodeck ,

Danke, das hat mir schon viel weiter geholfen! :)

augenroll

Das ist pure Fantasy! Der user veralbert dich. Es gibt keine Karte "Die Rache" & Co. im Tarot.

Kommentar von PolluxHH ,

Wenn ich richtig informiert bin, gibt es aktuell über 1.600 verschiedene Decks und da war ich mit nicht wirklich sicher, ob nicht vielleicht eines dabei ist, welches auch die Karten umbenannte. Es klingt mir auch mehr nach einem Orakel-Deck, aber ich gestehe der Posterin zu, daß es ein ernstgemeinter Beitrag war.

Kommentar von holodeck ,

Tarot ist Tarot! Es gibt keine Abweichungen vom Grundblatt und wenn, dann wie bei Crowley, nur unwesentliche.

Deine Idee mit dem Orakeldeck könnte aber hinkommen.  

Kommentar von PolluxHH ,

Welches Deck ist das denn? Eines ist klar: weder Visconti noch Wirth, nicht Waite und nicht Crowley.

Kommentar von Melcor ,

Keine Ahnung ich hatte es vom Flohmarkt wahr ziemlich alt und abgenutzt wahr nicht mal mehr in der Originalverpackung aber der Preis von 2 Euro hat gepasst und es wahr auch nur eine kurzes Hobby von mir und habe schnell die Begeisterung verloren.

Antwort
von SerenaEvans, 23

Wenn es Fantasy ist, dann denk dir dolch selbst etwas aus oder entscheide dich für eine Variante. Recherche gehört einfach zum Job eines Autors! Das macht niemand anderes für dich.

Kommentar von unwissend29 ,

Ich kann mir nicht einfach etwas ausdenken! Genau dann wäre ich nämlich zu faul zum recherchieren! Das Buch spielt in dieser Welt, mir einfach auszudenken wie es funktionieren könnte wäre irgendwie respektlos gegenüber der Kunst des Karten legens und Leser die, im gegensatz zu mir, Ahnung davon haben wären sicher nicht sehr "erfreut" darüber!

Fragen stellen ist recherche. Ob ich sie in Google eingebe oder hier, als Antwort bekomme ich einen hilfreichen Text, geschrieben von jemandem der weiß wie es geht.

Wieso machst du dir überhaupt die Mühe mir zu antworten, wenn du noch nicht nütliches zu sagen hast?

Kommentar von SerenaEvans ,

Und wieso bist du sofort auf 180, wenn man dir einen Tipp gibt? Dann stell keine Fragen, wenn du ehrliche Antworten nicht erträgst.

Kommentar von unwissend29 ,

Welchen Tipp? Welche ehrliche Antwort? "Denk dir was aus" weder ein Tipp noch eine ehrlich Antowrt auf die Frage "Wie".

Kommentar von SerenaEvans ,

Natürlich ist das ein Tipp.

Und noch einer, wenn du Kritik nicht annehmen kannst, dann lass es am besten mit dem Schreiben. Zum Beruf des Autors gehört ein hohes Maß an Kritikfähigkeit. Ein Verlag tätschelt dir nämlich nicht den Kopf sondern deckt gnadenlos alle Fehler auf!

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