Frage von fafar2412, 87

tante hat hausverbot. was tun?

ich hatte hier ja schon mal wegen meiner tante und ihren alten vermieter berichtet. die hat nun endlich eine neue wohnung gefunden und hat sich bei ihrem anwalt vom mietschutz erkundigt bzw einen schreiben aufsetzen lassen wann sie in ihre wohnung kann (weil sie am vermieter vorbei muss) um ihre sachen raus zu holen. der vermieter hat dem anwalt mitgeteilt, dass meine tante hausverbot hat.

was kann sie dagegen tun? darf er ihre sachen behalten?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 20

Geht man Deiner früheren Frage nach, geht es um ein sehr kompliziertes Verhältnis.

Ausgehend davon kann ich mir schon vorstellen, dass die Frau das Haus verlassen hat bzw. gerichtlich angeordnet verlassen musste, ohne ihre Sachen mitnehmen zu können.

Das wäre dann ein Fall von "Berliner Räumung". Dabei werden nur die Personen aus der Wohnung verwiesen oder direkt entfernt und die Sachen können, wenn nicht irgendwas dagegen steht, später z. B. von einem Umzugsunternehmen abgeholt werden. Die Personen selbst wird man keinesfalls mehr in die Wohnung lassen, denn das hätte u. U. zur Folge, dass erneut gerichtlich oder mit Hilfe der Polizei geräumt werden muss. Das will der Vermieter natürlich nicht. Daher wohl auch das Hausverbot.

Wie kommt sie an ihre Sachen? Hat sie noch Schulden beim Vermieter? Dann kann dieser die Sachen so lange zurück halten, bis die Schulden komplett bezahlt sind. Zahlt sie nicht, kann er die Sachen anderweitig verwerten.

Ist aber alles bezahlt, müßte sie ein Umzugsunternehmen beauftragen, das den Umzug für sie durchführt. Ich glaube nicht, dass der Vermieter auch nur eine Person aus dem privaten Umfeld der Tante in die Wohnung lassen wird.

Allerdings, ohne genaue Kenntnis der aktuellen Sachlage, von der Du nun nicht wirklich viel berichtet hast, ist meine Antwort eine Mutmaßung, die nur für den Fall zutrifft, dass tatsächlich ein Räumungsurteil voraus ging.

Kommentar von fafar2412 ,

vom gericht gab es keine verordnung, dass sie hausarrest hat. auch eine einstwilige verfügung gab es nie. das hatte der vermieter ihr nur gesagt. ich hab sie so oft gefragt ob sie was vom gericht bekommen hat und musste ihr verständlich machen, dass nur weil der vermieter da iwas sagt, es noch lange nichts bedeuten muss. schulden hat sie nicht beim vermieter und konnte problemlos mittlerweile ausziehen :)

Kommentar von bwhoch2 ,

Es ist nicht die Rede von Hausarrest, sondern von Hausverbot. Für ein Hausverbot braucht der Vermieter kein Gericht. Das kann er selbst aussprechen, wenn er irgendwas befürchtet, was er in seinem Haus nicht haben will.

Wenn sie jetzt eine andere Wohnung nachweisen kann, besteht auch nicht die Gefahr, dass sie sich wieder in der Wohnung festsetzt. Insofern könnte er sie schon wieder rein lassen.

Allerdings, wenn nicht, muss man eben ein paar Freunde oder ein Umzugsunternehmen beauftragen mit dem Abholen ihrer Sachen.

Kommentar von bwhoch2 ,

Danke für die Auszeichnung.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 16

sie hatte gekündigt aber konnte nicht ausziehen, weil sie keine wohnung rechtzeitig gefunden hat. daraufhin hat er eine einsweilige verfügung geholt.

Sicher, dass es eine einstweilige Verfügung gibt? Wenn ja wie lautet sie.

Ich kann mir dass nicht vorstellen, dass sie keinen Zutritts zur Mietsache hat, denn das würde bedeuten, dass die Mietsache nicht zur Verfügung steht und sie fristlos kündigen könnte.

Ein Anwalt schreibt das, was sein Mandant will; sie werden daher oft als Rechtsverdreher bezeichnet.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 15

Einem Mieter kann kein Hausverbot rechtswirksam  erteilt werden. Der RA ist ein RV, wenn er Anderes meint. Aber er macht nur das, was sein Mandant sagt, ob Recht oder Unrecht, ist ihm egal, nur die Kasse muss stimmen. Vor Gericht ginge er damit baden.

Antwort
von DarthMario72, 46

Selbstverständlich darf der das nicht behalten.

Dann muss deine Tante halt jemanden beauftragen, ihre Sachen abzuholen. Oder hat die Tante die Wohnung noch gemietet? Dann ist das Hausverbot m. E. hinfällig.

Kommentar von fafar2412 ,

sie hatte gekündigt aber konnte nicht ausziehen, weil sie keine wohnung rechtzeitig gefunden hat. daraufhin hat er eine einsweilige verfügung geholt

Kommentar von DarthMario72 ,

Aber die Sachen befinden sich noch in der Wohnung?

Kommentar von fafar2412 ,

ja und sie hat hausverbot

Antwort
von SiViHa72, 28

Der darf die nicht behalten, aber sie das Haus auch nicht betreten. Lösung: sie schickt jemanden vorbei,der das Zeug abholt. Vermieter vorher informieren!


Wenn sie noch Miete zahlt, hat sie natürlich schon das Recht,s elber..


Dann würde ich aber definitiv eine neutrale dritte Person mitnehmen, die ist dann ja auch ein Zeuge für das was man tut.


Nicht mehr Mieter: dann definitiv einen anderen beauftragen.

Freund, Freundin, wen auch immer.



Kommentar von fafar2412 ,

ok danke

Kommentar von albatros ,

Solang noch Sachen der Mieterin in der Wohnung sind, ist rein rechtlich das Mietverhältnis noch nicht beendet, ob Miete gezahlt wird oder nicht.

Antwort
von martinzuhause, 43

der vermieter kann dem mieter nicht verbieten die gemietete wohnung zu betreten

Kommentar von DarthMario72 ,

Sie wohnt nicht mehr dort

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